A-
A
A+
Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein gutes Benutzererlebnis bieten zu können. Wenn Sie unsere Dienste weiterhin nutzen, gehen wir davon aus, dass Sie damit einverstanden sind. Weitere Informationen VERSTANDEN!

Mein Sonntag

Blick von oben auf einen Kürbis und eine grüne Kiste mit Kartoffeln

Heute habe ich einen köstlichen Sonntagsfestschmaus gezaubert. Es gab Kartoffeln und Kürbis. Das wars schon. Keine drei Gänge, nichts Außergewöhnliches. Und doch war es für uns etwas ganz Besonderes und ein Fest für die Sinne. Denn unser Mittagessen begann nicht in der Küche, sondern im Garten. Mit Spaten und Grabegabel gerüstet stiefelte ich in mein Gemüsebeet, begleitet von einer zweijährigen und einer fünfjährigen Gärtnerin. Die Kinder holten die dicksten und schönsten Kartoffeln aus der Erde, die sie je sahen. Welch ein Juchzen, wenn sie mit ihren kleinen Händen aus der dunklen Gartenerde wieder einen hellen Schatz zutage förderten!

Neben dem Beet ranken die Kürbispflanzen mehrere Meter durch unseren Garten. Bestimmt zehn oder elf Früchte leuchten in einem knalligen Orange in der Sonne. Stolz erfüllt mich, obwohl ich ja nicht viel dazutun konnte. Und glücklich bin ich, wenn ich meinen Gästen so ein Festmahl anbieten kann. Das Tischgebet vor dem Essen kam so richtig von Herzen.

Ich weiß, dass viele Landwirte nach diesem trockenen Sommer nicht mit ihrer Ernte zufrieden sind und Sorgen haben. Aber vielleicht ist gerade in einem Dürrejahr die Erinnerung an das Versprechen wichtig, das Gott Noah gab, als die Sintflut vorbei war: »Niemals, so lange die Erde besteht, werden Aussaat und Ernte, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht aufhören.« (1. Mose 8, 22)

Kirsten Westhuis