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Buchtipps zum Thema Vergebung

Thomas Dürr: Hannah Arendts Begriff des Verzeihens

Seine Dissertation über Hannah Arendt machte der Autor zum Buch – mit dem Ziel, »Erhellendes« über Arendts Sicht von »Verzeihen« auf den Markt zu bringen. Sein Anspruch ist dabei hochwissenschaftlich geblieben, seine Ausdrucksweise äußerst komplex – das Buch richtet sich an anspruchsvolle, wissenschaftlich gebildete Leser. Mehr ...

Thomas Dürr: Hannah Arendts Begriff des Verzeihens. Freiburg i. Brsg./München: Karl Alber 2009. 432 Seiten, 54 Euro

 

Svenja Flaßpöhler: Verzeihen. Vom Umgang mit Schuld

Die Berliner Journalistin und Philosophin gibt – ausgehend von der »Vergebungs-Geschichte« mit ihrer eigenen Mutter – einen umfassenden Überblick über das Thema. Mit den drei  Fragen »Heißt vergeben verstehen?«, »Heißt vergeben lieben?«, »Heißt vergeben vergessen?« gliedert sie ihr Buch. Vor allem Erfahrungsberichte sind darin enthalten, aber auch ein Exkurs in die Philosophiegeschichte. Flaßpöhlers Ausführungen sind zwar anspruchsvoll und teilweise kompliziert, aber leichter verständlich und nachvollziehbar als jene von Thomas Dürr. Mehr ... 

Svenja Flaßpöhler: Verzeihen. Vom Umgang mit Schuld. München: DVA 2016. 224 Seiten, 17,99 Euro

 

Antoine Leiris: Meinen Hass bekommt ihr nicht

Der Pariser Kulturjournalist hat ein berührendes, bewegendes, ergreifendes Buch geschrieben. Mit seinem offenen Brief an die Terroristen, die verantwortlich waren für die verheerenden Anschläge in Paris im November 2015, bei denen auch Leiris’ Ehefrau Hélène ums Leben kam, war er durch Facebook weltbekannt geworden. In seinem Buch erzählt er in faszinierenden Worten von dem neuen Alltag mit seinem kleinen Sohn Melvil – einem Alltag, in dem er vor allem eines will: dem Hass keinen Raum geben. Mehr ...

Antoine Leiris: Meinen Hass bekommt ihr nicht. München: Blanvalet 2016. 141 Seiten, 12 Euro

 

Eva Mozes Kor: Die Macht des Vergebens

»Vergib, damit du heil wirst!« Das ist der Rat, den die ehemalige KZ-Insassin jedem Opfer gibt. Mit ihrer Aussage »Ich habe den Nazis vergeben!« sorgte sie während des Prozesses gegen Oskar Gröning, den früheren  »Buchhalter von Auschwitz«, im Sommer 2015 weltweit für Aufsehen. In ihrem Buch beschreibt sie, wie es dazu kam, dass sie frei wurde von Bitterkeit und Hass. Es ist eingängig zu lesen, ohne naiv oder banal zu sein – ein anrührendes Lebenszeugnis der mittlerweile 84-jährigen Jüdin. Mehr ... 

Eva Mozes Kor (mit Guido Eckert): Die Macht des Vergebens. Salzburg: Benevento Publishing 2016. 236 Seiten, 24 Euro

Ergänzend dazu:

Peter Huth: Die letzten Zeugen. Der Auschwitz-Prozess von Lüneburg 2015. Eine Dokumentation, Berlin: Reclam 2015. 277 Seiten, 4,80 Euro

 

Adelheid Müller-Lissner: Verzeihen können – sich selbst und anderen

Mit ihrem Buch will die Wissenschaftsjournalistin eine Lücke schließen, die sie entdeckte, als sie sich mit diesem Thema »Verzeihen« beschäftigte: Es hätte kein Werk gegeben, das aktuelle Forschungen über Vergebungsprozesse im Gehirn aufzeigt und zugleich auch Erfahrungen von Opfern und Erlebnisberichte von Therapeuten enthält, so die Autorin. Darüber hat sie nun geschrieben – auf leicht lesbare Art und in verständlicher Weise. Oberflächlich ist ihr Werk dennoch nicht. Mehr ...

Adelheid Müller-Lissner: Verzeihen können – sich selbst und anderen. Ein Schlüssel zu mehr Lebensglück. Berlin: Ch. Links 2014. 184 Seiten, 9,99 Euro

 

Gunda Werner: Die Freiheit der Vergebung

Die Autorin hielt ihre Antrittsvorlesung an der Ruhr-Universität Bochum über das Bußsakrament der katholischen Kirche. Ein Novum an der dortigen Katholisch-Theologischen Fakultät! Gunda Werner ist die erste Frau, die sich dort habilitierte und damit die Lehrerlaubnis für das Fach »Dogmen und Dogmengeschichte« erhielt. Das vorliegende Buch ist eine überarbeitete Fassung ihrer Habilitationsschrift »Die Freiheit der Vergebung« bietet sich als Lektüre nur für diejenigen an, die an komplexer Darstellung interessiert sind. Mehr ...

Gunda Werner: Die Freiheit der Vergebung. Eine freiheitstheoretische Reflexion auf die Prärogative Gottes im sakramentalen Bußgeschehen. Regensburg: Friedrich Pustet 2016. 392 Seiten, 44 Euro

 

Simon Wiesenthal: Die Sonnenblume. Über die Möglichkeiten und Grenzen von Vergebung

Ein Buch über die Frage, ob der fiktive KZ-Insasse Simon, der im Jahr 1942 zu einem sterbenden NS-Mann gerufen wird, der ihn um Vergebung bittet, diesem hätte vergeben müssen. Simon tut das nicht in der Erzählung von Simon Wiesenthal, der als Jude selbst Holocaust-Überlebender war und nach Ende des Zweiten Weltkriegs zum »Nazi-Jäger« wurde. Zahlreiche bekannte Persönlichkeiten nehmen in dem Buch Stellung zu der obigen Frage – u.a. der Dalai Lama und Desmond Tutu. Ein inspirierendes Buch, das gleichzeitig ein Beitrag zu Völkerverständigung und mehr Verständnis füreinander ist. Mehr ... 

Simon Wiesenthal (Hg.: Nicola Jungsberger): Die Sonnenblume. Über die Möglichkeiten und Grenzen von Vergebung. Berlin: Europa Verlag 2015. 400 Seiten, 22,90 Euro

 

Melanie Wolters: Die Kraft des Vergebens  

Melanie Wolters Ausgangsthese für dieses Buch ist sehr einfach formuliert: »Leben verletzt!« Die in Wien lebende Autorin stellt fest: »Unsere tiefsten Wunden sind Beziehungswunden«. Mit ihrem Buch wolle sie »Orientierung geben auf dem Weg des Heilerwerdens«, schreibt die Theologin in ihrer Einleitung. Dieses gelingt ihr in leicht verständlicher Art und Weise, ohne dass ihr Werk zu einem oberflächlichen »Vergebungs-Ratgeber« wird. Mehr ...

Melanie Wolters: Die Kraft des Vergebens. Wie wir Kränkungen überwinden und neu lebendig werden. Freiburg i. Brsg.: Herder 2016 (2. Auflage). 208 Seiten, 14,99 Euro