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Welche Projekte wurden jüngst ausgezeichnet?

Religiosität an besonderen Orten erlebbar zu machen: Damit beschäftigen sich die drei Projekte, die mit dem neunten Andere Zeiten-Missionspreis ausgezeichnet wurden. Mit je 5000 Euro werden sie gleichwertig prämiert. »Die Ideengeber zeigen, dass Glaube und Kirche nicht mehr an einem festen Ort verankert sind, sondern Menschen an anderen Orten begegnen. Sie laden dazu ein, gewohnte Wege zu verlassen und sich von Glaubensimpulsen auf niederschwellige Weise berühren zu lassen«, erläutert Sabine Schaefer-Kehnert vom Andere Zeiten-Vorstand die Entscheidung der unabhängigen, ökumenischen Jury. 

Ein Preis geht an das Projekt »Mecklenburger Kapellenweg«, einen Weg von 32 Kilometern Gesamtlänge, der große Anziehungskraft für Pilger und Wanderer besitzt. Entlang des Wegs wurden an sieben Orten längst vergessene Kapellenplätze durch Feldsteinmauern, Holzkreuze und Sitzbänke wieder kenntlich gemacht. Heute werden sie als Open-Air-Kapellen genutzt, zum Beispiel im mecklenburgischen Langwitz. »Durch den Kapellenweg werden an alten Orten auf neue Weise die Themen Glauben und Verankerung wieder ins Gespräch gebracht«, sagt Barbara Viehoff von der Missionspreis-Jury. Mit den zahlreichen Helfern und den Betreuern der Plätze seien außerdem Menschen gewonnen worden, die Verantwortung übernehmen. Hier können Sie Kontakt zu Pastor i.R. Eckart Hübener aufnehmen.

Ebenfalls ausgezeichnet wird der Kirchenkreis Hersfeld mit seinem anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 durchgeführten Aktionstag »Pilgern mit Traktoren«. Als Hinweis auf Luthers 95 Thesen wollte Mitinitiator Pfarrer Thomas Funk ursprünglich 95 Trecker auf eine rund 40 Kilometer lange Strecke zwischen Eichhof und Heringen schicken – am Ende nahmen fast 150 Treckerfahrer teil. »So wurden entlang der Strecke viele kleine Reformationsfeste gefeiert«, sagt Thomas Funk. Ein wichtiger Aspekt: »Mit der Aktion haben wir endlich einmal die Männer zwischen 20 und 60 Jahren erreicht, die zum Schluss allesamt angerührt eine Bibel im Empfang nahmen.« Hier können Sie Pröpstin Sabine Kropf-Brandau mailen.

Ein weiterer Preis geht an »NIMM DIR ZEIT – eine Entschleunigungsspur« der Stadtpastoral des Erzbischöflichen Ordinariats in München. Im Rahmen des Projekts wurden im vergangenen Sommer in der Münchner Innenstadt an verschiedenen Standorten ein 15 Meter langer »Entschleunigungstteppich« ausgerollt. Passanten konnten darauf innehalten und an verschiedenen Stationen Entspannungsübungen oder Perspektivwechsel vornehmen. »Bei diesem Projekt verlässt Kirche den gewohnten Raum, bringt junge Leute in Aktion – und reizt zum Nachmachen«, so die Jury. Per Mail können Sie Georg Schmidtner hier erreichen.

Die Preise wurden am 3. Mai 2018 in Hamburg verliehen. Das Thema des Missionspreises 2019 wird »Mission digital« sein. Er richtet sich an Projekte im Rahmen der neuen Medien.