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Mein Sonntag

roter Mülleimer mit der Aufschrift "Bin für jeden Dreck zu haben", im Hintergrund Hafenkräne

Es ist Sonntag, die Sonne scheint und wir gehen spazieren! Und zwar da, wo Hamburger es am liebsten tun: an der Elbe. Herrlich, die Riesenpötte, das glitzernde Wasser, die kleinen Fischerhäuschen in Övelgönne. Doch mehr und mehr werden unsere Blicke abgelenkt, suchen unsere Augen feste Fixpunkte. Und das sind rote, bauchige Mülleimer. Denn darauf kleben lustige Sprüche. Ich kann laut lachen über: »Bitte geben Sie den Kot ein«. »Ihre Papiere bitte«. Oder: »Ich bin jung und brauche den Müll«.

Ich find diese Sprüche klasse – da hat einer den Mut gehabt, ein eigentlich so ernstes Thema mit einem Augenzwinkern anzugehen. Wer sich das ausgedacht hat, der weiß: Ein erhobener Zeigefinger bringt nicht weiter. Um Menschen mitzunehmen, um sie zu begeistern, muss ich sie berühren. Ich muss sie zum Weinen bringen, zum Lachen, ein Schmunzeln reicht manchmal auch schon. Denn natürlich müssen wir Menschen Verantwortung für unsere Schöpfung übernehmen. Müll da entsorgen, wo er hingehört. Uns bewusst machen, wann wir welche Rohstoffe nutzen. Leichtsinnig dürfen wir dabei nicht sein. Aber wir dürfen mit leichtem Sinn an die Bewahrung unserer Schöpfung gehen. Offen sein für Ideen. Mit Begeisterung und Freude. Es geht ja um unsere Welt. Oder, wie es ein Hamburger Mülleimer sagen würde: »Ran an den Dreck!«

Iris Macke