Glaubensinfo Dreikönigstag / Epiphanias

Am 6. Januar kann es passieren, dass Könige vor der Tür stehen. Sie tragen einen Stern mit sich und bringen Segen: C + M + B, »Christus mansionem benedicat« (Christus segne dieses Haus) schreiben sie mit Kreide auf den Türrahmen, dazu die aktuelle Jahreszahl. Als Sternsinger verkleidet sind jährlich eine halbe Million Kinder unterwegs.

 

Früher baten sie um Gaben für sich selbst, heute sammeln sie für soziale Projekte weltweit. Sie erinnern an die drei Weisen, laut biblischem Bericht die ersten »Heiden«, die zu dem neugeborenen Jesus kommen und bezeugen: In diesem Kind ist Gott.

 

Aus Weisen wurden mit der Zeit Könige, im Mittelalter erhielten sie die Namen Caspar, Melchior und Balthasar. Die Menschen stellten sich drei Personen vor, weil die Bibel von drei Geschenken erzählt: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Gold für Jesus, den König – weil es das Kostbarste ist, was die Erde bietet. Myrrhe für den Menschen, der leiden und sterben wird – sie wird als schmerzlindernde Medizin und zur Einbalsamierung verwendet. Weihrauch für den Gottessohn – das duftende Harz diente schon im Alten Testament als Opfergabe.

 

Auch wenn von den vier Evangelisten nur Matthäus die Weisen erwähnt, wurden sie so beliebt, dass der Volksmund den 6. Januar Dreikönigstag nannte. Genau genommen heißt er »Fest der Erscheinung des Herrn«, griechisch Epiphanias. Das aber meint nichts anderes, als die Geschichte etwas farbenfroher erzählt: Gott ist den Menschen erschienen. Nicht nur den Gläubigen, sondern allen.