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Geschichte der Adventsaktion

Am Anfang stand eine Idee. Wie wäre es, die Adventszeit nicht nur von einer Weihnachtsfeier zur nächsten hetzend zu erleben, die Gedanken über Geschenksuche, Plätzchenbäckerei und Tannenbaumschmuck hinausgehen zu lassen? Wie wäre es, sich inmitten des Trubels täglich 12 Minuten Zeit zu nehmen?

Eine Oase im Alltag: Der Andere Advent war geboren. Eine Aktion, die von einem Kalender mit meditativen Texten und praktischen Tipps begleitet wurde. Ein Team um den Hamburger Pastor Hinrich C. G. Westphal, damals Leiter des Amtes für Öffentlichkeitsdienst der Nordelbischen ev.-luth. Kirche, startete mit einer vorsichtig geschätzten Auflage von 4000 Exemplaren, die am 1. Advent 1995 restlos vergriffen war. Das Echo auf diesen ersten Kalender war so groß, dass in den nächsten Jahren die Auflage kontinuierlich anstieg und 2015 bei 600.000 lag.

Seitdem entstanden verschiedene weitere Aktionen rund um das Kirchenjahr: zur Fasten- und Urlaubszeit genauso wie für die stille Zeit. Der Verein Andere Zeiten möchte gemeinsam mit seinen Leserinnen und Lesern den Rhythmus des Kirchenjahres neu entdecken, denn: Sich Inseln für die Seele zu gönnen und sie bewusst zu gestalten, gibt Kraft und Orientierung für den Alltag.

Alle Aktionen des Andere Zeiten-Teams sind möglichst niedrigschwellig und konkret. Texte und Bilder sollen ohne jegliche theologische Vorbildung verstanden werden können. Welche Tipps könnten beispielsweise jemandem helfen, der lernen möchte zu beten? Welches Gedicht gibt Fastenden Kraft, damit sie durchhalten? Frei nach Luther ist die Devise dabei, dem Volk aufs Maul zu schauen, aber ihm nicht nach dem Munde zu reden. Mit dem Erlös aus dem Projektverkauf fördert der gemeinnützige Verein Andere Zeiten missionarische Projekte, im vergangenen Jahr mit einer Summe von rund einer dreiviertel Million Euro.

Wichtig ist dem Team der Kontakt zu Leserinnen und Lesern. Flankiert werden die Aktionen von zeitlich begrenzten Internetforen. So entsteht eine »verstreute Gemeinde«, von der viele sich getragen fühlen. Motiviert wird die Arbeit des Teams dabei von einem Ziel: Die biblische Botschaft so zu übersetzen, dass sie Antwort gibt auf die Fragen der Menschen nach Orientierung und Sinn.