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Welche Arbeiten wurden jüngst ausgezeichnet?

»Andere Orte « lautete das Thema des Andere Zeiten-Journalistenpreises 2017. 

»Das Empfinden von Orten ist individuell verschieden und meist gebunden an die persönliche Biografie. Unter den Einsendungen waren Geschichten von Menschen und ihren anderen Orten, die erlebbar machten: Es gibt auf dieser Welt mehr, als wir sehen«, sagt Dr. Frank Hofmann, Chefredakteur des Vereins Andere Zeiten. Knapp 40 Journalisten reichten zum Thema »Andere Orte« Beiträge ein; drei davon wurden ausgezeichnet.

Herausragend war nach Ansicht der Jury der »NZZ«-Artikel von Diana Laarz und Sascha Montag. In »Der Trost des Eises« beschreibt die Journalistin, wie ein grönländisches Kinderheim zu einem Ort mit verändernder Kraft wird. Beeindruckt zeigte sich Jurymitglied und Laudator Matthias Drobinski von der Empathie der Autorin: »Ein dicht geschriebener, poetischer Text, der den Menschen nahe kommt und doch diskret bleibt, sensibel und abenteuerlich.«

In »Eine Winterreise« begleitet »Bref«-Autorin Susanne Leuenberger ihren Freund Samuel Geiser an die Schauplätze seiner Kindheit in einer Täufer-Gemeinschaft im Berner Jura. »Die Autorin bietet in einem vielschichtigen Text, der sorgfältig und mit Humor erzählt, einen Blick in eine unbekannte geschlossene Welt«, so Drobinski.

Besonders pointiert sei auch der »FAZ«-Beitrag »Fische wie du und ich« von Friederike Haupt: »Auch ein Aquarium oder ein Hamsterkäfig können besondere und ziemlich politische Orte werden«, so Drobinski über ihren Beitrag. Sie erzählt von einem Mann mit afghanischen Wurzeln, der in Offenbach eine Traditions-Zoohandlung übernommen hat.

Die Preise werden am 28. September in Hamburg verliehen.