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Pressemitteilung 27. Juli 2016

Flucht und christliche Verantwortung

Andere Zeiten vergibt Journalistenpreis für drei aktuelle Beiträge

Hamburg.  Arm und auf der Flucht – so begann das Leben Jesu, auf den sich das Christentum gründet und von dem die Worte überliefert sind: »Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen.« Wie ist das in die Gegenwart zu übersetzen? Mit diesem aktuellen Thema beschäftigen sich die prämierten Beiträge des Andere Zeiten-Journalistenpreises 2016. Der erste Preis geht an die Rundfunkjournalistin Dr. Gabriele Knetsch für ihr Bayern2-Feature »Psychotrauma Flucht – die Zeit heilt nicht alle Wunden«, mit dem zweiten Preis wird der Beitrag von Annabel Wahba »Mein arabischer Vater« aus dem »Zeit-Magazin« ausgezeichnet, den dritten Preis erhält die Wiener Hörfunk-Journalistin Stefanie Jeller für ihre »Radio Klassik Stephansdom«-Sendung »Am Anfang war die Flucht. Eine Aktualisierung der jüdisch-christlichen Ursprungsgeschichten.«

36 Journalisten reichten Beiträge zum Journalistenpreis ein. »Wo sind die christlichen Werte im Umgang mit Flüchtlingen zu erkennen? Diese Frage war uns wichtig, besonders vor dem Hintergrund der rein quantitativ sehr umfassenden Berichterstattung über Flüchtlinge. Viele der eingereichten Beiträge waren von hoher Qualität. Und sie legten ihr Augenmerk besonders auf die christliche Dimension«, sagt Dr. Frank Hofmann, Chefredakteur des Vereins Andere Zeiten.

»Ich bin neidisch auf die Flüchtlinge von heute.« Diesen Satz hinterlässt der 83-jährige Richard Sucker auf dem Anrufbeantworter von Gabriele Knetsch. Er ist Auslöser für ihren Radio-Beitrag »Psychotrauma Flucht«. Darin macht sie sich auf die Suche nach den Gemeinsamkeiten zwischen Vertriebenen der Nazizeit und Jugendlichen aus Afghanistan oder Syrien. Der »Zeit-Magazin«-Artikel von Annabel Wahba ist sehr persönlicher Natur: Sie schreibt über die Geschichte ihres Vaters, der vor fast 60 Jahren aus Ägypten nach Deutschland kam, auch ihre Mutter und ihre Schwester äußern sich dazu. Stefanie Jeller stellt in ihrer Radiosendung »Am Anfang war die Flucht« biblische und heutige Fluchtgeschichten nebeneinander und lässt sie sich so gegenseitig interpretieren. Die drei ausgezeichneten Beiträge können Sie auf unserer Internetseite www.anderezeiten.de/foerderung/journalistenpreis lesen und hören.   

Die Gewinner erhalten die Auszeichnung und das Preisgeld in Höhe von insgesamt 6000 Euro am 16. September 2016 in Hamburg. Der Verein Andere Zeiten schreibt den Preis jährlich aus. Er würdigt Journalisten, die sich in besonderer Weise mit Themen des Kirchenjahres befassen. Das Thema des nächsten Journalistenpreises wird im September bekannt gegeben. 

Andere Zeiten ist ein gemeinnütziger Verein, der dazu einlädt, Zeiten des Kirchenjahres wieder bewusst zu erleben und ihren heilsamen Rhythmus zu entdecken. Die Hamburger Initiative steht den christlichen Kirchen nahe und wurde bekannt durch die Aktion »Der Andere Advent«.

 Kontakt: Iris Macke, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel. (040) 47 11 27 50, E-Mail: macke@anderezeiten.de

 

Andere Zeiten e.V.
Fischers Allee 18
22763 Hamburg
Telefon (040) 47 11 27-27
www.anderezeiten.de