Ah, Sommer! Lange Tage draußen, Berge, Wasser, Gemeinschaft. Auf unserem Wimmelbild Sommer sind viele Szenen zu sehen, die im Sommer nicht fehlen dürfen. Hier kannst du die Geschichten zu den Fragen auf der Rückseite lesen.

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Traut Oskar sich zu springen?

»Oskar, Oskar!«, rufen ihm seine Freunde zu. Doch Oskar traut sich nicht, ins Wasser zu springen. Von hier oben ist das Wasser auf einmal so weit weg. Hoffentlich drängeln die anderen nicht, dann traut er sich erst recht nicht! »Das macht einen riesigen Spaß! Du schaffst das!«, hört er sie rufen. »Ich hab mich zuerst auch nicht getraut.«  Da merkt Oskar: Die anderen wollen ihm Mut machen. Sie glauben daran, dass er das schafft. In seinem Kopf zählt Oskar langsam runter. »Fünf, vier …« Es kribbelt in seinem Bauch. »Drei, zwei …« Ein letzter Blick auf seine Freunde. Thies hält beide Daumen hoch. Jetzt, schnell! »Eins!« – und platsch. Es spritzt in alle Richtungen. »Hey, du machst uns nass!«, lacht Marie. Im Wasser ist es herrlich. Oskar freut sich und ist stolz: Er hat es geschafft!

Das klingt schön: ein Lied mit Gitarre am Lagerfeuer!

Schon lange freut sich Jane auf diesen Tag: Heute ist Johannistag! Das ist der Geburtstag von Johannes. Die Bibel erzählt: Johannes war ein Verwandter von Jesus, so etwas wie ein Cousin. Er ist genau ein halbes Jahr vor Jesus geboren worden, am 24. Juni. Bis heute feiern viele Menschen diesen Tag mit einem großen Lagerfeuer, dem Johannisfeuer. Jane und ihre Familie auch. Alle stehen im Kreis und singen gemeinsam. Dazu spielt jemand Gitarre. Lauthals singt Jane mit. Die Lieder kann sie alle auswendig. Sie hat extra zuhause geübt. Manchmal auch mit ihrer besten Freundin. Denn mit anderen zusammen singen, das mag Jane am liebsten. Nur manchmal hört sie kurz auf zu singen und hört einfach nur zu. Aber das weiß niemand außer ihr. Dann ist es ein bisschen so, als ob für einen kurzen Moment der ganze Kreis nur für sie allein singt. Das ist so schön! Sie muss fast weinen, weil sie so glücklich ist. Morgen wird Jane mit Papa in den Wald gehen. Da pflücken sie frische Kräuter, binden sie zu einem Strauß und hängen ihn in der Küche auf. Mama nennt das »den Johannisstrauß«. Jane freut sich schon darauf, wie der Strauß duften wird! 

Wohin fährt der Zug?

Noch einmal winken, dann fahren sie ab. Felix war zum ersten Mal ganz alleine bei Oma und Opa. Doch jetzt ist Mama gekommen, um ihn abzuholen, und sie fahren schon wieder nach Hause. Felix ist traurig. Erst an Weihnachten sieht er Oma und Opa wieder. Dann kommen die beiden zu ihm nach Hause. Felix ist gerne bei Oma und Opa. Mit Opa hat er zusammen Stockmännchen gebastelt. Oma hat ihm abends immer eine schöne Geschichte aus dem großen Buch vorgelesen. Felix denkt ganz fest an sie. Wenn er zuhause ist, möchte er einen Brief für sie malen. Die Stockmännchen liegen weich gebettet neben ihm im Koffer. Wie sie sich wohl in ihrem neuen Zuhause fühlen werden?

Kerstin legt der kleinen Matilda im See die Hand auf den Kopf.

Was machen denn die Menschen da im See? Sie stehen alle mit den Beinen im Wasser. Mama hält die kleine Matilda ganz fest im Arm und Oma und Opa sind auch gekommen. Denn heute ist ein besonderer Tag. Ganz vorne steht Kerstin in ihrem weißen Gewand. Sie ist Pastorin und tauft Matilda. Kerstin träufelt Matilda dreimal Wasser auf die Stirn. Dann legt sie Matilda die Hand auf den Kopf. Sie bittet Gott darum, Matilda zu beschützen und immer gut auf sie aufzupassen. Das machen natürlich auch Mama, Oma, Opa und viele andere Menschen. Aber manchmal tut es gut zu wissen: Auch Gott ist bei mir. Gott hat mich lieb. Ihm kann ich alles sagen. Nach der Taufe beten Kerstin und alle Gäste zusammen für Matilda: Es soll ihr gutgehen in ihrem Leben. Kannst du zählen, wie viele Menschen im Wasser stehen? Und siehst du auf dem Wimmelbild auch eine Kirche?  

Wer hilft, den schweren Rucksack zu tragen?

»Einen guten Weg! Gott sei mit dir!«, haben Eriks Freundinnen, Freunde und seine Familie ihm gewünscht. Dann ist er losgezogen. Auf dem Rücken trägt er einen großen Rucksack mit all seinem Gepäck. Schritt für Schritt folgt er seinem Weg. Die Sonne scheint immer heißer und der Rucksack wird immer schwerer. Erik fängt an zu schwitzen. »Ich schaffe es nicht mehr weiter«, denkt er. Doch dann erinnert er sich an die Menschen zuhause. Sein Herz wird ganz warm und er hört ihre guten Wünsche wieder in seinem Ohr. Plötzlich wird sein Rucksack leichter und er zieht mit neuer Kraft weiter. Fröhlich pfeift er ein Lied und die Vögel in den Bäumen zwitschern zurück. Habt ihr eine Idee, wo er hinziehen wird? Male seinen Weg mit deinem Finger nach! 

Gunter repariert die Uhr.

Ganz schön wackelig ist es auf der Leiter. Gunter muss sich strecken, um an die große, alte Uhr zu kommen. Gestern ist sie einfach stehen geblieben. Doch Gunter weiß, wie man Uhren repariert. Deshalb wurde er um Hilfe gebeten. Kurz schaut er sich um. Hinter ihm spielen Kinder am See. Auch seine Kinder sind dabei. 

Früher hat Gunter selbst mit seinen Freunden am See gespielt. »Wenn der kleine Zeiger nach unten und der große nach oben zeigt, dann musst du nach Hause kommen«, hat seine Mutter gesagt. Gunter wäre gerne länger geblieben. Oft war er mit Memet am See. Sie waren beste Freunde und wohnten direkt nebeneinander. So konnten sie zusammen zum See gehen. Gemeinsam haben sie einmal die größte Sandburg am ganzen See gebaut. Manchmal war auch Gunters große Schwester Maja dabei. Dann hat sie ihn immer auf der Schaukel Anschwung gegeben. Das hat sich angefühlt, als würde er fliegen. Manchmal haben seine Familie und die von Memet in den Ferien ein Picknick am See gemacht. Dann durften alle länger bleiben. Weil Mama und Papa dann dabei waren und viel Zeit hatten.  An solchen Tagen hatte auch Gunter irgendwie oft das Gefühl, die Uhr läuft gar nicht weiter. 

Jetzt gibt Gunter seinen Kinder manchmal auf der Schaukel Anschwung. Und im Sommer machen sie zusammen ein großes Picknick und bleiben ganz lange draußen. Darauf freut er sich. Umso besser, dass er mit der Reparatur der Uhr fast fertig ist. Nur noch kurz die Zeiger wieder anbringen. Und bloß nicht von der Leiter fallen … Schwups – schon wissen alle wieder, wann sie nach Hause müssen.

Wo findest du im Sommergewimmel die kleinsten Tiere?

»Summ, summ, summ«, klingt´s um den Imker rum. Der Imker schaut gerade nach seinem Bienenstock. Um ihn herum fliegen ganz viele Bienen. Sie sammeln Nektar aus den Blüten für Honig. Damit sie ihn nicht stechen, hat er einen weißen Imkeranzug an. Über dem Gesicht hat er sogar ein feines Netz. Der Imker hat keine Angst, er liebt seine Bienen. Er weiß: Ohne Bienen könnten wir nicht überleben. Dann gäbe es kein Obst und keine Früchte. Denn wenn sie eifrig von Blume zu Blume fliegen, verteilen sie mit ihren Beinchen und Härchen die Pollen. Deshalb sieht es oft so aus, als hätten sie kleine gelbe Höschen an. So bestäuben sie die Blüten und später wachsen dann daraus Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen und Kürbisse. Und wo findest du noch mehr Tiere auf dem Wimmelbild?