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Welche Projekte erhalten den Missionspreis 2020?

Der Andere Zeiten-Missionspreis 2020

Ein ausrangierter Eisenbahnwaggon, Freiräume für Kinder und eine Kirche als Kunstraum: Damit beschäftigen sich die mit dem elften Andere Zeiten-Missionspreis ausgezeichneten Projekte. Das Thema des Preises war »Netze knüpfen – Neue Wege zu Gemeinschaften«. 22 Projekte lagen der unabhängigen, ökumenischen Jury vor. Drei von ihnen erhalten nun jeweils 5000 Euro.

Der erste Preis geht an die evangelisch-freikirchliche Gemeinde Elstal in Brandenburg. Die Ursprungsidee war dort, einen offenen Treffpunkt zu schaffen, an dem man sich austauschen und gegenseitig kennenlernen kann, auch über die Grenzen der Gemeinde hinaus. Nun soll daraus eine feste Institution werden: In der ehemaligen Eisenbahner-Siedlung Elstal soll ein ausrangierter Eisenbahnwaggon als dauerhaftes Café und Nachbarschaftstreff eingerichtet werden. »Da laden Christen zum gemeinsamen Nachdenken ein. Der Entwicklungsprozess ist gekennzeichnet von Offenheit. Hier kommt ein Netzwerk zustande, weil sich Partner gegenseitig aufeinander einlassen«, lobt Jurymitglied Christian Sauer.

Der zweite Preis geht an das Projekt »Mehr-wert(e) für Freiburg« des überkonfessionellen Vereins Stadtpiraten e.V. in Freiburg i. Brsg. Der Verein mit christlichem Leitbild fördert den Dialog mit Kindern und Jugendlichen aus unterschiedlichen Kulturen. »Die Themen Flucht und interkulturelle Kommunikation drohen durch die Corona-Krise in den Hintergrund zu driften, obwohl sie gesellschaftliche und politische Aufmerksamkeit bräuchten. Die Preisvergabe möchte einen Impuls gegen diese Entwicklung setzen«, so Sauer.

»Bring ein Stück Holz mit, zum Beispiel ein altes Brett, Stuhlbein oder Kochlöffel, Schuppenholz oder einen Ast aus dem Wald.« Dazu rief die Hamburger Kirchengemeinde Schiffbek und Öjendorf im September letzten Jahres auf. Die Idee: Künstler fügen die Teilstücke in der Kirche zusammen. So wurde binnen einer Woche aus vielen Einzelteilen ein neues Ganzes, das StadtteilSTÜCKWERK. Rund um die Entstehung des Kunstwerks gab es Führungen, ökumenische Abendgebete und ein Café als Treffpunkt für Begegnungen. Ein Paradebeispiel für gelungene Vernetzung, findet die Missionspreisjury, und zeichnet diese innovative Idee mit dem 3. Preis aus: »Diese Aktion hat aus dem Zentrum der Kirchengemeinde, buchstäblich aus der Kirche heraus, ein Netzwerk nach außen gesponnen. Das Thema Kunst wurde sinnvoll und geschickt genutzt, um Menschen verschiedener Altersgruppen, Religionen und Lebenssituationen miteinander in Kontakt zu bringen.«

Die Preise werden wegen der Corona-Pandemie nicht wie angekündigt am 7. Mai 2020 in Kassel, sondern im September in Hamburg verliehen. Das Thema des Missionspreises 2021 wird »Brücken bauen zwischen Kirche und Kultur« sein.

Hier sehen Sie einige Impressionen von der Verleihung des Missionspreises 2019.