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Thema »Häng noch am Samstags-Blatt«

Häng noch am Samstags-Blatt

02.12.2019 18:57
Joe

 

War gleich wieder ein Einstieg...
Wir sind vor wenigen Wochen umgezogen, die Tage sind noch voll mit Organisieren und neue Routinen finden... darum kann manches verzögert kommen...

Mir geht das Blatt von Samstag noch nach. Einerseits ein schöner Vergleich, vom Fixstern von dem aus wir die Welt noch zu Zeiten Jesu sehen würden.
Andererseits: wie oft hängt auch die dunkler Materie noch nach und verschluckt das Licht? So romantisch es ja war, als Petra (FdC) und ich uns her trafen, poppt die Zeit mit ihren Schattenseiten immer noch auf. Viele freuten sich hier und im realen Leben mit. Nicht so im Umfeld meiner Frau - die sich gegen den Eindruck eine Rabenmutter zu sein, wehren musste (und doch natürlich nicht konnte, weil ihr altes Umfeld nun 400 km entfernt liegt).
Wir hatten es hier am ersten Adventswochenende mit dem Antrittsbesuch einer Schwägerin in unserer neuen Wohnung zu tun. Allerdings hängt bei jedem Treffen mit der Herkunftsfamilie noch die Trennungsgeschichte meiner Frau nach, mit eskalierendem Streit und üblen Vorwürfen, sie habe sich bei der Trennung von ihrer Familie zu wenig einfühlsam darum gekümmert, was die Trennung mit ihrer Mutter, Schwester usw... macht. Ihre schöne - nach außen hin - Vorbild und Bilderbuchfamilie, an der sich alle so gefreut haben, sei einfach kaputt gegangen. (Ich habe erfahren, die Schwägerin habe mich in der Zeit gehasst - was ich gar nicht so empfunden habe. Was ich schon gesagt bekam und gespürt hatte: mich hat man da gar nicht gewollt... ich sei so anders, wolle mitreden - und man war es doch gewohnt, dass Männer sich raushalten...
Was ich krass finde, weil Trennung und Scheidung ja für den Betroffenen schon heftig genug ist. Dann den Anspruch zu haben, man müsse dabei auch Rücksicht auf die eigene Herkunfts-Familie nehmen, kann ich nicht nachvollziehen... im Grunde benötigte man doch in so einer Situation selbst den möglichst stärksten emotionalen Rückhalt... liege ich da ganz falsch?

 

Versuch einer Antwort

02.12.2019 22:38
Nachtigall

 

Hallo, Joe,

ich bin seit 10 Jahren im Forum aktiv und deine/eure Geschichte ist mir von deinen Beiträgen her geläufig.
Als selbst Geschiedene und Wiederverheiratete kann ich gut nachvollziehen, was damals bei euch abgegangen ist, vor allem, wenn Kinder im Spiel sind. Auch die familiäre Beteiligung kenne ich gut, die Kränkung insbesondere der Herkunftsfamilie des verlassenen Partners kann noch viele Jahre später eine Rolle spielen (oder für immer).

Dass die eigene Familie mit so viel Unverständnis reagiert, habe ich so nicht erlebt. Vermutlich hat Petra bei ihrer Mutter und Schwester ein Idealbild zerstört. Oder gab es eine besondere emotionale Bindung zu Petras erstem Mann?

Wie auch immer, ihr werdet es wohl selbst nicht beeinflussen können, wie andere mit eurerGeschichte umgehen. Dass es die eigenen Angehörigen sind, die nicht damit klar kommen (wollen?), tut weh. Deshalb kann ich auch deinen Frust darüber verstehen. Bleibt die Hoffnung, dass ihr vielleicht eines Tages mit den betreffenden Personen offen darüber sprechen könnt - das wäre super! Leider lässt sich das nicht erzwingen..

Einen guten Weg durch den Advent wünscht euch beiden
Nachtigall

 

Komme relativ gut damit klar

03.12.2019 19:43
Joe

 

Hallo Nachtigall,

danke - hilft schon zu wissen, dass ich nicht vollkommen falsch gewickelt bin. Ja, es ist zwar nicht die emotionale Bindung zum Ex-Mann - sondern (was ja noch absurder ist) wohl der zerbrochene Auftrag, mit ihm "Muster-Glanz-Familie" zu sein... in einer gesamt-Familie, in der es reichlich Brüche gibt. Zumindest wird so davon geredet, als ginge es darum - die subjektiven Beweggründe liegen dann wohl im noch tieferen...
In meiner Familie war Scheidung auch Tabu und meine Mutter kam schwer drüber weg - litt auch drunter, dass wir lange nicht heirateten, sondern so zusammen lebten. Mir war auch klar, dass meine Family traurig darüber war, aber Vorwürfe hab ich dazu nie bekommen. Und Petra wurde m.E. auch herzlich aufgenommen.
Bei meiner Ex war wohl das Gegenteil der Fall: Überschwengliche Solidarität, m.E. im Übermaß, weil sie sich auf meine Töchter erstreckte und in diverse Loyalitätskonflikte brachte. (Sowas halte ich dann eher für den Normalfall - meine Family war mir gegenüber für meinen Geschmack zu neutral).
Ich bin bei Petras Family halt wohl das Symbol des Bruches - von mir will daher eher keiner was (ähnlich hat sich die Schwägerin mal ausgedrückt, wobei das auch zu spüren ist). Außer bei Einzigen, bei denen Wut und Verbitterung verständlich wäre: Ihren Söhnen, zu denen ich sein gutes, teils sehr gutes Verhältnis habe. Die mögen mich und ich sie - und verstehen tun die das ganze auch nicht...
Mir tut's vor allem für Petra leid - tatsächlich belastet das schon auch unsere Beziehung. Zumal ich dann nicht gern zu ihrer Herkunftsfamilie fahre - wo ich auch nach all den Jahren eher sowas wie... Luft oder fünftes Rad oder so bin. Aber damit hab ich mich halbwegs abgefunden. Klar, schöner wäre das Gefühl "dazu zu gehören". Gibt's da wohl aber nicht für mich. Vielleicht kann man da auch nur einmal verschenken, als Schwiegermutter usw...

Lb. Gruß
Joe

 

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