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Schöpfungszeit

Im traditionellen Kirchenjahr ist die Schöpfungszeit ein Frischling. Vor acht Jahren wurde sie von der Europäischen Ökumenischen Ver­sammlung ausgerufen. In der Zeit zwischen dem 1. September und dem 4. Oktober eines Jahres sollen die christlichen Kirchen für den Schutz der Schöpfung beten und einen nachhaltigen Lebensstil fördern. Die Anregung dazu kam 1989 aus der orthodoxen Kirche, dort ist der 1. September der Beginn des Kirchenjahres. Der 4. Oktober ist der Gedenktag des Franz von Assisi, der auch als Umweltheiliger gilt.

Aktuell richten immer mehr Gemeinden in der Schöpfungszeit ökumenische Gottesdienste aus, viele davon finden unter freiem Himmel statt. Dazu kann ein ›Verpflichtungsteil‹ gehören, in dem Besucher sich zu einem achtsamen Umgang mit der Schöpfung oder der Förderung eines konkreten Umweltprojektes verpflichten. So weist die Schöpfungszeit zurück auf den jahrtausendealten göttlichen Auftrag an den Menschen, fürsorglich mit der Erde umzugehen – und sie zu bebauen und zu bewahren (1. Mose 1,28).