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Allerseelen

Rote Lichter flackern in der Abenddämmerung, viele Gräber sind geschmückt und für den Winter festgemacht. Die Stimmung auf dem Friedhof ist eine ganz besondere Anfang November, wenn katholische Christen ihrer Verstorbenen besonders gedenken. Am 1. November wird in der katholischen Kirche Allerheiligen gefeiert, als Tag des Gedenkens an alle mehr als 6000 selig und heilig Gesprochenen. In den frühen Jahren des Christentums wurden hauptsächlich Menschen heilig gesprochen, die für ihren Glauben gestorben sind. Dann kamen Menschen dazu, die in besonderer Weise ihren christlichen Glauben lebten und außergewöhnliche Dinge leisteten. Auch wenn das lange her ist, sind Selige und Heilige noch aktuell: Sie sind Beispiele und Zeugen des christlichen Glaubens. Das sagte sogar Martin Luther, der zwar die Heiligenverehrung ablehnte, aber das gute Vorbild dieser Menschen betonte. Doch an Allerheiligen wird auch der Menschen gedacht, die nicht offiziell von der Kirche heilig gesprochen sind. Das Gedenken gilt auch denen, »um deren Heiligkeit niemand weiß als Gott«, heißt es.  

An alle Verstorbenen richtet sich das Gedenken am 2. November. An Allerseelen gehen die Katholiken auf die Friedhöfe und der Priester segnet die Gräber. Dazu brennen überall die Grablichter: als Symbol für das Ewige Licht, das den Verstorbenen leuchtet.