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Herzlich willkommen . . .

. . . in unserem Fastenforum. Üblicherweise bleibt es bis Ostersonntag geöffnet und bietet Raum für Ihre  Gedanken zur Fastenzeit. Doch in diesem Jahr ist wegen der Corona-Pandemie vieles anders: In Zeiten, wo der persönliche Kontakt sehr eingeschränkt ist, möchten wir den Austausch hier so lange ermöglichen, bis das öffentliche Leben wieder aufgenommen werden kann. Wir vom Andere Zeiten-Team freuen uns auf Ihre Beiträge und einen anregenden Austausch!

Infos zu den Nutzungsbedingungen finden Sie hier.

Themenübersicht

Sabine vom AZ-Team schrieb am 26.02. 20:00:
Herzlich willkommen!

Schön, dass Sie beim Fastenforum dabei sind. Wir freuen uns auf einen angeregten und wertschätzenden Austausch in den kommenden sieben Wochen bis Ostersonntag.

Abi schrieb am 26.02. 20:00:
Antwort auf Herzlich willkommen!

Hallo, vielen Dank für das Forum :)

Ich freue mich auf die gemeinsame Zeit.

Liebe Grüße

Abi

Zaunkönigin schrieb am 26.02. 20:00:
Antwort auf Herzlich willkommen!

dass Sie sich wieder die Zeit für uns nehmen

und uns diesen Raum zur Verfügung stellen!

 

Liebe Grüße

Zaunkönigin

Mäandera schrieb am 26.02. 20:00:
Antwort auf Herzlich willkommen!

Es geht wieder los!

Johannes schrieb am 26.02. 20:00:
Antwort auf Herzlich willkommen!

Hallo zusammen,

 

nun beginnt also das Fastenforum von Andere Zeiten. Dem Team sei Dank. Ich freue mich auf einen regen Austausch.

 

Liebe Grüße

Johannes

Vögelchen schrieb am 26.02. 20:00:
Antwort auf Herzlich willkommen!

Danke, liebes AZ-Team, für das neue Forum, auf das ich mich schon sehr freue.

 

Liebe bekannte und noch unbekannte Weggefährten, eine bereichernde Zeit auf Ostern zu wünsche ich uns!

 

Liebe Grüße an alle,

Vögelchen

Nonna schrieb am 26.02. 20:00:
Antwort auf Herzlich willkommen!

Neue Wege, ich bin gespannt, neugierig und auch etwas ängstlich...

Mutig vorwärts!

Gute Reise uns allen ,Nonna

Hummel schrieb am 26.02. 20:00:
Antwort auf Herzlich willkommen!

Ein schöner Ausblick ist die gemeinsame Zeit im Fastenforum!

Dank an alle vom AZ-Team, die den Austausch ermöglichen und begleiten.

Juliane schrieb am 26.02. 20:00:
Antwort auf Herzlich willkommen!

...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne...

 

Bin in diesem Jahr 70 geworden...und gespannt auf Jung und Alt in diesem Forum, möge es ein gesegnetes Miteinander werden.

Achness schrieb am 26.02. 20:00:
Antwort auf Herzlich willkommen!

Heute der erste Tag vom Rest des Lebens und so anders. Der erste Tag ohne Naschen, Fleisch, übermäßige Handynutzung , dafür mit mehr Zeit für Malen, Postkarten schreiben, Lesen, Gott und Gedanken über das bewusste Leben. Schon oft gemacht und doch wieder in alte Muster verfallen. Bin gespannt, wie es werden kann in diesem Jahr. Geht es locker von der Seele oder zähle ich am Ende der Zeit die Tage bis Ostern? Bin noch voller Energie und Sehnsucht. Es kann losgehen.

Eule48 schrieb am 26.02. 20:00:
Antwort auf Herzlich willkommen!

an AZ für diesen ersten Fastenbrief, wow! Liebe Grüße von Eule

Gwendolyn schrieb am 26.02. 20:00:
Antwort auf Herzlich willkommen!

Liebes andere Zeiten Team,

ich möchte mich Eule 48 anschließen und Euch herzlich grüßen und danken.

Der Strandwanderer schrieb am 26.02. 20:00:
Antwort auf Herzlich willkommen!

..so schnell verging die Zeit...und jetzt 7 Wochen vor uns...Guten Abend an alle und danke ans AZ Team...

Rotkehlchen schrieb am 26.02. 20:00:
Antwort auf Herzlich willkommen!

Ich finde meinen Pfad mit dem Austausch über die Tagesimpulse in "Wandeln" nicht mehr in der Liste ! Habe schon zweimal alles durchsucht und bin etwas verzweifelt !

Meint mein PC , ich müßte das nun fasten oder steckt ein technisches Problem dahinter ?

Ich bin so begeistert über das diesjährige "wandeln", in einer ganz anderen Situation geschrieben und zusammengestellt und man hat das Gefühl, es ist genau für diese Situation gemacht !

Rotkehlchen schrieb am 26.02. 20:00:
Antwort auf Herzlich willkommen!

Nun ist er wieder da - aller guten Dinge sind eben drei (mal ) ......

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:09:
Vorstellungsrunde

Für alle, die sich hier kurz oder auch länger vorstellen wollen.

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

eine Frau Mitte 40 und lebe mit meinem Mann und den zwei jüngsten von 4 Kindern im „wilden Osten“ des Landes. Ich arbeite im medizinischen Bereich, singe gerne - leider viel zu selten - , lese viel und traktiere gern meine Nähmaschine. Im Forum bin ich seit über 10 Jahren aktiv und meistens im Fastenzimmer zu finden, gern aber auch auf anderen interessanten Pfaden - was mich gerade anspricht. Diese Fastenzeit wird von einem beruflichen Neustart geprägt sein, ich bin sehr gespannt, wie sich alles entwickelt. Ansonsten wird mich der Verzicht auf Süßigkeiten (obligatorisch) und Zucker insgesamt in Anspruch nehmen. Ich freue mich auf eine berührende Zeit und den Austausch hier.

 

Nachtigall

michael h. schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Gerne wieder mitschreibend im FF. Bringe mich vom südlichen Niederrhein aus ein und fühle mich in diesen Tagen sehr glücklich. Mein Fastenvorhaben ist, sensibler dafür zu werden, wo mir Gott entgegen kommt. Oder mit den Worten des Fastenbriefes: Wir suchen nicht, wir werden gefunden. Auf einen anregenden Austausch im miteinander unterwegs sein freue ich mich

michael h.

Johannes schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

ich bin Johannes - seit einigen Jahren schon immer wieder hier im Forum. Im Adventsforum schon länger, als im Fastenforum.

 

Ich wohne im "grünen" Süden der Republik - ganz südlich. Ich bin 66 J. alt - genieße mein Dasein als Rentner. Bewusst habe ich zum Rentenbeginn vor 8 Monaten festgelegt: "Ich brauche jeden Tag etwas, auf das ich mich freuen kann:

Tanzen gibt mir das, malen, lesen...... es darf vielfälltig sein.

 

Für diese Fastenzeit habe ich keinen ausgesprochenen Vorsatz. Mein Leben so bewusst weiter leben wie bisher - Anregungen aus dem Forum einbauen, wenn es sich ergibt!

 

LG

Johannes

Elissa schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Dieses Mal bin ich schon früh dabei und freue mich auf Austausch und Anregungen. Mein Vorhaben: kein Alkohol und eine Woche Fasten mit Saft. Was neu werden soll, weiß ich noch nicht genau, aber ich bin offen.

Bin über 60 und gehe Richtung Rente.

Okka schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

...mit dabei im Fastenforum; gerne lasse ich mich auf meinen Wegen Richtung Ostern durch unseren vielfältigen Austausch inspirieren und bereichern. Ich lebe in der Ortenau und schreibe in den Andere-Zeiten-Foren seit langem mit. Ich freue mich auf Begegnungen an unterschiedlichen Orten- gerne auf dem Elfchenpfad und auf anderen Wort-Wegen. Voller Dankbarkeit für mein Leben in Fülle möchte ich mich in den kommenden Wochen weiter üben, mein Herz zu weiten.

 

Juliane schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Super, habe gerade auf der falschen Seite geschrieben....

Alzheimer im Anfangsstadium ???

Bin in diesem Jahr 70 geworden und gespannt auf Jung und Alt in diesem Forum...

...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne...

 

Christina schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Ich komme aus einer Kleinstadt in NRW, bin Mitte 30, singe und lese ebenfalls gerne und viel, arbeite gerne im Garten und arbeite beruflich mit psychisch Kranken. Diese Arbeit lehrt mich immer wieder Demut für Vieles, das mir in meinem Leben zuteil wurde. Die Arbeit verlangt mir aber auch viel ab und ich muss, um sie gut und authentisch machen zu können, "mit mir in Kontakt bleiben". Die Fastenzeit erlebe ich als gute Möglichkeit, wieder mehr in mich hinein zu hören und mich bewusst für Verzicht zu entscheiden.

Ich bin dieses Jahr das erste Mal hier im Forum dabei und bin gespannt zu lesen, welche Erfahrungen in der Fastenzeit hier geteilt werden.

Nelle schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Moin aus dem hohen Norden! Auch ich bin wieder da. Ich freue mich schon seit Tagen auf das Forum. Und heute morgen hatte ich die Idee: ich nenne mich ab sofort nicht mehr Lütte, sondern Nelle. Ich will einen Neuanfang.

 

Ist es erst gut sieben Wochen her, dass wir im Adventsforum unterwegs waren? Wo ist die Zeit geblieben? Bei mir kann ich es sehr genau sagen: im Alltag verbuddelt. Jetzt will ich sie wieder ausbuddeln - sie an die Hand nehmen und jeden einzelnen Augenblick wahrnehmen. Denn außer dem Wort "Zuversicht", das meinen Start in das Jahr bezeichnet hat, geht mir seit Tagen das Wort "Leichtigkeit" nicht mehr aus dem Sinn. Das soll mich begleiten in der Zeit auf Ostern hin. Wie? Weiß ich noch nicht. Aber ich habe ja 48 Tage Zeit, mit jeweils 24 Stunden, also 1440 Minuten oder 86400 Sekunden, um jede einzelne davon anzugucken. Naja, nachts vielleicht nicht so genau, aber...

 

Ich freue mich!

Tojak schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Wirtschaftsingenieur, Mitte 50, vh, 2 K, habe bisher zu etwa gleichen Zeitanteilen in Ostwestfalen, Berlin und im Ruhrgebiet gelebt.

 

Ich faste Süßigkeiten und Alkohol, beteilige mich seit ein paar Jahren hier im Forum und habe die Fastenzeit als Zeit der Sammlung, Konzentration und Gewichtsabnahme schätzen gelernt.

 

Zurzeit versuche ich gerade etwas Portugiesisch zu lernen für eine Brasilienreise, die wir im Mai vorhaben, wenn uns das Corona-Virus keinen Strich durch die die Rechnung macht.

 

Tojak ist eine Abkürzung für Thomas Jakob. Der keineswegs ungläubige, wohl aber kritische Thomas und der kämpferisch hartnäckige Jakob ("ich lasse dich nicht, du segnest mich denn") sind für mich so etwas wie Identifikationsfiguren.

 

Ich freue mich auf den Austausch mit Euch

 

Tojak

 

 

Blog schwerglaeubiger.blogspot.com

Twitter twitter.com/Thomas_Jakob (tojak62@gmx.de)

Pe schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Hallo,

Ich bin zum ersten Mal in einem Forum und probiere mich aus. Ich bin 61 Jahre alt und komme aus Südniedersachsen. Seit einigen Jahren habe ich für mich das „Wegwerf-Fasten“ entdeckt. Ich habe mir vorgenommen, jeden Tag 1 -40 Teile aus meinem Haushalt zu entfernen.

Dabei begegne ich mir jeden Tag neu und übe mich im loslassen.

Loslassen und sich neu finden sind in dieser Fastenzeit mein Themen.

Ich freue mich auf diese Zeit und bin schon sehr gespannt was mir in dieser Zeit begegnet, auch in diesem Forum.

Dorothea schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Freu mich auch hier zu sein....

denke eine Fastenzeit tut gut, macht freier, leichter.....sich gemeinsam auf den Weg zu machen,

sich auszutauschen

Steh selbst vor der Pensionierung, komm aus dem Bodenseeraum und freu mich wenn ich kreativ sein kann ...im Garten, beim Malen, Schreiben, Kochen.

Denke, dass es in der Fastenzeit wichtig ist, unnötigen Ballast loszuwerden, damit Wesentliches Platz hat.

 

 

 

 

Carlotta schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Nach vielen Jahren Forum-Abstinenz bin ich mal wieder dabei. Ich faste Süßigkeiten und will mich mehr bewegen. Außerdem möchte ich mir mehr Zeit für mich nehmen.

 

Ich freue mich auf gegenseitige Unterstützung in den kommenden Wochen.

Carlotta schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Nach vielen Jahren Forum-Abstinenz bin ich mal wieder dabei. Ich faste Süßigkeiten und will mich mehr bewegen. Außerdem möchte ich mir mehr Zeit für mich nehmen.

 

Ich freue mich auf gegenseitige Unterstützung in den kommenden Wochen.

Heike a.d.E. schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Hallo zusammen.

Kenne AZ seit über 15 Jahren. Ohne die Andere Zeit im Advent und die 7 Wochen vor Ostern. Undenkbar. Gehört für mich einfach in mein Leben.

Bin 59 Jahre alt, habe ein erwachsenes Kinderpäarchen, beide noch in der Ausbildung. Hotel Mama läuft auch ohne Papa gut. Musste ich mich erst länger dran gewöhnen....aber jetzt klappt es.

Im Herbst 2018 musste ich leider in die volle Erwerbsminderung gehen....doch wo sich Türen schliessen, öffnen sich auch neue.

Ich freue mich auf den gemeinsamen Weg und wünsche uns allen eine gute Zeit.

Herzlichst Heike.

simchat schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

 

Ich bin 71 Jahre, seit 51 Jahren verh., 2 Töchter (44 und 41) und wohne in Hessen.

Mein größtes Hobby - ja wichtig wie essen und trinken - LESEN. Ich schreibe auch sehr gerne.

Außerdem bin ich eine ausgesprochene Nachteule. Das ist momentan insofern praktisch, da kann ich jetzt noch schreiben. Seit Wochen komme ich abends nicht mehr ins Netz, warum auch immer.

 

Den Foren verdanke ich neue Kontakte, die mir sehr viel geben.

 

simchat

 

 

 

KaterinaW schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Hallo zusammen,

 

ich wohne nicht allzu weit weg von Hamburg, östliches Niedersachsen, nicht ganz weit weg von der Elbe (ich erreiche sie mit dem Fahrrad in 15-30 Minuten).

Ich gehe allmählich auf die 50 zu, finde das gar nicht mehr schlimm, lebe in Zweisamkeit ländlich und bin ein paar Jahre lesend und schreibend dabei.

 

Euch Allen eine gesegnete Zeit,

KaterinaW

Eule48 schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Katerina und viele andere hier,

hatte gestern Abführtag und war bis abends beschäftigt, weshalb der Forumsanfang etwas an mir vorüber gegangen ist.

Bin kurz vor 72, pensionierte Lehrerin aus NRW und genieße meinen Ruhestand mit meinem Mann und Freunden sehr. Ich lese viel und schreibe gerne, besonders im Postkartenprojekt, was viele schöne Kontakte ergeben hat. Wie ihr aus meinem ersten Satz ersehen könnt, gehe ich ab jetzt ins Vollfasten, wie jedes Jahr.

Ich freue mich auf viele Begegnungen hier. Liebe Grüße von Eule

Dorit schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Guten Morgen,

 

Bin Ü50, Mutter und Grosse Mutter aus der Palz.

Ich versuche seit Jahren meinen Alltag genügsam zu leben .

Gans sicher habe ich mich für die ökumenische Aktion"Klimafasten: Soviel Du brauchst" entschieden .

Weiter möchte ich mich nicht aus dem Fenster hängen, habe aber noch einige Nahrungs-und-Genussmittel-Fastenprojekte, die ich ausprobieren möchte;

ein rein ideelles Fasten genügt mir nicht.

 

Ich möchte mich aber mit meinen Statements nicht zu weit aus dem hohen Fastenfenster hängen, nicht, dass ich mir was breche ;)

hatte gestern Abführtag und .... gehe ich ab jetzt ins Vollfasten, wie jedes Jahr.

Das finde ich sehr,sehr spannend .

Erlaube mir, Dir soweit über die Schulter zu schauen, wie Du es gestattest.

 

Liebe Grüße

Dorit

 

Hummel schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Schon etliche Jahre bin ich die Forumshummel und hoffe, dass ich mir Lüttes neuen Namen merken kann.

Ich bin 57 und lebe mit meiner Familie im Rheinland.

Vom Forum wünsche ich mir und euch einen entspannten, bereichernden und krisenfreien Austausch.

Greta schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Mein Name war schon Greta, bevor es Greta Thunberg so präsent in die Medien gebracht hat.

 

Ich bin 50, wohne direkt an der Elbe (wenn man zügig geht, schafft man es in unter 1 Minute auf den Deich) und schreibe seit ein paar Jahren hier mit.

 

Ich lasse mich überraschen, was hier auf mich wartet...

Yaa schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Yaa, Ende 40, Ruhrgebiet, im Aufbruch :-)

das soll mal reichen

Georgia schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

 

Mein Name ist schon seit 68 Jahren Georgia.

Wohne im östlichen Niedersachsen, die Aller ist nur 5 Minuten von mir entfernt. Lebe allein. Ein Kind wohnt im Süden und das andere im Norden. Bin schon eine gefühlte Ewigkeit bei den Foren dabei. Mal nur lesend und nun wieder schreibend.

 

Wünsche uns Allen eine schöne Fastenzeit

 

Georgia

Zaunkönigin schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

bin eine Frau, Ende 50, wohne im Raum OS/MS, lese und schreibe gerne und bin zum zweiten Mal beim Fastenforum dabei.

Mag besonders gerne die kleinen Vögel, darum nenne ich mich hier "Zaunkönigin"und fliege durchs Fastenforum mit meinem mir eigenen Gesang, der vielleicht nicht schön, aber laut und fröhlich erklingt –

 

Seid gegrüßt ihr ALLE!

Felsenblümchen schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Schon lange beziehe ich (w) die Fastenbriefe von Andere Zeiten, vielen Dank dafür – und auch für die Möglichkeit, sich hier auszutauschen, das empfinde ich als sehr bereichernd.

Ich wohne in der südlichen Hälfte Deutschlands.

Ich lese und bastele gern; gern halte ich mich draussen in der Natur auf, und es ist mir wichtig, sorgsam mit ihr umzugehen.

Das Felsenblümchen ist eine Alpenblume, die hoch in den Bergen oberhalb der Baumgrenze wächst und den rauen Wetterverhältnissen standhält – davon würde ich mir für mich etwas mehr wünschen, wenn im Leben „ein rauer Wind weht“, und deshalb erschien es mir passend, diesen Forumsnamen auszuwählen.

Herzliche Grüße sendet Euch

Felsenblümchen

Traumfängerin schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

ich wohne mit meinem Mann in der schönen Stadt, wo die Schiffe vor den Toren Hamburgs begrüßt werden. Bin 62 und in Frührente. Ich mache gerne Musik (Flöte und Klavier), verschlinge Bücher und bin gerne draußen in der Natur. Und natürlich liebe ich die Träume, daher mein Name :-). Mein Fastenvorhaben nenne ich frei nach der Benediktinerregel Ora & Labora - heißt konkret: viel Zeit zum Innehalten nehmen und Wohnung nach heftigem Wasserschaden und Sanierung wieder herrichen …

Freue mich auf den Austausch im Forum und wünsche allen eine gute Fastenzeit.

 

Paulina schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

...eine Fastenzeit ohne das Forum?

Ist wirklich schon seeehr lang her :o(

Deshalb freu ich mich, dass wir alle wieder da sind:

 

Tageszeitung ist bis Ostern abbestellt, tägliches Meditieren hat gestern geklappt, heute (gleich) wird es auch klappen, na also, geht doch...

 

Altersmäßig gehöre ich mittlerweile zur reiferen Jugend (hmm, meine kleine Große geht inzwischen auf die dreißig zu), ich lebe im (heute verschneiten) Süden der Republik in einem kleinen Dorf in der Nähe einer Unistadt.

 

Sodele, auf geht's...

Paulina

Noa schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

alle zusammen! Damit es nicht wieder vergessen geht, stelle ich mich dieses Mal gleich vor:

 

Seit vielen Jahren bin ich in den Foren dabei, mal intensiver, mal eher lesend, meistens im Herzenszimmer anzufinden...

Ich bin Ende 50, verheiratet, habe drei erwachsene Kinder und zwei Enkel .

 

Ich freue mich auf die kommenden Wochen!

 

Ismael schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Ja, der lebt noch! :-D

Eigentlich ein alter Forumshase hier, aber im letzten Jahr hat er sich ein wenig rar gemacht.

War vielleicht auch gut so, so viel, wie der immer geklookschietert hat...

Reena schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Liebe Grüsse an euch alle von der Küste!

Bin Anfang 60 und lebe mit meinem Mann in einer Kleinstadt. Mittlerweile sind wir beide zu Hause und das bringt einiges an neuen Aspekten in unser Leben.

Dieses Jahr will ich mal versuchen Internet zu fasten. Ich habe festgestellt, dass ich mich zu sehr daran gewöhnt habe - und das will ich in dem Masse eigentlich nicht. Versuch macht klug und mal sehen , was da möglich ist und was sich daraus ergibt.

Fünkchen schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Hallo, ich bin Fünkchen. Schon Jahre dabei, aber unter einem neuen Namen. Früher war ich Lisbeth.

Ich freue mich auf euch.

Leah schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

... ist die olle rote Socke Leah.

 

Je länger ich im Fasten- und Adventsforum lesend und schreibend unterwegs bin, desto schwerer fällt mir dieser Text.

Ach, wir werden uns schon kennen lernen. ;-)

 

Für die kommenden sieben Wochen hab ich - wieder mal - zuviele Ideen und Wünsche und konnte mich erst länger nicht entscheiden.

Verzicht auf Süßkram sowie auf Zwischendurch-Mahlzeiten ist jetzt mal das erste.

Lara schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Ich bin Lara und auch schon viele Jahre dabei. Ich freue mich auf den Austausch hier und bin gespannt, wie er sich entwickelt. Seit Februar bin ich im Ruhestand und werde mehr Zeit haben, nicht nur fürs Forum :-)

Mein Vorsatz: Austausch über "Wandeln", Beschränkung auf wenige Themen und die Beschäftigung mit Lyrik (geasls Begeisterung hat mich angesteckt).

Und ansonsten: Offen sein, hinschauen und hinhören hier und im wirklichen Leben.

Ich freue mich auf Euch und unseren gemeinsamen Weg.

Stella schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

da fängt das Leben an. Ich möchte mich darauf einlassen. Jetzt muss ich erst mal raus, Schnee schippen. Es hat 10 cm die Nacht geschneit. Endlich ein bisschen so wie früher. Winterstiefel, Mütze, Schal, Handschuhe, dicker Mantel.

Im Ruhestand tun sich bei mir Welten auf und meine Talente scheinen mich zu überrollen. Womit fange ich am besten an.

Ja - richtig - Schnee schippen.

Ich wünsche uns abwechslungsreiche und tiefsinnige Fastentage und -wochen.

 

Bildermacherin schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Hallo

ich bin eine Ü 50 aus Franken.

Lebe mit meinem Mann inzwischen allein in einem kleinen Dorf.

Wir haben 2 Töchter und 3 Enkel.

Ich bin ein bisschen berufstätig, aber das sehr gerne.

Im Moment bin ich - noch - nur am lesen.

Suche noch meinen Platz

Ludmilla schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Ich bin Ludmilla, anfang 60 aus NRW und bin schon seit einigen Jahren in den Foren im Advent und in der Fastenzeit dabei. Ein bis zwei Jahre habe ich mich schreibend etwas zurückgehalten, letztes Jahr habe ich nicht mal gelesen, aber nun bin ich wieder da.

Ich liebe besonders die Natur, den Chorgesang, lesen, Konzerte hören, tanzen.

Fastenmäßig gibt es einiges, worin ich mich versuchen möchte über Süßkram- und Alkoholverzicht hinaus. Statt einiger Fernsehsendungen,die wirklich überflüssig sind, ich aber trotzdem gerne und viel geguckt habe, will ich jetzt mehr lesen oder mich auf diesen Seiten tummeln. 15 Minuten täglich ausmisten. Regelmäßige Abendgebetszeit.

Gutes Gelingen uns allen und viel Freude hier im Fastenforum.

Ludmilla

Nele schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

obwohl ich seit vielen Jahren bei andere zeiten bin, habe ich mich noch nie an den Foren beteiligt. In diesem Jahr soll es anders sein. Ich bin fast 60 und wohne im "Speckgürtel" von Hamburg, stamme aber aus Hessen und lebe sehr gerne im Norden. Mein Fastenthema ist noch nicht ausgereift. Das Ausräumen und Entsorgen von unnötigen Dingen scheint mir interessant, doch ich bin noch offen für Anderes.

Es bleibt spannend.

Linde schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Komme aus dem Süden Deutschlands, habe aber in den Letzten Jahren auch den Norden Deutschlands lieb gewonnen. Leider konnte ich krankheitsbedingt nicht zum Anderen Zeiten Gottesdienst kommen. Bin seit einigen Jahren hier im Forum unterwegs - vor allem in der Kapelle am Meer und auf dem Pfad der Dankbarkeit.

Möchte die Fastenzeit als etwas überraschendes erleben - im aufeinander zugehen -auf Menschen und Gott - aber auch im Umgang mit mir selbst.

Freue mich auf jeden Fall auf die Begegnungen mit euch.

Linde

Schwalbe schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

So, da wär dann zum ersten Mal hier mit dabei... ! Bevor der Zug wieder abfährt, melde ich mich jetzt lieber an! Ich hab mich Schwalbe genannt, weil ich diese Vögel sehr liebe, sie kündigen uns das Frühjahr an, wenn sie rufend ihre weiten Flugbahnen ziehen, sind akrobatische, mutige Flieger und fürsorgliche Eltern...also Schwalbe!

Der Andere Advent, die Fastenwegweiser und die Fastenbriefe begleiten mich schon viele Jahre, aber nie hab ich es geschafft, am Forum aktiv teilzunehmen. Warum eigentlich nicht? Ich bin eine eher zurückhaltende Frau und in den letzten Jahren hatte ich ernsthaft zu viel zu tun...Ich bin inzwischen Ü50, lebe mit meiner Familie im Rheinland und habe eine Tochter (16 Jahre) und einen Sohn (gefühlt 18 Jahre, in der Realität aber erst fast 14 Jahre). Ich arbeite beruflich mit psychisch kranken Menschen und ihren Familien und die Unterstützung meiner weit über 80jährigen Eltern fordert mich sehr, die Beziehung zu meinen Geschwistern erlebe ich dabei als verletzend und wirklich belastend. Nie hätte ich gedacht, dass ich in diese Situation kommen und sie mir so zusetzen würde. Ich hatte schon einige Fastenvorhaben, mal habe ich den Müll "abgeschafft" (dabei sind einige gute Gewohnheiten entstanden...!), mal das Fleisch weggelassen (auch dabei gab es bleibende Entdeckungen, z.B. gute vegetarische Rezepte). Aber dieses Jahr ist es anders, mein Leben ist so streng geworden, voller Notwendigkeiten und Aufgaben es fehlt an Leichtigkeit und Freude. Ich möchte jeden Tag etwas Schönes für mich tun, ich faste Bescheidenheit und Verzicht. Hoffe, dass es mir gelingt. Gestern jedenfalls habe ich einen schönen Schneespaziergang gemacht...

 

Freue mich auf den Austausch mit euch!

 

anton schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

moin alle,

eigentlich bin ich garnicht hier. Schon wieder mal. Diesmal war es das "wegelose Land" dem ich neugierig folge. Bin 80, Witwer, 2 Kinder, 3 Enkel. Liebe Elbe, Alster, Ostsee und lebe in einer schönen weltoffenen Stadt.

Liebe Grüße an alle bekannten und unbekannten Leser und Schreiber. Bin mehr Leser. Faste Fernsehen..........anton.........

Schwarzwaldmädel schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Vor fünf Jahren entdeckte ich den Andere Zeiten Adventskalender und bin meist lesend, seit zwei Jahren ab und zu schreibend in den Foren anwesend.

Mein Nickname sagt, woher ich komme.

Ü 50, verheiratet, zwei erwachsene Kinder.

Ich möchte Süßes, Alkohol und Plastikmüll fasten. Liebe es, in Wald und Reben zu laufen und wandern. Lese, stricke und koche sehr gerne. Beim Gemüseschnippeln oder stricken können die Gedanken so gut fließen.......

Uns allen eine gute Zeit bis Ostern.

Rivka schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Grüsse aus der Schweiz.

Nachdem ich letztes Mal das erste Mal beim Adventsforum dabei war, freue ich mich auf das Fastenforum.

Bin geschieden, habe drei Kinder und im Garten drei Schildkröten. Mir wird immer ganz österlich zumute, buddeln sich die Schildkröten nach der Winterstarre aus der Erde.

Freue mich auf einen regen Austausch hier.

 

 

Papillon schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Moin. Ich lese und sammle die fastenbriefe nun im 5. Jahr. Im letzten Jahr hat's mit der Motivation ziemlich gehapert. Aber dieses Jahr bin ich beflügelt. Auf Verzicht und geschenkte extra Zeit für mich. Ich bin um die 50, verheiratet und unsere Kinder sind flügge. Stattdessen sind 2 Kater pubis zu uns gezogen. Und jetzt bin ich gespannt. Die vergangenen 4 Tage haben schon gut geklappt.

Wollknäuel schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Ich bin seit dem Advent schreibend dabei, vorher lesend.

Ich komme vom südlichen Rand von Berlin und der Ostsee.

Das Lesen ist für mich, wie das Atmen, selbstverständlich. Meine zweites Hobby, das Stricken benutze ich zum Transport innerer Prozesse nach Außen.

Verheiratet mit meiner Jugendliebe, Anfang 50, eine Tochter im Studium, mache ich es mir nach einem Lebensknick 2014 gemütlich in meinem neuen Leben.

Ich freue mich auf den Austausch hier. Und täglich grüßt das Murmeltier. Jeden Morgen denke ich über das heutige Fasten nach.

Amart schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Weniger ist mehr, das ist jetzt endlich mein Motto, nachdem mir schon vor Jahrzehnten dazu geraten wurde. Wollte immer drei Leben gleichzeitig leben, mindestens! Schluß damit.

 

Ich wohne in der Mitte des Ruhrgebiets und wäre froh, wenn ich noch einige Freunde in der Nähe gewänne - gern auch spirituell ähnlich gesinnte:))

s.Forum

 

(Liebe Alte Musik und Tanztheater, und noch besser wäre, selbst wieder aktiver kreativ und sportlich zu werden, aber "ohne Vorkenntnisse", kein Leistungsdruck.)

 

Zur Zeit faste ich ziemlich weitgehend Essen und Trinken, und auch die Wohnung und der Rest des Lebens soll entschlackt werden.

 

Amart.fastet.2020@web.de

Singerin schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Da der Pfad mir immer wieder ins Auge fiel, werde ich mich nun auch allen Neuen ordentlich vorstellen:

Ich bin ü60, lebe mit meinem Lieblingsmann in der Lübecker Bucht, wo wir selbständig sind. Habe drei Kinder und bis jetzt 5 Enkel, die die Freude meines Lebens sind.

Singe gerne und viel, deshalb auch der Name, wenn auch nicht besonders gut.

Im Forum bin ich seit Jahren dabei.

Mein Fastenvorhaben: jeden Tag mindestens 1 Mitmenschen etwas ehrlich Nettes sagen oder tun und besonders schwer: regelkonform am Straßenverkehr teilnehmen und nicht über andere Teilnehmer schimpfen.

undine schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

bin undine, lebe am und liebe den Fluss, in jeder Hinsicht ...

 

Ü-60, im sozialen Bereich tätig gewesend, viel schreibend, den Lyrik-Pfad genießend ...

Verheiratet mit dem ebenfalls lyrik-liebenden besten Ehemann weit und breit an allen Flüssen ... Nachwuchs erwachsen ...

 

Ich liebe und bin dankbar für die Fastenbegleitung durch andere zeiten schon seit vielen Jahren. Doch ich bin ein eher zurückhaltender Mensch und habe in den letzten Jahren nur gelegentlich im Forum selbst etwas geschrieben.

 

Der „Kirche-gegen-Rechts-Pfad“ aber hat mich aufgescheucht und ich bin ins Wasser (sprich Forum) gesprungen ...

Sarah schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Salut, ihr Liebenswürdigkeiten,

 

nun bin ich doch schon wieder hier. Eigentlich wollte ich euch erstmal nur still genießen und abwarten, bis meine Vollfastentage um sind, die ich sehr still und zurückgezogen verbringe, wie immer bei Wasser, Tee und Brühe.

Aber dann packte auch mich die leise Panik vor dem Virus, das den gleichen Namen trägt, wie die mexikanische Biersorte, und ich hatte Fragen und dachte, Mensch Sarah, geh mal ins Forum, wo so viele kluge, weise, gebildete und belesenen Menschen sich austauschen und frage die.

Gedacht-getan.

 

Also kann ich mich auch direkt vorstellen. Dies ist mein achtes Fastenforum. Ich lebe im südlichsten Ruhrgebiet, in einer Stadt, die auch Stadtteile am Niederrhein hat, und ich könnte mit meinem Eisenroß über die Grenze der Niederlande radeln, was ich auch schon getan habe.

Radfahren, den Wind in den Haaren fühlen, die Wiesen und Felder und Wälder unter die Felgen nehmend, ist eins meiner "nichtverhandelbaren" Seelenfutter.

Nichtverhandelbar bedeutet, das gebe ich nicht auf, solange ich es nicht muss.

Seelenfutter ist auch: Yoga und Kontemplation, Kultur, Bücher, gutes Essen, Tagebuchschreiben und schlafen, weil ich so herrlich und bunt und texturreich träume. Und eine feine Auswahl an Seelengefährten und Lieblingsmenschen, die mit mir, in den letzten Jahren doch eher eremitisch lebenden Endfünfzigerin, seit Jahrzehnten verbunden sind.

 

Die aktive Teilnahme an den AZ-Foren hat mich schon sehr oft unterstützt bei meinen Fastenvorhaben und ich habe jedes mal etwas mitgenommen, ein wundervolles Lied, ein inspirierendes Gedicht, einen interssanten Link zu einer mir völlig unbekannten Person, die Erfahrung im Passionsspiel letztes Jahr und und und...

 

Dank eines liebenswürdigen Wasserwesens habe ich den Fastenführer wandeln, den ich intensiv bearbeite. Die Briefe habe ich dieses Jahr nicht, aber als ich las, die Maria Magdalena spielt eine Kernrolle, war ich drauf und dran das zu ändern, denn diese Frau ist mir durch das Passionsspiel doch sehr vertraut geworden.

 

Ich werde mich noch ein wenig zurück halten, aber wenn ich aus der kontemplativen Phase des Vollfasten raus bin, findet ihr mich auf jeden Fall bei den Elfchen, die mag ich nämlich sehr!

 

Bleibt geborgen,

Sarah

 

Tikvah schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Hallo,

ich komme aus dem Südwesten mit viel Wein- und Obstbau drumherum. Bin Ü50 und "Wandle" durch die Fastenzeit ;).

Meinen Forennamen habe ich vor einigen Jahren aufgrund der hebräischen Bedeutung "Hoffnung" gewählt. Im Internet habe ich vor kurzem durch Zufall von "kfar-tikva" (Dorf der Hoffnung) gelesen, einem Dorf in Israel für Erwachsene mit einer Behinderung. Auch das passt ganz gut, denn ich arbeite im realen Leben mit Kindern und Jugendlichen mit einem Handicap.

 

Lydia schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Ich bin das erste Mal hier im Forum. Spontan habe ich beschlossen hier mal mitzuschreiben. Werde erstmal bei den Themen quer lesen.

Komme aus Süddeutschland und freue mich auf einen guten Austausch.

Blumenwiese schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Ich lebe im Ländle, liebe Ostfriesland und das Schreiben und habe mir für dieses Jahr vorgenommen, Neues auszuprobieren.

 

So habe ich zaghaft mit Line dance begonnen und mich mit Ü 60 das erste Mal (mit Leiter :-) auf ein Pferd gehievt. Nein, es war kein Pony.

 

Seit der Pubertät und einem Aufruf zur Bekehrung (ich mag gar nicht mehr solche Veranstaltungen :-( bin ich Christ.

 

Mit allen Auf und Abs. Einigen kleinen, großen Wundern (ich habe sicher manches gar nicht mitbekommen) und vermehrt Zweifeln (besonders jetzt im "Alter", da die Piste nicht mehr so einfach zu rodeln ist. Ich glaube Eckstein schrieb ein Buch über den "erwachsenen Glauben").

 

Seit vielen, vielen, vielen Jahren lese ich "Andere Zeiten", mache Umschläge daraus, die ich verschicke und sammle die Geschichten, die mir Mut machen (mehr als eine Handvoll!).

 

Und im Zuge dessen eine Bitte an die Redaktion: Wäre es möglich, "wandeln" mit Perforation anzubieten? Ich trenne nämlich nach dem Lesen immer die Texte heraus und verschicke sie in Briefen an meine Freundinnen.

 

Wir sehen uns ... vielleicht im Pfad "Zuversicht", den tojak eröffnet hat wofür ich ihm sehr dankbar bin.

 

Liebe Grüße

Blumenwiese

Rinaa schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Durch die mitgeschickte Werbung im Anderen Adventskalender, habe ich den Wegweiser bestellt.

An Foren interessier, schaute ich hier vorbei und bin fasziniert von den verschiedenen Themenzimmer. Hin und wieder gibt es einen sehr kleinen Kommentar/Beitrag von mir. Dem geschuldet will ich mich hurtig vorstellen:

Rinaa ist eine 65 jährige Rentnerin und Familienfrau. Gerade in der Familie treten immer wieder vielfältige Aufgaben zu mir heran - da engagiere ich mich sehr gerne.

Die Hobbys erfülle(n) mich mit Wonne. Lesen und im Internet stöbern gehören auch dazu. Vor allem aber bin ich eine leidenschaftliche Scrapbookerin.

Diese Infos sind glaub im Moment genug

Rinaa schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Oh mein Abschiedswort mit Gruss und Smilies wurde nicht übernommen.

Ist das normal?

Herzlichst, Rinaa

Landpommeranze schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Guten Morgen!

 

Bin ganz schön verpeilt.... hab´vergessen, mich vorzustellen:

 

Ich bin Mitte 50. War die letzten zwei Jahrzehnte Allein und Erziehend. Lebe in Bayern

 

und habe das Alleine Sein SATT!

***

Erfreue mich seit Jahren an Andere Zeiten: Verlag, Advents- und Fasten Forum. Impulssetzung.

Und bin froh auch dieses Jahr teil nehmen zu können.

 

Ich liebe die Natur; Wald , Wiese und Gärten.

aber auch Kunst, Musik, Handwerk und Literatur!

 

Seid lieb gegrüßt, eure Landpommeranze.

Clara schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Bin Clara - auch.

Und völlig überrascht davon.

Die letzten Jahre war ich Berit oder Beritsmart wenn ich statt vom tablet vom Smartphone schrieb.

Seis drum.

Ich bin 51 mit meinem Lieblingsmensch verheiratet lebe in Oberbayern und arbeite 80% in meinem Brotberuf.

Meine Begeisterung gilt Worten, Bildern, Musik und Natur.

Unter den Füßen, vor der Nase, an und in den Händen.

 

Elfchen sind meine liebsten Begleiter im Advent und vor Ostern geworden. Sich mit nur elf Worten aufs Wesentliche zu konzentrieren.

Toll!

 

Eine segensreiche. Zeit uns allen.

Eure Clara

Lieschen schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Guten Morgen, mein Fastenvorsatz -jeden Tag Sport zu treiben-wurde am Montag durch eine OP jäh unterbrochen. Ich bin 53, verheiratet und wohne auf der Grenze Ruhrgebiet/Niederrehein. Obwohl ich den Adventskalender

und auch die Fastenbriefe schon lange lese, bin ich das erste Mal hier im Forum.

 

 

m_avah schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Ein paar Worte zu mir:

 

Ich bin Reisende, würde ich sagen: in vielerlei Hinsicht unterwegs und mit immer weniger Gepäck, kenne die schwierigen Seiten des Lebens und halte Ausschau nach den hoffnungsvollen Impulsen, die oft so still sind, aber auch so gegenwärtig in dieser Welt.

 

Der zweite Teil des Lebensjahrhunderts (haha :)) macht mir Mut, die Dinge anders zu sehen und anzugehen, als bisher, deshalb fühle ich mich von den "Anderen Zeiten" auch immer wieder angesprochen.

 

Aber ich lese mehr, als zu schreiben. Und bin allgemein nicht viel in der digitalen Welt unterwegs - dann lieber echt und naturnah und gerne mit Musik.

 

Liebe Grüße

m_avah

 

 

Tikvah schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

schubs ....

Schwäblerin schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Bin hier auch schon ein paar Jahre zugange, oft lesend, manchmal schreibend, aktuell "Am Küchentisch" Komme aus dem Schwabenländle, daher habe ich auch diesen Nicknamen gewählt. Bin Ende 50, Mama von 3 Kindern, sowie Omi von 3 sehr goldigen Enkeltöchtern. Beruflich arbeite ich im Gesundheitswesen. In meiner Freizeit wandere ich gerne, nähe, schreibe, lese und bin auch oft mit meiner großen Patchworkfamily beschäftigt. Die Foren habe ich sehr schätzen gelernt. So, das war's dann erst mal wieder...

Ines schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Hallo an alle,

 

lesend bin ich schon ganz lange dabei bei den Foren und noch länger beim Adventskalender.

 

Selten lasse ich mich zum Schreiben verlocken, denn das Schreiben im Forum hat ja so seine Tücken.

 

Bin 64, lebe als ausgewanderte Schwäbin im Großraum Hamburg, bin verheiratet mit einem Wikinger und schon seit einiger Zeit im Ruhestand.

Bücher, Tiere, der Garten und "richtig" Leben finde ich wichtig und Ferien am Meer und Schreiben.

Zwergenmutti schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Ich habe an vielen Foren schon mitgemacht unter einem anderen Namen. Ich bin 41 J und habe 2 Jungs. Einen ganz lustigen, offen herzlichen mit 8J und einen sehr sensiblen, mutistischem, und mitlerweile Pupertier mit 12 J. Eine wundervolle Bonustochter mit 21J , die nun auswärts wohnt. Dazu gibt es den Papa der 3 Kinder. Wir sind verheiratet , soweit glücklich, zufrieden. Woran er großen Anteil hat. Er ist hier im Großen Alltagschaos die ruhige Seele, waise, diplomatisch und fair.

Denn zu unserem Alltag gehören insgesamt 8 Tagespflegekinder von 7Monaten ( zwillinge) bis 9 Jahre. Zu unterschiedlichen Tagen und Zeiten betreue ich die Kinder hier bei uns daheim.

Ich freu mich noch so spät einzusteigen, hier im Forum.

Ruhesuchende schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Hallo,

Ich bin das erste Mal im Fastenforum aktiv mit dabei, aber die Fastenbriefe und den Anderen Adventskalender lese ich schon seit Jahren.

Ich bin 53, lebe seit 30 Jahren in Südniedersachsen, komme aber ursprünglich aus Hannover.

Ich bin froh, dass es dieses Forum gibt und freue mich auf den weiteren Austausch, auch über Ostern hinaus.

Liebe Grüße ;-)

Die Ruhesuchende

Ruhesuchende schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Schubs...

Mäandera schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Fast 63, beinahe Rentnerin,

Irgendwann demnächst nur noch Sauerländerin, mit einem Hang zu Büchern/Literatur, Natur und Gestalterischem.

liberty schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Da der Pfad gerade wieder hoch geschubst wurde, stelle ich mich auch noch vor.

Bin schon viele Jahre im Forum, viele Jahre sehr aktiv, die letzten 3 Jahre mehr lesend. Gerade freue ich mich auf dem Naturpfad....

66 Jahre, Rentnerin......viel im Garten, in der Natur unterwegs. Reise und lese gerne.

liberty

~~~Sonnenblume~~~ schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Da schließe ich mich ganz schnell mit an. Bin auch seit 12 Jahren in den Foren. In den letzten Jahren mehr lesend . Ein Schmetterling hat mich dazu gebracht wieder schreibend unterwegs zu sein. Freue mich in meinem Naturpfad zu sein, weil ich sooooo gerne in der Natur unterwegs bin.

Ravenna schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Liebe FF-Weggemeinschaft,

 

ich war schon einige Male dabei und stoße jetzt dazu, nachdem in Bayern die Ausgangssperre beginnt. Es ist Zeit mit anderen zu sein, auch wenn es nicht direkt ist.

 

Auch wenn hier viele Gespräche schon in Gang sind, traue ich mich in den bestehenden Fluss reinzuspringen.

Mich ziehen die Gespräche, die Sprache, die Gedankenanstöße an. Und - schon habe ich ein paar Buchtipps gefunden.

 

Vielleicht kann ich auch das ein oder andere Fundstück einbringen.

 

Mit besten Grüßen

 

Ravenna

 

 

 

 

 

Schwäblerin schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

schubs....

Ava schrieb am 26.02. 20:09:
Antwort auf Vorstellungsrunde

Liebe Forumsgemeinschaft,

 

da ich jetzt doch immer mal wieder hier schreibe, will ich mich auch kurz vorstellen.

 

Schon seit sehr vielen Jahren bin ich bei den AZ-Foren dabei (ich glaube seit 2007!?). Damals sah das Forum noch ganz anders aus, es gab z.B. noch die "Hochhäuser"! :-)) In der Forums WG hatte ich als erstes Fuß gefasst und viele gaaaanz wunderbare Menschen kennengelernt. Sehr lustige Zeiten habe ich hier im Forum erlebt und Vieles habe ich dazu gelernt.

Das Forum hat mich gewandelt und damit auch meinen Namen. Zuerst war ich hier als Genevra dabei, dann einige Zeit als Inny und jetzt schreibe ich unter dem Namen Ava.

Das Forum selbst hat sich auch gewandelt und seit einigen Jahren bin ich nur noch sporadisch mit dabei.

Gerne treffe ich auf Menschen, die gleichen Herzens sind und gerne treffe ich auf Menschen, die andere Meinungen und Ansichten haben. So kann ich immer mal wieder meinen Standpunkt reflektieren.

 

Auf ein weiteres gutes Miteinander in dieser besonderen Zeit!

Ava

 

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Sodele :)

Hier sind wir wieder.

Ich habe den Tannenbaum mal im Garten eingebuddelt, die letzten Weihnachtsglöckchen in die Kiste gepackt und die Zauberkanne bereitgestellt.

Ich freue mich auf euch.

Abi

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Danke, liebe Abi, fürs aufschließen. Ich freue mich, wieder hier zu sein. Freue mich auf neue und vertraute Namen, freue mich auf spannende Diskussionen, den Austausch über Befindlichkeiten, Kochrezepte und Büchertipps. Aufs miteinander schweigen und nachdenken. Kurzum - ich freue mich auf Euch. Und da es heute bei uns so viel geschneit hat wie in den vergangenen Monaten nicht, räume ich die Asche aus dem Kamin und entzünde ein Feuer. Kommt herein! Ach ja, und die Zauberkanne steht auch schon da. Ingwerwasser...genau richtig. Bis später.

Renata schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Huhu, ihr Lieben,

ich freu mich wieder hier zu sein!

Und bin gespannt, was uns alles in den kommenden Wochen bewegen wird.

Herzlich grüßt

Renata

Sonnenschein schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Für alle die von draußen von Gottesdiensten oder von anderen Orten hereinkommen stelle ich eine duftende Gemüsesuppe und ein paar Kräuter und Brot auf den Tisch...

 

Lasst es euch schmecken !

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Oh, der Kamin ist an :)

Hier gibt's nur Regen, keinen Schnee. Und ich mag ihn gerade gar nicht mehr. Da kommt die warme Suppe als Seelentröster gerade recht.

Wie schön, dass ihr hier seid.

Heute bin ich sehr müde. Ich habe mir viele Gedanken zum Fasten gemacht und bin jetzt ziemlich klar und entschieden bei meinen Vorhaben. Ich möchte euch gern davon erzählen. Das vertage ich auf morgen, wenn ich hoffentlich wacher, frischer und konzentrierter bin.

Jetzt schaue ich ins Feuer, trinke meinen Kräutertee und träume ein bisschen.

Nelle schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ihr Lieben, auch wenn ihr auf den ersten Blick nicht wisst, wer ich bin - ich habe den Nickname geändert: von Lütte auf Nelle. Ich fand, ein Neuanfang war nötig. Mehr mag ich dazu nicht sagen.

 

Was ich aber sagen möchte, das ist, wie sehr mir das langsame Ankommen von euch hier im Herzenszimmer gefällt. Mit der Zauberkanne ist ein wunderbarer Anfang gemacht. Und warme Suppe darin ist auch eine tolle Idee. Und um den Schnee bei euch beneide ich dich, Katrin Christine. Hier ist es wie bei Abi: Regen, Regen, Regen. Und zwischendurch stürmt es immerzu so sehr, dass der Regen beschließt, oben zu bleiben und lieber woanders runter zu gehen. (Vielleicht bei Abi?) Ich mag schon gar nicht mehr mit der Dackelin über Sandwege oder Gras gehen, weil das alles nur noch Matschepampe ist. Also Straßen, gepflasterte Fußwege, asphaltierte Wege - der Brustkorb eines Dackels ist ziemlich dicht an der Erde und ganz schnell nass und schietig. Was bei wasserscheuen Dackeldamen nicht auf Begeisterung stößt. Und der ewige Sturm zieht bei mir durch und durch. Zum Schütteln!

 

Aber ich will nicht mehr jammern. Bei mir drinnen ist es muckelig warm und gemütlich. Und ich kann endlich wieder im Herzenszimmer "abhängen" und mich an der Zauberkanne laben.

Das freut mich.

 

Habt es gut!

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hallo, Ihr Lieben, wie schön, dass Ihr da seid. Nachdem es heute Nacht wieder geschneit hat, habe ich mich dazu entschlossen, den Kamin gleich noch mal zu heizen. Und ich stelle uns eine Vase auf den Tisch, mit einer wunderschönen Tulpe und einem bemoosten Zweig. Kommt gut in den Tag! Ich freue mich, von Euch zu lesen. Liebe Grüße an ALLE hier.

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Schön, der Kamin ist schon an! Ich nehme mir aus der Zauberkanne Goldene Milch (Milch mit Ingwer, Kurkuma, Zimt und Pfeffer). Bei uns scheint die Sonne, aber der Himmel sagt, es wird unstet.

 

Nelle - ein schöner Name mit einem weichen Klang! Neuanfang - das elektrisiert mich, betrifft es mich doch zur Zeit selbst...

 

Renata, schön, dass du auch wieder da bist!

 

Abi, dein Hinweis auf deine Fastenvorhaben macht mich neugierig. Aber auch ich kann meine inneren Vorhaben dieses Jahr nur schwer in Worte fassen. Es ist mehr so ein Gefühl, was sich da ändern sollte.

 

Jetzt habe ich sicher jemanden vergessen...bzw. Namen nicht gemerkt...herzlich willkommen und danke fürs Aufschließen und Herrichten des Zimmers!

 

Nachtigall

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Kaffee aus der zauberhaften Zauberkanne. Schwarz, samtig, duftend, warm.

Warm vor allem. Und ganz nah am Kamin ein gemütlicher Ohrensessel für mich. Mit Wärmflasche und Kuscheldecke: Ich bin erkältet!

Bestimmt liegt es an diesem Schietwetter, das von Nelle her mit dem Wind und den Wolken rüberkommt. Regen, Regen, Regen. Und wie gut, dass er kommt. Wie sehr habe ich ihn im Sommer vermisst. Doch Schnee wäre schöner. Jedenfalls zum Anschauen.

Nelle. Klingt gut. Manchmal muss ein neuer Name her. Das verstehe ich.

 

Ich habe mir dieses Jahr viele Gedanken zum Fasten gemacht. Besonders, weil ich in der Vergangenheit oft Vorhaben hatte, die ich nicht durchgehalten habe.

Also war die Frage: Warum tue ich es überhaupt?

Für mich geht es um Wandlung. Ende des Winters. Ende des Stillstands. Es ereignet sich: Tod. Absolutes Ende. Es ereignet sich: Auferstehung. Das Leben kommt zurück. Gewandelt.

Fasten bedeutet für mich: Ich lasse das Ende zu. Ich lasse los im Vertrauen auf Auferstehung. In diesem Sinne scheint mir das simple "Ausmisten" eine gute Fastenaufgabe: Altes ansehen und Überlebtes gehen lassen. Endgültige Trennung. Das führt auch zu innerem Ausmisten: Gewohntes ansehen und Überlebtes gehen lassen. Was ist da in meinen Gedanken, Gefühlen, Träumen unterwegs? Was will ich loslassen? Somit möchte ich in dieser Fastenzeit vor allem aufräumen. Äußerlich in Regalen, Schränken und Schubladen. Und innerlich in der Meditation.

Ausmisten also. Anschauen und gehen lassen, was gestorben ist.

Ich brauche ein Tagebuch dazu, mein Meditationskissen und ein wenig Energie. Mir geht es nur um das Tun an sich. Kein Ziel. Kein: Jeden Tag ein Regal, jeden Tag eine halbe Stunde, jeden Tag eine Seite....

Einfach nur in diesen Wochen bewusst bleiben im Loslassen.

Das ist es.

 

Wie geht es euch mit der Fastenzeit?

Habt ihr ein bestimmtes Vorhaben?

Nachtigall, du schreibst, dass du so ein Gefühl hast, dass sich etwas ändern sollte.

 

Ich bin gespannt, wohin die Zeit uns trägt.

 

Habt es schön!

Abi

 

 

 

Renata schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Abi,

das klingt gut, wie du das beschreibst. Eine intensive Zeit kann das werden.

 

Für mich ist dieses Jahr weniger "Fastenzeit" angesagt als Passionszeit. Einfach in die Bibel gucken. Schauen, welche Passionslieder mich ansprechen. Aber ohne festes Vorhaben, nicht: eine Stunde am Tag oder so.

 

Die Kinder wollen auf Fleisch verzichten, das machen wir jetzt gemeinsam, mir ist das sehr recht.

 

Und dann sind da die realen Abschiede, die mich ans Thema Loslassen bringen. Mit sehr viel Trauer im Herzen, und nicht nur Annehmen-Wollen, sondern auch Trotz. Und das kostet viel Kraft.

 

Ich freue mich, so viele vertraute Namen zu lesen - auch geänderte, Nelle, das gefällt mir.

 

Seid lieb gegrüßt,

Renata

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Renata,

ich bin da ganz nah bei dir. Die realen Abschiede gehören natürlich dazu. Es ist einfach so: Beim Sortieren der Fotos begegne ich denen, die gestorben sind. Und auch dem, was vergangen ist: die Kindheit meiner Kinder, mein eigenes Jungsein, meiner Berufstätigkeit, so vielen Träumen..... Und ich bin gar nicht immer nur wehmütig oder traurig.

Da ist viel Trotz. Oder eigentlich Wut. Ob ich das Loslassen kann? Ganz konkret bleibt auf jeden Fall der Fernseher aus, um Platz für Betrachtung und Verarbeitung zu schaffen. Nicht als Zwang. Wenn ich Pause brauche, dann nehme ich sie mir. Zwänge sind das erste, was ich verabschieden will. Jedenfalls die inneren, die ich mir selbst auferlege.

 

Fasten ist ganz schön herausfordernd, fürchte ich.

 

Und nun ist Sport :)

Liebe Grüße

Abi

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Renata, liebe Abi, da beschäftigen uns ähnliche Fragen. Aussortieren, sichten, das ist mein Thema. Aber auch ohne die Vorgabe, jeden Tag so und soviel zu schaffen. Ich freue mich auf den Austausch. Nelle, einen schönen Namen hast du dir ausgesucht. Ich hoffe, die Dackeldame kommt heute trockenen Bäuchleins durch den Tag. Goldene Milch kenne ich noch nicht, muss ich mal probieren. Magst du von deinem beruflichen Neuanfang erzählen, Nachtigall? Hier scheint die Sonne, ich schicke euch ein paar Strahlen.

Renata schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Aussortieren und Sichten, das würde ich auch gerne - es scheint auch irgendwie eine Lebensaufgabe zu sein.

Mit zwei Kindern und chaotischem Mann könnte ich "Aufräumen" auch zu meinem alleinigen Lebenszweck machen. Da das natürlich kein guter Lebenszweck ist tue ich das nicht - und habe gerade auch keine Kapazitäten, kaum für das Allernötigste...

Liebe Grüße an alle!

Renata

Bee schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Sodele :)

Hier sind wir wieder.

Ich habe den Tannenbaum mal im Garten eingebuddelt, die letzten Weihnachtsglöckchen in die Kiste gepackt und die Zauberkanne bereitgestellt.

Ich freue mich auf euch.

Abi

Renata schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hallo Bee,

herzlich Willkommen!

LG, Renata

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Wo Bienen sind, da gibts doch auch Honig, oder?

 

Sei gegrüßt!

Nachtigall

Bee schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Sodele :)

Hier sind wir wieder.

Ich habe den Tannenbaum mal im Garten eingebuddelt, die letzten Weihnachtsglöckchen in die Kiste gepackt und die Zauberkanne bereitgestellt.

Ich freue mich auf euch.

Abi

Bee schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ja, Honig mag ich auch in der Fastenzeit. Habe mir aber vorgenommen auf Milch und Milchprodukte zu verzichten (wegen der kleinen Kälbchen ...) Vielleicht ein Einstieg zum veganen Leben. - Ich grüße Euch alle und wünsche uns eine schöne, erfüllende Fastenzeit. - Übrigens, ich war heute auch schon mit meiner "Cwtch" draußen (Bordercollie-Mädchen) ... Gruß an die "Dackelmama". Alles Liebe Euch allen ...

Bee

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ich habe ein sehr schwieriges Jahr hinter mir. Eine tiefe, persönliche Krise, ausgelöst durch Mobbing am Arbeitsplatz. Mit Depression, Psychotherapie und allem drum und dran. Jetzt kann ich das Geschehene langsam hinter mir lassen und freue mich auf einen neuen Job mit hoffentlich dann schöneren Erfahrungen.

 

Draußen ists ungemütlich, ich lege im Kamin mal Holz nach.

In der Zauberkanne ist Ingwertee mit Honig. Das heizt durch!

 

Bis später!

Nachtigall

Judith schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hallo zusammen. Husche auch mal kurz rein und winke euch zu. Am Wochenende mehr!

Noa schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

So schnell ist wieder Fastenzeit! Der Baum ist weg, nur zwei weiße Filzsterne hängen noch im Fenster. Ganz passend für den derzeitigen Ausblick: Alles weiß! Ein nasser, pappiger Schnee, grr! Ich befürchte, ich muss mich noch um den Bürgersteig kümmern..

 

Aber jetzt erst mal ein herzliches Hallo und schön, dass ihr da seid in die Runde! Und dir, liebe Abi, danke fürs Öffnen des Zimmers!

Zwei neue Namen habe ich schon gesehen, Bee und Sonnenschein, euch beiden ein herzliches Willkommen hier! Ich bin schon neugierig auf euch!

Liebe Nachtigall, dein Neuanfang macht mich natürlich auch neugierig! Ist es die Stelle, bei der wir im AF mitgefiebert haben? Wie dem auch sei, ich wünsche dir einen guten Start und bessere Zeiten!

 

Nelle, einen schönen Namen hast du dir ausgesucht! War bei dir nicht auch eine neue Stelle dran?

 

Aufbruch, Umbruch, Anschauen und Loslassen allerorten. Da bin ich auch mit dabei, das ist auch mein Thema für die nächsten Wochen, eigentlich für die nächsten Monate und angefangen habe ich auch schon damit. Manchmal muss ich meine Ungeduld zügeln, hätte gerne schon alles erledigt, alles weg, was ich ab dem Sommer wohl nicht mehr brauche. Und der noch zu gewinnende Freiraum tendiert dazu, ganz schnell gefüllt zu werden. Den Freiraum dann auch zumindest in Teilen mal frei zu lassen, um zu schauen, was da wachsen will, und die Zeit bis dahin auch richtig im Jetzt zu sein, das wünsche ich mir. Ich bin gespannt, wie es euch so ergeht in den nächsten Wochen.

 

Ganz herzliche Grüße

Noa

 

 

 

Noa schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Eben warst du noch nicht da, also dir auch herzlich willkommen, Judith!

 

25+18 Kopfrechnen für Fortgeschrittene?

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

 

25+18 Kopfrechnen für Fortgeschrittene?

 

Man wächst mit seinen Aufgaben!

 

Nachtigall

Rückblicke schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Renata,

ich bin da ganz nah bei dir. Die realen Abschiede gehören natürlich dazu. Es ist einfach so: Beim Sortieren der Fotos begegne ich denen, die gestorben sind. Und auch dem, was vergangen ist: die Kindheit meiner Kinder, mein eigenes Jungsein, meiner Berufstätigkeit, so vielen Träumen..... Und ich bin gar nicht immer nur wehmütig oder traurig.

Da ist viel Trotz. Oder eigentlich Wut. Ob ich das Loslassen kann?

 

Ihr Lieben ich mag Euch nur kurz alle grüßen - heute ist mehr nicht drin.

 

Aber Deine Sätze Abi, sie hätten von mir stammen können, wobei ich das Betrachten, Sortieren etc... noch ein wenig vor mir her schiebe bis ich in einem Jahr in Rente bin. Vielleicht schreibe ich dann auch darüber, so ganz für mich.

 

Seid alle ganz herzlich gegrüßt! Ich freue mich sehr auf unseren Austausch hier.

 

troldepus

Rafi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hallo ihr Lieben,

ich bin ganz neu hier und mit dem Anderen Advent im letzten Jahr die Anderen Zeiten entdeckt.... und gleich die Fastenbriefe und Fasten-Wegweiser bestellt.

"Gott finden" war heute ein schöner Einstieg im Wegweiser und im Gespräch mit dem Mönch und hat mich sehr berührt, weil ich selber durch meine Lebensereignisse und gläubiger Mann, diese Sehnsucht - das "Gott finden wollen" vielen lieben Menschen um mich herum, wünsche. Für die Gottes Gnade bin ich sehr dankbar...

Die Fastenzeit mit dem Verzicht auf viele menschliche Gewohnheiten/Annehmlichkeiten bringt mir die Sehnsucht auf Ostern und auf die österliche Begegnung sehr nahe.

Herzliche Grüße und eine gute Nacht,

Rafi

 

 

 

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Muckelig ist es hier, ich habe Würzwein im Becher. Der Alkohol ist sicher verkocht, denn ich habe die Gewürze lange simmern lassen. Nun ist er heiß und scharf. Und ein bisschen bitter. Bestimmt vergraust er die Viren und Bakterien, die mich schnupfnasig und schlapp machen.

Liebe Renata: Es IST eine Lebensaufgabe. Ja. Und chaotischer Mann und Kinder dazu.... - fang erst später an. Wenn du in Rente bist oder so ;)

Liebe Bee, ich habe auch einen Hund beizusteuern. Eine Hündin (Mix aus diversen Jagdhunderassen), um genau zu sein. Steinalt und trotzdem lebensfroh ist sie heute durch den Regen gewackelt. Ich bin mitgegangen. Nicht ganz so fröhlich, muss ich gestehen.

Liebe Nachtigall, du hast das Schwere hinter dir, schreibst du. Und das freut mich! Neuanfang, genau! Auf zu neuen Erfahrungen!

Liebe Noa, die Freiräume frei sein lassen, das klingt nach einem guten Fastenvorhaben. Daran könnte ich auch üben. Es ist wirklich eine Herausforderung, nicht gleich zu planen, zu timen und zu organisieren. Ich hatte mir anfangs einen Stundenplan geschrieben. Na, das mache ich schon eine Weile nicht mehr.

Liebe troldepus, wenn du nächstes Jahr ausmistest, mache ich vielleicht nochmal mit. Renata hat da ganz recht: Es ist ein Dauerbrenner. Im Augenblick ist es bei mir so, dass meine Aufräumversuche alles nur schlimmer machen. Statt im geheimen Eckchen vor sich hinzustehen, türmt sich mein Sammelsurium nun mitten im Zimmer. Und alles ruft: "Ich bin so schön, wirf mich nicht weg!"

Lieber Rafi, ich habe den Fastenwegweiser nicht und kann deshalb gar nichts zum heutigen Text sagen. Sehnsucht und Suche nach Gott - das sind große und bewegende Themen. Vielleicht magst du in den nächsten Wochen noch mehr über dein Fasten und deine Erfahrungen berichten? Ich bin gespannt!

Liebe Judith, ich wnke zurück! Vielleicht kommst du ja nochmal herein? Hier gibt es lecker Zaubertränke, wärmendes Feuer und gute Gedanken.

Ich gehe nun bald schlafen und wache morgen hoffentlich weniger vergrippt auf. Das Kaminfeuer lasse ich noch brennen, die Wolldecke liegt im Schaukelstuhl!

Gute Nacht,

Abi

 

9+13, na, das geht ja gerade noch...

Meditationsform schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Abi,

 

ich verstehe Dich sooo gut. Aber es geht ja nicht nur ums Entsorgen, sondern auch um das "Was hast du mir bedeutet und was bedeutest du mir jetzt, an was erinnerst du mich...." Ich sehe manchmal einen Gegenstand und ich erinnere mich, dabei kommt vieles heraus, z.B. auch, dass ich etwas mehr Wert schätze als ich es früher tat. Und es ranken sich ganze Geschichten um einzelne Dinge. Ob es sich lohnt, diese Geschichten zu erzählen? Wenn nicht anderen, dann einfach mir selbst? Hat das auch zu tun mit: sein Leben abschließen, die Dinge an ihren Platz stellen? Die schönen und auch die bitteren? Die, auf die ich gern verzichtet hätte und die, für die ich sehr dankbar bin? Oder sollte ich auch dankbar sein für die Dinge, die ich so nicht wollte? Geht es auch um das Aussöhnen mit den eigenen Fehlentscheidungen etc. etc. Ich glaube wenn ich das alles mal aufschreiben würde, gäbe das ein richtig dickes Buch. Dabei war/ist mein Leben doch ein ganz durchschnittliches/unspektakuläres. Lieben Gruß die Elbe rauf und vor allem "Gute Besserung"

 

Ach ja und Danke für die Zauberkanne, im Moment enthält sie weißen Wein.

@ Nachtigall: ich freue mich so für Dich, dass Du einen neuen Job hast!

@ alle anderen: ich freue mich über jeden Beitrag, auch wenn ich nicht darauf eingehe - alles geht nicht

Habt eine gute Nacht

 

troldepus

 

troldepus schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Bin irritiert.

 

1. Schreibe ich meinen Namen ins falsche Feld

 

2. Das System übernimmt dadurch meine vorherige Überschrift, weil sie sie für meinen Namen hält clar, ich war ja nen bisschen arg blöd..

 

Also: ich bin eine alte Frau....

 

Aber einfache Additionsaufgaben schaffe ich tatsächlich noch

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe troldepus, ich hatte mich schon gewundert, mit welchen lustigen Namen du unterwegs bist :)

Alles, was du zum Ausmisten schreibst, stimmt ganz genau. Es werden dicke Wälzer entstehen, wenn wir beginnen, es aufzuschreiben. Vielleicht sollten wir ein Herzenszimmer Projekt daraus machen? Ein Vorhaben für die nächsten 50 Foren :')

 

Heute bin ich noch genauso vergrippt wie gestern und beim Aufwachen schon dem Wort Corona begegnet. Mein Liebster hatte das Radio an. Ich weigere mich noch, in dieser Geschichte den Weltuntergang zu sehen. Tatsächlich macht mir das Säbelrasseln in der Welt viel mehr Sorgen.

Na, nun aber raus mit den Sorgen!

Hier gibt es Kaffee oder was immer euch wohl tut. Ich werde heute weiter sortieren, muss aber erst noch zum Zahnarzt. Das sollte diesmal ohne Hauen und Stechen abgehen.

Habt es schön!

Abi

Elisa-Marie schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Guten Morgen alle zusammen!

 

Wie schön von euch und euren Fastenvorhaben und den damit verbundenen Gedanken zu lesen. Ich lausche und staune, lasse mich davon inspirieren. Mit Verspätung komme ich herein, so Vieles quetscht sich zwischen mich und die Forumstür. Puh....

Ja, räumen, sortieren möchte ich gerne - ganz wie es mir die Zeit im vollbepackten Alltag erlaubt. Seit Mittwoch verzichte ich auf Süßigkeiten - vor allem Schokolade. Sie ist mein Seelentröster. Mein "Energieschub" zwischen den Schulstunden. Meine Belohnung nach einem anstrengenden Tag. Sie ist ein warmer, weicher Schleier, der sich über die "Glasscherben" des Lebens legt....

Habt es gut!

 

Elisa-Marie

Renata schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Guten Morgen allen hier, und willkommen, Elisa-Marie!

Schokolade fasten, puh, Hut ab! Das gestehe ich mir zu, dass ich das nicht schaffen würde: Schokolade und Tee mit Milch.

50 Foren, hihi, Abi: dann kann ich ja noch ein bisschen aufschieben! Ich habe so Kramskisten, da liegen noch Sachen aus Studienjahren drin, Briefe, kleine Gegenstände - ein ganzes Leben sozusagen, das völlig vergangen ist und doch so sehr zu mir gehört.

 

Und noch eine kleine Anekdote zur Erheiterung: heute meinte ich zu meinem herzigen 10jährigen, er könne doch mal "Sieben Wochen ohne Socken unter dem Tisch" machen - er läuft immer barfuß und lässt die Socken unter dem Esstisch liegen - da grinst er mich an und meint: Okay! Nächstes Jahr... So viel zum Thema "Chaos beseitigen". Aber ich bleibe natürlich auch dieses Jahr schon dran...

 

Kommt gut in den Tag!

Renata

troldepus schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Elisa-Marie,

 

welch eine schöne Formulierung "ein warmer weicher Schleier, der sich über die Glasscherben des Lebens legt." Jetzt willst Du also die Glasscherben hervortreten lassen, das kann anstrengend, aber auch spannend werden. Sie können dort schmutzig klein und häßlich liegen wie Splitt, wenn der Scnee darüber wegschmilzt, aber sie könnten auch aussehen wie durchsichtige Kristalle, die sich auftürmen. Letzteres Bild kam mir als erstes vor mein inneres Auge.

 

Liebe Abi, Dir weiter gute Besserung und keine spektakulären Ereignisse beim Zahnarzt.

 

Liebe Nelle, da musst Du ja einen Schalter umgelegt haben, wenn Du Dich veranlasst siehst, den Nickname zu ändern. Aber der neue gefällt mir auch. Vielleicht magst Du ja später mehr erzählen. Und überhaupt wie war es am Mittwoch?

 

Ich bin jetzt für eine Woche zu Hause. Im Büro herrscht großer Personalnotstand, aber ich habe gelernt, auch auf mich zu achten und da in meinem Bereich im Moment nichts anbrennen kann, bin ich froh, dass meine Ärztin die Bremse gezogen hat.

 

Die Coronadiskussion. Ja, auch mir machen andere Dinge mehr Sorgen, trotz meiner Vorerkrankung, die gerade in dem Falle nicht so günstig ist. Mich erinnert vieles an die sog. Schweinegrippe vor Jahren als auch alle panisch reagierten. Ich kann mich erinnern, dass eine Kollegin frei gestellt wurde, weil ihr Sohn daran erkrankt war. Als ich sie mir später auf einer Zugfahrt durchs Ruhrgebiet fing, wurde schon gar nicht mehr getestet, welches Virus es war. Also schauen wir mal. Zum Glück fällt die saisonale Grippe dieses Jahr nicht so arg aus, geht sogar schon zurück. Panik ist wirklich nicht hilfreich. Aber alles was man nicht kennt, löst ja meist mehr Ängste aus.

Hier scheint die Sonne, das Wasser auf den Wiesen glitzert, die Gänse watscheln über die Wiese, es ist frisch und es scheint ein schöner Tag zu werden.

Ich nehme mir jetzt noch einen Schluck aus der Zauberkanne und wünsche Euch allen einen gesegneten Tag.

Liebe Grüße troldepus

 

troldepus schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Renata,

die Sockengeschichte gefällt mir sehr gut, kann mir deinen Sohn lebhaft vorstellen...

 

Bei mir im Regal steht übrigens noch das Buch "Die Sockenfresser"...

troldepus

Bee schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hallo Ihr alle ...

Abi (mit Hund), Katrin-Christine, Renata, Sonnenschein, Nelle (mit Dackelmädchen), Nachtigall, Judith, Noa, troldepus, Rafi, Elisa-Marie ...

"troldepus" hat uns schon einen "gesegneten Tag " gewünscht. Das finde ich wunderschön! Danke! Das wünsche ich Euch und mir auch!

- Bei uns in Bayern hat es eine dicke Schneeschicht heute Nacht gegeben. War noch nicht mit meiner "Cwtch" spazieren. Nur zum "Pfütze machen" natürlich. Aber der Spaziergang kommt noch!

Ich bin durch Eure Anregungen auch zum Ausräumen/Ausmisten/Aufräumen gekommen. Habe gestern schon angefangen ...

Außerdem heißt die Fastenzeit für mich: Ich werde ohne Milch(produkte) leben. Kein Joghurt, Kefir, Kondensmilch ...

Ich steige auf Pflanzenmilch um. Ich will es wegen dem Leid, das man den Kühen antut, um sie auszubeuten - zumindest will ich mich bis Ostern prüfen, ob ich das nur sage oder auch dahinter stehe.

Euch allen einen wunderschönen Tag. Ich freue mich sehr, zu Euch gehören zu dürfen!

Bee

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hallo zusammen, danke für eure Beiträge, ich freue mich, von euch allen zu lesen und auch darüber, dass sich das Zimmer füllt. Zu meinem Leben gehört auch ein Hundemädchen namens Frida, gemischt und sehr lieb. Hier hat es auch geschneit, und in der Mittagspause unserer Weiterbildung haben wir Mini- Schneemänner gebaut. Bis später und liebe Grüße

Judith schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ich komme gerade aus der Erstkommuniongruppe meiner Tochter, in der wir heute gemeinsam Brot mit den Kindern gebacken und geteilt haben. Ich habe etwas abgebrochen und stelle es hier in dieses Herzenszimmer! Es ist noch fast warm... Nehmt euch alle ein Stück. Besonders denen zur Stärkung, die gerade an harten Lebensbrocken zu kauen haben...

Bee schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Danke, Judith, für das gute Brot mit der feinen Kruste. Ich habe es zu meiner Gemüsepfanne gegessen. - Ich mache mir jeden Abend eine leckere Mahlzeit aus Tomaten, Erbsen, Schwarzwurzeln, Kräutern, gutem Öl und weiteren Gemüsezutaten. Die Pfanne dampft und brutzelt und ich stelle mir vor, wie mein Körper sich all die guten und wertvollen Stoffe rausholt, damit mein Immunsystem stark und kraftvoll genug ist, um mich gesund zu erhalten.

Lasst Euch nicht in Panik versetzen durch die Zeitungsmeldungen mit dem Corona-Virus. 89 % der Infizierten sind wieder gesund geworden! Wir alle können uns durch eine gesunde Lebensweise wappnen! Und dazu glaube ich, dass unser Körper alles tut, um uns gesund zu erhalten und wieder zu "reparieren". Und außerdem ist da ein überaus freundliches Universum, unsere göttliche Mutter - oder an wen Du auch immer glaubst, die uns schützt. Nur vertrauen müssen wir - aber, wir sind in jedem Fall umgeben von guten, schützenden Mächten, die uns segnen!

Liebe Grüße

Bee

Bee schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Danke, Judith, für das gute Brot mit der feinen Kruste. Ich habe es zu meiner Gemüsepfanne gegessen. - Ich mache mir jeden Abend eine leckere Mahlzeit aus Tomaten, Erbsen, Schwarzwurzeln, Kräutern, gutem Öl und weiteren Gemüsezutaten. Die Pfanne dampft und brutzelt und ich stelle mir vor, wie mein Körper sich all die guten und wertvollen Stoffe rausholt, damit mein Immunsystem stark und kraftvoll genug ist, um mich gesund zu erhalten.

Lasst Euch nicht in Panik versetzen durch die Zeitungsmeldungen mit dem Corona-Virus. 89 % der Infizierten sind wieder gesund geworden! Wir alle können uns durch eine gesunde Lebensweise wappnen! Und dazu glaube ich, dass unser Körper alles tut, um uns gesund zu erhalten und wieder zu "reparieren". Und außerdem ist da ein überaus freundliches Universum, unsere göttliche Mutter - oder an wen Du auch immer glaubst, die uns schützt. Nur vertrauen müssen wir - aber, wir sind in jedem Fall umgeben von guten, schützenden Mächten, die uns segnen!

Liebe Grüße

Bee

Nelle schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Nelle, da musst Du ja einen Schalter umgelegt haben, wenn Du Dich veranlasst siehst, den Nickname zu ändern. Aber der neue gefällt mir auch. Vielleicht magst Du ja später mehr erzählen. Und überhaupt wie war es am Mittwoch?

 

Ja, habe ich das gar nicht erzählt? Ich bin gar nicht losgefahren. Alle, die ich hatte treffen wollen, konnten dann doch irgendwie nicht und dann habe ich die weite Fahrt gescheut. Und der freie Abend tat mir auch gut - diese Woche war mal wieder viel. Aber jetzt habe ich Feierabend und Wochenende.

 

Übrigens fahre ich morgen Abend nach Flensburg zum Konzert von Bodo Wartke. Kennt den eine von euch? So ein toller Künstler! Klavier-Kabarettist nennt der sich glaube ich - sowas von urkomisch! Und musikalisch echt top - kann ich nur empfehlen, wenn der euch mal über den Weg läuft. Vor zwei Jahren war ich in Eutin zum Schleswig-Holstein Musikfestival zu einem Konzert von ihm auf der Waldbühne, auf der sonst die Opern von Carl-Maria von Weber gespielt werden. Oder Seebühne, oder wie das heißt - open air jedenfalls und am See gelegen. Idylle pur. Wäre mal ein Ort für Andere Orte - falls mal jemand da ist...

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hmmm, frisches Brot, das duftet so gut! Und es ist lecker. Dankeschön, Judith :)

Liebe Elisa Marie, mir fällt es auch schwer, ohne Süßkram zu leben. Inzwischen mag ich auch 80% Schokolade. Zum Espresso schmeckt sie lecker und taugt sogar als Seelenbalsam. Vielleicht wäre das was für dich?

Liebe troldepus, ich habe Glaskristalle im Fenster hängen, die das Sonnenlicht fangen und es als kleine Farbblitze über die Wände sprühen. Auch eine schöne Verwendung für Scherben. Danke für deine guten Wünsche. Der Zahnarzt war heute sehr sanft und behutsam :)

Liebe Bee, ich habe einige Zeit vegan gegessen. Jetzt stehen Eier wieder auf dem Speiseplan, dafür sind die meisten Zuckerarten gestrichen. Und auch weißes Mehl - wegen der Gesundheit. Als Milchersatz nehme ich gern Mandeldrink. Ich finde den auch sehr lecker als Kakao mit dunklem Backkakao und etwas Birkenzucker.

Liebe Renata, es geht bei mir gerade um genau solche kleinen Schachteln, Schubladen und Regalbretter. Heute habe ich nichts geschafft und nichts entsorgt. Gleich das erste Buch hinten im Regal war "Jesus" von Hans Küng. Vor ein paar Jahren habe ich es gekauft aber nie

wirklich gelesen. Und nun bin ich daran hängen geblieben, lese und lese... So kann's gehen. Ich brauche wahrscheinlich wirklich fünfzig Jahre!

Der junge Herr mit den Socken gefällt mir. Ich hatte als Kind ein ähnliches Problem mit meiner Mutter.

Das ist schon so lange her.

Gestern habe ich den Namen und die Adresse meines Bruders im Adressbuch gelöscht. Ein einziger Klick. Ein ganzes Leben.

Aussortieren, aufräumen, loslassen. Da habe ich mir ganz schön was vorgenommen!

Schlaft schön

Abi

 

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hallo Nelle, gerade warst du noch nicht da. Ich kenne Bodo Wartke nicht, was für Musik macht er? Open Air Oper mag ich auch sehr gern und bin für den Freischütz schon weit durchs Land gefahren.

Ich wünsche dir ganz viel Freude!

Liebe Grüße

Abi

Leah schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ihr Lieb*innen,

 

ja gibt's das? Da guck ich zwischen Tag (lang) und Traum (hoffentlich bald, Zeit wird's) noch eben hier herein, freu' mich an bekannten und neuen Namen und bin berührt von Eurem schon so intensiven Eintauchen in das Ausmisten-Aufräumen-Loslassen-Thema, das auch bei mir ziemlich groß im inneren und äuußeren Raum steht (bloß es zum Fastenzeit-Projekt zu machen hab ich mich bislang nicht getraut, aber vielleicht wage ich es doch wenn ich weiß, hier sind so viele Verbündete unterwegs) - aber keine Tabea ist zu sehen! :-(

 

Hab ich was verpasst? Weiß jemand was?

 

Sorry fürs Reinplatzen... Die letzten Jahre war ich hier (im ehemaligen Lehrer*innenzimmer.... davon merkt man nix mehr, oder?) überwiegend zaungastend unterwegs, mal schauen, wie es diesmal wird.

Locken tut dieser Raum - nein, Ihr darin und Euer Austausch! - mich eigentlich immer, aber die Gefahr der zu langen Zeit am PC, weil's so viel und so intensiv ist und ich so sehr zu "ganz oder gar nicht" neige, hat bisher meist den Ausschlag für "(fast) gar nicht - jedenfalls schreibend" gegeben...

 

Für heute eine gute Nacht

wünscht Leah

Bee schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

wünsche ich Euch allen ...

Abi (mit Hundemädchen), Kathrin-Christine mit Frida, Renata, Sonnenschein, Nelle mit Dackelmädchen, Nachtigall (Du bist jetzt in Sicherheit - alles ist gut!), Judith, Noa, troldepus, Rafi (schön, dass ein Mann sich zu uns gesellt hat), Elisa-Marie und Leah ... Euch allen wünsche ich ein harmonisches Wochenende mit vielen Anlässen zum Lachen und wohl fühlen. Ich stelle eine Kanne dampfende Trinkschokolade auf den Tisch, gesüßt mit Dattel und aus Mandelmilch/Kakaopulver gemacht und mit einer Prise Liebe gewürzt. Lasst es Euch schmecken!

Bee

Elisa-Marie schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Bee,

 

danke für die Trinkschokolade! Ich trinke sie mit Genuss in Gedanken - Schokolade ist ja gerade nicht für mich. Wenn ich die Augen schließe, koste ich den sahnig-schokoladigen Geschmack. Mmmh lecker!

Unser Hund heißt Linus und begleitet uns schon 8 Jahre durch alle Wellen des Lebensmeeres. Die hohen, die tiefen, die strümischen, die seichten.

Mittlerweile zwickt beim Aufstehen schon etwas die Arthrose - doch angesichts eines Balles vergisst er alles und gebärdet sich wie ein Jüngling.

 

Kommt alle gut durch den Tag!

Elisa-Marie

Nelle schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Unsere Trine (so nenne ich mein Dackelchen oft) hat zwar keine Arthrose, aber ist - wie das halt so ist mit Dackeln - Bandscheibenvorfallgefährdet. Zwei hatte sie schon, den letzten Anfang letzten Jahres. Beim ersten Mal halfen noch Schmerzmittel und viel Bewegung, aber letztes Jahr musste sie unters Messer. Und als sie Anfang diesen Jahres wieder begann zu lahmen, habe ich ihr lauter kleine Spaziergänge verordnet und mein Mann hat die Infrarotlampe über ihren Rücken gehalten. Nach einer Woche war alles wieder gut, aber nun muss das arme Tier trotz Schietwetters immer wieder raus, um wenigstens eine kleine Runde zu drehen. Meist ist nach einer kurzen Weile aber auch egal, wie nass es ist. Obwohl sie, wenn sie wieder zu Hause ist, sich schüttelt und wie von der Tarantel gestochen durch die Wohnung wetzt. Und sie ist jetzt 9 Jahre alt, also nicht mehr jung, aber auch noch nicht alt - wie ich halt, gell? ;o)

Nelle schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ich habe mir auch vorgenommen, auszumisten. Denn nach Ostern werden wir ja umziehen ins neue Haus. Ich weiß nicht mehr, wer das fragte, aber ich habe keine neue Stelle, sondern "nur" ein neues Haus im selben Ort. Und das ist halt eine Dienstwohnung, in der ich wohnen muss. Also habe ich keine Wahl - ich muss umziehen. Was mir echt bevorsteht.

 

Also sollte ich tunlichst mal beginnen auszumisten. Aber mein innerer Schweinhund ist groß wie ein Nilpferd und legt sich immer mitten in die Zimmertür, so dass ich gar nicht erst hinein komme. Also mache ich dann doch lieber etwas anderes.

 

So ziel- und planlos auszusortieren könnte ich übrigens nicht, Abi. Ich bin geradezu struktursüchtig. Wahrscheinlich weil ich sonst so ein Chaot bin. Es sieht hier jedenfalls in fast jedem Raum ziemlich rummelig aus. Vor allem aber in meinem Arbeitszimmer. Gebe Gott, dass ich das im neuen Haus besser hinkriege!!!!

 

16 + 22 - wo ist mein Taschenrechner??

Rahel schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Leah,

die schlappohrige Gazelle ist umgezogen und kistet noch ziemlich vor sich hin. Ich gebe die Suchmeldung auf jeden Fall weiter!

 

 

Ich wollte das Forum eigentlich auch kurz halten, aber wahrscheinlich funktioniert das doch nicht, weil die Sehnsucht dann zu groß ist, die Zauberkanne mit Ingwer und Milch lockt, Judith warmes Brot mit Kruste hinstellt, Abis Regenbogenschimmer an den Wänden eigene Bilder hervorrufen, ich mich bei Nachtigall noch für allerschönste Hörbuchstunden mit der "englischen Freundin" und einem weiteren Buch der Autorin bedanken mag (DANKE! Es war großartig!)...

Allerdings ist mir mein Wandeln-Führer in meinem allgemeinen Chaos untergegangen, zwei hab ich verschenkt, meinen vermisse ich im Moment noch. Da tauche ich dann gleich mit einigen anderen von euch in mein Dauerthema des Ausmistens und Loslassens ein. Aber da die Reisetasche noch nicht gänzlich ausgepackt ist und an den offensichtlichen Stellen noch kein Erfolg zu verbuchen ist, muss ich mir aus den Beiträgen meinen eigenen Reim machen und gucken, wann und ob sich die Fastenzeit hier für mich zugänglich zeigt...

 

Ich purzel zurück in meinen analogen Alltag und lasse herzliche Grüße hier

Rahel

Leah schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

(Rahel und Leah... altes Testament...)

 

... für die Gazellen-Info. Ja, gern Grüße in die Kisterei!

(Hach, ich Meister-Schusseline hätte auch mal mailen können, aber nun ja... blöde alte Aufschieberitis... wenn man die so einfach fasten könnte....)

 

Schön, dass Du kurz aus Deinem analogen Alltag hier ins Forum gepurzelt bist!

Gutes Ankommen, schnellen Sieg über's Chaos nebst Finden des Wandeln-Büchleins und dann hoffentlich baldiges Wiederhierherpurzeln

wünscht Dir (und letzteres auch sich selbst)

Leah

troldepus schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Guten Abend Ihr Lieben,

 

hier stürmt es und der Regen peitscht gegen die Scheiben. Das ist unglaublich laut. Ich wundere mich immer über meine Fenster, sogar das defekte hält stand, lässt allerdings einiges an Wasser durch. Na ja, das neue ist in der Mache und wird sicher eines Tages eingebaut.

Liebe Nelle, ich vermute, dass es in Flensburg nicht besser ist und hoffe, Du kommst gut zu Bodo Wathge hin und zurück. Ich kenne ihn selbst nicht, aber mein jüngster Sohn schwärmt auch von ihm und seinen Konzerten.

Ich habe heute drei Konzertkarten bestellt, ein Konzert hier im Ort und zwei SHML im Sommer. Einmal Harfe und Kastanetten und einmal Quathof and friensds. Bin gespannt und die Vorfreude ist ja auch schon was wert.

 

Und planloses Aufräumen ist ein Privileg von Rentnerinnen, liebe Nelle. Noch ein Jahr, dann bin ich auch soweit.

 

Ich stelle jetzt noch warme Kichererbsensuppe auf den Tisch und nehme mir aus der Zauberkanne Hustentee.

 

Habt es gemütlich troldepus

Nelle schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ja, hier stürmt es auch gerade extrem - und der Regen peitscht gegen die Fenster. Sauwetter! Anders kann ich es nicht bezeichnen. Hilft aber auch nicht gegen das Wetter solche Bezeichnungen. Ach, was solls? Ich kanns nicht ändern, also hinnehmen und durch. Feddich.

 

Ich habe auch drei Karten vom SHMF, liebe troldepus: zwei davon für Konzerte auf Föhr :o))). Und davon eins für Montagsmittags zum Lunchkonzert - Himmel, wird das aufregend!

 

So, jetzt aber fertig machen und durch Wind und Wetter an die Förde.

Bodo Wartke ist einfach super - kann frau youtuben und sich kringelig lachen...

 

Habt es schön!

3 + 9 Kann ich!! :o))))

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Nun hat es mich auch erwischt!

Nein, nicht Corona ;) Aber die Löschfunktion:

So viel hatte ich geschrieben, auf Senden gedrückt, das Rechnen vergessen - alles verloren!

Und nun?

Alles noch einmal mag ich nicht.

Und doch möchte ich hier bei euch sein und ein paar Gedanken mit euch teilen.

Ich freue mich, dass Rahel und Lea nun auch da sind. Hallo, ihr Zwei!

Und ich weiß noch, dass du Hustentee brauchst, troldepus. Gute Besserung!

Es stürmt und regnet auch hier bei mir. Und meine Alte mag nicht vor die Tür. Es ist ihr 17. Jahr. Arthritis ist eine gute Bekannte, die bei jedem Schritt mitgeht.

Ach! Wir waren einmal zwei Waldläuferinnen, sie und ich.

So viel Vergangenheit.

 

Meine Tochter hat mir einen Aufsatz über das Staunen zu Weihnachten geschenkt. Und ich stelle fest, dass ich das Staunen ein wenig verlernt habe. Also übe ich es nun. Das geht tatsächlich. Ich sammle das Erstaunliche in meinem Alltag. Dazu gehört meine Alte, dass sie immer noch da ist, dass sie schmusen kommt und solche Freude am Futtern hat! Und ich selbst, dass ich alte Interessen beim Aufräumen entdecke, das Aufräumen Aufräumen sein lasse und stattdessen lese, lese, lese. Ja, bestimmt bin ich chaotisch. Das war ich immer schon. Und privilegiert, weil ich so sein kann. Und doch finde ich es gut, dass es so ist. Und auch das ist erstaunlich, denn ich stelle eigentlich hohe Ansprüche an mich selbst.

Wie geht es euch mit dem Staunen?

Findet ihr Erstaunliches? Findet ihr Wunder?

 

Ich wünsche euch wundervolle Träume!

Abi

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hundedamen und -herren mit diversen Problemchen und unbändiger Lebensfreude. Umzugskandidaten (ja, Nelle, ich hab im AF gefragt!) und Kistenauspacker. Hausgenossen chaotischer Ehemänner und Socken unter dem Tisch (könnte mich beömmeln bei der Vorstellung!). Heftchensucherinnen und Hörbuchliebhaberinnen. Eine Honigbiene. Hab ich wen vergessen?

 

Heute war bei uns Familientag mit Besuch eines Computermuseums. Hätte nicht gedacht, dass mich das so faszinieren könnte, wo ich doch mit der Computertechnik eher auf Kriegsfuß stehe! Rechenübungen mit diversen Hilfsmitteln aus mehreren Jahrhunderten - da war ich dann doch irgendwie „angefixt“...

 

Abends eine Nachricht einer lieben Freundin mit Einladung... ein guter, freundlicher, entspannter Tag!

 

In der Zauberkanne ist Thymiantee mit Honig für die Erkälteten unter euch - gute Besserung und pflegt euch gut!

 

Lg Nachtigall

 

 

troldepus schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Abi,

 

Staunen habe ich auch nicht verlernt, aber in Hektik und manchmal Ärger des Alltags geht es ziemlich unter.

Es sind oft die kleinen Dinge, wie Du es auch beschreibst, z. B., wenn ich einen Vogel singen höre und erstaunt bin wie ein solch kleines Körperchen von vielleicht 20 oder 25 Gramm solch laute Töne hervorbringen kann oder mit welcher Eleganz Schwalben ums Haus fliegen, mir fast über den Kopf und sich dennoch nicht am Dach stoßen, treffsicher durch kleine Fenster fliegen...

Und Altes wieder entdecken. Neulich saß in dem Gebäude, in dem ich arbeite, eine Gruppe älterer vorwiegend Damen, offensichtlich Teilnehmerinnen eines Zeichenkurses, die Skizzen anfertigten. Mir fiel ein, dass mich als kleines Kind die Kohlestifte meiner 9 Jahre älteren Schwester fasziniert hatten, ich sie aber nicht anrühren durfte. In der Schule wurde mein Interesse am Malen regelrecht zunichte gemacht. - Auch wenn Du es Dir nicht vorstellen magst, aber manchmal kann eine einzige Bemerkung eines Erwachsenen so etwas anrichten - Mit über 40 Jahren habe ich dann mal einen Zeichenkurs besucht und Spaß daran gehabt, aber auch festgestellt wie viel Zeit man investieren muss - und die hatte ich da nicht. Aber jetzt blüht das Interesse wieder auf... mal sehen, noch 12 Monate. Und natürlich habe ich den sympathischen Kursleiter gefragt, wo der Kurs angeboten wird .. bei einer Kirchengemeinde.

 

Momentan scheint hier die Sonne, aber von Westen ziehen schon wieder dicke Wolken auf. Und ich glaube nicht, das sie dieses mal an der Elbe Halt machen. Das passiert manchmal und lässt mich auch immer wieder staunen. Sicher ein erklärbares Phänomen, aber meine Klimatologiebücher werde ich deshalb nicht bemühen.

 

In der Zauberkanne ist frischer Kaffee, Milch und O-Saft stelle ich auch dazu.

 

Liebe Grüße

 

troldepus

troldepus schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

...solch schönes Wort.

 

Wie lange habe ich das nicht mehr gehört.

 

Danke Nachtigall!

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

habe ich auch erst vor kurzem mal aufgeschnappt, kannte ich vorher nicht. Passt aber manchmal einfach gut...

 

Schönen Sonntag!

Nachtigall

troldepus schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Nachtigall,

 

in meiner westfälischen Heimat ist das ein sehr gebräuchliches Wort...

Schön, von Dir daran erinnert zu werden. Auch wenn " sich kringelig lachen" ebenfalls ganz nett ist.

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ihr lieben Leute hier,

ich mag gerade mal einen Schluck Tee aus der Zauberkanne nehmen. Für mich ist es gerade duftender Good Morning Tea, köstlich!

Ach. Ja. Liebe Nachtigall, ich bin auch oft über mich selbst und das, was mich anfixt erstaunt.

Und über das Leben und...

Mein Fasten: Ich will ausräumen und sortieren, völlig chaotisch, wie hier schon richtig bemerkt wurde. Ohne Plan und Ziel. Einfach so. Weil ich privilegiert bin. Weil ich pensioniert bin.

Also räume ich. Ein Regal wird leer, der Inhalt stapelt sich im Arbeitszimmer auf dem Fußboden. Ich schaue ihn mir an. Entdecke "Jesus" von Küng. Lese. Lese. Lese.

 

Gott ist für mich eine nicht materielle Energie, eine große, universelle Kraft.

Und nun kommt Jesus. Ich kannte ihn früher schon mal.

Jesus war eine Person. Also ganz materiell und persönlich. Ein Mensch. Ich denke, ich schreibe - und finde in mir so eine Zwiespältigkeit. Seit so langer Zeit schon hadere ich mit der Kirche, ich kann sie nicht für mich annehmen und ich kann sie auch nicht endgültig lassen. Könnte ich durch die Kirche mehr innere Klarheit gewinnen in Bezug auf Jesus?

Ziellos dahintreibend mache ich mit mir selbst ab: Ich gehe mal wieder in die Kirche. Mal schauen.

Und gerate in einen Gottesdienst der ganz anderen Art. Jürgen Werth singt, spielt Gitarre, redet - und trifft mich. Ich sehe mein Leben, sehe die letzten Jahre, das schwere 2019. Ich begegne mir selbst. Und ich kann Abschied nehmen, loslassen. Ich habe noch nie zuvor weinend in einem Sonntagsgottesdienst gesessen. Doch diesmal schon.

Das ist alles sehr merkwürdig.

 

Liebe troldepus, was du vom Zeichnen schreibst, das kenne ich auch. Nun bin ich einem Kurs für Ausdrucksmalerei und das genieße ich sehr. Ich weiß, dass die Bemerkungen der Lehrer*innen oft sehr zerstörerisch wirken. Und das bedaure ich wirklich zutiefst.

 

"beömmeln" ist ein wunderschönes Wort aus meiner Kindheit. Danke für`s Erinnern.

 

Ich bin immer noch ein bisschen angerührt von dem, was ich heute erlebt habe und wünsche euch allen, dass ihr es schön habt.

Abi

Leah schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

... liebe Abi!

 

Das kenne ich auch: lange Zeit nicht in der Kirche gewesen, und dann doch wieder mal, warum auch immer... und etwas nimmt mich ein, nimmt mich mit, löst etwas (aus), und auch bei mir sind's dann oft Tränen.

Zwar häufiger in ganz schlichten Andachten oder Taizé-Gebeten als im Sonntagsgottesdienst (den schaffe ich viel seltener als ich das gern mal wieder ausprobieren würde, weil's mir einfach zu früh am Morgen ist...)

 

Möge es weiterwirken in Dir.

 

Ich schau' jetzt mal, wie andächtig ich es schaffe, meine Wäsche aufzuhängen, oder ob außer meiner immer mal wieder erneuerten Begeisterung für die tolle technische Errungenschaft der Waschmaschine, die mir stundenlanges Schrubben im Seifenwasser erspart, sonst noch etwas zum Staunen dabei auftaucht... :-)

 

Allein einen gesegneten Sonntag!

Leah

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Dankeschön ,dass du uns an deinem Erleben teilhaben lässt, liebe Abi. Vor ein paar Jahren war ich in Taizè, nur mal zu einer Andacht, weil wir in der Nähe Urlaub gemacht haben. Dort ging es mir so. Seit diesem Tag ahne ich, was mit dem Wort Herzhaut gemeint sein könnte. - Herrliche Worte und Wortschöpfungen hat unsere Sprache.

Ich wünsche euch allen einen gesegneten Sonntag. Liebe Grüße

 

Nelle schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

... das hört sich nach einem soooo schönen und tiefgehenden Erlebnis an. Wobei "schön" nicht im herkömmlichen Sinne verstanden sein will, sondern eher als wohltuendes Erfahren.

 

Ich hatte heute auch so ein schönes Erlebnis: ich besuchte einen Gottesdienst in der Kreisstadt zum Thema "Wir sind viele! Ein Zeichen setzen gegen Rassismus und Gewalt" - ja, wir waren viele! Und es waren Vertreter aus den muslimischen und jüdischen Gemeinden da, die mitgestaltend den Gottesdienst prägten. Es war wirklich ein großer zu Herzen gehender Appell an meine Zivilcourage und meinen Respekt vor dem Nächsten. Mit einer sehr intensiven Dialogpredigt des Ortspastors mit einer Publizistin. Die beiden haben den Predigttext zu Invokavit (die Versuchung Adams und Evas im Paradies) mit dem Artikel 1 des Grundgesetzes verbunden - das Ergebnis war wirklich beeindruckend.

 

So genieße ich nun den Rest des freien Sonntags und werde wohl gleich mit dem kurzbeinigen Hund hinaus in den Sturm gehen - wenn der Wind hinter die Ohren greift, dann sieht sie immer aus wie Dumbo, der fliegende Elefant... ;o))

Nelle schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

... sieht die Kreisstadt schon wieder lila aus - die Krokusse blühen schon sehr und werden wohl zum Krokusblütenfest am 20. - 22. März nicht mehr lila sein. Falls sich das jemand angucken will: Hacken in'n Teer!

Noa schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ach wie gerne würde ich die lila Kreisstadt sehen und das Meer!!! Ob ich das wohl schaffe dieses Jahr? Auch wenn das lila dann weg ist...

Zu schade, dass man die Predigt nicht nachlesen oder hören kann, Nelle.

 

Ach Abi, ich kann es mir gut vorstellen, an so einen Gottesdienst kann ich mich sehr gut erinnern. Gute Tränen sind das, befreiend, klärend. Ich freue mich für dich!

 

Zum Staunen ist es ja, was uns immer mal wieder so berührt, was unter die Herzhaut geht, uns im Innersten ergreift. Kostbare Momente sind das. So einen kleinen hatte ich letzte Woche. Da hat mich der Zwischenruf beim Halleluja herausgeholt aus einem Ärger und Ärger über den Ärger und überhaupt. Manchmal geht es ganz einfach so.

 

Den Jürgen Werth hab ich doch gleich mal gegoogelt. Den kannte ich nicht, aber es gefällt mir gut, was ich gehört habe. Was für tolle Gottesdienste ihr heute hattet, bei uns war nix besonderes, außer dem Hirtenwort des Bischofs.

 

Habt noch einen schönen Sonntag!

Noa

Habt einen schönen Sonntag noch

Bee schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hallo Ihr Lieben,

danke für alles, was Ihr heute geschrieben habt. Als evangelische Christin bin ich erzogen worden mit dem Gedanken, nur Jesus kann mich erretten. Natürlich hat sich mein Gottesverständnis im Laufe meines Lebens verändert.

Ich habe eine kleine Eule aus Wolle gehäkelt, ihr Augen und Ohren gemacht und sie wunderschön gestaltet. Jeden Morgen komme ich ins Wohnzimmer und begrüße meine kleine Eule. Ich stelle mir vor, sie würde zu mir sagen: "Ach Mama, ich bin ja soo sündhaft und schlecht!" Und ich würde ihr antworten: "Was erzählst du denn da für einen Quatsch. Ich habe dich doch gemacht. Du bist mein Geschöpf. Du bist geliebt, du bist geschützt und gesegnet. Du bist flawless, gorgeous und wunderbar. Und jetzt geh spielen!" - Und genauso stelle ich mir Gott vor. Dass meine göttliche Mutter (Gott als Frau) zu mir sagt "Du bist geliebt, geschützt und gesegnet, du bist flawless und jetzt geh spielen (mach dir keine Sorgen, lebe einfach)". Und dass ich mir dann die Tränen abwischen darf und leichten Herzens meinen Weg gehen darf, weil ich mich geliebt und angenommen weiß. - Und Jesus ist mein Bruder, ein wunderbarer Mensch. Aber für mich ist es nicht mehr das alleinige Tor zur Gnade Gottes. Weil Gott in mir ist.

Einen schönen Nachmittag Euch allen noch ...

Bee

Nelle schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

"Aber für mich ist es nicht mehr das alleinige Tor zur Gnade Gottes. Weil Gott in mir ist."

 

Ja, genau - finde ich auch. Wenngleich ich persönlich auch Jesus gern als meinen Herrn und Bruder ansehe. Den Menschen, der so tolle Sachen gesagt und getan hat, genau so sehr wie den Christus, den Sohn Gottes, der (so verstehe ich die Dreieinigkeit) eine Wesensart Gottes ist und immer und überall bei mir ist und - und das finde ich fast das wichtigste - mich so liebt, wie ich bin. Trotz oder gerade wegen aller Widerstände meinerseits.

 

Kryptisch, ich weiß. Aber irgendwie so ähnlich ist es gerade.

 

 

 

hihi - und der mir so leichte Rechenaufgaben schenkt wie 2 + 4 ;o))

Renata schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ihr Lieben hier, wow, das rührt mich an - die Kraft, die in Gottesdiensten/Andachten stecken kann...so kenne ich es auch.

Immer Neues gibt es zu entdecken bei den eigenen Fragen nach dem Glauben. Wie gut, wenn das eine große Weite haben darf!

 

Ansonsten kann ich wenig hier beitragen, nur einmal hereinschneien oder besser hereinwehen. Wobei es hier ganz nettes Wetter ist, ein Spaziergang war drin heute.

Insgesamt bin ich ziemlich k.o., hab zwei Wochenenden hintereinander gearbeitet und auch sonst nicht so viel "Luft", das haut ganz schön rein.

Und auch privat ist einiges los, morgen ein Krankenbesuch mit fast zweistündiger Autofahrt einfache Strecke.

 

Krokusblüten, das hört sich traumhaft an, Nelle!

Und die kleine Eule gefällt mir so sehr gut, und die Botschaft an sie, Bee: Du bist geliebt, geschützt und gesegnet, du bist flawless und jetzt geh spielen.

Das werde ich mir merken: Jetzt geh spielen!

 

Habt einen schönen Abend, alle hier!

Herzlich, Renata

 

 

troldepus schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Aus dem derzeit sonnigen Norden grüße ich Euch alle und wünsche Euch einen rundum guten Tag.

Ich stelle mal ein paar Mandarinen auf den Tisch und ein paar Nüsse dazu. Von dem leckeren Brot ist noch etwas da, also braucht es noch Butter und Marmelade, ein wenig Frischkäse...

 

Ich bin sehr froh, dass meine Ärztin mich eine Woche aus dem Verkehr gezogen hat. Jetzt, wo ich zur Ruhe komme, bemerke ich die Erschöpfung erst. Ich lasse es langsam angehen und puzzle so ein wenig vor mich hin. Papiere aufräumen und abheften - ich hasse das, mache ich ja im Büro ständig, aber wat mut dat mut -, vor mich hin träumen, Zeit für ein Telefonat mit Freundinnen, ein gutes Buch lesen. Es stehen Unmengen ungelsener Bücher in meinen Regalen...

 

Habt es gut

 

troldepus

Bee schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hallo Ihr Lieben,

troldepus: Pfleg' Dich schön und lass es Dir richtig gut ergehen. Danke für die Mandarinen und die Nüsse ...

 

an alle, die heute wieder berufstätig sind: eine gute, gesegnete Woche wünsche ich Euch allen. Lasst die Stimmung unseres Forums ein wenig einfließen in Euren Alltag ... das ist ein Stück heile (geschützte) Welt!

Ich (pensioniert) werde jetzt mit meinem Mann und unserer kleinen Cwtch (Bordercolliehündin) einen langen Spaziergang in der Sonne machen. Übrigens: "Cwtch" (ausgesprochen Kutsch) ist walisisch und heißt: knuddeln, kuscheln, lieb haben. Deshalb der seltsame Name!

Einen wunderschönen Tag Euch allen ...

Bee

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ich habe heute meinen ersten Arbeitstag auf einer neuen Stelle. Muss aber erst nach Mittag los. Ich freue mich, bin gespannt, auch etwas ängstlich und nervös.

 

Wird alles gut gehen? Werden die Öffis pünktlich und zuverlässig sein? Werde ich mich einigermaßen gescheit anstellen? Werde ich alles schnell genug begreifen? - und da isser wieder, der olle Perfektionismus, der immer will, dass ich ständig und überall alles richtig und noch besser mache...

 

Ich möchte wenigstens teilentspannt herangehen und heute abend mit einem guten Gefühl und Freude auf den nächsten Arbeitstag nach Hause kommen. ( Ist das zuviel verlangt?)

 

Ich stelle Ingwertee mit Honig hin, den ich jetzt auch ganz real trinke gegen ein kleines Kratzen im Hals. Hoffentlich nur die Aufregung!

 

Habt es schön!

Nachtigall

 

troldepus schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Nachtigall,

 

womit machst du Dich denn nun schon wieder verrückt. Am 1. Tag ist kennenlernen angesagt und der ganze Verwaltungskram.

Fehler machen gehört im Übrigen zu uns dazu.

Hoffentlich gefällt D I R der neue Arbeitsplatz! Nimm das ebenso ernst wie all Deine Gedanken darüber, was die anderen von Dir halten.

 

Alles Liebe und Gute!

troldepus

Elisa-Marie schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ich lausche und lausche und lausche - so schön und tief, anrührend und berührend, was ihr schreibt.

Haben sich die Stürme mittlerweile gelegt? Ist das eine oder andere Regal schon leer geworden? Seid ihr aus den daraus entstandenen Erinnerungen wieder aufgetaucht? Hat sich der Fastenkalender gefunden? Klingen Gottesdienste nach? Ist der erste Arbeitstag überstanden? "Wunderts" euch entgegen?

Das Wunder des Augenblicks.

Gestern fuhr ich unseren Sohn in die nächst größere Stadt, um den Fernbus zu erreichen. Die wellige Fahrbahn führte mitten durch ein Ried. Von rechts bog ein kleiner Weg ein. Da tauchte der kostbare Augenblick auf: ein wirklich alter Mann mit weißem Rauschbart auf dem Kutschbock des deutlich in die Jahre gekommenen Gefährts. Davor eine womöglich noch ältere Mähre gepannt, neben ihm - auch auf dem Kutschbock sitzend - sein vierpfotiger Begleiter. Hochaufgerichtet saß der Australien-Shepard-Mix und ließ sich den Wind um die Schnauze wehen. Das war so ein unglaublich schönes Bild von Zufriedenheit, Zusammengehörigkeit und jahrelangem Vertrauen.

Ich werde es noch lange im Herzen bewahren.

 

Dann treibt mich noch etwas um. Die Weisheit sagt: Was machst du dir Sorgen, geh hinaus spielen..." (oder so ähnlich). Für mich verzeiht Gott auch, liebt und hält uns. Doch verzeiht er alles? Alles ohne Kommentar? Wischt er alle Schuld mit einem Satz fort? Auch das, was - zumindest nach menschlichem Ermessen - nicht zu ent-schulden ist? Was sagt er zu dem Täter von Hanau, zu Menschen, die Kinder missbrauchen, die Frauen entwürdigen? Was zu den Schergen des Holocaust, zu Mafiabossen und ihren Handlangern? Was? Ich weiß, TäterInnen waren häufig zuerst Opfer. Doch ist diese "Erklärung" nicht zu "einfach"? Hat nicht jeder und jede von eine Wahl?

 

Puh. Sorry für die Schwere, die ich gerade hierher trage.

Elisa-Marie

Leah schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Elisa-Marie,

ja, puh! Aber aus meiner Sicht keien Entschuldigung nötig, wir sind ja hier keine Heile-Welt-Insel-der-Seligen unter Ausblendung aller schwierigen Themen, die nun mal zum Leben gehören.

 

Was Du aufwirst, das sind für mich weniger schwere als (schwerge)WICHTIGE Fragen und ich finde es völlig ok, sie hier neben der Kanne mit dem heißen Ingwertee (und irgendwas feindes steht sicher auch grad daneben, bin da allerdings nicht so kreativ grad...) mal ein wenig auf dem großen stabilen Tisch auszubreiten. Das hält der aus, möchte ich meinen.

 

Für mich persönlich und ich glaube, auch theologisch zumindest im Judentum und im Christentum (mit den anderen kenn' ich mich zuwenig aus) ist es ein gewaltiger Unterschied, ob ein Fehler, ein Vergehen, ein Verbrechen gar, bereut wird und ob dann auch ehrlichen aufrichtigen Herzens Vergebung erbeten und sich um Wiedergutmachung und/oder jedenfalls Besserung bemüht wird, oder nicht.

 

Mit anderen Worten: ich hoffe sehr, dass alle, die wider besseren Wissens Unrecht tun und es für Recht halten, oder sich herauswinden und anderen die Schuld zuzuschieben versuchen (oft bei Missbrauch der Fall, z.B.), in der Hölle schmoren (werden). Falls es eine Hölle gibt....

Also z.B. alle, die einen IQ im Normbereich haben und eine etwa durchschnittliche psychische Gesundheit sowie Freund*innen, die sich um sie bemühen, aber trotzdem die AfD wählen bzw. unterstützen, oder gar schlimmere Parteien und Gruppierungen.

(Und - Querverbindung zum "Kirche gegen Rechts"-Pfad: ich würde mir sehr wünschen, dass das auch so oder ähnlich hin und wieder mal von der einen oder anderen Kanzel angedeutet wird, dass das Reich Gottes von unbelehrbaren Menschenfeinden nicht so ohne weiteres betreten werden kann.)

 

Ui, das klingt verflixt selbstgerecht und besserwisserisch und vielleicht sogar schein-heilig? Weiß nicht... Aber hey, die göttliche Gnade und Vergebungsbereitschaft ist doch kein Freibrief für Sünde ohne Reue!

 

Aber ehrlich gesagt bin ich meist ganz froh, dass ich mich zwar mit solchen Gedanken zuweilen bisserl trösten kann, wenn das Unrecht mal wieder gar zu schreiend ist (und dann auch noch im Namen z.B. des "christlichen Abendlands", was auch immer das sein soll..), dass ich aber die Entscheidungen, wem Vergebung zuteil wird und wem nicht, gar nicht zu treffen habe, sondern sie dem Großen Richter überlassen kann. Und dass ich einen ganz und gar untheologischen Beruf habe und nicht zuständig bin für Beichte, Seelsorge und kluge Worte von Kanzeln zu diesem Thema, also keine theologische Autorität darstellen muss.

 

Ach ja, und ich glaube, dass wir in der Welt durchaus strafen müssen, wenn Verbrechen begangen werden, und dass es ziemlich strenge Regeln für Begnadigungen und neue Chancen geben muss bei wirklichen schlimmen Taten. Was dann in einem etwaigen Jenseits mit der Seele der Person geschieht, ist ja eh nicht von uns zu entscheiden, und vielleicht ist das ganz gut so...

 

Hm - soweit mal grad meine sponanen Gedanken dazu. Jetzt muss ich weiter arbeiten und bin gespannt, wie Ihr anderen das alles seht.

 

Leah

Renata schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Einen guten Morgen allen hier! In der Zauberkanne ist für mich Milchkaffee, auf dem Tisch stehen Croissants, Frühstücksei, Marmelade...hmmmm!

Real geht gerade nichts davon, weil mich ein Infekt erwischt hat und mein Magen etwas verrückt spielt. Diese Woche bin ich krank geschrieben, ganz ohne schlechtes Gewissen. Töchterlein hat auch eine starke Erkältung, und aus alter Tradition haben wir gestern gemeinsam "Sissi" angesehen - herrlich!

 

Wie war dein erster Arbeitstag, Nachtigall?

 

Danke für das Bild mit dem Kutscher, Elisa-Marie!

 

Schuld und Vergebung. Ein schweres Thema. Ich habe mir immer vorgestellt, dass das Gericht darin besteht, dass man schmerzhaft die eigene Schuld erkennt. Das ist allerdings kein beruhigender Gedanke - schon alleine, dass ich hier sitze wie die Made im Speck und sich an der griechischen Grenze gerade Dramen abspielen...

Auf jeden Fall: Reue gehört dazu. Kein einfaches: ist schon nicht so schlimm. Ob das bei den oben beschriebenen Taten genügt? Den Schmerz, den man verursacht hat, wirklich selbst zu spüren?

 

Kommt gut in den Tag!

Herzlich, Renata

Bee schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Nachtigall, einen wunderschönen Arbeitstag für Dich ... mit vielen netten Kollegen wünsch ich Dir!

Liebe troldepus, Du bist eine tolle Motiviererin und hast ein goldenes Herz ...

Liebe Elisa-Marie und Leah, Ihr habt gestern so ernste und grundlegende Fragen gestellt, denen wir uns alle stellen sollten. Danke dafür!

Mein Thema in dieser Fastenzeit sind die Tierrechte. Auch wenn ich auf Fleisch und Eier verzichte (kein Problem seit Jahren), jetzt auch von der Milch, Joghurt und Kefir Abschied nehme, bleibe ich immer noch an Butter und Käse hängen... Wenn man weiß, wie die Milchwirtschaft abläuft, die Kühe ausgebeutet werden, nur um unseren Gustos Willen ... vergeht mir der Appetit. Und wenn ich mich jetzt genauer damit beschäftige, stolpere ich über Honig, Wolle, Leder, Kashmir ... und Gewissensfragen tun sich auf. Wenn ich um all das Leid der Tiere weiß, kann ich dann trotzdem weiter machen und konsumieren wie bisher - oder mache ich mich als Wissender jetzt zur Täterin? Wo macht sich der Mensch die Erde Untertan und wo beute ich meine Mitgeschöpfe Gottes aus? Diese Fragen treiben mich in diesen Tagen um ... und verfolgen mich auch im Schlaf. Wie kann ich meinen Hund von Herzen lieben und zusehen, wie einem anderen Tier Gewalt angetan wird - und ohne Konsequenz Teil des Systems sein?

Ich wünsche Euch allein einen guten, gesegneten Tag. Ich stelle wieder eine Kanne mit heißer Schokolade auf den Tisch (Mandelmilch, Kakaopulver). Seelenfood pur!

Bee

 

troldepus schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Bee, nun übertreibe mal nicht. Aber trotzdem Danke für das Kompliment.

 

Ich verstehe gut, dass Dir die Massentierhaltung böse aufstößt, mir auch. Ich bin selbst in landwirtschaftlichem Umfeld aufgewachsen, das sah in den 50er und 60er Jahren noch ganz anders aus.

Aber: eigentlich ist der menschliche Körper sowohl auf pflanzliche wie auch auf tierische Nahrung angewiesen. Insofern scheint mir eine vegane Ernährung nicht sehr sinnvoll. Zudem muss man unglaublich vieles beachten, wenn man nicht in eine Mangelernährung rutschen will. Also z. B., es gibt viele sehr proteinhaltige Pflanzen. In der Regel setzen sich deren Proteine aber nicht aus allen 20 Aminosäuren zusammen, so dass Du dass Essen so zusammenstellen musst, dass Du auf die 20 Aminosären kommst, denn sonst kannst Du kein eigenes Protein aufbauen. Bei vegetarischer Ernährung verzichtest Du ja nicht auf Milch, Sahne etc.

Außerdem gibt es ja schon Landwirte, die Tiere artgerechter halten, manchmal auch ohne ein Biosiegel. Da dürfen sich Schweine im Schlamm suhlen und Hühner auf der Wiese laufen. Ich erfreue mich jedes Jahr an einer Kuhherde, die den ganzen Sommer auf einer benachbarten riesigen Wiese verbringt. Im Frühjahr kommen sie nach und nach an, immer mir einem Kalb dabei.

Ich denke, es wäre wichtig, dass wir von Massentierhaltung und Tierquälerei weg kommen. Das heißt dann für alle weniger konsumieren und die Erzeuger auch anständig zu bezahlen. Leider haben da ein paar Großkonzerne viel zu viel Macht und "Geiz ist geil" gilt wohl nach wie vor bei vielen Menschen.

Dabei vergesse ich nicht, dass es auch viele gibt, die nur über wenig Geld verfügen und sich diesen Luxus gar nicht leisten können.

Das alles ist ein ganz großes Thema, denn Ausbeutung von Mensch und Tier ist weltweit noch immer in großem Umfang der Fall. Machstreben und Gier mögen die Antriebe sein.

Ich denke immer, in welch goldener Zeit und Gegend bin ich doch aufgewachsen, kein Krieg, kein Hunger, in der Jugend voller Ideale und Hoffnung auf eine bessere Welt, begnadet einfach. Wie wird es für unsere Kinder und Enkel wohl werden. Mag ich nicht drüber nachdenken...

So, nun bin auch ich auf schwere Gedanken gekommen.

 

Danke, Renata fürs Frühstück und allen einen guten Tag

 

troldepus

 

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Schuld,

was für ein Thema zu meinem Morgenkaffee. Ich glaube nicht an Schuld, jedenfalls nicht in dem Sinn, in dem mir der Begriff häufig begegnet. Dieses: „Du bist Schuld. Du musst gestraft werden.“ Diese Suche nach dem/der Schuldigen.

Ich finde in jeder bösen Tat eine andere böse Tat.

Und bin selbst nicht frei von bösen Taten.

Der Mann, der in Hanau geschossen hat – hinter ihm stehen so viele Worte von Hass, Ausgrenzung, Gewalt, Missachtung und Nichtverstehen.

Schuld wird von einem Menschen zum anderen gewiesen. Und verhindert, dass ein/e Jede ihren eigenen Anteil sieht.

Wir leben in einer Welt von Gut und Böse. Und haben alle alles in uns.

Wir KÖNNEN das Böse besiegen – in uns und damit auch im anderen.

Ich wünsche nicht, dass irgendjemand in der Hölle schmort. Nein.

Vergebung bedeutet für mich, dass wir gelöst sind von Gut/Böse. Dass wir eins werden, wieder zurück finden in die liebende Mitte. In die Ganzheit.

Je mehr uns Vergebung gelingt, je mehr werden wir schon in dieser Welt das Reich Gottes haben, in dem es das Böse nicht gibt.

Denn Gott richtet die Lebenden und die Toten.

Ich hatte einen alten Onkel, der mir wie ein Opa war. Wenn mein Fahrrad kaputt war, hat er gesagt: „Stell es mir in den Schuppen. Ich werde es richten.“ Und das tat er. Er fand die undichte Stelle im Schlauch, die fehlende Schraube, rückte das klappernde Blech zurecht. Er war der Richter des Zerstörten, Zerbrochenen. Und fügte Heiles und Zerstörtes wieder zusammen. Zu einem Ganzen.

So stelle ich mir Gottes Gericht und die Vergebung vor.

Bei Gott ist alles vergeben, gerichtet, heil und ganz.

Ich fürchte nicht, im Reich Gottes dem Bösen zu begegnen. Denn dort ist das Böse nicht böse, das Gute nicht gut. Dort ist Heil. Liebe.

Indem wir Schuld geben, weisen wir Einzelnen alle Verantwortung für ihre Taten zu. Doch das ist nicht die Wahrheit. Das Böse wächst in einem Raum der Missgunst, der Negativität, der menschlichen Härte, des Hasses. Und diesen Raum nähren wir alle immer wieder.

Weil wir in einer Welt von Gut und Böse leben. In einer zerbrochenen, zwiegespaltenen Welt.

Soll dann ein Täter nicht gestraft werden?

Ich habe einmal im Knast unterrichtet. Freundlichkeit und Hilfe hat dort Wunder gewirkt. Strafe und Härte hat in das Böse zurück geführt.

Niemals darf gutgeheißen werden, was böse ist. Wir müssen in unserer Welt einen Weg des Umgangs finden.

Das, was zum Beispiel in Hanau geschehen ist, ist böse. Ich habe keine Toleranz für Ausgrenzung, Rassismus und nationalsozialistisches Gedankengut. Ich setze diesem ein Nein entgegen. Wir leben in einer Welt, in der es Verbrechen gibt. Doch wir strafen die einen und lassen die anderen ihre bösen Gedanken weiter verbreiten. Auch das ist keine Lösung.

Ich habe keine Lösung, nur Angst und Sorge um das, was da geschieht.

In dieser Welt müssen wir einen Umgang, eine Lösung finden.

Doch Gottes Vergebung ist gewiss. Wir finden in Gott – diese unfassbar große und unvorstellbare Kraft – hinein. Durch Jesus,der von Liebe und Vergebung spricht.

Ich versuche wirklich, zu verstehen und zu erklären, was mein Glaube ist.

Ich will nicht, dass Menschen aus der Verantwortung entlassen werden.

Doch ich glaube, dass in Gottes Reich alles gerichtet und heil ist. Alles und jeder Mensch wieder ganz und gar im Frieden und in der Liebe. Herausgelöst aus der Gespaltenheit von Gut und Böse.

Dass auch ich gerichtet werde. Und wieder ganz sein werde. Aufgenommen in die unendliche Einheit, die Gott für mich ist.

 

Nun höre ich auf. Ich will nicht schwülstig klingen. So bin ich gar nicht.

Habt es schön

Abi

 

 

Die aus dem Sommernachtstraum schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe(r) Troldepus, danke für deinen Beitrag - das Thema hat soviele Aspekte!

Aber egal aus welcher Perspektive man draufschaut - ich bin oft entsetzt von der Überheblichkeit mancher Ernährungsfanatiker, die mit ihrer Einseitigkeit und ihrem Fanatismus blindlings auf die Tricks und rein finanziell gesteuerten Impulse der Nahrungsmittelindustrie reinfallen; die sich im sowohl wirtschaftlich als auch klimatisch reich gesegneten Mitteleuropa erlauben, ihren Körper mit völliger einseitiger und nutzloser Ernährung mehr zu schädigen als ihm zu nutzen.

Gerne würde ich sie mal nach Afrika oder in die ärmsten Gebiete von Bangladesh schicken, wo die Menschen gezwungenermaßen "vegan" sind und zusehen müssen, wie ihre mangelernährten Kinder sterben.

Sicher sind wir in der Verantwortung, gegen übermäßige Gentechnik, Massentierhaltung, usw.usw. vorzugehen, aber hier eine Industrie mit einem solchen Verhalten zu fördern, während in armen Ländern noch Hunger herrscht, das ist schon sündhaft.

 

Alles Gute für euch!

Die aus dem Sommernachtstraum

 

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Sommernachtstraum,

ich wundere mich, wieviel Ärger es auslösen kann, wenn sich jemand anders ernährt als gewohnt.

Liebe troldepus, wir sind eine große Familie, teils vegan, teils vegetarisch, einer isst seit 62 Jahren Fleisch. Er ist der einzige, bei dem die jährliche Untersuchung einen eklatanten Vitamin B12 Mangel festgestellt hat. Unsere Veganer haben die besten Werte. Ich habe früher sehr um diese Ernährungsfragen gerungen. Mittlerweile wünsche ich mir wenigstens in diesem Bereich Frieden. In unserer Familie klappt das gut.

Liebe Grüße

Abi

 

Rahel schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ihr Lieben hier im Herzenszimmer,

 

beim Lesen gestern habt ihr viel angestoßen, liebe Leah, liebe Elisa-Marie.

Und ich hab mich an die Vorstellung der leeren Hölle erinnert (war Karl Barth da der erste, der so gedacht hat?).

Es ist so menschlich, sich Gerechtigkeit zu wünschen angesichts vielfacher irdischer Ungerechtigkeit, wenn schon nicht hier, dann doch bitteschön im Jenseits. Aber vermutlich sind unsere Vorstellungen davon dann ebenfalls sehr menschlich.

Illusionen loslassen, meine eigene Schuldhaftigkeit im Blick behalten, Schuld nicht banalisieren, aber die Hölle dabei nicht als Drohung auffassen, sondern als etwas, das uns dazu bringen soll, unser Leben auf Gemeinschaft, Liebe, Heilung hin auszurichten...

Will Gott den Tod des Sünders? Wird er dafür Mensch, geht in den Tod? Oder geht keiner verloren, werden schlussendlich doch alle von seiner Auferstehung erfasst?

 

Und diese Fastenzeit eben auch als (Neu-)Ausichtung unseres Lebens hin auf Heilung, Gemeinschaft, Dienst an der Schöpfung verstehen. Das möchte ich und erscheint eben doch so groß.

Aus dem Predigtkorb am Sonntag, der mir einerseits eine große Fülle beschert hat, andererseits schon wieder zu entgleiten droht: das Hungertuch hängt hinter dem Altar, und jetzt stellen sich die daran gehängten Worte nicht mehr exakt ein (Wo ist der zerknirscht guckenden Emoji?!?)

Es geht um die 40 Tage als geschenkte Zeit, damit die Welt Heil(ung) erfahren kann. Eingeprägt hat sich der Gedanke, dass nicht der Mensch die Krone der Schöpfung ist, sondern der Schabbat, wir dem Kunst- (und auch Hand-)Werk von Gottes Schöpfung als Teil ihrer selbst dienen, den großen Zusammenhang in den Blick nehmen sollen. Und darum, wie die sieben Todsünden unsere Sicht und unseren Weg dahin unterbrechen.

 

Sonntag hat sich mein Fastenführer wieder eingefunden, jetzt gilt es wieder, den festen Platz im Alltag zu finden, um den Impuslen Raum zu geben

In Gedanken bei einem Schüler, der auf sein Corona-Textergebnis wartet, Schreibtischen und versuchen, in meiner Mitte zu bleiben (oder mich immer wieder zumindest zu platzieren, egal wie schnell ich daraus wieder wechwitsche...)

Ruhiges Durchschnaufen den Kranken, wunder-volle Wege auf zwei Beinen womöglich mit den Vierbeinern an der Seite wünscht herzlich

Rahel

 

troldepus schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Abi,

 

ich kann da gut jeden sein lassen wie er sich entscheidet. Darum streite ich nicht. Aber ich denke, man sollte auf jeden Fall wissen, was man tut. Und da Du selbst mal vegan gegessen hast - oder erinnere ich das falsch - weißt Du wie viel da zu beachten ist. Ich denke, dass das nicht jedem klar ist, der da gerade auf dieses Pferd springt. Und ich mag es nicht, wenn jemand seine eigene Entscheidung mit missionarischen Eifer vor sich her trägt, dann hat es für mich etwas Pseudoreligiöses/Sektiererisches. (Womit ich nicht Dich meine, damit Du das richtig verstehst.)

Und klar gibt es auch "Allesesser" mit Mangelerscheinungen, die essen nämlich eben nicht alles.

Und was sich die Lebensmittelindustrie alles so einfallen lässt, da stehen mir dann manchmal die Haare zu Berge. Wenn auf Ziegenkäse dick drauf steht, dass der glutenfrei ist, na, welch Wunder! Wenn vegane Würstchen verkauft werden, wieso heißen die dann Würstchen? Die Reihe lässt sich endlos erweitern. Solche Leuteverdummdeubelung nervt mich. Es wäre wohl mal an der Zeit, dass Ernährungslehre wieder Unterrichtsfach wird.

 

Liebe Grüße

 

troldepus

 

Bee schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Gerade hab' ich gelesen, dass die Amerikaner heute "I-want-you-to-be-happy-Day" begehen. Und das hat mich wieder daran erinnert, dass wir alle doch das Gleiche wollen: glücklich sein und einen anderen Menschen glücklich machen. Und oft sind es ja die kleinen Gesten, ein Lächeln, die leichte Berührung und ein einfaches "danke", das uns glücklich macht. Und bevor der Tag sich dem Ende zu neigt, wünsche ich Euch allen einen "Happy day". Eine Kanne Kaffee steht auf dem gemeinsamen Tisch ... Kaffeeduft ... macht auch irgendwie glücklich ...

Bee

Elisa-Marie schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Wenn ich durchs Internetkabel kriechen könnte - und es euch natürlich recht wäre - würde ich sehr gerne jede einzelne von euch ganz sacht und doch innig umarmen!

Danke für all eure Kommentare zu Schuld und Vergebung. Über das Gute und Böse in uns. Über das "Ich richte es dir."

Ich mag etwas sehr persönliches Erzählen. Mein Vater ist vor nunmehr fast 12 Jahren an Lebertumor gestorben. Ein schwieriges Leben. Eines von elf ungeliebten Kindern, da die Mutter den Vater nicht liebte. Ihn heiraten musste, um den Hof zu erhalten, weil alle Brüder im ersten Weltkrieg gefallen waren. Keine Liebe empfangen. Schmächtiges Kind. Gott sei Dank auch schmächtig, um als Jugendlicher im Volkssturm als Kanonenfutter zu dienen. Schon mit 14 Jahren in die Bäckerlehre. Keinen Mut, der wurde Zuhause ja immer kleingeschlagen, um sich gegen cholerischen Vorgesetzten zu wehren. Meine Mutter gefunden. Eine starke Frau mit viel Resilienz trotz Kindheit in Armut. Doch ihre Kraft reichte nicht aus, ihn vor dem Alkohol zu retten. Gehen war keine Option - "bis der Tod euch scheidet". Das nahm diese Generation ernst. Bitter ernst. Ihre beiden Kinder waren ihr Glück. Alle Liebe floss dahin, alle Hoffnung. Schön und doch auch eine Last, für das Glück der Mutter verantwortlich zu sein, den Ehemann zu ersetzen.

Irgendwann forderte der Alkohol seinen Preis. Krebs. Und da geschah das Wunder, das ich bis heute noch nicht ganz begreifen kann. Er trank von einem Tag auf den anderen nichts mehr. Keinen Tropfen. Selbst die Zigaretten waren tabu. Meinen Eltern wurden noch zwei gute Jahre geschenkt. Besser als all die Jahre zuvor. Als das Ende näher rückte, fragte meine Mutter, ob er denn Angst vor dem Sterben hätte.

Elisa-Marie schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Forsetzung

Er sagt nur: " Noi, i bin scho gricht." (Nein, ich bin schon gerichtet bzw. bereit oder bereitet worden.)

Einen Tag bevor er starb, träumte er. Und er erzählte diesen Traum - sehr merkwürdig, denn viele Worte waren nicht so sein Ding.

"Ich träumte, ich stehe auf unserem Hausdach und dort steht eine Leiter, die bis in den Himmel reicht."

Vielleicht werden wir - im positiven Sinne - alle gerichtet. Ob noch zu Erdzeiten oder unmittelbar nach dem Tod. Und dann, dann steht uns der Himmel offen......

 

Elisa-Marie

Leah schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Abi,

Danke für Deine ausführliche Schilderung. Ich lese sie gern, finde Dich in der Summe angenehm differenziert und klar und absolut nicht schwülstig.

Tatsächlich finde ich in Teilen auch eigene Sehnsüchte darin wieder und freu' mich für Dich, dass Du da an möglicherweise wesentlichen Stellen offenbar schon um einiges weiter bist als ich.

Falls ich je so weit kommen kann... denn gleichzeitig zum obigen spüre ich eben auch manchmal die Zweifel, ob ich dahin, wo Du bist, wirklich will...

Momentan sind angesichts der aktuellen Situation(en) meine Trauer, Zorn und Ängste zu groß, die eben leider, auch wenn ich's gar nicht will, auch mir zuweilen das Herz und den Geist ver-eng-en.

 

Immerhin sehe ich's zuweilen, wo ich ver-äng-stigt denke und fühle. Engführung kann Genauigkeit begünstigen, Klarheit, aber auch Begrenztheit im Sinne von Beschränktheit. Ändern kann (und will?) ich es grad nur selten, vor allem nicht angesichts von Menschen, die vollkommen ohne eigenen Anteil um sinn- und grundlos niedergeschossene Menschen trauern, zum Beispiel. Da ist für mich einfach noch ganz lang nix aufgehoben irgendwo, da ist Gott nur erschreckend fern und ich empfände die Aufforderung, in die Weite zu gehen um die Angst zu mindern, geradezu zynisch.

 

Aber/Und: ich geb' Dir völlig Recht, einen Umgang müssen wir halt doch irgendwie finden, hier auf Erden...

 

Mit kleinem Seufzer angesichts des vor mir liegenden Schreibtisches wende ich mich jetzt wieder von diesen weltbewegenden Themen meinem kleinen Arbeitsalltag zu. Eine Stunde noch, dann darf/kann/will/werde ich (hoffentlich!!!) fertig sein. Mit Schokolade wär's leichter (bilde ich mir ein), aber die ist grad tabu, und das ist gut so.

Müde, aber herzlich, grüßt

die Leah

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ich schleiche mal leise rein und setze mich in den Schaukelstuhl. Im Kamin ist noch etwas Glut, er strahlt eine schöne Wärme ab.

 

Meine ersten beiden Arbeitstage habe ich überstanden und mir geht es bisher gut damit. Mein Gehirn läuft auf Hochtouren, mir schwirrt der Kopf, aber die Kollegin, mit der ich gerade Dienst habe, zeigt und erklärt mir alles gut, so dass ich trotz allem immer wieder Land sehe. Und Spaß macht es auch noch... möge es so bleiben!

 

Hier sind ja einige Diskussionen entbrannt...Ernährungsfragen, ja, da können die Emotionen schon mal hochkochen. Das beobachte ich in letzter Zeit zunehmend. Da erhält die Ernährung schnell mal den Touch einer Religion. Dabei ist es doch einfach das Zuführen lebenswichtiger Bausteine für unseren Körper, den Geist und das Immunsystem - und nicht zuletzt für die Seele! Es geht um Genuss, Geruch, Geschmack, den Klang, den ein bestimmtes Lebensmittel beim Zubereiten oder Zerbeißen erzeugt, das Mundgefühl, das Gefühl nach dem Essen, das eine Speise hinterlässt... und dann habe ich aber so oft ein schlechtes Gewissen ob der vielen kursierenden und sich widersprechenden Ernährungsregeln und -erkenntnisse, dass es mir den Appetit verschlägt. Nö, das ist doof!

 

Ich will mich jetzt gar nicht in allzu lange Statements versteigen, dazu ist es heute zu spät. Ich wünsche allen eine geruhsame Nacht und schöne Träume! Bis morgen!

 

Nachtigall

Elisa-Marie schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Guten Morgen alle zusammen!

 

Es warten drei proppevolle Tage auf mich und so will euch noch schnell eine Kanne Ingwertee, eine Schüssel Obst und ganz viel klare Morgenluft hier lassen.

 

Irgendwer hat einmal so oder so ähnlich geschrieben:"Es ist ein Trugschluss zu glauben, ganz ohne Schuld leben zu können."

Ich glaube, darin steckt viel Wahres......

 

Habt es gut!

Elisa-Marie

 

PS. Auf der heutigen "Wandeln"-Seite möchte die Schreiberin mit Gott einen Kaffee trinken gehen und sie hofft, er möge ihr dabei das Du anbieten. Welch schöner Gedanke!

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ich stelle die Zauberkanne her, sie ist voller Genuss und Wohltat. Nehmt euch einfach, was ihr braucht.

Ich komme gerade von der ersten Hunderunde, früh war das heute Morgen! Die alte Dame wird wunderlich und leider auch inkontinent. Das sind die unerfreulichen Seiten des Alterns. Die Tierärztin spricht vom Einschläfern, vor allem, weil ich manchmal nun auch nachts mit ihr raus muss, selbst dann nicht schlafen kann und mich erschöpft und müde fühle. Aber das kann ich nicht. Die Alte ist wie eine Freundin. Und nun gehen wir durch diese letzte Zeit, das gehört einfach dazu.

Noch ist es draußen trüb und grau. Ich habe gelesen, was ihr geschrieben habt.

Liebe Elisa Marie, ich habe lange über das Gottesgericht und das Richten Gottes nachgedacht. Und nachdem ich in der letzten Zeit so oft auf Jesus und damit auf das Bild des liebenden Gottes gestoßen bin, konnte ich diese Drohung des Richtens der Lebenden und der Toten nicht mehr verstehen. Und dann kam dieser Satz aus der Vergangenheit: "Ich richte es dir." Und auch so, wie dein Vater es gesagt hat: Gerichtet sein, im Sinne von " hergerichtet, aufgerichtet" Also auch wieder zurecht gerückt sein, im rechten Licht sein. Das ist für mich eine sehr frohe Botschaft.

Was du von deinem Vater erzählst, rührt mich sehr.

 

Liebe Leah, ob ich weiter bin? Ob das erstrebenswert ist?

Ich kenne durchaus Wut und Zorn. Und weiß nicht, was ich täte, wenn ich den Tätern solcher Taten begegnen würde. Auf keinen Fall möchte ich zynisch wirken, meine Worte oben waren sehr echt gemeint. In der Begegnung mit den Opfern kenne ich als Reaktion nichts anderes als Mitgefühl. Und das hilft wohl auch nicht, angesichts einer solchen Tat.

 

Liebe Rahel, dass keiner verloren geht, das glaube ich. Dass Gott all- einig ist, alles eint und zusammen fügt was hier zerbrochen ist.

 

Liebe Nachtigall,ich freue mich so sehr mit dir über den guten Start am neuen Arbeitsplatz. Dass es auch anstrengend ist, das glaube ich wohl. Ich denke, in der Kanne findet sich auch ein Tässchen Frauenpower Tee, der war in den 80er Jahren sehr beliebt. Und lecker!

 

Liebe troldepus, ich habe einige Zeit vegan gegessen, jetzt ist es eher vegetarisch. Allerdings mit veganen Zügen, weil ich so dies und das aus gesundheitlichen Gründen nicht essen soll. Insgesamt kann ich nach jahrzehntelanger Erfahrung sagen, dass ich noch nie von Veganern irgendwelche Kommentare gehört habe, wenn ich Milchprodukte bestellt habe. Und schon häufig von Fleischessern kritisiert, belehrt oder als Spinnerin bezeichnet wurde, wenn sie merken, dass ich vegetarisch esse.

Darüber, was gesund und ungesund ist, welche Nährstoffe in welcher Zusammensetzung gebraucht werden oder auch nicht, weiß in meiner Umgebung niemand so gut bescheid wie die Veganer. Sie sind auf jeden Fall besser ernährt als all diejenigen, deren tägliches Mahl aus der Dose oder von McDoof kommt.

Insgesamt habe ich immer mehr den Wunsch, das Essen möge schmecken. So, wie du es schreibst, Nachtigall: ein sinnlicher Genuss.

Ich kann nichts genießen, was geblutet und geschrien hat oder vollkommen schöpfugsverachtend nicht als Lebewesen, sondern als fühlloses Etwas gezeugt, gehalten, getötet wurde.

 

Liebe Bee, was für ein Tag war das gestern? I want you to be happy?

Das ist toll.

Das behalte ich einfach für jeden Tag als Motto:

Möget ihr glücklich sein. Mögen alle Wesen glücklich sein.

Abi

 

 

Renata schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Einen guten Morgen auch von mir!

Liebe Elisa-Marie, Danke für deine Geschichte. "Gerichtet" in seinen beiden Bedeutungen, das werde ich mir merken.

Das hattest du, Abi, mit deiner Fahrrad-Geschichte ja auch schon erzählt - und noch viel mehr drumrum. Deinen Post habe ich mir rauskopiert, für weiteres Nachdenken und Bedenken.

Die allumfassende Liebe. Das Reich Gottes, das schon auf Erden beginnt: da bin ich dabei, auch oder gerade wenn die Welt wieder einmal Kopf steht.

Mit Bangen blicke ich auf die Wahl in Thüringen und hoffe, dass es ohne weitere Katastrophen und Spielchen abgeht.

Mit Kopfschütteln sehe ich die Hamster-Mentalität - maßvoll Vorräte anlegen ist ja das eine, Desinfektionsmittel und Mundschutz-Masken horten, so dass sie an wichtigen Stellen fehlen das andere. Egoismus pur, das finde ich erschreckend.

Gestern beim Einkaufen (hier im Dorfladen kennt jeder jeden, da hat man vermutlich Hemmungen, sich hemmungslos zu zeigen) sprach ich mit einer Frau darüber, die meinte: ach, hier auf dem Dorf kriegen wir das schon hin, notfalls schlachte ich ein Schwein für alle...

Abgesehen davon, dass ich ja gerade Fleisch faste und das durchaus dauerhaft so bleiben könnte fand ich das sehr beruhigend.

 

Die Ess-Gewohnheiten, ein weites Feld. Ich habe ja schonmal auf Fleisch verzichtet 7 Wochen und dabei gemerkt, dass das doch nichts für mich ist. Jetzt vermisse ich gar nichts und glaube, dass ich dabei bleiben könnte. Ohne Milch, Käse und Eier ginge bei mir gar nichts, das käme für mich nicht in Frage. Aber als Milch habe ich regionale, faire, Bio-Weidemilch, ich glaube, damit kann mein Gewissen leben, und den Hühnern winke ich beim Spazierengehen immer mal zu.

 

Kommt gut in den Tag! Ich nehme mir mal einen leckeren Milchkaffee aus der Zauberkanne und zaubere mir später vielleicht einen realen?

Herzlich, Renata

troldepus schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Guten Morgen Ihr Lieben,

 

ich setze mich zu Euch, nehme mir einen Kaffee aus der Zauberkanne und genieße die Sonne und das Zwitschern der Vögel draußen. Welch ein Luxus, der Krankschreibung sei Dank.

 

Schuld, das ist wirklich ein großes Thema. Ja und ich denke auch, niemand geht durch dieses Leben ohne sich auch schuldig zu machen, manchmal vielleicht sogar ohne sich dessen bewusst zu sein. Das ist es ja weshalb wir alle von der Gnade Gottes und der Vergebung leben. Aber ehrlich, auch mir macht es Schwierigkeiten, wenn ich denke dass dies für alle Menschen gilt, auch die Mörder, Kinderschänder etc. Ja, und auch, dass Menschen, die mich sehr verletzt haben, ebenso geliebt sind und auch ihnen vergeben wird. Aber ich bin ja auch ein Mensch....

Dann hat mich lange beschäftigt, ob die Vergebung nur den Menschen gilt, die an Gott glauben und an die Vergebung durch Jesu Sterben für uns. Damit bin ich immer noch nicht so recht durch. Oder sagen wir mal so, ich denke schon, finde aber keine schlüssige Begründung dafür.

 

@ Abi Falls Du mich als belehrend empfunden haben solltest, so war das so nicht gemeint. Ich glaube wir beide denken da nicht sehr unterschiedlich, haben aber für uns je eine andere Entscheidung getroffen. Schon meine Hauswirtschaftslehrerin Anfang der 70er Jahre war Vegetarierin und Vollköstlerin ebenso eine Freundin meiner Mutter, damals sehr ungewöhlich. Die Thematik kenne ich also schon seit vielen Jahren und in meiner Staatsexamensarbeit habe ich mich auch noch einmal damit befasst. Da ging es darum wie man in einem Entwicklungsland durch den Anbau anderer Pflanzen, die dort für viele zwangsläufig vegane Ernährung durch Substitution verbessern könnte. Als Kind fand ich vor allem, dass vegetarische Vollwertkost sehr lecker schmeckte! Und manches davon habe ich übernommen. In Kantinen habe ich dann immer wieder mal festgestellt, dass man halt einfach das Fleisch wegließ und das Ganze dann vegetarisches Essen nannte. Stimmte ja schon, aber das ist es für mich dann so nicht.

 

@ Nachtigall Es freut mich, dass Du einen guten Start hattest.

 

Liebe Grüße

 

troldepus

Bee schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Abi,

ich kann Deine Gefühle und die Situation mit Deiner "alten Dame" gut verstehen. Unser Dackel - er wurde 14 Jahre alt - war in den letzten beiden Jahren dement. Er ging nur noch im Kreis, der "Rückwärtsgang" funktionierte nicht mehr. Wenn er in eine Ecke ging, blieb er einfach stehen, er wusste nicht mehr weiter. Er trug Windeln - und als er dann nichts mehr fraß und trank, mussten wir uns dazu entschließen, seinem Leben ein Ende zu setzen. Ich habe mich neben ihn gekniet und mit ihm geredet. "Hab keine Angst, ich bin bei dir. Wenn du auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke bist, ist alles gut. Da sind all deine Freunde, da kannst du wieder rennen und spielen - lass einfach los. Wir fahren jetzt zum Tierarzt ... und wenn du etwas anderes willst, dann musst du dich beeilen!" Das habe ich wörtlich zu ihm gesagt. Mein Mann hat das Auto gefahren, ich hielt unseren Hucky warm an meine Brust gedrückt - und unterwegs hat er dann einen langen Schnauferer gemacht, dann war alles ruhig und still. Als wir beim Tierarzt ankamen waren wir so unendlich froh, dass der kleine Kerl uns diese Entscheidung abgenommen hatte. Er war unterwegs in meinen Armen ganz ruhig gestorben. Das war der größte Liebesdienst, den er uns erwiesen hat. Er ist in unserem Garten begraben und lebt trotzdem in meinem Herzen weiter. Ich wünsche Dir, Abi, dass es eines Tages auch für Dich ein friedlicher Abschied sein darf.

Bee

Nelle schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

So eine schöne und liebevolle Geschichte hast du uns erzählt, Bee! Sie ging mir besonders ans Herz, da ich ja auch eine Dackelin habe - sie ist jetzt 9 und ich hoffe, dass sie noch ein paar Jahre bei uns bleibt. Dass auch Hunde dement werden können, war mir neu. Ist schon skurril, was das Leben so mit uns und unseren Mitgeschöpfen so anstellen kann...

 

Und Abi, ich kann so sehr mitfühlen mit dir und deiner "Alten" - irgendwann habe ich einmal eine schöne Geschichte von einer alten, weisen Hündin gelesen. Aber ich weiß nicht mehr, wo und wie das war. Ich weiß nur, dass ich das so sehr verstehen kann, dass so ein Hundewesen mit uns eng zusammenhängt und es sauschwer ist, sich davon zu trennen. Wennschon das ja nun einmal der Lauf der Dinge ist, das weiß ich schon. Trotzdem: es tut nur weh! (Mein Kindheits-Dackel ist 15 Jahre alt geworden und dann habe ich ihn zum Tierarzt gebracht, weil das kein anderer aus der Familie geschafft hat - heute würde ich das so nicht mehr machen) Insofern möchte ich auch einfach nur die Zeit mit unserer "Trine" genießen und mich an diesem kleinen Wirbelwind erfreuen. Obwohl sie jetzt gerade friedlich schlafend neben mir im Körbchen liegt.

 

Habt es gut - alle hier: ob mit oder ohne Hund!

Elisa-Marie schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ach Bee, ach Bee..... ich weiß so gut wovon du redets.....so gut...

 

Elisa-Marie

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ja, Bee, ich weiß auch ganz genau, wovon du erzählst. Ganz genau. - Es ist Mitternacht geworden, und ich möchte nach euch schauen. Lese Sorgen, Freuden, schwere und leichte Gedanken. Bin froh darüber, das hier alles seinen Platz und Raum hat. Schlaft gut, ihr alle hier. Gut, dass es euch gibt.

Landpommeranze schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Abi,

unbekannterweise_

es steht mir nicht zu; aber ich kann es nicht lassen:

 

wie geht das, mit einem Klick seinen Bruder zu löschen?!

Klar, die Zeichen... aber die gemeinsame Vergangenheit?!

 

Ich frage mich das -- aus eigener Betroffenheit. mehr gerne ein anderes mal.

Ganz liebe Grüsse! SHALOM, LP

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ein bisschen ernüchtert heute. Es läuft doch noch nicht alles so, wie gewünscht. Ich muss mich schneller einarbeiten als geplant, das macht mir bisschen Angst - wobei es bei Lichte besehen nicht unmöglich ist. Habe wenig Vertrauen in meine Fähigkeiten... das alte Lied. Da habe ich gestern abend gleich wieder gespürt, wie sich meine Schultern und der ganze Körper anspannten und ich innerlich Schnappatmung kriegte. Die alte „Freundin“ Angst ist wieder da und lässt sich gerade nicht so richtig den Mund verbieten. Aber das ist mein Problem, das muss ich in den Griff bekommen.

 

Familiär sorgt mein neuer Job auch für Unruhe, weil ich nicht mehr selbstverständlich zu bestimmten Zeiten zu Hause bin. Dabei hatten wir vorher alles besprochen und waren uns einig,dass das laufen wird. Nun ist es doch offenbar schwieriger, sich zurechtzuruckeln...

 

Einen Kaffee mit Gott trinken - oh Mann, der müsste sich wohl einige Fragen von mir gefallen lassen!

 

Ich schau mal, was in der Zauberkanne ist. Honigmilch! Das ist genau das, was ich jetzt brauche!

 

Nachtigall

 

 

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Landpommeranze, ich antworte dir ganz schnell und vom Handy aus, weil ich glaube, ich habe mich falsch ausgedrückt.

Ich habe meinen Bruder nicht gelöscht, nur den Adresseintrag im Handy Verzeichnis. Er ist vor einem halben Jahr gestorben. Mit dem Klick am Handy wurde mir noch einmal bewusst, dass sein Leben endgültig beendet ist.

Liebe Grüße

Abi

 

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

wünsche ich dir, Nachtigall. Ich stelle mir vor, dass du jetzt sehr erschöpft bist und ich wünsche dir Gelegenheit zum Ausruhen.

 

Liebe Landpommeranze, dies noch: Mein Bruder und ich hatten nicht viel gemeinsame Vergangenheit. Doch ich werde ihn sicher nie vergessen können.

 

Liebe Alle, ich wünsche euch einen schönen Start in den Tag. Meine alte Dame ist heute viel munterer als gestern. Ich bin wieder zuversichtlich und denke, wir schaffen dieses 17. Jahr auch noch. :)

 

Habt es schön

Abi

troldepus schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Nachtigall,

 

wohin man auch hört, egal welcher Bereich, egal welche Branche: Einarbeitung findet nicht mehr statt. Aber bis man in einem neuen Job einigermaßen sattelfest ist braucht es nach meiner Erfahrung mindestens ein halbes Jahr. Es ist ja nicht nur die konkrete Arbeit neu, sondern ich sage immer: am Anfang weiß man ja nicht einmal wo die Lichtschalter sind. Das kommt ja immer noch dazu, die Orientierung im Umfeld, das Erfassen der Strukturen, die Kolleginnen...

Also mach auf jeden Fall nicht den Fehler, von Dir selbst zu viel zu erwarten. Lass Dir nicht einreden, alles was nicht so läuft oder Deine starke Belastung läge daran, dass Du nicht gut genug, nicht belastbar genug bist. Momentan scheinen viele Vorgesetzte genau dazu zu neigen, alle Verantwortung auf die Mitarbeiter abzuwälzen, man hört von vielen Seiten dieselben eigenartigen Sprüche als würden sie alle dieselben Führungsseminare besuchen. Für mich ein Anzeichen, dass sie selbst überfordert sind und keine Problemlösungen sehen. Ob dass in Deinem Unternehmen der Fall ist, kann ich natürlich nicht sagen, es ist nur das, was ich so mitbekomme. Mach Deinen Rücken grade. Gibt der Angst nicht die Macht über Dich! Ich kann Deine Ängste gut nachvollziehen, aber sie dürfen nicht überhand nehmen. Und mach Deinen Rücken auch zu Hause grade. Ja, es ist leicht gesagt, dass man unterstützen wird, aber nicht so leicht getan. Fühle Dich nicht für alles allein verantwortlich, auch die anderen tragen Veranwortung. Lass mal etwas einfach sein, also tue es einfach nicht. Die Welt wird so schnell nicht zusammenbrechen.

DU BIST AUCH GANZ WICHTIG und auch Deine soziale Absicherung, sprich Rente.

Ich drück Dich mal, wenn Du magst.

Liebe Grüße

troldepus

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe troldepus und Abi, das hilft mir sehr. Im Grunde weiß ich das alles, aber meine Gefühlswelt nimmt so eine Situation als bedrohlich wahr, und da setzt der gesunde Menschenverstand manchmal bissl aus. Am Ende wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

 

Habe vorhin meinen „Wut-Ball“ ordentlich bearbeitet. Ich denke, das legt sich wieder.

 

Liebe Grüße

Nachtigall

Landpommeranze schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

DANKE dir Abi.

und nachträglich mein Beileid.

 

habt einen gesegneten Tag; heute WELT GEBETS FRAUEN TAG !

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Bei mir ist Kaffee aus der Kanne gezaubert. Wie fast jeden Morgen.

Und ihr?

Liebe LP, mit dem Tod meines Bruders verbindet sich eine sehr schmerzhafte Geschichte. Danke für dein Mitgefühl :)

Liebe troldepus, du hast ganz recht: Die Arbeitsbedingungen ändern sich überall, der Mensch wird immer weniger gesehen.

Liebe Nachtigall, ich wünsche dir heute einen besseren Tag.

Und ihr anderen?

Es ist still in unserem Zimmer und mir scheint, es wird kleiner mit der Zeit. Vielleicht ist es allmählich - nach so vielen Jahren - nicht mehr der Ort, der es mal war.

Alles ist immer in Veränderung. So ist das im Leben.

Und so muss es ja auch sein.

 

Habt es alle schön

Abi

Bee schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Guten Morgen und einen ausgeglichenen Tag ... für uns alle ...

Liebe Nachtigall ... und jeder, der sich angesprochen fühlt, ...

wir Menschen haben zwei wichtige Bedürfnisse in der Gesellschaft: dazuzugehören und nicht abgelehnt zu werden. Das war ja früher überlebensnotwendig, nicht aus einer Gemeinschaft ausgeschlossen/ausgestoßen zu werden. Daher kommt auch der Zwang, es allen Recht machen zu wollen. Darin sind wir Frauen Meister. Wir vergleichen uns mit anderen und schnell ist man in der "gut - besser - perfekt -Superwoman -Spirale". Dadurch setzen wir uns unendlich unter Druck! Aber genau, wie wir von Gott sagen: er ist "gut" (nicht sehr gut, perfekt usw ...) "gut" ist nicht zu überbieten, das sagt alles - so können wir auch von uns selbst sagen: "Ich bin genug". Genug heißt: "eine ausreichende Menge von allem - zu jeder Zeit". Du bist alt genug, jung genug, schön genug, sportlich genug, Mutter genug, Tochter genug, Ehefrau genug! - Du tust Dein Bestes - das ist doch das Entscheidende. Und mit dieser Prämisse wenn Du in den Tag gehst, brauchst Du auch keine Angst zu haben "nicht zu genügen". Du bist genug!!!

Viele liebe Grüße

Bee

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hallo, ihr Lieben, ja, es stimmt, es ist ruhig in unserem Zimmer. Aber ich finde das nicht schlimm, weil es so wie im realen Leben ist. Mal ist mehr Zeit, mal weniger, und manchmal weiß ich auch nix zu sagen. - Ich bin gerade auf der Insel Rügen mit einer Freundin, und es ist wunderschön. Ich schicke euch eine frische Seebrise und grüsse euch herzlich.

Nelle schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Auch mir taten deine Worte gut - dieses "gut", dieses "genug" einmal so "aufgefisselt" zu bekommen, das kommt auch in meinem Herzen gut an. Ja, das können wir alle gut, finde ich: dieses ewige Vergleichen und dabei womöglich feststellen, dass ich nicht genüge - das ist oberätzend! Aber es ist ein lebenslanger Lernprozess für mich, diese Weisheit auch wirklich zu verinnerlichen. Dann tut es mir einfach gut, wenn jemand von außen das so sagt, wie du es gesagt hast, liebe Bee. Noch einmal: ganz herzlichen Dank dafür.

 

 

Und die Katrin Christine ist auf Rügen! Ich verrate mal ein Geheimnis: am Sonntagfrüh fahre ich auch dorthin. Aber nur, um mein Auto auf dem Parkplatz abzustellen und mit der Fähre nach Hiddensee zu fahren :o))))

Ich freu mich total auf diese Woche an der Ostsee!!!!

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Katrin Christine,

wie im richtigen Leben ist es. Das denke ich auch. Und im richtigen Leben verändern sich ja auch die Orte, die Menschen, die Interessen und Schwerpunkte. Das ist einfach so.

Wie gern würde ich jetzt einen Strandspaziergang mit dir machen. Grüß mir die See :)

 

Liebe Bee, kennst du das Lied von Hermann van Veen, in dem er singt: "Du bist schön, nicht schöner- du bist anders schön. Du bist gut, nicht besser-du bist anders gut....du, du, du, du, du - bist anders..."?

Nachdem ich deins gelesen habe, geht mir nun das Lied im Kopf herum. Ein tolles Lied. Anders sein, genug sein, ich selbst sein....

Liebe Grüße

Abi

 

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

@Nelle:

Hiddensee! Wie schön das ist! Ich war im letzten Dezember da, wir hatten die Insel fast für uns allein.

Das ist ein besonderer Ort, finde ich. Wunderschönes Licht, superschöner Strand, traumhafte Heidelandschaft und ein ganz großartiger Sternenhimmel.

Ach.

Da würde ich sehr gern mitfahren.

Inselsehnsüchtig

Abi

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Oh, Nelle, Hiddensee...wie Abi schreibt, es ist einfach nur schön. Ostsee überhaupt und sowieso. Ich wünsche dir eine schöne Inselzeit. Abi, und dich nehme ich in Gedanken jetzt mit raus. Es nieselt ganz leicht, aber das stört uns doch nicht, stimmt's! Ausserdem habe ich jetzt einen Ohrwurm, das van Veen Lied...Bis später

Tabea schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ihr Lieben,

 

nun mag ich doch einmal aus der Versenkung auftauchen. Zuerst war ich wirklich einfach zu müde, um den Mund aufzumachen, einfach völlig erschlagen von den Mengen, die wir in den letzten Monaten sortiert, gesichtet, bewegt haben, schrecklich. Und dann hat mich, gerade als mein eines Schlappohr sich schon aufrichten wollte, eine Grippe erwischt. Insgesamt habe ich das Gefühl, das Schweigen passt gerade zu mir, aber das kommt mir nun nicht richtig vor, nachdem dein lieber Suchruf mich gefunden hat, liebe Leah. Seitdem lese ich nämlich mit. Ich hoffe du kannst es mir nachsehen und die anderen auch.

 

Liebe Rahel, du warst so erfüllt vom letzten Sonntagsgottesdienst mit dem Hungertuch. Ich habe es mir gerade im Netz angeschaut - hat das diesmal ein Künstler entworfen? Wunderschön, und eine Fülle an Material dazu, das macht mich sehr neugierig. Der Schabbat als Krone der Schöpfung. Ein jüdischer Gedanke, vermute ich. Und ich hab mich bei ganz kindlichen Gefühlen erwischt: also wenn die ganze Schöpfung feiert und ich mitten drin, dann fall ich nicht so auf. Dann steh ich nicht allein vor Gottes Thron. Das ist gut. Dann ist nicht so offensichtlich, was mit mir nicht stimmt. Ich konnte gar nicht so schnell hinterherdenken, wie das Gefühl da war. Das gab denn mal Stoff zum Nachdenken.

Sich ausrichten auf Gemeinschaft, Heilung, Liebe, hast du geschrieben. Ich knabber noch dran. Und dann war da was mit den Todsünden. Magst du dazu was sagen? Mir sind sie, weil evangelisch, ja fremd, schon aus Prinzip, … aber ich vermute, da steckt ein Gedankenschatz hinter, den ich nur heben müsste. Ist mir ja nicht fremd, dass es Verhaltensweisen gibt, die in irgendeiner Form tödlich wirken.

 

Ach, und das mit der Schuld, so viele wichtige Gedanken. Ich war dankbar für euer behutsames Nachspüren und Ausdrücken.

 

Hustest du noch so viel, Leah? Das ist so anstrengend! Mein Arzt hatte neulich den Verdacht, es käme von nächtlichem Reflux. Zum Glück hat es wieder aufgehört.

 

Fast habt ihr es schon ins Wochenende geschafft, all ihr Fleißigen, und du darfst deine langsame Woche ausklingen lassen, troldepus. Hiddensee, Rügen, die Ostsee, Sehnsuchtsorte. Im Augenblick ist mein Sehnsuchtsort die Stille, wo immer ich ihrer teilhaftig werden kann. Nichts sagen müssen. Es hat mir die Sprache verschlagen, ganz in der Tiefe. Klingt verrückt, nach diesem langen Sermon. Ist aber so.

 

Habt es gut, ihr Liebenswürdigkeiten, wie Sarah manchmal sagt, kommt zur Ruhe, Noa, Elisa-Marie und alle anderen…

 

Herzlich,

Tabea

 

 

troldepus schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

liebe Tabea, dass Du Dich aus den Tiefen zu uns hereingeschwungen hast.

Danke für die guten Wünsche.

Ja, und manchmal mag man einfach nicht reden. Das verstehe ich gut und wenn es dann im Kopf so viel denkt erst recht nicht.

Erhole Dich weiter gut von Deiner Grippe und lasse slangsam angehen.

 

Liebe Grüße an alle von

troldepus, die heute einen ganz faulen Tag eingelegt hat

Rahel schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Tabea,

 

du fragst nach meiner Auseinandersetzung mit den Todsünden - Wurzelsünden gefällt mir da viel besser. In der Predigt (wo der betreffende Teil tatsächlich relativ kurz war) waren die verschiedenen lateinischen Begriffen die Grundlage:

 

Superbia = Hoch/Übermut, Stolz, Eitelkeit

Avaritia = Geiz, Habgier

Luxuria (was für geniale Wörter 8-)) ) = Wollust, Genusssucht

Ira = (Jäh)Zorn, Wut, Rachsucht

Gula (lat. der Schlund) = Völlerei, Maßlosigkeit, Selbstsucht

Invidia = Neid, Eifersucht

Acedia = Feigheit, Ignoranz, Überdruss, Trägheit des Herzens, Faulheit

 

Die letzte Wurzelsünde ist in der Predigt auch mit Bitterkeit in Verbindung gebracht worden, was mich sehr angesprochen hat, weil da die Perspektive (wie vieles andere auch) schon so viel vergiftet. Es hat mich aber auch verwirrt, weil mir der innere Zusammenhang nicht wirklich klar war (denn eigentlich heißt bitter sein ja immer noch Leiden an der Situation und eigentlich nicht ignorieren...) und im weiteren Recherchieren bin ich im Netz auf sieben psychologische Sünden (im Sinne von Dingen, die uns sabotieren, andere verletzen oder unsere Beziehungen kaputt machen können) von Jennifer Jill Schwirzer gestoßen, wo die Bitterkeit eben auch an siebter Stelle auftaucht.

 

Kritik

Jammern + Co

Selbstmitleid S

Sorgen

Vermeiden

Emotionalität

Bitterkeit

 

Ich glaube, mich spricht das Thema im Moment so an, weil sich bis jetzt eben kein klares Fastenvorhaben für mich ergeben hat (dochdoch, mein aktuelles Gewicht nervt mich, nur führt mich Abnehmen nicht zwangsläufig in spirituelle Tiefen...) Aber da ist viel Sehnsucht in mir und ich empfinde die Wurzelsünden als etwas, was mir ein Gefühl für Haltungen dem Leben und der Welt gegenüber vermittelt, was mir hilft, mich auszurichten, Perspektiven lenkt und mir in diesem Sinne gut tut.

 

Ich wünsche einen durchgepusteten Geist und leichte Seele nicht nur für unsere Strandurlauber und sende liebe Grüße in die Runde

Herzlich

Rahel

 

 

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ich komme mit meiner leeren Tasse und sie füllt sich mit dem geliebten

dampfenden Kaffee.

Wie schön, euch alle hier zu lesen.

So vieles, das beschäftigt und in den Gedanken kreist.

Mich beschäftigt gerade das Leid der Menschen, die auf der Flucht vor Krieg, Zerstörung, Not und Hunger sind. Gehören Wegsehen und Ignorieren auch zu den Todsünden?

Keine Ahnung. Heute bin ich etwas müde und frustriert.

Der Himmel passt sich dieser Stimmung an und ist grausegrau.

Ja, ich wäre gern am Meer. Einfach nur den Blick zur Unendlichkeit fließen lassen.

Am Montag mache ich mich für eine Woche auf den Weg zu Kind und Enkelkind. Und ich freue mich auf Vertrautheit und Nähe.

Habt ihr es auch schön

Abi

Rahel schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Abi,

da das Wegsehen lebensfeindlich ist, ist es selbstverständlich dabei, die Nr. 7, Ignoranz und Trägheit des Herzens.

Wünsche dir den einen oder anderen Lichtstrahl im Grauingrau, wachsende Vorfreude und einen aufmunternden nassen Hundenasenstupser...

Herzlich

Rahel

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ja, liebe Rahel, das ist ganz gewiss so. Ich verstehe nur nicht, zu was es nützen soll, sich diese Eigenschaften, die du aufzählst, als Todsünde anzurechnen. Abgesehen davon, dass ich gar nicht sagen mag, wie ich diese Ignoranz finde, weiß ich doch, dass jeder Mensch die als Sünde bezeichneten Eigenschaften hat. Ich habe nicht gelesen, was du gelesen hast. Mir scheint jedoch, dass es nichts anderes mit sich bringt als Schuldgefühle, wenn ich mir Sünde zurechne, da, wo ich menschlich bin. Mir ist eine den Menschen zum Guten befreiende Ausdrucksweise wichtig. Und diese Sprache, die das Menschliche als unverzeihlich bezeichnet, empfinde ich als niederdrückend. Wer sich selbst als sündig empfindet, wird Scham und Schuld fühlen. Diese Gefühle führen nicht zum Guten.

Es ist mir wichtig, dass Menschen erhobenen Hauptes in den Spiegel sehen und ihren Fehlern einsichtig begegnen können. Das geht für mich nicht, wenn ich mich vom Grundsatz meiner Menschlichkeit her schuldig fühle. Das geht für mich dann, wenn ich erkenne, dass ich Fehler mache. Weil ich ein Mensch bin. Ud dass ich jeden Tag neu wählen kann. Dass ich es anders machen kann. Weil ich vom Grundsatz meiner Menschlichkeit her in Ordnung bin. Mit meinen Fehlern. Diese Begriffe von Schuld und Sünde, Todsünde gar, und die Vorstellung von einem Gott, der am Ende meines Lebens mich von sich stößt (wohin? In eine Feuersbrunst, in der ich ewig schmoren werde, gequält bis auf den Grund meines Seins) weil ich bin, was er geschaffen hat: ein Mensch - nein das ist nicht meins.

So ist das.

Abi

Rahel schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Abi,

als Mensch mache ich Fehler, verletze ich andere, bin ich nicht im Einklang mit der Schöpfung, mit dem, wie ich gemeint bin. Und mit meinen Fehlern geht häufig auch ein Dran-Leiden einher - das anderer oder mein eigenes. Doch, da fühle ich mich schuldig, manchmal passiert das im Vorbeigehen, unbedacht, manchmal aus Gründen, wo ich in dem Moment nicht aus meiner Haut kann oder will. Ich nehme diese Wurzelsünden als negative Richtschnur, die mich vom Leben abtrennen. Sie geben mir Anstöße, mich in meinem Verhalten, in meinen Bedürfnissen, in meinem Konsum kritsch wahrzunehmen und zu überdenken. Und sie können eine Hilfe sein in dem Sinne, mich dem Heilen, dem Leben, dem Miteinander und auch Gott näher zu bringen.

Für mich steckt in diesem Konstrukt ganz viel Lebens-Weisheit und Menschenkenntnis drin. Und im Bewusstsein meiner Schuld tut mir das Wissen um Gottes bedingungslose Liebe, um mein Angenommensein und Aufgehoben sein gut und auch das Wissen um zugesagte Vergebung. Kraft bekommen können, weiterzugehen, aufgerichtet, sich Gottes Liebe neu zusagen zu lassen.

Da passt das Bild von einem Gott, der mich von sich in eine Feuersbrunst hineinstößt, eben gerade nicht dazu. Und in diesen Zusammenhang gehört dann auch das Bild der leeren Hölle. Einerseits braucht es sie als Ort der Freiheit, mich gegen das Lebendige, schöfperisch Heile entscheiden zu können, gleichezitig hoffe ich auf den Sog, den die Auferstehung mit sich bringt, der diesen Anti-Ort leer sein lässt.

Ich glaube, in dieser Hinsicht in das meins.

Herzlich

Rahel

Bee schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Abi,

das hast Du wunderbar ausgedrückt. So empfinde ich auch. Danke!

Wenn ich erkannt habe, dass mein Tun falsch (sündhaft) war - und es dann bereue - dann habe ich die Möglichkeit, es ab jetzt besser zu machen, nicht mehr zu sündigen. Das habe ich ganz kindlich ausgedrückt mit meinem "... und jetzt geh spielen ..." was Gott zu mir sagt. So, wie ich es zu meinem Kind sagen würde ... "jetzt ist es wieder gut ". Dann ist die Brust frei, man kann Tränen der Dankbarkeit weinen und das Herz aufmachen für all die Anderen, denen es genauso geht. Wir brauchen jeden Tag eine neue Chance und eine herzliche Vergebung.

 

All Ihr Lieben,

ich möchte Euch einmal sagen, wie sehr ich in den vergangenen Tagen die Kommunikation in diesem Forum geschätzt und genossen habe. Ich habe so viel Neues erfahren, mein Weltbild in Frage gestellt, ergänzt, bereichert. Ich habe nach den Büchern "Sockenfresser", "Englische Freundin" und "Jesus" von Küng gegoogelt, ich habe mir wieder Herman van Veen angehört, Bodo Wartke "entdeckt" und Hiddensee war für mich bis gestern nur ein Wort ohne Bedeutung. Inzwischen kann ich Eure Inselsehnsucht gut verstehen. All dies sind Bereicherungen, die ich genieße, von Herzen willkommen heiße - ja auch mit den Todsünden hab' ich mich auseinander gesetzt! Danke Euch allen für jeden Beitrag. Das meine ich mit "Niemand ist eine Insel". Ich jedenfalls genieße es, diese kleine Wegstrecke mit Euch zu gehen.

Ein wunderschönes Wochenende wünsche ich jeder Einzelnen von Euch.

Bee

Noa schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ihr Lieben,

 

da tauche ich gerade aus der Versenkung auf, da geht es hier richtig ans Eingemachte. Puh, nun denn, wir sind in der Fastenzeit, da gehört das allemal hin. .. Wurzelsünden, da klingelt bei mir etwas von R.Rohr und Enneagramm!? Ich glaube, dass die "Wurzelsünden" allesamt zu uns gehören, dass wir uns damit beschäftigen sollen/müssen. Dass bestimmte Eigenschaften nicht per se gut oder schlecht sind, sondern dass es auf die Ausprägung ankommt. Ich kann stolz sein auf etwas, was ich gut gemacht habe, das ist doch vollkommen okay - der Stolz kann mich aber auch überheblich machen, mich über andere stellen. So können doch auch Wut und Zorn sehr zerstörerisch sein - andererseits sind sie Triebfedern für notwendige Veränderungen. Ich glaube es kommt da immer auf das rechte Maß an. Und auf das Eingeständnis, dass das alles zu uns gehört und wir mit all dem Gottes geliebte Kinder sind. Pah, und wie schwierig das ist, dass ja dann alle Gottes geliebte Kinder sind! Gehört da nicht auch das Gleichnis vom verlorenen Sohn dazu? Der Vater, der ein Fest feiert, als der verlorene Sohn zurück kommt, vor den Vater tritt und seine Sünden bereut. Ihm ein feines Gewand geben lässt. Und der rechtschaffene Sohn, der das alles nicht verstehen kann, neidisch ist, weil er doch all die Zeit treu und brav war? Viel Stoff zum Nachdenken...

 

Ihr Lieben, hinter mir liegt eine anstrengende, sehr intensive Woche. Auch da gibt es noch einiges zum Nachdenken, Nachbereiten, Sorgen und Wundern. Ich habe hier noch gar nicht alles nachgelesen, das kann ich jetzt am Wochenende machen, das freue ich mich drauf.

Auch darauf zu Hause wieder das Liegengebliebene zu sichten und richten, ach, und einfach nur zu sein, vielleicht nur in die Luft schauen...

 

Habt es alle richtig gut,

Noa

Tabea schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ich glaube, rein kirchengeschichtlich ist der Begriff der Sünde und gar der Todsünde ein belasteter. Zuviel ist damit angerichtet worden. Unsere bürgerliche Erziehung der Nachkriegszeit hat ihr übriges dazu getan. Wie eng und kleinkariert das war, wie wenig freies Denken, Ausprobieren und Fragen oft möglich waren, und wie viel mit erhobenem Zeigefinger und schlechtem Gewissen gearbeitet worden ist.

 

Ob wir diese Verbiegungen (um nicht von Sünden zu reden) mal einen Moment an die Seite legen können? Ich glaube, es geht nämlich gar nicht darum, sich irgendwie zu fühlen. Es geht darum, wer ich, Mensch, bin.

 

In der Bibel finde ich beides: der Mensch, wenig niedriger als Gott selbst, wie ihn der Psalmdichter bestaunt, und der Mensch, der sich verfehlt: wir sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhmes, den wir bei Gott haben sollten, Paulus. Ganz nüchtern. Die Größe und Weite der Gotteskindschaft und des Menschseins, und gleichzeitig die Macht der Sünde, des Lebensfeindlichen. Ich kenne beides in mir. Wenn ich von Macht schreibe, dann weil ich die verhängnisvolle Eigendynamik nicht kleinreden will, die ihr innewohnen kann. Und wenn Paulus schreibt, der Tod ist der Sünde Sold, dann kann ich auch das in aller Nüchternheit stehen lassen. Ja klar. Der Geiz und der Egoismus des Westens kosten andere das Leben, genauso furchtbar ist das. Ein Extrembeispiel. Man könnte das jetzt sorgfältig durchdenken für alle die genannten Beispiele. Und wenn man das Ennegramm dazunimmt, auch die positiven Kehrseiten entdecken. (Herrschsucht, negativ, Durchsetzungsfähigkeit, positiv) Ja, und dann gibt es diese nüchterne Feststellung: hängt damit zusammen, dass der Mensch immer wieder grundlegend und weit weg ist von dem, was Gott ihm zugedacht hat an Liebe und Entfaltung, weshalb er alle Fantasie daransetzt, ihm immer wieder da hinein zu helfen, in die Anbindung an ihn, der das Leben und die Liebe selber ist.

 

Und darum denke ich, dass es nicht darum geht, Schuldgefühle zu kriegen, wenn ich feststelle: da mache ich Fehler, manchmal kleine, manchmal schwere. Warum ist es so schlimm zu sagen: Das ist meine Schuld? Das war meine Verantwortung und mein Fehlverhalten? Da stehe ich doch aufrecht ein für das was ist. Und warum ist es so schlimm, wenn ich darüber auch traurig bin? Weil ich merke, wie negativ sich sowas auswirkt?

Das mit dem „Geh, spiel weiter“ ist mir zu niedlich. Jesus, der nie irgendwem ein schlechtes Gewissen gemacht hat, nahm sein Gegenüber ernst und traute ihm Veränderung und Wachstum zu, wenn er sagte: geh und sündige hinfort nicht mehr.

 

Mensch, wo bist du?

 

Worüber kann ich mich wirklich freuen?

Worin fühle ich mich unfrei, obwohl ich doch frei sein soll und will?

 

Viel mehr als ein Gefühl.

 

Herzlich, Tabea

 

 

Tabea schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Bee,

ich hab eben nochmal rückwärts gelesen und ziehe das zurück mit dem "zu niedlich". Du hast es ja als Beispiel beschrieben und da meinen wir eigentlich das Gleiche.

 

Liebe Abi, liebe Rahel,

ich vermute, wir sind ganz dicht beieinander. Oder nicht weit voneinander. Oder so.

 

Liebe Noa,

gutes Sortieren!

 

Ihr Lieben

zur Erholung stelle ich mal einen Bücherkorb und eine Schachtel mit schönen CDs bereit. Hinten in der Ecke liegen großformatige Papiere, Wachskreiden und Gouachefarben. Pinsel in allen Formen und Größen. Schwämme und Siebe. Hab zwei, drei Staffeleien dazugestellt.

 

Liebe Leah, bist du da?

 

Tabea

 

 

 

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hier ist ja eine interessante Diskussion im Gange!

 

Mit den Todsünden habe ich als evangelisch Aufgewachsene ehrlich gesagt nicht viel am Hut. Bisher hielt ich das eher für eine „katholische Marotte“.

So wie du es beschreibst, Rahel, wird mir der Zugang dazu etwas leichter. Nur das Wort “Sünde“ bzw die gesteigerte Form „Todsünde“ stört mich schon. Das klingt nach furchtbar großer Schuld, wie unverzeihlich. Ich kann mich Abis Betrachtungsweise da eher annähern, dass es zu unserem Menschsein dazu gehört. Es hat ja auch mit Gefühlen zu tun, und was passiert, wenn man die zu stark zu kontrollieren versucht, wissen wir alle. Das Ausleben dieser Gefühle ist noch mal was anderes. Deshalb hat mich in der Aufzählung der psychologischen Todsünden auch der Begriff „Emotionalität“ etwas aus dem Konzept gebracht.

 

Emotional sein ist ja nichts schlimmes, das lerne ich nach einer Krise gerade unter psychologischer Begleitung. Und jetzt muss ich mal ganz klar eine Lanze für die Wut brechen:

Wut kann Angst abschwächen und macht mich (wieder) handlungsfähig. Es fühlt sich total anders an, wenn ich nicht sage: ich habe Angst vor...sondern ich bin so wütend auf...! Das gibt mir die Kraft, mich aus meinen Ängsten und depressiven Gedanken zu erheben und endlich aktiv zu werden. Dann fühle ich mich nicht mehr hilflos.

 

Ich könnte mich darauf einlassen, diese sog. „Wurzelsünden“ als Gefahren zu sehen, sofern diese Gefühle überhand nehmen und aus dem Ruder laufen, sich sozusagen radikalisieren. Aber bis zu einem gewissen Grad betrachte ich die genannten Eigenschaften sogar als gesund. In jedem Falle gehören sie zu meinem Menschsein dazu, haben ihre Berechtigung und müssen auch angesehen werden. Alles unter dem Oberbegriff „Schuld“ oder „Sünde“ abzubügeln, ist mir zu einfach und auch gefährlich. Wozu fehlgeleitetes Sündenverständnis führt, sehen wir ja an den verschiedenen Radikalisierungen. Das ist ein schmaler Grat.

 

Denkt

die Nachtigall

 

 

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Roter Wein

aus der Zauberkanne,

heute Abend tut er mir gut.

Samtig, ein bisschen blumig und duftend.

Und der Kamin ist an, das Feuer brennt und knistert.

Draußen ist es kalt. Immer noch. Und doch war es heute schön an den großen Teichen hier ganz in der Nähe. Graugänse in Scharen. Ab und zu die Sonne durch die Wolken. Und Wind. Durchgepustet im Cafe angekommen, Ostfriesentee im Kännchen. So gut.

 

Liebe Nachtigall, Gefühle - und zwar alle - sind wunderbar. Wir Menschen verfügen alle über das gleiche Sortiment an Gefühlen. Das verbindet uns. Gefühle sind Wegweiser zu den Bedürfnissen. Sie helfen uns, in Kontakt zu sein. Mit anderen und vor allem mit uns selbst. Kein Gefühl ist böse. Jedes will nichts anderes als helfen. Und darum will es wahrgenommen werden. Unterdrückte Gefühle machen krank. Und oft auch böse. Ich stimme dir da vollkommen zu.

 

Liebe Bee, liebe Noa, liebe Tabea, liebe Rahel,

es ist wahrscheinlich wirklich so, dass wir alle recht nah beieinander liegen. Und doch auch jede unser Eigenes haben. In weiten Teilen gebrauchen wir wohl oft auch unterschiedliche Sprachen.

Das Enneagramm möchte ich mir noch einmal genau ansehen. Darüber weiß ich zu wenig.

Und dass wir manchmal mit uns selbst sprechen können wie wir es mit einem Kind täten, das gefällt mir, Bee. So werden wir vielleicht liebevoller und annehmender uns selbst gegenüber.

 

Liebe Tabea, was ich einfach nicht in meinen Kopf bekomme ist, warum wir denn einerseits keine Schuldgefühle bekommen sollen, wenn wir doch andererseits von Schuld sprechen? Nein, es ist aus meiner Sicht gar nichts Schlimmes daran, Fehler einzugestehen. Ganz im Gegenteil. Ich suche nicht nach Schuld, ich übernehme Verantwortung für meine Fehler und trage meinen Anteil an dem Geschehenen OHNE Schuldzuweiser zu spielen. Schuld interessiert mich nicht. Hinter jedes Menschen Schuld liegt eines anderen Menschen Schuld. Nach dem Motto: "Der hat angefangen!" Das will ich gar nicht wissen. Die Frage ist nicht: Wer hat Schuld? Die Frage ist: Welchen Anteil am Problem habe ich und was kann ich tun, um es zu lösen? Vielleicht ist das eher ein sprachliches Problem zwischen uns. Das kann sein.

 

Liebe Rahel, sicher sind meine Betrachtungen, mein Verständnis, mein Glaube ganz individuell. Sicher ist meins nicht deins. Und ebenso sicher ist beides doch gleichwertig und wahr, da es unserer Wahrhaftigkeit entspringt. Ich kann das gut so stehen lassen. Und werde mich mit dem psychologischen Aspekt der Sünde weiter beschäftigen. Es ist auf jeden Fall spannend.

 

Liebe Bee, ich in auch sehr dankbar für unseren Austausch hier. Selbst wenn - oder eigentlich gerade weil - wir auch unterschiedliche Meinungen und Ansichten haben können. Auch das empfinde ich als Bereicherung.

 

Danke euch allen, dass ihr da seid, zuhört, nachdenkt, zusprecht und widersprecht.

Habt es schön

Abi

 

 

Rahel schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Nachtigall,

 

Deine Gedanken sind mir nachgegangen. Ich ich sehe auch, dass Wut, Zorn, Leiden an oder Unzufriedenheit zu viel Bewegung und auch Befreiung fuhren können. Aber vermutlich ist sie dabei ein Wegweiser und Impulsgeber, aber nicht Handlungs-leitend. Da wird viel Wahrnehmen, Erkennen, Einordnen, Planen dazu- bzw.. dazwischenkommen.

Die Psychologin, auf deren Seite ich ja nur gestoßen bin, weil ich für mich einen Zusammenhang zwischen Trägheit, Ignoranz und Bitterkeit klären wollte, schreibt ganz nett zu Emotionen bzw.Emotionalität:

 

„In meinen Augen sind sie vergleichbar mit 2-jährigen Kindern. Wir lieben unsere 2 Jahre alten Kinder, wir hören ihnen zu, wir schenken ihnen Aufmerksamkeit - aber wir lassen sie nicht das Auto fahren, sie sitzen auf dem Rücksitz in einem Kindersitz.

 

So ist es auch mit unseren Emotionen. Höre auf deine Emotionen, schätze deine Emotionen - aber lass sie nicht am Steuer sitzen, sonst wirst du im Graben landen.“

 

Für mich bleibt tatsächlich beim ganzen Bedenken der Blick auf den Wortteil „Tod“, dass es hier eben nicht um graduelle Schwere von Schuld geht, sondern um Lebensfeindlickeit, um etwas, was dem Leben, dem Heil gerade nicht dient.

 

So, und jetzt halt ich dann auch mein loses Mundwerk...

Einen schönen Sonntag wünscht

Rahel

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Rahel,

der Vergleich der Gefühle mit den geliebten Kindern bringt mich zu einer weiteren Frage: Sind denn Kinder Sünden? Gar Todsünden?

Mir geht es um den Sprachgebrauch. Die Psychologie hat in der neueren Zeit die Bedeutung der Gefühle herausgefunden. Wie wichtig die Wahrnehmung ist. Die ACT ist da eine ganz wundervolle Methode, mit der es möglich wird, als ganzer Mensch zu leben, Gefühl und Verstand gleichermaßen zu achten und zu gebrauchen. In rigiden Systemen, in denen Menschen zu Soldaten erzogen werden, wird ihnen beigebracht, die Gefühle zu unterdrücken. Dort werden Gefühle hart gestraft. Soldaten kennen keine Angst. Und die Unterdrückung der Gefühle führt dann zur Explosion dessen, was ja eigentlich eine Folgeerscheinung unterdrückter Angst und Frustration ist, kein eigentliches Gefühl, sondern eine Art Impulsexplosion: Aggression, unbändige Wut.

Diese ist heilbar, wenn die Menschen lernen, sie anzunehmen. Da passt das Bild gut, das du beschreibst: Liebe es, aber lass es nicht am Steuer sitzen.

Manchmal allerdings schon. Wenn es um die Verteidigung des Lebens geht, in extremen Situationen, dann kann Wut ein großartiger Kraftgeber sein der uns Dinge schaffen lässt, die wir nie erahnten.

Was ich sagen will: Emotionen sind ganz wunderbare Anteile unserer Menschlichkeit. Sie zu unterdrücken führt zu Leid. Ich finde vieles an dem Ansatz von Schwirzer gut. Doch dass Gefühle als Sünde bezeichnet werden, halte ich für ganz und gar falsch. Denn wie wir es auch drehen und wenden: Eine Sünde ist etwas, das wir nicht gut heißen. Die Wortwahl "Todsünde" ist eine in meinen Augen ganz schlimme Steigerung. Die Menschheit braucht aber Emotionen. Gefühle sind nicht Kinder. Sie sind hilfreiche Anteile unserer Menschlichkeit.

Und nun halte auch ich den Mund und trinke meinen Kaffee.

Abi

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

So, nun habe ich mal eine CD aus deinem Korb geholt, Tabea. Jürgen Werth singt "Du bist du". So für sich allein finde ich den Text kitschig. Aber ich mag es, wenn er es singt. Besonders mit der Erinnerung an die Stimmung in der Kirche letzten Sonntag. Das war wirklich sehr schön.

Es tut mir auch leid, dass ich einfach nicht so wortgläubig und kirchengläubig sein kann, wie ich es wohl sollte. Ich glaube an Gott, das ist so fest in mir, das bleibt. Gott ist für mich unbeschreiblich und unsagbar. Kein geschriebenes oder gesagtes Wort kann Gott erfassen.

Geist ist ein gutes Wort. Geist ist das, was ich gut annehmen kann.

Durch Geist kann ich verstehen, was Jesus göttlich macht.

Verrückte Gedanken.

Jürgen Werth singt jetzt : " Gott gibt uns nicht auf". Das ist eine schöne Vorstellung. Dass Gott mich nicht aufgibt, dass ich auch mit meinen verqueren Gedanken angenommen bin. Ansonsten finde ich die Texte eigentlich sehr platt, merke ich gerade. Und doch sprechen sie so viel in mir an. Dieses Lied jetzt gerade verbindet sich auch mit meiner Sorge um den einen Räubersohn, der so verquer ist wie ich und das viel intensiver auslebt. Jürgen Werth hat auch drei Kinder. Ob er Ähnliches erlebt?

Das Leben ist eine solche Fülle von Sein. Ein großartiges Geschenk.

Als im vergangenen Jahr ein guter Freund meiner Tochter an Krebs gestorben ist, 29 Jahre alt, da habe ich gesagt: " Das ist besonders tragisch. Er war ja noch so jung. Opa war schon ein alter Mann und hatte sein Leben gelebt. " Meine Tochter hat mich angesehen und geantwortet, was ihr Freund dazu gesagt hätte: " Ich habe auch mein Leben gelebt. " Und mir wurde bewusst, dass ich oft sehr unbedacht rede, dass sie natürlich recht hat. Das Leben ist immer ein Geschenk.

Ach, das vergangene Jahr war einfach hart für uns.

Und nun bin ich schon wieder in Moll.

Das wollte ich gar nicht.

Jürgen Werth singt jetzt von Versöhnung, Vergeben und Verzeihen.

Vielleicht ist das die eigentliche Sünde: Das Lebensgeschenk nicht anzunehmen. Das, was Gott schenkt, nicht in jedem Augenblick vollkommen und mit allen Sinnen zu spüren und zu bejahen.

Ich weiß es natürlich nicht, ich kann es nur glauben.

Meine Stimmung wird nicht fröhlicher.

Ich gehe mal Brötchen holen.

Abi

 

 

Tabea schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Das ist absurd.

 

Niemand nennt Gefühle Sünde.

Kinder schon gar nicht.

 

Ein altes Wort, dem es drastisch um Lebensfeindlichkeit geht.

Deren Folgen niemand gutheißen kann.

 

Siehe griechisch-türkische Grenze.

 

Die Frage bleibt, was dem Leben dient.

Und ob ich wach bleibe dafür.

 

Einen guten Sonntag wünscht

Tabea

Tabea schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Oh, gleichzeitig geschrieben.

 

JA. Genau.

 

Komm, lass uns den Tisch für alle decken.

Ich stelle Butter und Honig hin, und einen Topf Frühblüher. Und zünde eine Kerze an. Freu mich auf die Brötchen.

Renata schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

...ganz egal, ob du dein Lebenslied in Moll singst oder Dur..

Wobei ich mir schon immer gedacht habe, dass sich im Laufe des Lebens die Tonart auch oft ändern kann, das ist nichts statisches.

 

Liebe Abi, du hast einen Glauben, der mich schon lange sehr fasziniert. Ich meine, du solltest gar nichts "eigentlich". Sonder so, wie du glaubst, an Gott glauben, vom Geist durchdrungen, und uns immer wieder damit den Horizont weiten.

 

Liebe Tabea, danke für das Gedicht, das die spannenden Gespräche hier zusammenfasst.

 

Ich lese mit, hinke aber der Diskussion hinterher...mit dem Begriff "Todsünde" kann ich auch nix anfangen. Ich kenne das Enneagramm ganz gut, daher auch die "Wurzelsünden".

Was ich daran gelernt habe ist, dass Menschen ganz unterschiedlich ticken, ganz verschiedene Antriebe habe, Arten des In-der-Welt-Seins. Als krasser Kopfmensch bedeuten Emotionen für mich nochmal wieder ganz anderes, zum Beispiel.

Und: alles kann in eine lebensfeindliche oder lebensfreundliche Richtung gelebt werden, verkürzt gesagt.

 

Vorgestern ist mein Schwiegervater gestorben, nach schwerer Krankheit. Ich könnte dazu jetzt viel schreiben, will es im offenen Forum aber nicht. Jedenfalls Tage in Moll, unwirkliche orientierungslose Tage - endlich habe ich ein freies Wochenende seit längerem, aber ich weiß nicht so recht, was ich damit anfangen soll, was wir als Familie damit anfangen sollen.

 

Soweit von mir als kleines Auftauchen - seid lieb gegrüßt, alle hier, natürlich auch du, Rahel, und Nachtigall, Katrin Christine und troldepus und Elisa Marie und Noa und Bee...

Renata

Tabea schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Renata,

 

das tut mir leid. Ich kann sie mir gut vorstellen, diese unwirkliche und orientierungslose Zeit, in der die Seele irgendwie tastet, was sein kann und was ist. Wo sich die Schwere und die Erleichterung irgendwie die Hand geben, der Schmerz und das Getröstetsein, die Nähe und das Fürsichseinwollen. Möge sie euch heute Nachmittag und Abend freundlich entgegen kommen.

 

Ich würde gerne Saxophon spielen können, und dann gleich gut genug, um zu improvisieren. Der Klage Töne geben und der Zärtlichkeit, der Öffnung, dem ganz Leisen, dem Anflug von Mut.

 

Herzlich,

Tabea

Noa schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Renata,

 

auch mir tut es leid. Wie gerne würde ich jetzt mit euch zusammen Tabeas Musik hören, zusammen traurig sein und auch getröstet... Ganz nah ist mir noch die Zeit, nachdem mein Vater gestorben ist und gerade habe ich beim Wurschteln im Garten Zwiesprache mit ihm gehalten. Wie gerne würde ich ihm das ein oder andere zeigen, fragen, was da sprießt, lauschen, wer da zwitschert...Seid behütet und trotz allem geborgen, miteinander.

 

Ganz herzlich

Noa

 

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ach, Renata. Molltage.

Ich weiß gerade gar nichts zu sagen.

Es ist eine Traurigkeit und eine Leere.

Im letzten Jahr habe ich gelernt, wie wertvoll ein Pott Kaffee sein kann. Dazu ein Stück Butterkuchen. Ich möchte dir beides bringen. Und mich zu dir setzen.

Abi

 

Renata schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Danke, ihr Lieben, ich höre leise Saxophonklänge, spüre die Frühlingsluft im Garten und esse ein Stück Butterkuchen mit einem große Pott Kaffee!

Und war mit den Kindern lange draußen, in einem sehr naturnahen Tierpark, wo man ewig laufen kann, das hat uns allen gut getan.

 

Hattet ihr einen guten Sonntag, ihr alle hier?

 

Herzlich, Renata

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Heij, ihr Lieben, nach einer Woche Rügen bin ich wieder gut zu Hause angekommen. Saxophon...Das sind himmlische Klänge, liebe Tabea. Und ich weiß um die tröstliche Wirkung von Kaffee und auch Butterkuchen. Steht bereit. Dankbar für die Gemeinschaft dieses Zimmers- Katrin

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Heij, ihr Lieben, nach einer Woche Rügen bin ich wieder gut zu Hause angekommen. Saxophon...Das sind himmlische Klänge, liebe Tabea. Und ich weiß um die tröstliche Wirkung von Kaffee und auch Butterkuchen. Steht bereit. Dankbar für die Gemeinschaft dieses Zimmers- Katrin

Leah schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Renata,

bisserl moll-tönend war auch mein Sonntag, und viele Kilometer entfernt, aber vielleicht zeitgleich mit Dir war auch ich draußen, zwischen Wald und Wiesen gehend, an einigen starken alten Bäumen vorbei, und an solchen, die vom Sturm entwurzelt lagen und besonders deutlich von Verletzlichkeit und Endlichkeit sprachen. Ich wusste da noch nichts von Eurem Abschied vom Schwiegervater, aber im Nachhinein fühle ich Verbundenheit mit Dir im Gehen zu den Moll-Klängen im Inneren.

 

Liebe Tabea,

wie schön, dass Du nun auch hier bist! Ja, auch ich bin noch da, lese aber grad nur und auch das eher zwischendrin mal eben.

Zu Sünde, Schuld und Gefühlen und Verstand und wer steuern soll etc. hab ich Euch gespannt nachgelesen heute und oft genickt, und oft den Mund aufmachen wollen und dann ganz bald schon von einer anderen gelesen, was ich hätte sagen wollen - grad nix hinzuzufügen eigentlich.

Außer vielleicht dem einen noch, dass ich nämlich beim Rückblick auf wesentliche Entscheidungen oder auch ein paar kleine, aber markante Momente in meinem bisherigen Leben feststelle: Da, wo es gut und richtig gelaufen ist, waren Gefühl und Kopf zumindest einigermaßen im Einklang, hat eben nicht das eine oder andre sich brachial durchgesetzt gegen das jeweils andere. Das erscheint mir wichtig.

 

Und jetzt erscheint es mir am wichtigsten, noch genug Schlaf zu bekommen bevor die Woche losgeht.

Gute Nacht Euch allen!

Leah

Noa schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Noch ganz still heute hier im Zimmer.... Ich habe auch ganz viel zu tun und lege nur mal kurz die Füße hoch. Hach, und stelle einen Teller mit Moos und Veilchen auf den Tisch, ein paar Steine dazu, manche glatt wie ein Handschmeichler, andere eckig und kantig...

Tatsächlich blühen die Veilchen in einem geschützten Winkel im Garten.

 

Ihr Lieben, kommt gut in die Woche, mit all dem Schönen und Traurigen und was immer bei euch anliegen mag.

Herzlich

Noa

Sternenstaub schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Nachtigall,

beim Querlesen durch das Forum bin ich auf Deinem Beitrag aufmerksam geworden: Erster Tag am neuen Arbeitsplatz! Inzwischen hast Du die ersten Tage hoffentlich gut hinter Dich gebracht und Dich schon ein bisschen eingewöhnt?!

Das berufliche Thema, eben auch im Zusammenhang mit "alles richtig machen wollen und perfekt sein",

bewegt mich im Moment, da meine Kollegen und ich Anfang Februar erfahren haben, dass unser OP-Zentrum, in dem wir alles sehr gerne arbeiten, zum Sommer geschlossen wird. Was für ein Schrecken, ein Kummer, eine Enttäuschung. Nun habe ich zwar glücklicherweise schon eine neue Stelle gefunden, die nahtlos anschließen wird, aber dann wieder im Schichtdienst. Den hatte ich jetzt 7 Jahre nicht!

Natürlich freue ich mich auf meine neue Stelle und bin auch ein bisschen gespannt. Aber der Wunsch und der Anspruch, dort von Anfang an alles gut und richtig zu machen und gleichzeitig mich selbst nicht zu stressen und nicht streng mit mir zu sein, beschäftigen mich schon jetzt. Ich wünsche mir vor allem eine gesunde Portion Gelassenheit, die würde mir wohl auch sonst im Leben sicher manchmal helfen! Ich arbeite daran! Wie ist es Dir ergangen?

Und an alle :Welche Erfahrungen habt Ihr mit dem Thema "Gelassenheit üben" in Eurem Leben?

Herzliche Grüße in die Runde!

Sternenstaub

 

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Oh, ich fühle mit dir! Ich kann das so gut verstehen! Um die Portion Gelassenheit kämpfe ich jeden Tag, mal klappt es besser, mal Oberhaupt nicht. Ich bin nicht sehr nachsichtig mit mir selbst, mit anderen dafür umso mehr... Komisch,was?

 

Mein Arbeitsplatzwechsel erfolgte notgedrungen, ausgelöst durch eine Mobbingsituation im Team. Es gab mehrere Opfer, nur wussten wir nichts voneinander... Das hat mein Selbstwertgefühl dermaßen erschüttert, dass ich große Mühe hatte, überhaupt erstmal die Suche nach einer neuen Stelle zu wagen. Ich hoffe sehr, dass ich das nicht noch einmal erleben muss! Das ist meine größte Angst...

 

Mit der neuen Stelle bin ich bisher zufrieden, muss mich noch sehr einarbeiten, habe aber insgesamt ein gutes Gefühl.

 

Ich kann also deine Unsicherheit und Ängste ganz gut nachvollziehen. In dem Job wird einem ja nichts geschenkt.

 

Ich lasse noch einen lieben Gruß und Kaffee in der Zauberkanne da, bevor ich zur Arbeit muss - bewaffnet mit hundert Spickzetteln, damit ich mir das viele Neue irgendwann merken kann...

 

Nachtigall

Nelle schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Puh, dieser Pfad ist aber weit hinten!

Da Schubs ich ihn doch gleich mal nach vorne. Und nutze die Gelegenheit, um einen herzlichen Gruß von der Insel zu euch zu schicken. Hier kommt allmählich auch die Tieffront an und das Schietwetter damit halt auch. Aber - wie sagt der Ostfriese: es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur die falsche Kleidung. Pech nur, wenn im Koffer keine Gummistiefel und Ostfriesennerz waren... - da muss frau halt - so der Geldbeutel oder die EC-Karte das hergibt - die hiesiege Wirtschaft ankurbeln. Nützt ja nix...

Renata schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

...und wieder hochgeschubst!

 

Gummistiefel und Friesennerz könnte ich hier heute auch gebrauchen...mal sehen, ob ich mich auch ohne mal kurz in Regen und Wind aufmache. Immerhin: die Wälder freuen sich.

 

Angeregt durch einen anderen Pfad habe ich mir ein silbernes Taize-Kreuz gekauft. Eigentlich trage ich ganz selten Schmuck. Mal sehen, ob es ein steter Begleiter wird? Für mich hat da der Heilige Geist, symbolisiert durch die Taube ganz große Bedeutung. Deshalb finde ich die Verbindung von Kreuz und Taube für mich perfekt.

 

Letzte Woche war ich ja krank geschrieben, und ich starte erst am Donnerstag wieder mit dem Arbeiten. Das ist gerade eine ganz seltsame Zwischenzeit.

Morgen ist die Trauerfeier für meinen Schwiegervater.

 

Ich grüße herzlich in die Runde - hier werden später noch Waffeln gebacken, vielleicht lockt das die eine oder andere hierher?

 

Renata

 

Tabea schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Renata,

der Waffelduft zieht bis hierher, danke, ich habe noch eine ganz köstliche gefunden und verspeist. Und ich stelle dir einen dicken Strauß voller Tulpen hin, in allen Farben, das ist so wild, dass es schön ist, voller Lebensfreude und Botschaft vom Blühen, weil heute heute ist und auch der morgige schwere Tag etwas davon in sich trägt. Vielleicht summen wir noch ein Taizélied zusammen?

 

Liebe(r) Sternenstaub,

ich bin leider kein besonders gelassener Mensch. Das bisschen, was an Gelassenheit da ist, hat mir die Lebenserfahrung beigebracht. Und so manche Predigt, mancher Gottesdienst, und immer wieder ein Lied. Was mir fehlt, wird mir manchmal geschenkt durch Gespräch oder Austausch mit anderen, die mir Mut machen, von sich erzählen, sagen: ich bete für dich. Im früheren Berufsleben habe ich langsam gelernt, einen Schritt zurückzutreten, Probleme aus der Distanz zu betrachten, und auch zu wissen: ich kann nur das meine tun, mehr geht nicht, und dann war nötig, dem Leben zu vertrauen, anderen, ... Gerade fällt mir ein, auch so ein Predigtsatz: einen Menschen in Gottes Licht stellen.

Aber ich kann mich über großes und kleines sorgen und sorgen, ganz schrecklich, und völlig mich darin auflösen. Kann man das üben zu lassen? ich weiß es nicht. Aber danke für deinen Impuls, ich finde ihn spannend.

 

Liebe Nelle,

danke dass du den Pfad hochgeholt hast. Abi hat wohl für ein paar Tage kein Netz. Ich find das schade, dass dieses Zimmer nicht mehr der Ruhepunkt ist, die alte Oase, der Bezugspunkt für ein paar Wochen, so empfinde ich das. So habe ich das Gefühl, es geht verloren. Na ja. Ich überlege ja auch, ob ich den Rückwärtsgang einlege, weil ich sorgsamer sein will hier vor Ort.

Nelle, aus der Erfahrung dieses Umzugs kann ich nur sagen: mach es dir leicht, sprich: tu bloß rechtzeitig weg was weg muss. Ich denke, du musst ähnliche Papierberge in unterschiedlichen Formaten beherbergen wie wir. Bei vielem, was wir jetzt auspacken und einräumen, muss ich nochmal überlegen: will ich das noch? Bin ich das noch? Brauch ich das noch? Ich finde es anstrengend und wäre so gerne fertig, aber, s.o., ich versuch es gelassen anzugehen. Es ist ein zweiter Schritt nach dem ersten vor dem Packen.

 

Ob du gut wieder in die Arbeit gefunden hast, troldepus?

 

Ich wünsche euch alles einen schönen erholsamen Abend, dir, Renata, Kraft für morgen, uns allen aber einen Adler, der uns auf seinen Fittichen zu Ihm trägt.

 

Ich habe übrigens eine stille Ecke eingerichtet und hoffe, es ist euch recht. Ein Bild aufgehängt, in das man gut hineinschauen kann, und ein Licht dazu, das die ganze Nacht brennt, still und freundlich.

 

Tabea

 

 

 

Renata schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Tabea,

ich setze mich in die stille Ecke - die kann ich gerade sehr gut gebrauchen.

Danke auch für den Tulpenstrauß! Lebensfreude, ja, die wäre schön.

Und Taizelieder sind es sowieso.

 

Ich summe ein bisschen vor mich hin in der Stillen Ecke:

Nada te turbe, nada te espante:

quien a Dios tiene nada le falta.

Nada te turbe, nade te espante: solo Dios basta.

 

...vielleicht setzt sich ja jemand dazu und singt mit?

 

Herzlich, Renata

Elisa-Marie schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Renata, ihr Lieben alle!

 

Ich singe sehr gerne mit - auch wenn mein Hals gerade etwas kratzt, die Nase etwas schnupft und die inneren Akkus "Bitte auffüllen" schreien.

Vieles habt ihr in der vergangenen Woche bewegt, diskutiert, ausgebreitet und angeschaut. Puh. Nein, ich steige nicht noch einmal in das Thema "Schuld und Sühne" ein. In der Tat vermutet ich uns auch ganz dicht beieinander.

Eine schwierige Woche liegt hinter mir. Schüler, die mich sorgen. Prüfungen, die immer näher rücken. Eine Kollegin die zweite Woche krank - nächste Woche auch noch, dann möchte sie es wieder versuchen. Ich hoffe, sie lässt sich Zeit. Tod in der Familie braucht Zeit..... Zudem ist die Mutter meiner Freundin gestorben, ebenso ein liebenswerter, alter Herr aus unserer Gemeinde. Beide schon länger krank, beide erlöst und doch entsteht eine Lücke - schmerzlich!

 

Ich bin müde, nicht fähig zu sinnvollen Beitragen - aber ich wollte mich wenigstens kurz melden.

Kommt gut durch die Nacht!

 

Elisa-Marie

 

 

 

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Egal, irgendwas Passendes wird die Zauberkanne schon hergeben.

 

Hier war es ruhig in den letzten Tagen. Renata trauert um ihren Schwiegervater, Abi hat vielleicht kein Netz, Elisa-Marie ist zu müde, Tabea fühlt sich ein bisschen verunsichert hier, Neele lässt sich auf Hiddensee durchpusten... alles okay, das Herzenszimmer ist ja keine Pflichtveranstaltung. Ich hab durchgelüftet und den Kamin neu bestückt, die Zauberkanne ist in Aktion. Vielleicht lockt sie ja den einen oder die andere hierher in den Schaukelstuhl?

 

Mein Tag gestern war echt verkorkst. Vormittag rief die Schule an, ich sollte meinen Sohn mit ziemlich besorgniserregenden Symptomen abholen. Als ich kam, ging es ihm wieder relativ gut. Dann zwei Arztbesuche bei verschiedenennFachrichtungen,zum Glück gab es erstmal Entwarnung.

 

Glück im Unglück war, dass meine Mutter gerade an diesem Nachmittag zu uns kam, um uns bei der Kinderbetreuung zu unterstützen. Dadurch konnte ich einigermaßen beruhigt arbeiten gehen, war aber recht unkonzentriert, was mich zusätzlich genervt hat.

 

Aber meine Mutter ist ein Heilmittel für jeden von uns. Es war schön, mal wieder zu reden und familiäre Probleme gemeinsam um und um zu wälzen. Das relativiert manches.

 

Ich hoffe, ihr alle habt heute einen gutenTag - und ich auch!

 

Liebe Grüße

Nachtigall

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hallo, ihr Lieben, ich mag unser Zimmer. Und ich bin froh, hier mit euch zu sein. Heute habe ich eine Tulpe gekauft. Die Blumenhändlerin sagte, es sei eine französische Tulpe. Ihre Blätter sind ein wenig ausgefranst. Ich finde das ziemlich passend, weil ich finde, dass auch wir verstrubbelt und zerzaust sind. So stelle ich die Vase auf den Tisch hier. Freut euch mit mir daran...

troldepus schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Guten Abend Ihr Lieben,

auch wenn es hier zwischenzeitlich recht ruhig ist, möchte ich diesen Pfad doch nicht missen.

Mich hat der Arbeitsalltag wieder und so war da nicht viel Raum. Morgen habe ich einen Tag Urlaub genommen, die Handwerker kommen und tauschen ein Fenster aus.

 

Wie immer, wenn ich meine, mal aus dem Büro heraus zu müssen, stehe ich vor einer Buchhandlung auf der anderen Straßenseite, die ein ungewöhnliches Sortiment hat und für meinen Geldbeutel ganz gefährlich ist. Mein Blick fiel auf einen Roman von Nora Bossong (habe noch nie von ihr gehört gehabt), "Schutzzone" heißt er . Klappentext: "Was bedeutet Verantwortung? Wie greifen Schutz und Herrschaft ineinander? Wie verhält sich Zeugenschaft zu Herrschaft?" "Wir denken, dass wir unbeteiligt wären, dass uns keine Schuld träfe. Aber vielleicht trifft sie uns gerade deshalb, weil wir unbeteiligt sind, arrogant, erhaben und scheinbar unangreifbar." Das hat mich jetzt wirklich sehr neugierig gemacht und ich dachte an Eure Gedanken zu Schuld und Vergebung. Da ich ja schon Unmengen ungelesener Bücher angesammelt habe - der Buchhandlung sei Dank oder ist sie schuld? - weiß ich nicht, wann ich es denn lesen werde, aber bis zum AF bestimmt.

Also auch wenn ich mich seltener melde, in meinen Gedanken seid auch Ihr immer wieder gegenwärtig.

 

Habt Dank für Euer "da sein", Euer "so sein wie Ihr seid", lauter Liebenswürdigkeiten.

 

Habt eine geruhsame Nacht.

 

Liebe Grüße

troldepus

 

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hallo!

Ich sitze mit einer schönen Tasse Zauberkraut in der stillen Ecke. Wie behaglich, wie geruhsam, würde Grabowsky jetzt seufzen. Ich seufze mit ihm.

Zurück aus einer etwas anderen Welt, in der es zwar Internet und Strom gibt, allerdings stark eingeschränkt, nur manchmal und eigentlich Glückssache :)

Dafür jede Menge Matsch, Wind und Regen. Holzhacken und Ofenwärme. Und Gemeinschaft. Schön war's.

Jetzt stelle ich euch eine Schale voller Muscheln her, in ganz verschiedenen Farben. Sucht euch eine aus, sie rauschen ganz leise, wenn man sie ans Ohr hält: Das ist ein Gruß von der Ostsee.

Gute Nacht

Abi

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Na, ihr?

Kein Zaubertrank, keine Muscheln, kein Meeresrauschen?

Hier in unserem Zimmer hat sich etwas verändert.

Das ist gut so, Veränderung ist Leben.

Und auch ein bisschen schade.

Aber nun bin ich hier, da bleibe ich ein wenig, trinke meinen Kaffee und schaue, wie es euch geht.

 

Nelle, hast du einen Ostfriesennerz bekommen? Ich dachte ja, die gibt es gar nicht mehr, Bis ich neulich bei einer Bekannten gesehen haben, dass sie heute wieder verkauft werden. Viel weicher und wärmer als früher.

 

Renata, ich habe sehr an dich gedacht. Und mir ein Taize- Kreuz angesehen. Eins aus Holz und eins aus Silber. Es sieht beschwingt aus, fast fröhlich. Und es gefällt mir gut.

 

Danke, liebe Tabea, für das Licht, das die ganze Nacht brennt. Bist du auch oft nachts wach? Und dann sitzen wir hier zusammen und schauen das schöne Bild an. :)

 

Elisa- Marie, konntest du die Akkus auffüllen? Da klingt so viel Müdigkeit und Erschöpfung an in dem, was du schreibst.

 

Wie gut, dass deine Mutter dir auf so vielen Ebenen helfen kann, Nachtigall. Das ist bestimmt auch für sie ein gutes Gefühl.

 

Danke für die Tulpen, liebe Kathrin Christine :)

 

Liebe troldepus, das mit den Büchern kenne ich auch. Da stapeln sich einige gekauft und ungelesen. Wenn wir dann also die Schuldfrage aufnehmen, denke ich mir: Schuld ist die Buchhandlung - nein, der Verlag - nein der/die Autor_innen - nein, deren Lehrer_innen, nein, deren Eltern. Und, jetzt habe ich`s: Die Großeltern! Oder deren Eltern? Lehrer_innen? Ach, ich weiß: Ich bin selbst schuld. Aber eigentlich nicht, denn hätten mich meine Eltern nicht zur Schule geschickt.... Ach, warte, eigentlich ist die Stadt schuld, sie erlaubt das Eröffnen von Buchhandlungen.................

Sorry, troldepus.

Ich wollte nur sagen, mir geht es oft genauso wie dir.

 

Habt es schön

Abi

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Schön, Abi, dass du da bist! Habe gestern abend ganz spät noch an der Muschel gelauscht. Ich setze mich mal in den Schaukelstuhl. In der Zauberkanne ist schwarzer Tee mit braunem Kandis und für mein krankes Kind eine liebevoll zubereitete Hühnerbrühe. Braucht noch jemand?

 

Jetzt bin ich mal gespannt, ob sie tatsächlich die Schulen schließen... Eine Kollegin meinte gestern, sie finde es gar nicht so schlecht, dass alle Großveranstaltungen abgesagt werden. Nun seien die Menschen gezwungen, sich endlich mal wieder miteinander zu beschäftigen, ohne große Ablenkung...

 

Zum Glück ist das Herzenszimmer keine Großveranstaltung.

Habt alle einen schönen Tag.

 

Nachtigall

Renata schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Guten Morgen, ihr Lieben!

Hier könnten wir uns auch zu Tausenden treffen, ist das nicht fein?

Real bin ich gerade schon verunsichert. Es wäre doch schön, sich einfach auf den Frühling freuen zu können, auf Ostern, den Urlaub mit Besuch bei meinen Eltern. Aber: weiß man nicht. Wird wohl alles nichts werden.

Also der Frühling schon...

Noch sind bei uns die Schulen offen, ich bin gespannt. Und ich habe, klugerweise oder dummerweise, gestern dann doch mal bei meinen Ärzten angefragt, ob ich eigentlich als Risikopatientin gelte...tue ich.

Das macht die Einschränkungen irgendwie noch blöder. Habe gleich einen Termin in der großen Stadt, in die ich mich mit dem Auto eigentlich nicht traue...aber: Bus fahren? An vollen Haltestellen warten? Das dann eher doch nicht. Also werde ich wohl mal tapfer sein müssen und mich auf große Straßen wagen.

Vieles werde ich in nächster Zeit dann nicht tun können. Ich hoffe ja, dass wenigstens draußen rumlaufen, also so in Wald und Feld, noch gehen wird.

Ich lasse mal liebe Grüße hier und lausche an den Muscheln, liebe Abi, und nehme von deinem Tee, liebe Nachtigall - und wünsche euch allen, dass ihr gut durch diese Zeiten kommt oder auch: gut in diese seltsamen Zeiten hineinfindet...

Herzlich, Renata

 

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

sind gut, Renata! Das wird sogar empfohlen!

Oh, ja, pass gut auf dich auf!

 

Liebe Grüße

Nachtigall

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Oh ja, unbedingt in den Wald, Renata. Und pass ganz gut auf dich auf!

Ich mache mir natürlich auch große Sorgen um alle, die zu den Risikopatienten zählen. Einer meiner Söhne gehört dazu und unsere Oma, natürlich. Sie ist 85 Jahre alt, Diabetikerin, hatte schon einen Herzinfarkt und Brustkrebs. Wenn sie sich infiziert, wird es bestimmt dramatisch. Andererseits hat sie es gut, denn sie ist privat versichert und von liebevollen Verwandten umgeben. Ich frage mich, was wohl passiert, wenn die Krankenhausbetten und die Plätze in den Intensivstationen rar werden? Wer wird einen solchen Platz bekommen? Ich bin sehr besorgt darum, wie es den alten Menschen geht, die von winzigen Rentenzahlungen leben. Meine Nachbarin hier bekommt von ihrer Tochter Obst, frisches Gemüse, Ingwer und Vitaminpillen gebracht. Sie muss jetzt nicht in einen Einkaufsmarkt oder in die Innenstadt und kann sich ein wenig schützen. Was ist mit den anderen? Hier in der Stadt ist vor kurzem ein alter Mann mit seinem Fahrrad gestürzt. Er war deutlich erkältet, hat stark gehustet. Es hat ihm niemand geholfen. Alle sind vorbei gelaufen. Erst, als er sich auf eine Bank geschleppt hatte und laut um Hilfe rief, hat sich jemand erbarmt und den Rettungswagen gerufen.

Ja, es ist sicher richtig, dass wir vorsichtig sind.

Doch - vergessen wir dabei unsere Menschlichkeit nicht.

Wenn Großveranstaltungen abgesagt werden, ist das aus meiner Sicht eine sinnvolle Maßnahme. Allerdings bedeutet es für die vielen Freiberufler, die von solchen Events leben, schnell den finanziellen Ruin. Niemand gibt ihnen Entschädigung.

Auch Angestellte, die vorsorglich in Quarantäne gestellt werden, müssen dafür unbezahlten Urlaub nehmen.

Ich habe Angst vor diesem Virus, vor Ansteckung, Krankheit und Tod.

Gleichzeitig weiß ich, dass all dieses immer zu meinem Leben gehört. Dass ich jeden Tag bedroht bin. Doch nun habe ich nicht nur vor der Krankheit Angst, sondern viel mehr noch vor der Unmenschlichkeit, die sie mit sich bringen wird.

Was bedeutet es wohl politisch, wenn nun die Angst vor dem Fremden eine medizinische Begründung bekommt?

Corona ist ganz bestimmt schlimm. Mir graust davor, was passiert, wenn wir zusätzlich in Panik verfallen.

 

Ich stelle Brötchen auf den Tisch, war gerade beim Bäcker.

Lasst den Tag so ruhig wie möglich angehen.

Abi

Bee schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Einen guten Morgen Euch allen !

... und was ist mit Gott, mit unserem Glauben?

Corona - das Wort ist "the Elephant in the room" - wir werden mitgerissen in diesen Strudel von Angst und Panikmache! Aber, ist es nicht gerade in diesen Augenblicken zu zeigen, dass wir uns nicht nur Christen nennen, sondern es auch sind? Ist es nicht die gleiche Situation wie bei den Jüngern im Boot bei Sturm, als Jesus schlief? Und er sagte: "Oh, ihr Kleingläubigen!" - Gerade jetzt können wir doch unseren Glauben zeigen und sagen: "Ich bin in Gottes Hand. Er lässt nicht zu, dass mir etwas Böses passiert!" Klingt naiv - ist aber sicher auch Wert, darüber im eigenen Herzen nachzudenken. Dass Schlimmes um uns herum geschieht, das können wir nicht verhindern. Aber wie wir damit umgehen - darauf haben wir einen Einfluss. Ich stelle mir vor, ich bin von Gottes weichem, warmem Mantel umgeben, und wenn ich ganz schlimme Angst bekomme, drehe ich mich um, berge mein Gesicht - wie ein Kind es machen würde - an die Mutter und lasse mich einhüllen von diesem Mantel Gottes. Er lässt mich nicht allein und nicht los. Wobei Gott für mich eine weibliche Gestalt darstellt - eine liebevolle Mutter. Das ist meine Art, mit dieser Angst umzugehen. Angst habe ich, große Angst sogar. Aber das weiß Gott, und gerade weil er/sie mich nicht dafür verurteilt, darf ich zu meinem Gott kommen und Schutz und Hilfe finden.

Ich wünsche uns allen, dass wir gut durch diese Zeit hindurch kommen. Und ich wünsche uns allen ein gesegnetes Wochenende - was auch immer Ihr vorhabt.

Bee

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

"Ich bin in Gottes Hand. Er lässt nicht zu, dass mir etwas Böses passiert!"

Liebe Bee, ich freue mich, dass du einen solchen Glauben hast.

Er gibt dir Trost und Halt.

 

Ich glaube das nicht. Für mich ist Gott weder ein Mann noch eine Frau. Und Gott beschützt mich nicht vor Schmerz, Krankheit, Not oder Tod.

Gott ist unfassbar, unsagbar und unendlich. Gott ist eine unvorstellbare Energie. Alles Leben kommt aus dieser Energie und kehrt zu ihr zurück.

Das ist mein Glaube.

Doch hier auf der Erde gibt es nun die Spaltung der Energie in Gut und Böse.

Und wir sind mitten darin. Da wir leben, werden wir sterben.

Warum sollte meine Nachbarin Corona bekommen und ich nicht? Betet sie nicht auch, glaubt sie nicht auch? Sollten etwa alle Christen verschont werden, die Muslime aber nicht? Oder Atheisten?

Es ist nicht mein Glaube, dass es so funktioniert.

Ich glaube an Gott als alles verbindende Kraft. Für uns erfahrbar in Liebe, in Verbindung. Deshalb befürchte ich, dass eine solche Krise wie die Angst vor einem Virus die Menschen in Trennung, Spaltung und Separation treiben kann. So dass wir die Verbindung, die Liebe zueinander verlieren. Ich glaube, dass Verbindung uns letztendlich zu Gott führt. Jesus hat das Beispiel dafür gegeben: Er hat sich nicht von Kranken oder Verstoßenen fern gehalten. Er hat die Verbindung hergestellt, hat Liebe wirken lassen. Und das ist für mich der Weg zu Gott.

Wenn wir nun der Angst vor Ansteckung zu großen Raum geben, fürchte ich, das einzige zu verlieren, was in Zeiten großer Not helfen kann: die Liebe als Kennzeichen der Menschlichkeit.

 

Genau.

So meine ich es.

Ganz liebe Grüße

Abi

Nelle schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ja, es ist wirklich schwierig, mit diesem Virus so umzugehen, dass ich nicht in Panik verfalle oder mir von morgens bis abends Sorgen mache. Ein tiefes Gottvertrauen hilft an dieser Stelle unbedingt, das glaube ich auch. Es ist nur so schwer, daran immer und immer festzuhalten. Da bin ich in einem Moment ganz fröhlich und entspannt, da fällt mich von schräg hinten eine neue Nachricht an, die ich irgendwie mitkriege, und schon ist die ganze entspannte Haltung hin! Da nicht den Kopf zu verlieren oder in den Sand zu stecken, ist manchmal eine unheimliche Anstrengung für mich.

 

Es erreichen mich auch hier auf der Insel Nachrichten aus der Heimat: mindestes von einem unserer Altenheime weiß ich, das sie es heute abgeriegelt haben. D.h. die Angehörigen dürfen nicht mehr hinein. Klamotten oder sonstiges dürfen sie vor die Tür legen und dann anrufen, damit es reingeholt wird - abstrus, oder? Die Alten, diejenigen, die sowieso oft einsam sind, werden jetzt noch mehr vereinzelt. Ob das zu ihrem Wohlbefinden beiträgt? Ich weiß nicht. Ich warte jetzt nur noch auf die Nachricht, dass die Schulen und Kindergärten schließen - das wäre desaströs für die ganze Gegend!

 

Dann habe ich soeben einen Newsletter aus einem Skigebiet in Österreich erhalten, in dem sie darauf aufmerksam machen, dass sie die Skisaison zum Wochenende vorzeitig beenden. Was das alles für die einzelnen Betriebe, die Hotels und Restaurants bedeutet, mag ich mir gar nicht ausmalen.

 

Ja, ich finde es wirklich schwer, bei alledem mein Gottvertrauen aufrecht zu erhalten. Aaaaber: was es mir leichter macht, das ist all das zu tun, was mich mit Freude erfüllt: Yoga, spazieren gehen, meditieren, mit lieben Menschen quatschen, radeln, die Natur erleben mit allen Sinnen, lesen, stricken, Tee trinken... - und wenn ich das tue, was mir Freude bereitet, dann bin ich von Freude erfüllt und sehe die Welt viel mehr in Licht getaucht. Das funktioniert übrigens auch bei grauem, wolkenverhangenem Himmel. Also bei mir zumindest.

 

Ja, ich fühle mich geborgen in Gottes Hand und will diese Zuversicht gerne weitertragen in die Welt. Und den Menschen, die gerade in einem dunklen Tal wandeln, damit eine Hand reichen.

 

Soweit erstmal für den Augenblick.

 

Bleibt aufrechten Blickes in Richtung Licht!

Nelle schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Die Schleswig-Holsteinische Landesregierung hat beschlossen, dass ab Montag bis mindestens zum Ende der Osterferien alle Schulen und Kitas geschlossen werden müssen.

 

Und von der Landeskirche kommt folgendes: Die Kirchengemeinden sind aufgefordert, alle Gottesdienste abzusagen und die Beerdigungen nur im kleinsten Kreis durchzuführen.

 

Was macht dieser Virus mit uns?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seufz!

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Niedersachsen, Hamburg und NRW schließen auch alles. Und in Hannover dürfen keine Besucher mehr in die Krankenhäuser. Was bedeutet das für Kinder, Schwerkranke, traumatisierte Unfallopfer und Sterbende?

Ich sitze hier und trinke Tee.

Abi

Sonnenschein schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

KOmme gerade vom Spaziergang am Fluss zurück - herrlich wie sich das Wasser und die Sonne darauf in ein glitzerndes Silbermeer verwandeln.

Ich schicke euch allen ein paar Sonnenstrahlen udn mache mal kurz das Fenster auf,damit hier frische Luft und Vogelgezwitscher hereinweht.

 

Sonnige Grüße !

Renata schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Psalm 91:

Er wird dich mit seinen Fittichen decken, und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln.

Seine Wahrheit ist Schirm und Schild, dass du nicht erschrecken musst vor dem Grauen der Nacht, vor dem Pfeil, der des Tages fliegt, vor der Pest, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die am Mittag Verderben bringt.

 

Starke und dramatische Worte, gefällt mir, dieser Psalm.

Und doch geht es mir wie dir, Abi: das ist keine Garantie. Natürlich werde auch ich krank, egal ob ich bete oder nicht. Aber Gott ist meine Zuflucht, trotzdem und in allem.

 

Angst oder Panik habe ich keine, da bin ich ganz seltsam. Aber es ist ein unwirkliches Gefühl, unwirkliche Zeiten.

Ab Montag keine Schule. Für mich auch sonst kaum Termine, weil alles lahmgelegt wird. Ist das wie Urlaub? Eine ganz seltsame Zeit der Erholung? Der Besinnung?

 

Ich kenne das ja, vielleicht ist mir das daher nicht fremd. Wegen einer schweren Erkrankung war ich wochen- und monatelang im Krankenhaus in einem Zimmer isoliert - und dann ein weiteres halbes Jahr quasi in häuslicher Quarantäne. Jetzt geht es allen Menschen so. Ganz, ganz seltsam.

 

Ich bin froh, auf dem Land zu leben: hier gibt es keine Menschenansammlungen, noch nicht mal im Dorfladen. Ich fahre nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Wir können uns tatsächlich einigeln.

 

Und vielleicht gelingt es, nicht real, aber auf anderem Wege zusammenzurücken? Wege der Kommunikation zu finden?

 

Ich schicke an alle herzliche Grüße!

Renata

troldepus schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

So empfinde ich es im Moment auch, liebe Renata.

 

Am Morgen noch so viel Hektik, restliche Vorbereitung unserer Prüfungen, aber ein Anruf nach dem anderen. Finden die Prüfungen am Monta, Dienstag Donnerstag etc statt? Tja, wir wussten es auch nicht. Dann am frühen Nachmittag die Information deutschlandweit werden die Abschluss- Zwischen- und Fortbildungsprüfungen komplett abegsagt. Und nu? Wenn müssen wir informieren, welche Dienstleister etc. Irgendwann am Nachmittag saßen wir uns ruhig gegenüber. Wer weiß wie es dann weiter gehen wird, im Moment müssen wir uns keinen Kopf machen und irgendwann kommt das dicke Ende... Unser Gebäude leerte sich und auch draußen waren nicht mehr so viele Menschen unterwegs, ja etwas unwirklich schon und dieses Gefühl wird noch zunehmen.

 

Und all die Eltern? Wie bekommen sie es gewuppt, 5 Wochen alle Kinder zu Hause, wer kümmert sich, wie steht der jeweilige Arbeitgeber dazu... und so formulierte es mein Sohn, was mache ich mit denen, es sind ja nicht einmal dieSportplätze geöffnet..

 

Fragen über Fragen, ich persönlich merke, dass bei mir im Moment einfach irgend etwas abfällt und sich entschleunigt, Vakuumzeiten?

Nachdenlich grüße ich Euch alle ganz lieb und freue mich, dass wir uns hier ja problemlos treffen können.

 

Ach und Abi wie schön hast Du meinen Hinweis auf die "schuldige Buchhandlung" aufgegriffen, habe mich beömmelt.

 

Habt es gut

troldepus

Katrin christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Das ist es, was wir gerade brauchen, denke ich. Sich nicht verrückt machen (lassen) und sich die Menschlichkeit bewahren.

Heute hat der Krisenstab unserer Einrichtungen getagt und Maßnahmen festgelegt. Besucher dürfen (noch) rein. Da wahrscheinlaich ab Montag Schulen und Kitas geschlossen werden, gibt es Überlegungen, die Kinder intern zu betreuen, damit die Eltern arbeiten können. Das finde ich gut! Mich beunruhigt der Virus. Ja. Aber ich will mir keine Angst machen lassen.

Bis bald und viele Grüße

P.S.: Habe mir eine Muschel ausgesucht. So eine winzige, zart rosa...

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Guten Morgen, ihr lieben Bewohner und Besucher, ihr stillen Mitleser und ihr, die ihr nur mal kurz schaut, was hier so los ist. Seht ihr die Sonne, die sich in dem Glasprisma spiegelt, was da am Fenster hängt? Dann seht ihr auch den kleinen Regenbogen, den die Strahlen auf die Wände malen. Bedient euch aus der Zauberkanne, die für mich heute schwarzen Tee bereit hält. Kommt gut in diesen Tag und seid freundlich zu euch selbst. Viele Grüße von Katrin

Noa schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Das Funkeln zieht mich an - und der Duft von Kaffee aus der Zauberkanne. Frische Brötchen stelle ich auf den Tisch und selbst gekochte Aprikosenmarmelade, sonnig gelb.

 

Ihr Lieben, ich komme auch mal wieder hierher. Nach den trubeligen, vollen Wochen fühle ich mich gerade etwas aus Zeit und Raum gefallen. Kein Unterricht bis nach den Osterferien - das halte ich gut aus. In die Schule müssen wir ja trotzdem. Alle, alle Termine in der Gemeinde weg. Die vorbereiteten Gottesdienste, die Exerzitien, auf die ich mich so sehr gefreut hatte. Naja, die sind auch alleine durchzuführen, aber anders wäre schöner. Das fühlt sich sehr merkwürdig an. Und natürlich mache ich mir Sorgen um meine beiden lieben "Risikomenschen" zu Hause. Und um die Söhne, denen schon die Arbeit ausgegangen ist, und und und

 

Und dann steht in der Zeitung, dass die Tafel geschlossen hat, bis nach Ostern, sehe ich die Bilder der Kinder an der griechischen Grenze, wundere mich, dass von Idlib nichts mehr zu sehen ist. Klima und Umwelt rutschen aus dem Blickfeld. Ich ärgere mich über mich selbst, dass der kleine Vorrat, den ich auch angelegt habe, dann doch wieder mehr Verpackungsmüll produziert.

 

Meine Mitte wieder finden möchte ich und dann ruhig und besonnen und trotz allem froh meinen Weg durch das Alles gehen, auf Ostern zu zu.

 

Habt es alle schön an diesem Wochenende, gebt auf euch acht und bleibt gesund!

Noa

troldepus schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ihr Lieben,

 

nun war ich noch einige Lebensmittel einkaufen und habe dabei die Sonne genossen, das Gezwitscher der vielen Vögel, die schon wieder da sind, das Muhen der Kühe im Stall auf der anderen Straßenseite zu Hause, den Blick über die Wiesen.

 

Ja, liebe Noa, Du hast eine schöne Beschreibung geliefert: aus Zeit und Raum sind wir gefallen - eine Situation wie wir sie wohl alle nicht kennen. Und aus dem Blick verloren haben wir die Menschen, die schon seit Jahren aus Zeit und Raum gefallen sind, aber auf viel schrecklichere Art als wir hier, die in den Kriegs- und Krisengebieten meine ich. Aber ich habe gerade auch gelesen, dass Flüchtlingskinder angekommen sind. Im Stillen arbeiten bestimmt auch daran noch Menschen weiter, nur eine Nachricht scheint es derzeit nicht wert zu sein.

Gerade hatte ich noch ein Gespräch mit meinem Sohn, der meint, er müsse jetzt genauso funktionieren wie vor einer Woche, nur dass er nun zusätzlich die beiden Kinder zu Hause hat. Er muss sich noch gewöhnen an diese andere Zeit und darf dankbar sein, dass er in einer privilegierten Situation ist.

Schauen wir, was diese Situation mit uns allen macht. Ja, und ich hoffe sehr, dass die Menschlichkeit dabei nicht nur nicht verloren geht, sondern, dass wir uns wieder mehr darauf besinnen.

 

Jetzt noch ein Cappu aus der Zauberkanne, ein leckeres Brötchen mit Butter dazu - Danke der Spenderin - und dann habt es alle gut an diesem Wochenende.

 

troldepus

Renata schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ihr Lieben,

ein kleiner Gruß auch von mir in die Runde!

Troldepus, du scheinst ziemlich idyllisch zu wohnen! Einen Kuhstall habe ich leider nicht um die Ecke, wir wohnen mitten im Dorf, aber die Natur ist natürlich trotzdem quasi vor der Haustür.

Aus der Zeit gefallen fühle ich mich auch - einigermaßen normale Samstags-Tätigkeiten mache ich gerade. Später gibts Pizza mit allen möglichen Belägen, ich stelle dann hier was rein!

Das wird seltsam werden, die Tage zu strukturieren. Eigentlich gibt es ja so viel schon immer Liegengebliebenes, das mich gerade ansieht: man könnte jetzt ja aufräumen und aufarbeiten! Das kommt sicher auch noch. Aber jetzt ist erstmal erholen dran, wir hatten ja auch anstrengende Tage. Und heute Nachmittag ausführliches Draußen-Sein.

 

Herzlich, Renata

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Nun bin ich hier und habe nix zu sagen. Trinke Kaffee aus der Zauberkanne, esse ein Brötchen, schaue aus dem Fenster.

Aus der Zeit gefallen...

Ich denke an meine Eltern, die kurz nach dem zweiten Weltkrieg eine Familie gegründet haben. Mitten in Hunger, Not und Seuchengefahr und ohne nennenswerte medizinische Hilfe.

Und an all die Menschen, die auf der Welt unterwegs sind, ganz allein gelassen, ohne Unterstützung, ohne Mitgefühl. Ich kann mir das Elend auf der Flucht nicht einmal vorstellen, sie müssen es erleiden.

Kriege, Unterdrückung, wirtschaftliche Not, Verzweiflung.

 

Ja. So ist das.

Abi

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hallo, ihr Lieben, mein Dienst ist für heute zu Ende. Ich nehme mir mal ein Stück Pizza, dankeschön, Renata. Woher wusstest du, dass ich so gerne Feta mag ? ;-)

Ich weiß auch nix Neues zu sagen. So verkrümele ich mich auf's Matratzenlager. Oh ja, das gibt's hier auch. Ich wünsche euch allen eine gute Nacht. Den Kranken tiefen und erholsamen Schlaf. Und uns allen, dass wir besonnen bleiben.

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ich bin kein Fan von Martin Luther. Und ich weiß, dass das Zitat mit dem Apfelbäumchen ihm wohl zu Unrecht zugerechnet wird. Dennoch: Ich mag dieses Gedicht von Gottfried Benn, das mir gerade durch den Kopf geht. Und das ich vielleicht nicht ganz richtig zitiere. Wer es besser kann, möge mir helfen.

 

“ Was meinte Luther mit dem Apfelbaum?

Mir ist es gleich. Auch Untergang ist Traum.

Ich stehe hier in meinem Apfelgarten

Und kann den Untergang getrost erwarten.

Ich bin in Gott, der außerhalb der Welt

noch manchen Trumpf in seinem Skatblatt hält.

Meinte er das, der alte Biedermannn?

Und blickt noch einmal seine Käte an,

und trinkt noch einmal seinen Humpen Bier.

Und schläft, bis es beginnt

frühmorgens vier.

Dann war er wirklich ein sehr großer Mann,

den man auch heute noch

bewundern kann.“

 

Gute Nacht!

Abi

 

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

So, nun habe ich den vollständigen Text:

 

"Was meinte Luther mit dem Apfelbaum? Mir ist es gleich – auch Untergang ist Traum – ich stehe hier in meinem Apfelgarten und kann den Untergang getrost erwarten – ich bin in Gott, der außerhalb der Welt noch manchen Trumpf in seinem Skatblatt hält – wenn morgen früh die Welt zu Bruche geht, ich bleibe ewig sein und sternestet – meinte er das, der alte Biedermann und blickt noch einmal seine Käte an? Und trinkt noch einmal einen Humpen Bier und schläft, bis es beginnt – frühmorgens vier? Dann war er wirklich ein sehr großer Mann, den man auch heute nur bewundern kann."

Gottfried Benn: Gedichte

 

Beim Stöbern in den Gedichten von Benn und beim Nachlesen über Luther ist mir jetzt so einiges über den Autor begegnet, das mich nachdenklich macht. Ich werde mich wohl noch ein bisschen damit beschäftigen müssen.

Und ich mag das Gedicht immer noch.

 

Sternestet - ein tolles Wort!

 

Im Augenblick beschäftigt mich die Frage, was es bedeutet, sich in Bezug auf Corona "keine Angst machen zu lassen". Darüber denke ich seit gestern nach. Mir ist es überhaupt sehr wichtig, mir keine Angst machen zu lassen. Damit meine ich, dass ich nicht möchte, dass äußere Einflüsse Ängste in mir entstehen lassen, die ich aus mir selbst heraus nicht habe. So lebe ich doch mein ganzes Leben lang mit der Gewissheit, dass mir Schlimmes geschehen kann. Das ist auch schon passiert in meinem Leben. Krankheit, Schrecken, Qual, Tod - alles schon gehabt. Ich weiß, dass ich nicht verschont bleibe. Trotzdem lebe ich weiter. Oft sogar sehr fröhlich. Ich weiß auch, dass meine nächsten Menschen in Gefahr sind. Sie könnten einen Unfall erleiden, eine Krankheit bekommen oder Schlimmeres. Doch ich habe deswegen nicht ständig Angst. Ich fühle manchmal eine Sorge, und in bestimmten Situationen habe ich auch mal schlaflose Nächte. Doch insgesamt lebe ich einfach weiter. Treffe Menschen, nehme an Veranstaltungen teil, genieße, lausche, freue, schreibe, denke, ärgere mich. Obwohl wir alle von Keimen umgeben sind, genetische Veranlagungen in uns tragen, Nahrung essen, die möglicherweise durch Chemie verseucht ist und am Straßenverkehr teilnehmen. Ich denke einfach nicht dauernd darüber nach. Ich überlege mir grundsätzlich, was vernünftig ist und handle danach. Also: Ich schaue nach links und rechts, bevor ich die Straße überquere. Und das bringe ich auch den Kindern bei. Ein Cousin von mir wurde im Alter von 14 Jahren trotzdem überfahren und ist gestorben. Weil der Autofahrer betrunken war. So etwas kommt vor, das weiß ich. Aber ich denke nicht ständig darüber nach.

Nun kommt Corona.

All diese Meldungen. Und ich erlebe, dass mir von vielen Menschen wohlgemeinte Ratschläge erteilt werde. Lies dies, lies das. Sieh dir die Sendung an, kauf dir Toilettenpapier und Nudeln....

Und das Ganze bekommt eine Dimension als ob gerade ein Lastwagen in mein Haus knallen würde. Dabei ist es nicht real. Die Wahrscheinlichkeit, einem solchen Virus zu begegnen ist relativ gering. So wie die Wahrscheinlichkeit, auf dem Zebrastreifen einem betrunkenen Autofahrer zu begegnen. Es kann passieren. Ja, das weiß ich. Ich möchte aber nicht, dass dem Thema mehr Raum gegeben wird als anderen Gefahren auch. Ich möchte nicht in großer Sorge sein, weil ich mir Brötchen beim Bäcker holen muss und dabei der Nachbarin begegne. Ich möchte so ruhig und gelassen bleiben, dass ich ihr wie immer einen schönen Tag wünschen und ein Schwätzchen mit ihr halten kann. Es reicht, wenn ich einhalte, was allgemein üblich ist: Hände waschen, Vitamine nehmen. Und in der derzeitigen Situation halte ich mich natürlich auch an das, was die allgemeinen Empfehlungen sind. Also meide ich größere Menschenansammlungen.

Und wenn mir nun doch jemand ins Gesicht gehustet hat? Dann möchte ich auch ruhig bleiben. Ich mache ja alles, was ich kann. Dann ist das eben passiert. Und nun kann ich trotzdem weiter machen. Meine Angst kann sich zurück halten. Sie braucht mich erst zu warnen, wenn ich hohes Fieber bekommen sollte. Denn Angst hilft mir überhaupt nicht. Im Gegenteil: Wird sie zu groß, dann schwächt sie das Immunsystem.

In diesem Sinne meine ich es, wenn ich sage, wir sollten uns jetzt keine Angst machen lassen.

 

Mir hilft der Gedanke von Gottfried Benn sehr: Dass ich mehr bin als ein funktionierender Körper. Dass ich in Gott bin, ewig.

 

So, nun habe ich mich hier ausgebreitet.

War ja genug Platz da.

 

Ich hoffe, ich habe dich nicht geweckt, liebe Katrin Christine, hinten auf deinem Matratzenlager.

 

Die Zauberkanne steht bereit. Brötchen, Marmelade, selbst gemachte Butter und ein Stück duftender Bergziegenkäse stehen daneben.

Alles vollkommen frei von Viren und Bakterien.

 

Habt es schön

Abi

 

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

So, nun habe ich den vollständigen Text:

 

"Was meinte Luther mit dem Apfelbaum? Mir ist es gleich – auch Untergang ist Traum – ich stehe hier in meinem Apfelgarten und kann den Untergang getrost erwarten – ich bin in Gott, der außerhalb der Welt noch manchen Trumpf in seinem Skatblatt hält – wenn morgen früh die Welt zu Bruche geht, ich bleibe ewig sein und sternestet – meinte er das, der alte Biedermann und blickt noch einmal seine Käte an? Und trinkt noch einmal einen Humpen Bier und schläft, bis es beginnt – frühmorgens vier? Dann war er wirklich ein sehr großer Mann, den man auch heute nur bewundern kann."

Gottfried Benn: Gedichte

 

Beim Stöbern in den Gedichten von Benn und beim Nachlesen über Luther ist mir jetzt so einiges über den Autor begegnet, das mich nachdenklich macht. Ich werde mich wohl noch ein bisschen damit beschäftigen müssen.

Und ich mag das Gedicht immer noch.

 

Sternestet - ein tolles Wort!

 

Im Augenblick beschäftigt mich die Frage, was es bedeutet, sich in Bezug auf Corona "keine Angst machen zu lassen". Darüber denke ich seit gestern nach. Mir ist es überhaupt sehr wichtig, mir keine Angst machen zu lassen. Damit meine ich, dass ich nicht möchte, dass äußere Einflüsse Ängste in mir entstehen lassen, die ich aus mir selbst heraus nicht habe. So lebe ich doch mein ganzes Leben lang mit der Gewissheit, dass mir Schlimmes geschehen kann. Das ist auch schon passiert in meinem Leben. Krankheit, Schrecken, Qual, Tod - alles schon gehabt. Ich weiß, dass ich nicht verschont bleibe. Trotzdem lebe ich weiter. Oft sogar sehr fröhlich. Ich weiß auch, dass meine nächsten Menschen in Gefahr sind. Sie könnten einen Unfall erleiden, eine Krankheit bekommen oder Schlimmeres. Doch ich habe deswegen nicht ständig Angst. Ich fühle manchmal eine Sorge, und in bestimmten Situationen habe ich auch mal schlaflose Nächte. Doch insgesamt lebe ich einfach weiter. Treffe Menschen, nehme an Veranstaltungen teil, genieße, lausche, freue, schreibe, denke, ärgere mich. Obwohl wir alle von Keimen umgeben sind, genetische Veranlagungen in uns tragen, Nahrung essen, die möglicherweise durch Chemie verseucht ist und am Straßenverkehr teilnehmen. Ich denke einfach nicht dauernd darüber nach. Ich überlege mir grundsätzlich, was vernünftig ist und handle danach. Also: Ich schaue nach links und rechts, bevor ich die Straße überquere. Und das bringe ich auch den Kindern bei. Ein Cousin von mir wurde im Alter von 14 Jahren trotzdem überfahren und ist gestorben. Weil der Autofahrer betrunken war. So etwas kommt vor, das weiß ich. Aber ich denke nicht ständig darüber nach.

Nun kommt Corona.

All diese Meldungen. Und ich erlebe, dass mir von vielen Menschen wohlgemeinte Ratschläge erteilt werde. Lies dies, lies das. Sieh dir die Sendung an, kauf dir Toilettenpapier und Nudeln....

Und das Ganze bekommt eine Dimension als ob gerade ein Lastwagen in mein Haus knallen würde. Dabei ist es nicht real. Die Wahrscheinlichkeit, einem solchen Virus zu begegnen ist relativ gering. So wie die Wahrscheinlichkeit, auf dem Zebrastreifen einem betrunkenen Autofahrer zu begegnen. Es kann passieren. Ja, das weiß ich. Ich möchte aber nicht, dass dem Thema mehr Raum gegeben wird als anderen Gefahren auch. Ich möchte nicht in großer Sorge sein, weil ich mir Brötchen beim Bäcker holen muss und dabei der Nachbarin begegne. Ich möchte so ruhig und gelassen bleiben, dass ich ihr wie immer einen schönen Tag wünschen und ein Schwätzchen mit ihr halten kann. Es reicht, wenn ich einhalte, was allgemein üblich ist: Hände waschen, Vitamine nehmen. Und in der derzeitigen Situation halte ich mich natürlich auch an das, was die allgemeinen Empfehlungen sind. Also meide ich größere Menschenansammlungen.

Und wenn mir nun doch jemand ins Gesicht gehustet hat? Dann möchte ich auch ruhig bleiben. Ich mache ja alles, was ich kann. Dann ist das eben passiert. Und nun kann ich trotzdem weiter machen. Meine Angst kann sich zurück halten. Sie braucht mich erst zu warnen, wenn ich hohes Fieber bekommen sollte. Denn Angst hilft mir überhaupt nicht. Im Gegenteil: Wird sie zu groß, dann schwächt sie das Immunsystem.

In diesem Sinne meine ich es, wenn ich sage, wir sollten uns jetzt keine Angst machen lassen.

 

Mir hilft der Gedanke von Gottfried Benn sehr: Dass ich mehr bin als ein funktionierender Körper. Dass ich in Gott bin, ewig.

 

So, nun habe ich mich hier ausgebreitet.

War ja genug Platz da.

 

Ich hoffe, ich habe dich nicht geweckt, liebe Katrin Christine, hinten auf deinem Matratzenlager.

 

Die Zauberkanne steht bereit. Brötchen, Marmelade, selbst gemachte Butter und ein Stück duftender Bergziegenkäse stehen daneben.

Alles vollkommen frei von Viren und Bakterien.

 

Habt es schön

Abi

 

Renata schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ihr Lieben hier,

klar wusste ich das mit dem Feta, Katrin-Christine ;-)

Und die Angst, liebe Abi...spannend, deine Gedanken dazu.

Ich habe irgendwie das Bild von großen Toren, die eins nach dem anderen "rumms" zugehen: Kinos, Theater, überhaupt alles.

Für mich persönlich habe ich keine Angst. Ich glaube aber, das ist Veranlagung: ob man sich alles mögliche ausmalt, was passieren könnte, oder eben auch nicht, egal, wie große oder real Gefahren sind.

Das Virus zu bekommen ist wohl schon viel wahrscheinlicher als von einem Radfahrer überfahren zu werden. Daran dann auch zu sterben wieder nicht.

Und: es geht um den Herdenschutz. Spannend, dass das so funktioniert, wo es doch bei vielen anderen Dingen nicht gut funktioniert, man nehme das Beispiel Impfungen.

Ich kenne das, diese ganzen Maßnahmen, sich selbst zu isolieren. Wenn es notwendig ist, dann ist das eben so, für sich und andere.

Extrem ist es schon.

Und mir geht im Kopf herum, was du über unsere Lage allgemein und die Frage nach z.B. Flüchtlingen schreibst, liebe Abi. Für uns ist das immer noch ein vergleichbar kleines Problem.

Jetzt braucht mich mein Töchterchen, die jetzt langsam mal frühstückt ;-).

Kommt gut durch diesen hier sonnigen Tag, ihr alle hier!

Herzlich, Renata

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ja, wir haben es tatsächlich noch vergleichsweise gut. Obwohl einer alten Nachbarin meiner Schwiegermutter gestern in Hildesheim die Aufnahme ins Krankenhaus verwehrt wurde, es gibt nicht genug Betten, hieß es. Sie ist dann an den Folgen ihres Sturzes zu Hause gestorben.

Wahrscheinlich wäre das nicht zu verhindern gewesen. Und möglicherweise war es zu Hause ja auch besser als im Krankenhaus. Dennoch war ich ein bisschen erschüttert, als ich das gerade gehört habe. Immerhin: Sie hatte ein Zuhause, und Geborgenheit.

Was es wohl bedeutet, auf der Flucht zu sein und krank zu werden? Oder kranke Kinder dabei zu haben. Nicht helfen können. Und was es wohl bedeutet, wenn diese Kinder nun zu fremden Menschen, in fremde Länder gebracht werden, damit man sie behandeln kann. Und die Eltern dürfen nicht mit?

Das ist ein Leid, das mir großen Kummer macht.

 

Na, jetzt pflege ich mal meine Halsschmerzen - hab mich leider erkältet. Aber ab morgen soll es warm und sonnig werden, das würde uns allen gut tun.

 

Tschüs

Abi

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Als ich heute morgen mit zugeschwollener Nase und schmerzenden Kieferhöhlen wach wurde, las ich deinen langen Text über die Angst, Abi. Dem kann ich wirklich nichts hinzufügen. Es tut gut, mit euch zu "reden", hier im Herzenszimmer, im Forum. Ich bin froh über diese Möglichkeit, die die Technik uns bietet.

 

Renata, es ist gut, dass du der Situation so ruhig begegnen kannst. Panik bringt ja auch nichts. Mit meinen erwachsenen Kindern stehe ich per Handy in Kontakt, sie sind auch vergleichsweise gelassen. Die beiden anderen verarbeiten das Geschehen auf ihre Weise: einerseits Ärger und bei der Kleinen auch Trauer darüber, Freunde lange nicht sehen und einladen zu können, andererseits eifrige Planung von Unterricht zu Hause ( Mama, du musst am Mittwoch mit mit Sport machen!) - ich, ausgerechnet!!! - und Dingen, die wir schon lange einmal tun wollten und wofür wir jetzt leider keine Ausrede mehr haben... Es hat einen Hauch von Abenteuer.

 

Ich werde mich heute erstmal pflegen müssen, und ab morgen irgendwie einen gelben Schein organisieren.

 

Ich habe Ingwertee mit Honig in der Zauberkanne. Und jetzt packe ich mich in den Schaukelstuhl.

 

Nachtigall

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Nein,liebe Abi, geweckt hast du mich nicht auf meinem Lager;-) Ich war heute früh in MEINER Kirche, einem evangelischen Dom, mehr als 500Jahre alt. Und wohl zum ersten Mal gab es keinen Gottesdienst. Eine kurze Andacht. Sehr bedacht. Sehr wohltuend.

Hihi, Renata, wie gut, dass du meine Feta- Schwäche kennst.

Dankbar für die Gemeinschaft dieses Zimmers- Katrin

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

...ist übrigens mein neues Lieblingswort

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Na, dann sag ich doch auch noch schnell mal gute Nacht!

Es ist sehr still hier geworden.

Renata, heute war das Wetter so schön, da bist du bestimmt draußen gewesen. Und du, Nachtigall? Geht es dir besser?

Liebe Katrin Christine, hier sind heute auch die Gottesdienste ausgefallen. Und es soll bis Ende April keine mehr geben. Ostern ohne Gottesdienst. Das finde ich sehr besonders.

Alles wird still.

Auch hier im Zimmer.

 

Ich gehe schlafen, lasse aber noch einen gebackenen Feta mit frischem Brot hier stehen. So als Nachtmahl ;)

 

Schlaft schön

Abi

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Na, ihr. Keine Lust auf nächtliches Snacken?

Und überhaupt auf ein Treffen hier?

Ja, ich weiß auch nicht mehr viel zu sagen. Draußen renoviert die Meise eifrig das Familiendomizil im Nistkasten. Ich mag dieses stoische Weitermachen. Meisen sorgen sich wohl eher nicht. Vogelgrippe, Klimakrise, Sturm, Wind, Eichhörnchen, Elstern: Ihr Leben ist vielfältig bedroht. Was machen sie? Zwitschern, Nest bauen, ausgiebig in der Tränke baden und anschließend die Sonne genießen.

Vielleicht studiere ich noch mal Vogelkunde.

Das ist wirklich was Schönes.

 

Und ihr?

 

Allzuviel Umtriebigkeit ist ja gerade gar nicht möglich. Was macht ihr sonst? Nachtigall muss vielleicht gerade den häuslichen Unterricht organisieren. Renata geht bestimmt in der Sonne spazieren.

Und alle anderen?

Forumsquarantäne?

 

Egal, wo ihr seid und was euch gerade beschäftigt, ich wünsche euch eine gute Zeit und schicke euch meine guten Wünsche und Gedanken.

 

Und gehe dann auch mal in die stille Ecke.

 

Habt es schön.

Abi

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ja, in der Tat - ich organisiere gerade die Schulaufgaben. Die Lehrer stellen in diesen Tagen ein Lernsystem für zu Hause zusammen. Im Gymnasium gibt es eine Lernplattform, die Grundschule wird uns wohl per E- mail betreuen. Dem technischen Fortschritt sei Dank. Jetzt müsste man noch Kontakt zu Familien aufnehmen, die ihre Kinder - bisher illegal - zu Hause unterrichten und deren Erfahrungen einfließen lassen. Ich ziehe den Hut vor ihnen angesichts der Menge und Komplexität des Schulstoffs.

 

Sportunterricht wird sich wohl in Waldspaziergängen, Radfahren, Skateboard und Yoga erschöpfen. Nebenbei noch bisschen Pflanzenkunde am Hochbeet. Vielleicht ein Ostergarten als Religionsunterricht. Musik und Kunst sind eher Selbstläufer: Jeder macht, wozu er Lust hat.

 

Dank Whatsappgruppe wird auch das Klassengefüge erhalten. Also gehen wir erstmal entspannt ran.

 

Mir geht es nicht so gut, aber es ist alles normal im Rahmen eines grippalen Infektes. Eine Woche Ruhe - soweit das mit den Kindern zu Hause möglich ist - viel trinken, Nase spülen und warten, bis es sich wieder verzieht.

War gestern zeitig im Bett, deshalb ist mir dein gebackener Feta entgangen, Abi!

 

Ich hau mich jetzt aufs Matratzenlager, mit einem Karton Taschentücher. Zum Glück kann ich hier niemanden anstecken! Hühnerbrühe in der Zauberkanne.

 

Nachtigall

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Dankeschön für den Snack, liebe Abi. Und gute Besserung, liebe Kranke. Ich habe gestern noch Tomatensamen gesät. Ich habe von einer Freundin alte Sorten bekommen und bin schon ganz gespannt, ob sie aufgehen. Das ist meine jährliche Lektion in Geduld. Ich bin jetzt in unserer Einrichtung, wir fragen die Kollegen ab, wer im Ernstfall mit unseren Bewohnern in Quarantäne gehen würde. Und ich freue mich, dass die Sonne scheint. Ich habe mir fest vorgenommen, dieses Zimmer hier nicht verwaisen zu lassen. So. Bis später dann.

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

wir fragen die Kollegen ab, wer im Ernstfall mit unseren Bewohnern in Quarantäne gehen würde. [ /quote]

 

Bedeutet das, dass diese Kollegen dann so lange nicht nach Hause dürfen???

 

Fragt Nachtigall

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Wir gehen derzeit davon aus, dass die Kollegen sieben Tage arbeiten und dann gewechselt wird. Ich arbeite in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung. Die können nirgendwo hin...

Noa schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Puh, da haben wir es einfacher! Wir müssen Arbeitspakete zusammenstellen, die die Klassenlehrer verteilen - sinnigerweise über die nicht erlaubten WhatsApp Klassengruppen ;) Dann ist gegebenenfalls zu betreuen, aber dann über Email, falls sich Schüler melden. Und eine Präsenz wird es geben, aber nur einen Vormittag die Woche. Die jungen Kollegen müssen aber möglicherweise bei der Betreuung in den Grundschulen einspringen. Ich gelte schon als schutzbedürftig, muss ich mich auch erst dran gewöhnen. Überhaupt, das war eine Dienstbesprechung mit zwei Meter Abstand zwischen jedem.

 

Anschließend war ich einkaufen, da war der Ansturm letzte Woche nix dagegen. Noch viel mehr Regale leergefegt. Mittlerweile kostet mich das Mühe, mich nicht anstecken zu lassen von der Hamsterei. Da will ich mir gerne dein Meischen als Vorbild nehmen, Sabine. Ich brauche jetzt die Zeit zu Hause und im Garten um mich wieder zu erden.

 

Liebe Nachtigall, werd schnell wieder gesund und lass es dir mit deinen Kindern so gut gehen, wie es eben geht! Passt alle gut auf euch auf und bleibt gelassen und gesund

Noa

Nelle schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

habe ich gerade beim Einkaufen nicht erlebt. Aber ich war auch nicht im Supermarkt, sondern im Bioladen und beim Gärtner. Ich brauchte ein paar strahlende Farbtupfer für draußen und auf der Fensterbank in der Stube - gegen die trüben Wolken und die trüben Gedanken. Denn ich will mich nicht hineinfügen in diese schlechte Stimmung, die überall bei uns herrscht. Gute Laune ist der beste Abwehrschutz gegen Erreger jedweder Art, habe ich gelernt.

 

Außerdem hilft es ja eh nix, davon wird die Lage nicht anders. Also habe ich beschlossen, das Beste aus dem zu machen, wie es gerade ist. Punkt.

 

Für mich ist in der Zauberkanne gerade Früchtetee: Gebrannte Mandeln - mag jemand auch? Vielleicht nehme ich noch ein bisschen von Abis Feta, falls noch was übrig geblieben ist. Mag ich auch gerne.

 

Ich habe übrigens tausend Ideen, was ich jetzt alles machen kann, wenn nichts mehr läuft und ich fast nichts zu tun habe: z.B.: Ich höre meine alten Schallplatten und CDs mal wieder und frische z.T. uralte Erinnerungen auf.

 

Ist das nicht toll? Das Forum wird tatsächlich so lange seine Tore offen haben, bis das öffentliche Leben wieder läuft. So können wir noch über Ostern hinaus miteinander hier im Herzenszimmer sitzen und uns gegenseitig davon abhalten, Trübsal zu blasen. Ich freue mich darüber sehr.

Tabea schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hallo ihr Lieben,

 

gab es da nicht in früheren Zeiten auch sowas wie eine Ecke zum Verbuddeln, draußen vor der Tür? Von Ärgerlichem oder so?

Ich habe das absolute Komfortproblem. Nach Jahrzehnten endlich eine Wohnung mit einem kleinen Balkon - aber keine Balkonmöbel. Die Sonne strahlt durch alle Fenster, wir bräuchten dringend Sonnenschutz. Und es würde ja so viel Spaß machen, loszuziehen und was an Land zu ziehen. Balkonkästen auszusuchen und zu bepflanzen. Allein - können wir das machen, als Risikogruppe sozusagen? Ich bin geneigt, es morgen zu versuchen, bevor womöglich solche Läden dicht machen. Und dabei ist doch so vieles so schön! Dieses unglaubliche Vogelkonzert, die frische Luft, ich müsste nur meine Blickrichtung ändern. Fällt mir nicht so ganz leicht, und auch das ärgert mich.

 

Und dann, was ist das für eine seltsame Stille, die sich ausbreitet? Karwoche und Ostern ohne reale Gemeinde vor Ort. Vielleicht anders und anders tief als alle Karwochen und Ostertage zuvor? Bist du deinen Texten und Liedern auf der Spur, Renata? Und auch hier ist es seltsam still. Ich selbst bin es auch.

 

Gibt es Fastenvorhaben, mit denen ihr kämpft? Oder sind die Kämpfe der Schnee von gestern? Macht ihr Erfahrungen, die euch stärken?

 

Ja, und dann gibt es die politischen Themen, die früher so viel Raum eingenommen haben. Ich sehe nicht, was ich tun kann, und habe das Gefühl, mir ist sogar die Kraft abhanden gekommen, mich noch aufzuregen. Finde mich unglaubwürdig, und weiß doch: das Aufregen ändert auch nichts.

 

Es gibt auch viel, was Mut macht. Die Menschen aus meiner Gemeinde, mit denen ich telefoniere, sind alle bemerkenswert besonnen und ruhig. Viel Kreativität: Kanäle, auf denen es ein Miteinander gibt. Konzerte im Netz, kostenlos. Nachbarschaftshilfe. Würde auch gerne einen Zettel im Haus hinhängen, wer Hilfe braucht. Und gehöre doch plötzlich nicht mehr zu der Gruppe, die für andere einkaufen sollte.

 

Na ja. Ich hol mal einen Spaten und fang an, ein Loch zu graben. Aber ob das die richtige Methode ist?

 

Gott, ob du meine Seele umgräbst?

Ich hoffe auf dich.

 

Tabea

 

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ja, stimmt, der Fokus hat sich verändert. Jetzt sind andere Dinge wichtiger. Das Umorganisieren des Alltags. Wer kann helfen - wer braucht Hilfe? Was kommt noch? Eine neue Situation. Was macht das mit uns?

So ganz neu ist es aber auch nicht. Als 2002 das große Elbehochwasser fast ganz Sachsen lahmlegte, gab es auch eine riesige Welle der Solidarität und des Miteinanders. Natürlich gab es keine Ansteckungsgefahr. Aber ich denke, wir sind als Gesellschaft in der Lage, damit umzugehen. So vieles ist möglich. Und bisher fehlt es noch nicht an lebensnotwendigen Dingen. Das Wasser ist da, die Energie, die Technik, alles funktioniert (noch). Aber wir müssen in vielem grundlegend umdenken. Füreinander mitdenken, füreinander Sorge tragen. Dann haben wir eine Chance, alles einigermaßen unbeschadet zu über stehen.

 

Denkt

Nachtigall

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ihr Lieben hier, schön, euch zu lesen. Feta ist auf jeden Fall noch da :-))

Nachtigall, ich komme auch aus Sachsen und kann mich gut an die Hilfe nach dem Hochwasser erinnern. Da kamen plötzlich Menschen aus anderen Bundesländern, die Autos vollgepackt mit Lebensmitteln, Klamotten, Spielzeug und Werkzeug und haben angepackt, wo es nötig war. Ich möchte in diesen seltsamen Zeiten eine Chance sehen, sich auf das zu besinnen, was trägt. Und dazu gehört in meinen Augen die Mitmenschlichkeit und die Sorge für sich und für andere. Wir sind in unserer Gemeinde gerade dabei zu überlegen, was wir konkret tun können. Angebote zum Einkaufen, Andachtstexte per Post...Wenn Ihr noch Ideen habt, immer her damit!

Tabea, das Loch grab ruhig. Vielleicht können wir gemeinsam was drauf pflanzen...

Genießt die Farbtupfer, Nelle, ich freue mich, dass du welche gefunden hast.

Liebe Grüße von Katrin

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Das gefällt mir. Hinten im Garten steht Tabea un buddelt. Ich ziehe die Gummistiefel an, nehme die Schaufel und buddel mit. Was wollen wir da rein tun? Keine Ahnung. Vielleicht geht es ja einfach nur um das Loch? Als Kinder haben wir immer um die Wette gebuddelt. Einfach so. Nur um ganz tief in die Erde zu kommen.

Wer weiß, vielleicht tun wir gar nichts rein. Vielleicht finden wir was?

Einen Spunk, wie Pippi Langstrumpf. Das wäre fein. Jede_r sollte einen Spunk haben. Spunks sind absolut keimfrei und immun gegen jede Art von Krankheit der Seele und des Körpers. Spunks sind lieb und wunderbar. Sie spenden Wärme und Schatten, je nach Bedarf. Du kannst sie ganz klein falten oder ausbreiten. Zum Beispiel als Picknickdecke. Das machen wir, das ist fein. Und da gibt es das erste Picknick des Jahres, gleich hier bei dem wunderbaren Loch. Wir füllen es mit Wasser und haben einen Teich. Da hinein setzen wir einen süßen kleinen Frosch - aber nicht küssen! Wir brauchen mehr Frösche als Prinzen.

Ich bringe vegetarische Würstchen mit, einen Kartoffelsalat und Blechgemüse. Und ich habe auch einen Sonnenschirm - ach, den brauchen wir gar nicht, merke ich. Nun ist es schon dunkel. Na, macht nichts. Dann eben eine Taschenlampe. Wer kann denn singen? Und Flöten und Posaune spielen? Ich trommle, das krieg ich wohl hin.

 

Schön, dass ihr da seid!

Abi

Noa schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Blumen habe ich heute Mittag auch gekauft, auch in der Vermutung, dass die Läden bald schließen müssen. Aber hier in Hessen bleiben Gartencenter und Baumärkte geöffnet, zumindest vorläufig. Das gebuddelte Loch können wir also gleich bepflanzen. Und Samen habe ich mitgebracht und freue mich, dass mir die derzeitige Lage die Zeit beschert, das endlich mal rechtzeitig anzugehen. Überhaupt macht sich gerade wieder ein wenig Ruhe breit, vielleicht nur die Ruhe vor dem Sturm, aber es ist ja gut nicht schon völlig fertig hinein zu geraten. Und ich merke, dass es mir gut tut, einen Plan für die Zeit zu haben. Tabea, vielleicht kannst du wenigsten eines der Dinge angehen? Blumen und Kästen im Gartencenter, könnte das nicht doch gehen? Oder vielleicht bestellen? Oder die Küchenstühle auf den Balkon stellen? Ach du, ich wünsche dir, dass es klappt und Geduld und Gelassenheit, falls nicht.

 

Nach unseren Fastenvorhaben fragst du, Tabea. Ich hatte gar keine großen Vorhaben, hatte mich ja sehr auf die Exerzitien im Alltag gefreut. Da bin ich die letzten Tage ein wenig herausgefallen, zumindest was die regelmäßigen und längeren Zeiten anbelangt. Da mir aber das Grundthema sehr nahe ist, Gott in allem zu finden, schwingen die Themen doch beständig mit. In der vergangenen Woche ging es um Luft/Geist/Schöpfung, diese Woche um Erde/Rückblick und Neubeginn. Ich fühle mich sehr aufgehoben dabei, den Zugang über Gott zu suchen, das ist genau so, wie ich nach der langen Pause, oder eigentlich überhaupt wieder zum Glauben gekommen bin. Und vieles, aber nicht alles, was Abi erzählt, kommt meinem Glauben dabei sehr nah. So, aber halt trotzdem katholisch sozialisiert :)

Naja, der Austausch dazu fällt ja auch erst mal aus, vielleicht lässt sich da noch etwas durch die Medien organisieren. Aber bislang ist es für mich auch ohne gut...

 

Jetzt mach ich mich mal auf die Suche nach etwas essbarem, Feta wäre tatsächlich eine Alternative... Frisches Vollkornbrot mit Kürbiskernen habe ich zu bieten, wer mag, bediene sich..

 

Habt es gut, ihr Lieben

Noa

 

 

Noa schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

eben warst du noch nicht da, Abi. Um den Teich könnten wir doch auch die Muscheln legen..

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Oh ja! Wir legen die Muscheln um den Teich. Dann rauscht es, wie am Meer. Jetzt könnten wir auch ein Lagerfeuer brauchen. Und ich lege ein paar Wolldecken hin :)

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Wie gut, dass du das Loch gebuddelt hast, Tabea ;)

Elisa-Marie schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Oh, wie schön das Lagerfeuer brennt! Ich stecke noch Fackeln in den Sand, damit wir hell leuchtend für alle zu finden sind.

Was singen wir? Nada te turbe? Meine Hoffnung und meine Freude? Von guten Mächten? Ich will singen dem Herrn ein Leben lang? Abendstille? Keiner schöner Land? Andachtsjodler? O, du stille Zeit?

 

Mir ist nach singen.... oder summen. Oder einfach sitzen und atmen. Ein und aus. Ein und aus.

 

Ein wunderschöner Star naschte heute von unserem Balkon die mit Fett umhüllten Körner, die ich ausgelegt hatte. Sein gesprenkeltes Gefieder schimmerte in der Sonne in den Farben des Regenbogens.

 

Einen Regenbogen - den können wir gerade alle gebrauchen. Einen Bogen der Hoffnung. Einen Bogen der sich spannt - von einem zum anderen. Einen Bogen der uns verbindet, der konträre Meinungen überwindet. Einen Bogen der Solidarität für all jene, die in diesen Tagen unglaubliches Leisten - bis an den Rand der Erschöpfung und darüber hinaus.

 

Ich habe Kopfschmerzen, der Tag war lang und ungewöhnlich.

Was für Zeiten.

 

Ich denke an euch. Seid behütet.

Elisabeth

 

... und 19+3 geht gerade noch....

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ich finde, wir singen alles, Elisa Marie, in der Reihenfolge. Also du singst, ich schlag den Rhythmus. Ganz leise, wegen deiner Kopfschmerzen. Vielleicht hilft da ein Becher Tee? Ich hab den Kessel über das Feuer gehängt. So schön hier draußen. Ein Regenbogen, der erleuchtet das Dunkel. Hier ist alles möglich.

Taketina, taketina....

Abi

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Oh, wie schön. Ihr seid da. Die Fackeln leuchten, das Lagerfeuer brennt und wärmt. Was ich morgen unbedingt noch recherchieren muss, ist das, was du von Pipi schreibst, liebe Abi. Was sie da findet...übrigens habe ich noch ein paar Muscheln vom letzten Jahr, die ich am Atlantik gefunden habe. Hier ist der beste Platz dafür. Ich Summe Nada te turbe. Und irgendwie ist es egal, was jeder summt und singt. Es passt einfach.

Renata schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

...einen Tag nicht da gewesen, und gleich so viel Leben hier, schön!

Ich singe mit, sitze gerne mit dabei!

Gerade gibt es noch so viel zu organisieren und zu bedenken und zu tun, da habe ich noch kaum Muße. Und, natürlich, die Kinder bei Laune zu halten. Gleich heute morgen eine kleine Radtour, und dabei gleich gestürzt und die Bremse verzogen, klasse. Aber der Nachbar richtet es morgen oder übermorgen, wie gut.

Hatte heute einen dreimonatigen Check-Up im großen Klinikum und hatte halb erwartet, dass ich gar nicht rein darf...waren aber nur überall große Schilder.

Nachmittags war ich nochmal im nahen Städtchen Naturkosmetik "hamstern", da war zum Glück wenig los insgesamt, sonst hätte ich wieder kehrt gemacht.

Und jetzt wird eingeigelt. Also mit Rausgehen, klar, solange es hoffentlich noch erlaubt ist. Aber alles, was mit Kontakt zu tun hat, ist abgesagt bei mir.

Schreibtischarbeit. Und vielleicht aufräumen: dazu brauche ich mindestens fünf Wochen.

Die Kinder haben sehr konkret einiges an Aufgaben bekommen - das sie aber hoffentlich selbständig gemeinsam angehen, morgen wird eine Schul-Ecke eingerichtet und ein Tagesrhythmus eingeführt, kein Ferien-Geschlunze...

Gartenmöbel bräuchten wir auch neue, Tabea! Aber es gibt noch drei wacklige Stühle irgendwo im Keller, dann müssen die es eben tun.

Mir kommt das Ganze ja bekannt vor, nur, dass sich damals das normale Leben ja weitergedreht hat und ich die einzige "draußen" war. Vielleicht deshalb kann ich mich damit gut arrangieren - wird schon werden...

Aber jetzt bin ich ganz schön müde. Und singe und summe noch leise mit...

Habt es gut, alle hier! Und: das Forum bleibt offen? Das habe ich noch gar nicht gelesen, da muss ich mal stöbern gehen!

Herzlich, Renata

 

 

 

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ja, liebe Renata. Das Forum bleibt offen, bis das soziale Leben wieder wie gewohnt funktioniert. Das empfinde ich gerade als ein großes Geschenk.

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ach gut. Wenigstens das Forum bleibt offen. Hier schließt sonst alles. Bücherei, Café, Buchhandlung. Die Kinder dürfen nicht mehr auf den Spielplatz.

Ich versuche das nicht mehr zu verstehen.

Ich bin froh, dass hier ein Feuer brennt. Sterne funkeln direkt über unserem nächtlichen Regenbogen. Ich hab mal Cistus in die Zauberkanne gegeben und stelle sie hierher. Gut, dass wir Wolldecken haben. Singt ihr noch? --- ja, ich kann es hören.

 

Ein Spunk - das ist eine Erfindung von Pippi. Eine sehr schöne. Sie war eine gute Freundin für mich, als ich noch eine kleine Abi war. Ich wollte genauso sein wie sie.

 

Es knistert, das Feuer.

Und die Muscheln rauschen.

Ich kuschel mich in die Wolldecke und schlafe.

 

Gute Nacht

Abi

Tabea schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Summe leise: Ruhet von des Tages Müh...

Das kann man auch im Kanon summen.

Möge das Weh sich verziehen, liebe Elisa-Marie, Schlaf ganz schön.

Und bleibt behütet.

Tabea schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Gute Nacht, Abi.

Elisa-Marie schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Guuuuuuuuuuten Mooooooooorgen!

 

Der Weckdienst ist da. Raus aus den Federn! Fenster öffnen! Wollen wir ein paar Gymnastikübungen machen - oder wenigstens bewusst die klare Morgenluft ein- und ausatmen?

Ich habe schon Ingwertee gekocht, eine Obstsalat geschnippelt und einen Strauß mit Tau benetzten Osterglocken gepflückt.

Die Kopfschmerzen haben auch etwas nachgelassen und ich schaue mit Zuversicht dem Tag entgegen.

 

Bis bald :-)

Elisa-Marie

 

PS. In meinem kleinen liturgischen Abreißkalender steht heute:

"Ein Tröpflein Liebe ist mehr wert als ein ganzer Sack Gold" (Friedrich von Bodelschwingh)

SO WAHR!

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Die Kinder schlafen noch. Ich lasse sie noch ein bisschen. Wenigstens den Vorteil sollen sie von der Heimbeschulung haben. Stressfreies Lernen im eigenen Tempo. Ich halte mich nicht streng an Stundenpläne. Sie sollen ihre Aufgaben in Ruhe bis zu Ende bearbeiten. Mal sehen. Beim Grundschulkind kann ich noch ganz gut kontrollieren, beim Gymnasiasten verstehe ich vieles nicht mehr. Mal sehen, wie das mit der Lernplattform anläuft.

 

Heute muss ich einkaufen. Ich will - eigentlich - nicht hamstern, aber unter den derzeitigen Umständen überlege ich tatsächlich, ob ich mir eine Palette H-Milch (Iiiiiii!) einlagern sollte... Mein Mann sagt, ich soll nur noch im Ort einkaufen. Dann kann ich nicht mehr in unseren Biomarkt. Andererseits ist im Bioladen weniger Publikumsverkehr als im kleinen Supermarkt... Ich schwanke noch...

 

Nein, Panik entwickle ich noch nicht. Im Notfall kaufen wir für die Nachbarn mit ein bzw umgekehrt. Das wird schon gehen.

 

Einander nahe sein und füreinander da sein heißt jetzt auf Abstand gehen. Wenn ich meine Uroma liebe, besuche ich sie nicht. Der Geburtstag des Sohnes wird sehr einsam sein, die Konfirmation steht zur Zeit in den Sternen. Und wann ich das Baby meiner Schwester im Arm halten werde, das dieser Tage geboren werden soll, weiß ich auch nicht. Egal. Es gibt Telefon, Messenger, Skype. Ich denke an den 2. Weltkrieg. Dagegen leben wir hier im absoluten Luxus. Und das Forum wird auch verlängert - DANKE!!!! Ihr Lieben!

 

Nähe im Abstand. Dieses Herzenszimmer ist was besonderes. Ich nehme mir mal die Klampfe, Abi. "Imaging" von John Lennon.

 

Nachtigall

 

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Die Kinder schlafen noch. Ich lasse sie noch ein bisschen. Wenigstens den Vorteil sollen sie von der Heimbeschulung haben. Stressfreies Lernen im eigenen Tempo. Ich halte mich nicht streng an Stundenpläne. Sie sollen ihre Aufgaben in Ruhe bis zu Ende bearbeiten. Mal sehen. Beim Grundschulkind kann ich noch ganz gut kontrollieren, beim Gymnasiasten verstehe ich vieles nicht mehr. Mal sehen, wie das mit der Lernplattform anläuft.

 

Heute muss ich einkaufen. Ich will - eigentlich - nicht hamstern, aber unter den derzeitigen Umständen überlege ich tatsächlich, ob ich mir eine Palette H-Milch (Iiiiiii!) einlagern sollte... Mein Mann sagt, ich soll nur noch im Ort einkaufen. Dann kann ich nicht mehr in unseren Biomarkt. Andererseits ist im Bioladen weniger Publikumsverkehr als im kleinen Supermarkt... Ich schwanke noch...

 

Nein, Panik entwickle ich noch nicht. Im Notfall kaufen wir für die Nachbarn mit ein bzw umgekehrt. Das wird schon gehen.

 

Einander nahe sein und füreinander da sein heißt jetzt auf Abstand gehen. Wenn ich meine Uroma liebe, besuche ich sie nicht. Der Geburtstag des Sohnes wird sehr einsam sein, die Konfirmation steht zur Zeit in den Sternen. Und wann ich das Baby meiner Schwester im Arm halten werde, das dieser Tage geboren werden soll, weiß ich auch nicht. Egal. Es gibt Telefon, Messenger, Skype. Ich denke an den 2. Weltkrieg. Dagegen leben wir hier im absoluten Luxus. Und das Forum wird auch verlängert - DANKE!!!! Ihr Lieben!

 

Nähe im Abstand. Dieses Herzenszimmer ist was besonderes. Ich nehme mir mal die Klampfe, Abi. "Imaging" von John Lennon.

 

Nachtigall

 

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Zweimal wollte ich das nicht abschicken...

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Morgen, Elisa-Marie! Eben habe ich dich noch nicht gesehen! Also - hoch das Bein!

Renata schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ihr Lieben hier, Guten Morgen!

Elisa-Marie, danke für das Muntermachende, das du schreibst! Fenster ist offen! ;-)

Die Vögel singen, und die Osterglocken blühen auf der Wiese...

Das ist ja schon aufmunternd: dass man (noch?) spazierengehen kann!

Und ja, Nachtigall: wir sind, alles in allem, noch in einer sehr glücklichen Lage! Zwei Packungen H-Milch stelle ich mir wohl auch hin, habe ich heute beschlossen...obwohl die auch nicht weit reichen würden. Hier im kleinen Dorfladen wird noch relativ wenig "gehamstert", es geht ruhig und humorvoll zu.

Kommt gut in den Tag, alle hier! Um 9 Uhr startet die "Schule", dazu muss ich noch den Esstisch ausziehen, damit die beiden eine eigene Ecke dauerhaft kriegen und gemeinsam lernen können.

Herzlich, Renata

 

Noa schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ihr Lieben,

nach einer guten Nacht freue ich mich auch am Vogelgezwitscher und dem Grün, das überall sprießt. Danke für dein Anschubsen zur Morgengymnastik, Elisa-Marie!

Ja, wir haben es gut, ausreichend Platz, genug in den Schränken, Kinder erreichbar, wenn auch auf Abstand. Meine Mutter wohnt bei uns im Haus, auch darüber bin ich froh, so ist sie jetzt nicht alleine.

Ihr lieben Mütter von schulpflichtigen Kindern: Was haben es eure Kinder gut, dass ihr Raum und Rahmen schafft, weiter am Schulstoff dran zu bleiben. Danke dafür!! So viele Kinder haben das nicht, mir wird da bange , wenn ich an viele meiner Schüler denke. Nur eine Handvoll hat gestern Schulsachen abgeholt.

 

So, jetzt will ich aber auch an mein Tagwerk gehen, den langsamen Anfang habe ich mir auch gegönnt :)

 

Kommt gut durch den Tag, bis später

Noa

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Imagine all the people living life in peace....

 

Das summe ich. Und nehme gern einen Tee. Noch geht kein Sport, aber in der Sonne sitzen tut gut.

Ach, ich bin erkältet.

Wie gut, dass ich euch hier trotzdem treffen kann.

H- Milch mag ich nicht. Aber ich habe zwei Pakete Hafermilch, die hält auch ewig.

Nun kommt ein Tag, der mit komischen Geschichten beginnt: Weitere Jobabsagen für die Kinder, der Enkel braucht nun einen Computer, damit er am Schulunterricht teilnehmen kann. Das kostet alles Geld. Was machen die Leute, die das einfach nicht bezahlen können?

Und: Wie lange kriegen wir das hin?

Ich möchte auch gern helfen und finde mich erstaunlicherweise in der Gruppe der Risikoleute. Das fühlt sich komisch an. Ich gehe selbst einkaufen. Hier, im Laden um die Ecke. Und ich gehe auch zur Post und schicke dem Enkel ein Päckchen. Gerade werde ich eher trotzig als traurig. Auch eine psychische Reaktion. Gestern hat mir jemand gesagt, wir dürften doch mit dem Hund nicht mehr rausgehen????? Ich fasse es nicht. Unsere Hündin ist eh froh, wenn der Spaziergang an der nächsten Ecke endet. Aber was tut man mit einem jungen Tier?

 

Seufz.

Ich will eigentlich Positivität verbreiten.

Also: Die Sonne scheint, auf der Terrasse steht Elisa Maries super Frühstück, hinten am Teich quakt der Frosch, John Lennons Song klingt durch den Garten, Renata kocht bestimmt nachher Kakao aus der Milch, die sie noch ergattert.

 

Wir haben es schön!

Abi

Renata schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Abi, du Hellseherin, die Kinder sitzen mit Kaba an ihren Aufgaben, die Große ist die Lehrerin und sagt dem Kleinen, was er wann machen soll, es scheint gut zu klappen bis jetzt.

Jobabsagen und Computerkaufen, das klingt heftig.

Und: natürlich darf man (im Moment noch...) hingehen, wohin man will mit dem Hund!!! Ich habe gelesen, dass das auch bei Ausgangssperre möglich wäre, möglichst kurz, möglichst ohne Leute zu treffen und so...ist in einer Großstadt wohl schwierig, aber für dich hoffentlich möglich?

Liebe Noa, ja, natürlich sind die Kinder begünstigt, bei denen es eh gut läuft. Ungerecht, wie auch sonst im Leben, finde ich.

Ich muss eigentlich telefonieren und schreibtischen - also winke ich nur kurz in die Runde!

Herzlich, Renata

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Das summe ich mit! Dankeschön für's Frühstück und die Ermunterungen. Ich habe heute frei und lasse es ruhig angehen. Ich bin dann im Garten zu finden. Bis später, ihr Schätze.

Tabea schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hallo ihr Lieben,

 

bin langsam in den Tag gestolpert. Morgens hat mich seit Tagen ein graues Monster gut im Griff, das sich erst langsam dem Sonnenschein und Vogelgezwitscher ergibt und sich schlafen legt. Das kenn ich sonst gar nicht, ich bin ein ausgesprochener Morgenmensch.

 

Abi, da geht es mir wie dir: plötzlich zur Risikogruppe zu ggehören statt anzupacken fühlt sich megafremd an. Das mit dem PC find ich ärgerlich. Das kann man nur mit Klassen machen, in denen alle einen Zugang zum PC oder Tablet o.a.haben, denke ich. Kann er denn nicht innerhalb der Familie ein Gerät mitnutzen? Und Unterricht, dachte ich, soll eigentlich nicht sein, nur Üben und Festigen, wegen der Chancengleichheit. Ich stell dir mal fairen Osaft hin. Tut vielleicht gut.

 

Ich hab beschlossen, wenn ich noch einmal die Woche zum Supermarkt gehen kann, in der möglichst nicht frequentierten Zeit, dann kann ich auch noch Stühle für den Balkon kaufen, und eben dann gehen, wenn kaum jemand im Laden ist. Die Infos vom Podcast des NDR (Drosten) und aus der ARD machen mich da eher gelassen. Wenn ich dann nicht raus kann, habe ich es wenigstens auf dem Balkon gemütlich. Und vielleicht kriegen wir ja auch noch einen Balkonkasten hin, wer weiß.

 

Gestern habe ich hier einen Buntspecht entdeckt. Hat jemand eine gute Vogel-App? Möchte so gerne rauskriegen, was hier herumfliegt.

Auf jeden Fall zu viele Elstern, scheint mir.

 

Ich werde jetzt mal die Post für meine kleine Gemeindegruppe eintüten. Gestern hab ich die Arbeit von zwei Stunden versehentlich gelöscht, das war dann meine Aufgabe nochmal heute morgen.

Und dann werde ich mich ergeben und putzen. Das mach ich schrecklich ungern. Aber ich versuch das mal positiv anzugehen. Vielleicht kann ich nachher blanke Böden und ein blankes Fenster melden.

 

Das klingt so gemütlich, Renata, mit der Schule am Küchentisch, mich vergnügt das. Würde gerne Mäuschen spielen.

 

Habt es gut!

Tabea

Hach, schon wieder so ein spannender Vogel. Bis ich mein Fernglas geholt habe, ist er wech... ich jetzt auch.

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

War das schön draußen! Ich habe das Laub vom Vorjahr zusammengerecht, und plötzlich sieht man viele junge Trieb, z.B. von Tulpen. Eine Amsel hat mich hartnäckig verfolgt und sich an dem Getier gütlich getan, was da so unter dem Laub saß. Und ein Rotkehlchen war da! Die mag ich so gerne. Eine Vogel - App kann ich leider nicht empfehlen, liebe Tabea. Aber ich stelle mal Essen hin, heute gibt es Reis mit gedünstetem Gemüse. Lasst es euch schmecken. Bis später!

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Oh, du hast gekocht, Kathrin Christine :) Wie schön! Ich liebe es, wenn jemand kocht und ich es nicht selbst machen muss.

Das tut so gut.

Liebe Tabea, ich find's gut, dass du die Stühle einkaufst. Es ist gerade so schön auf Terrasse und Balkon. Mit einer VogelApp kann ich leider nicht dienen. Ich habe immer noch so einen zerfledderten alten Vogelführer von Kosmos. Bei uns sind es hauptsächlich Meisen und Spatzen derzeit. Manchmal kommt auch ein Rotkehlchen vorbei, wie bei dir, Noa.

Ich war in der Stadt und habe die Entdeckung gemacht, dass die Menschen viel freundlicher als sonst waren. Man hält Abstand, lächelt sich aber zu, hat ein freundliches Wort oder einen kleinen Witz füreinander.

Und alle rufen sich zu:"Bleibt gesund!"

Das hat mir gefallen.

 

Tschüs

Abi

 

Noa schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ich hab auch keine Vogel App, ein altes Buch gibt es irgendwo. Aber ich hatte einen Vater, der sie alle kannte, am Gezwitscher erkannte. Bis letztes Jahr musste ich mir das nicht merken, weil ich ihn immer fragen konnte..

Ich kenne aber trotzdem einige und mag die Rotschwänzchen sehr gerne. Die hüpfen auch immer um mich herum, wenn ich im Garten bin.

 

Jetzt werde ich Blumen aussäen und Tomaten :-)

Tabea, hast du Balkonmöbel ergattern können?

Bis später

Noa

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Tabea, guck mal hier:

 

nabu.de/natur-und-landschaft/natur-erleben/spiele-apps-klingeltoene/vogelfuehrer/index.html

 

Da könntest du fündig werden :)

Also, wenn die Sonne ein gutes Mittel gegen Corona ist, dann war heute ein ganz guter Anti-Virus-Tag hier.

Es strahlte total vom Himmel herunter, die Vögel zwitscherten um die Wette, der Goldfisch zog muntere Kreise im Teich. Nur das Kinderlachen hat im Park gefehlt, der Spielplatz war so leer wie die Regale mit dem Toilettenpapier. Das war wirklich spooky.

Dafür gab es einen Kaffee mit dem Liebsten auf der Terrasse.

 

Ich habe ein paar Zweige vom Kirschbaum mitgbracht und in die Vase gestellt. Eine erste,vorwitzige Hummel brummt darin.

 

Nun bin ich gespannt, welche Vögel du vom Balkon aus entdeckst, Tabea.

 

Bis später

Abi

 

 

troldepus schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hallo Ihr Lieben,

da will ich mich auch mal melden. Eure Beiträge habe ich nur überflogen.

 

Erschreckend wie viele Leute nicht richtig verstehen in welcher Situation wir uns befinden, da helfen scheinbar auch all die Informationen der Medien, die ja wirklich gut und sachlichsind, bei manchen Mitmenschen nichts.

Bisher hat es noch nicht geheißen, dass Hunde nicht raus dürfen, wer fühlt sich da bemüssigt, andere anzumachen?

Leerer Kinderspielplatz bei dem wunderbaren Wetter ist schon wirklich spuky, aber richtig. Eine Freundin erzählte gerade, dass ihre Tochter - Erzieherin - entsetzt war über volle Spielplätze im Rheinland, auf denen Eltern und Kinder nah beieinander hockten. "Wir schicken die Kinder aus gutem Grunde nach Hause und dann hocken sie hier aufeinander." Bei so viel Unvernunft einiger Menschen wird die Ausgangssperre dann folgen.

Tabea, konntest Du noch einkaufen? Ich war gestern Abend noch schnell Druckerpatronen und Leuchtmittel kaufen, die ich dringend benötigte, weil ich schon für heute mit Ladenschließungen gerechnet habe. Na, aber die Gartenbaumärkte und Baumärkte dürfen wohl noch aufbleiben und PCs bekommt man ja vielleicht noch übers Internet.

Ich hatte heute meinen ersten Tag im Homeoffice - auch eigenartig. Aber ich bin froh, dass mir die täglich zweimal 40 Minuten S-Bahn erspart bleiben. Auch ich gehöre zur Risikogruppe und seit die Urlauber aus den Corona Hotspots in den Skigebieten zurück sind, explodieren die Zahlen in Hamburg. Mit 13,8 nachgewiesenen Infektionen pro 100.000 Einwohner ist Hamburg jetzt Spitzenklasse und der Speckgürtel gleich mit. Mal sehen was diese außergewöhnlichen Zeiten noch alles mit uns machen werden.

Jetzt räume ich erst einmal auf, trenne privat von beruflich - das muss ich machen, sonst bringe ich alles durcheinander, nicht nur tatsächlich den Papierkram, sondern auch meine innere Verfassung. Ich nutze jetzt auch einen alten PC für Privates und den anderen für Berufliches. Ich war heilfroh, es heute morgen geschafft zu haben, mich im Büro einzuloggen. Aber ruhig ist es geworden, fast alle Räder stehen erst mal still.

Ich nehme mir einen leckeren Tee aus der Zauberkanne und genieße noch ein wenig die Ruhe hier. Habt es alle gut miteinander.

troldepus

Spaziergängerin schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

 

Guten Abend, ihr lieben Menschen mit den weit geöffneten Herzenstüren.

 

Liebe Tabea,

die Vogel App vom Nabu, auf die Abi dich hinweist, habe ich auf meinem Smartphone und bin recht zufrieden damit.

Dafür dass die Basisversion kostenlos ist, bietet sie doch viele Informationen und ist auch sehr gut bebildert. Zur Bestimmung der Vogelstimmen, ist für 3 oder 4 Euro auch eine Ergänzungs-App erhältlich. Ebenso für die Bestimmung der Eigelege, die ich allerdings nicht habe.

 

Falls du dich dafür entscheidest, wünsche ich dir viel Freude damit.

 

Liebe Grüße verbunden mit besten Wünschen für Euer aller Wohlergehen.

 

Renata schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ihr Lieben,

Danke für den App-Tipp, lade sie gerade runter!

Mit den Kindern war ich im Wald, das war eine richtig gute Idee.

Jetzt bin ich müde - irgendwie sind diese Tage total anstrengend, obwohl ich länger schlafen kann als sonst. Noch fehlt die Routine, noch ist so viel verschiedenes zu tun und unter einen Hut zu bringen.

Aber an sich richten wir uns ganz gut ein.

Es ist schon eine herausfordernde Zeit. So viele haben die Maßnahmen noch nicht wirklich begriffen, scheint mir...

Ich wünsche euch allen eine gute, erholsame Nacht.

Seid lieb gegrüßt,

Renata

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

So einen vollkommen veränderten Ablauf mit Kindern und Berufstätigkeit stelle ich mir sehr anstrengend vor. Da wäre ich auch müde. Mir tun die Eltern von kleinen Kindern leid, die keinen Garten haben und nun noch nicht mal auf den Spielplatz gehen können. Und das bei dem schönen Wetter. Es werden sicher sehr anstrengende Wochen.

Die Maßnahmen verstehe ich allerdings auch nicht so richtig.

Restaurants müssen ab 18:00 Uhr schließen, als ob die Ansteckungsgefahr abends größer wäre. Der kleine Nähladen um die Ecke muss schließen, der Friseur nebenan allerdings nicht.

Warum darf die Buchhändlerin ihre Bücher nicht verkaufen, der Schuhladen aber seine Schuhe? Warum dürfen wir in manche Geschäfte nur einzeln eintreten, während in der Post eine lange Menschenschlange dicht aufeinandergerückt auf Bedienung wartet?

Da scheint mir doch noch einiges undurchdacht zu sein.

Es stimmt zum Glück: Noch dürfen Hunde ohne Corona-Beschränkung ausgeführt werden. Es hat sich wohl jemand voreilig aufgeregt. Mal sehen, was noch kommt.

Liebe troldepus, bei deinem Erzählen ist mir aufgefallen, dass ich eigentlich immer ein Homeoffice hatte, weil ich ja so viel Vorbereitungen von Zuhause aus gemacht habe. Und: Ja, es war auch für mich wichtig, getrennte Bereiche zu haben. Besonders, als die Kinder klein waren und ich ansonsten völlig durcheinander gekommen wäre. Lange Zeit galt für mich, dass nachmittags das Arbeitzimmer tabu war. Erst wenn die Kinder schliefen - also ca. ab 20:30 - bin ich dann wieder an den Schreibtisch gegangen. Das gab oft lange Nachtsitzungen. Und dann musste ich ja meist schon vor sechs Uhr morgens wieder raus, Familienfrühstück herrichten, Kinder auf ihre Wege bringen und selbst um spätestens halb acht wach, munter, konzentriert, freundlich und fröhlich in der Schule sein.

Heute weiß ich gar nicht mehr zu sagen, woher die Kraft immer kam.

Und die jungen Menschen, die jetzt mitten in diesem Familien/Berufsgewusel stecken, tun mir oft leid.

Und nun auch noch Corona!

Ich habe wirklich Hochachtung vor dieser Leistung.

 

Liebe Noa, ich habe gelesen, dass es auch funktioniert, wenn man eine Tomate aufschneidet und in der Erde vergräbt. Daraus sollen dann auch wunderschöne Pflanzen wachsen. Hast du das schon mal versucht?

 

Ich bin soooo gespannt auf deinen Balkonmöbel Bericht, Tabea.

Vor vielen Jahren hat sich einmal ein Mann in Hannover so unglücklich in seinen klappbaren Balkonstuhl eingeklemmt, dass er von der Feuerwehr befreit werden musste. Pass also gut auf mit deinen Möbeln ;)

 

Ich gehe jetzt schlafen, draußen ist es doch wieder recht frisch geworden. Am Bett wartet ein echter Schinken: The Fiery Cross von Diana Gabaldon. Wirklich kitschig. Richtig gut. Und eine echte Herausforderung für meine Englisch Kenntnisse.

 

Schlaft schön!

Abi

 

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Guten Morgen, ihr Lieben, danke für den Tipp mit der Vogel- App. Ich stelle es mir auch schwierig vor, jetzt den Alltag mit kleinen und auch größeren Kindern zu organisieren. Viel Kraft euch allen für das, was heute ansteht. Damit ihr eine gute Basis habt, steht das Frühstück bereit. Müsli, Obst, Brot und Käse. Und das dort in der blauen Schüssel ist Hummus. Keine Erde, auch wenn es so heißt, hihi.Aus Kichererbsen und Sesampaste, mit einem Spritzer Zitronensaft. Kommt gut in diesen Tag. Bis später!

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

So schönes Frühstück, Katrin- Christine! Danke. Hier hält es sich ja lange frisch, da kann ich später zugreifen. Gerade geht bei mir nur eine Tasse Kaffee. Oder zwei.

Seit gestern haben wir eine neue, wunderschöne Kaffeekanne :)

Sieht bestimmt so aus wie unsere Zauberkanne.

Die Sonne scheint, das ist so schön.

Gerade war in unserem Garten ein Star, er hat zum Meisenhäuschen reingeschaut. Fressen Stare Meiseneier?

Er ist schon wieder abgeflogen, ich hoffe, die Meisen sind nicht zu sehr erschrocken.

Ich gehe heute nochmal raus in den Wald. Leider humpelt meine alte Dame ganz schlimm und kann wohl nicht mitkommen. Ich gehe abends dann mit ihr noch eine kleine Runde in den Park. Bewegung ist wichtig, sagt die Tierärztin. Das ist bei Mensch und Hund gleich.

Allen Müttern kann ich noch "planet schule" empfehlen. Da gibt es tolle Sachfilme zu allen möglichen Themen. Es gibt planet schule für die Grundschule und für die weiterführende Schule.

Falls euch die Ideen ausgehen...

So, nun kommt die zweite Tasse Kaffee. Und ganz langsam nähere ich mich dem Frühstück.

 

Habt es schön

Abi

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Der Sohn hat heute Geburtstag und nimmt zur Feier des Tages mit seinem neuen Werkzeug ein Handy auseinander.

Die Kleine kämpft sich durch ungeliebte Matheaufgaben und freut sich über jede noch so kleine Ablenkung.

Kein Besuch heute, keine Party...und Papa weiß nicht, wann er heimkommt, weil er im medizinischen Bereich arbeitet und nicht frei machen kann/ darf...

 

So siehts aus. Wenigstens scheint die Sonne. Und heute Mittag gibts Eierkuchen mit Apfelmus - das ultimative Kinder - Lieblingsessen.

 

Nachtigall

Renata schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Nachtigall,

o weh, jetzt Geburtstag, das ist gemein.

Ich sitze hier und komme zu wenig, irgendwie - Homeoffice ist nicht so ganz leicht, wenn man nebenher alles mögliche machen soll, z.B. "in den Pausen die Mensa öffnen", wie meine Kinder das formulieren, also Kaba machen ;-)

Von ihrer zeitlichen Selbstorganisation kann ich mir eine riesige Scheibe abschneiden, meine Vormittag am Schreibtisch verfliegen immer nur so.

Jetzt ist gleich Kochen dran. Und dann: Radtour. Solange es so schön ist und noch geht...

Dass Friseure nicht schließen verstehe ich auch nicht, Abi: meiner hatte von sich aus abgesagt, ich wäre sowieso nicht hingegangen und bin gespannt, wie lange die Haare jetzt wachsen dürfen...

Und ich war gestern sauer, dass das mit dem Abstand im Supermarkt nicht funktioniert hat. Es war aber wenig los, sonst wäre ich nicht reingegangen.

Jede Menge Stiefmütterchen habe ich gestern "gehamstert", die dürfen jetzt den Garten verschönern.

Kommt gut durch den Tag!

Herzlich, Renata

Zwergenmutti schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ihr Lieben hier. Da ich ein Synonym benutzen muss, habe ich nun einen neuen Namen. Aber ich glaub bei Tagesmutter aus dem Allgäu werde ich erkannt. :)

Ich bin im Moment unterarbeitet. Meine Buben haben ihre Lernpläne für heute geschafft, die Fenster, Balkon erstrahlt im Frühlingsglanz. Die Jungs machen gerade Gymnastik und ich hatte dazu keine Lust. Ich kann leider nicht alles nachlesen, dazu ist das Forum zu lange geöffnet. Aber mein Mann sagte:,, Nutze doch Zeit im Forum ,,

Schlauer Mann !

Lg IK = Zwergenmutti

Renata schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hey, schön, dich zu lesen! Ich denke, ich weiß, wer du bist!!

Allgäu hatte ich nicht mehr in Erinnerung, hatte dich in Gedanken anders verortet...

Ein sehr weiser Rat, den dein Mann da gegeben hat!

Herzliche Grüße,

Renata

 

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Schön, dass du da bist, ich weiß, wer du bist. Ich komme später noch mal, muss noch bisschen was erledigen. Bis später..

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hej, Zwergenmutti, wie schön, dass du da bist. Wir hatten dich schon vermisst!

Komm rein, trink einen Zaubertrank und erzähl ein bisschen oder setz dich gern an unseren funkelnagelneuen Teich. Da wird manchmal gesungen und den Sternen zugeschaut.

Bis später

Abi

 

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Zwergenmutti -wie gut das passt!!! Hatte dich schon vermisst. Wie ist es dir ergangen im letzten Jahr? Wenn du erzählen magst... Es gibt auch immer noch den Schaukelstuhl!

 

LG

Nachtigall

Nelle schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Zwergenmutti - welch schöner nickname! Ja, das passt doch gut!

Ja, du wurdest hier schon lange vermisst. Wie schön, dass du jetzt wieder einmal hier bist und vielleicht erzählst du ja wieder ein bisschen? (Ich habe früher unter dem nickname Lütte geschrieben, falls du dich wunderst)

 

 

Ich habe heute begonnen mit dem "Großprojekt" Fensterputzen. Ungefähr ein Drittes ist fertig. Ich kann wieder sehen, was draußen ist! Jippie!

 

Im Übrigen wird es immer wahrscheinlicher, dass dieser blöde Virus auch unser Bauvorhaben verlangsamt. Aus guter Quelle weiß ich, dass z.B. die Küchenmöbelfabrik diese Woche ihre Produktion einstellt. Schaumama, was noch alles passiert in den nächsten Tagen!

Ich kann übrigens auch diesen Podcast aus NDR Info mit Herrn Drosten nur empfehlen. Ich höre mir das morgens mit der App ARD Audiothek an. Die ich auch nur wärmstens empfehlen kann. Da gibts auch gute Musik, gute Hörspiele und vieles anderes. Hört mal rein.

 

 

Zwergenmutti schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Wo fange ich am besten an...

Den 2 Jungs gehts soweit ganz gut. Unser Jüngster 8J ist ein ganz fröhlicher, begeisterter Schüler und tut sich auch leicht. Puuh, dem Himmel sei Dank! Er ist auch unser Kontaktmann sag ich immer. Er bringt Klassenkammeraden/in , Schulkinder mit nach Hause. die Kinder kommen dann gefühlt immer. (Oft Schlüsselkinder).Wir brachten gerade einen tollen kommunion Unterricht zu Ende gebracht. Aber die Kommunion Vorbereitungen wurden erstmal Stillgelegt. Unser Ältester hat sein Mutismus oft gut im Griff, packt den Schulalltag ganz passabel. Dank der Klassenlehrerin. Hat 3 feste Freunde. Die Ängste sind manchmal noch sehr nah. z.B hätte er auch eine Zahnspange gebraucht, dass geht gar nicht, beim Abdruck machen ist er so in eine Angst verfallen, das er blau anlief und zitterte. Aber dann muss es ohne , oder später mit Zahnspange gehen. Er braucht nun in der Pupertät sicher auch noch einmal Psychologische Hilfe. Ab Klasse 7 möchte die Schule auch noch ein Bericht, das er weiterhin dort an der Schule bleiben kann und darf. Unsere Große wohnt nun allein, nachdem das Zusammenleben mit dem Freund nicht geklappt hat. Sie möchte eigentlich durchstarten nach New York als Aupair. Hat eine wundervolle Familie gefunden, mit der wir alle regen Kontakt haben. Ja ich lerne englisch durch die Kinder. Aber Corona hat uns alle bischen entschleunigt. Ich habe wahnsinnig viel gearbeitet das vergangene Jahr. Es war ein intensives Jahr und auch das Jahr hat gerade mit neuen Eingewöhnungen, Familien begonnen. Ich bin gerade echt traurig. Aber ich werde per Video Telefonie mit den Familien in Kontakt bleiben. Somit bin ich nun Lehrerin meiner Jungs zu Hause. Es ist echt spannend und die 2 ziehen gut mit. Ich mach Reinigung pro Zimmer, schrönke, fenster u.s.w... aber das beste ist, ich komme endlich mal wieder zum Lesen. Ehegarten läuft. Wir gehen 1x im Monat ohne Kinder aus. Das ist so toll, wir genießen es so sehr. Machen Pläne für die Zukunft zu Zweit. Gesundheitlich sind wir zufrieden. Mehr Sport sagt der Arzt. Das probieren wir schon. Sonst fällt mir nix spannendes ein. Fragt gerne. Das Thema Fasten war bei mir eindeutig Schoki. Klappt auch gut soweit! Lg I.K = Zwergenmutti

Tabea schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Juhu, Zwergenmutti, herzlich willkommen! Das ist aber mal eine feine Nebenwirkung einer unerfreulichen Zeit!

 

Liebe Spaziergängerin und ihr anderen, die ihr mich so freundlich mit Appstipps versorgt habt: es wird werden, alsbald, aber irgendwie war heute kein Raum dafür. Noch nicht. Immerhin hab ich aber heute morgen einem Rotkehlchen einen guten Morgen gewünscht.

 

Abi, ist noch nix mit Balkonmöbeln. Wir hatten da unterschiedliche Wahrnehmungen. Inzwischen haben wir im Netz einen Anbieter entdeckt, der auch andere Farben vorrätig hat. Man kann die Dinger im Netz ordern und sie sich entweder schicken lassen oder selbst abholen, in Anbetracht der Umstände ohne in Kontakt mit einem Mitarbeiter zu treten. Morgen wird erst mal ein Regal eingedübelt und ich werde meterweise Umleimer auf Regalbretter bügeln, seufz.

Warum verträgst du nur Tee? Das klingt aber gar nicht gut!

 

Hat jemand beobachtet, ob aus dem Loch unter dem Teich das graue Getüm entwichen ist? Heute morgen war es wieder da. Ich brauche Stunden um seinem grässlichen Gebrabbel zu entkommen. Ich verstehe mich gar nicht. Der Perspektivwechsel gelingt nicht, bzw. erst im Lauf des Tages. Jeder Handgriff scheint mir einer zu viel, und ich schleppe mich mühsam durch Mutter Natur, heute endlich mal, weil ich weiß sonst komm ich nicht auf die Beine. Ein Miniwäldchen entdeckt und einen Teich, fußläufig. Alles immer an der Hand, allein trau ich mich nur, wenn der nächste Baum oder Laternenpfahl nah ist. Der empfohlene Mindestabstand, Na ja. Mal sehen ob der nächste chinesische Tee Wunder wirkt.

 

Aber was Schönes war auch: im Bioladen eine unerwartete Begegnung gehabt, jemand nach Monaten wiedergetroffen, so eine tiefe Freude! Das sollte wohl so sein, anders kann ich das nicht denken. Staun.

 

Rahel, ich vermisse dich hier.

Und Leah, dich auch.

 

Corona ist da und wirklich, und mir gleichzeitig noch ganz unwirklich. Es gibt Freunde, die würden sich gerne verabreden, im kleinsten Kreis, das müsse doch gehen, wir halten sonst doch alle Abstand, und ich denke, es ist extrem unwahrscheinlich, dass einer von uns Überträger ist, und wie sollen wir uns anstecken, wenn wir doch Abstand halten? Und gleichzeitig gibt es ja den dringenden Appell, sich abzuschotten. Was wir bislang auch tun, abgesehen von Besorgungen und Hilfe, die wir bekommen, siehe Regal anbringen. Während Drosten, der Virologe, noch am Wochenende gesagt hat: natürlich kann man sich verabreden, aber nicht in der Kneipe. Jetzt sind wir einen Schritt weiter.

Mal sehen, was die Tagesschau heute bringt.

 

Gehen wir auf die Karwoche zu, auf Ostern?

Seltsam, das alles.

 

Bleibt behütet in allem!

 

Tabea

 

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ach, Tabea, es ist tatsächlich entwichen, das Getüm. Und es graut hier rum. Jedenfalls bei mir. So ein richtig dicker grauer Tüm sitzt bei mir und den mag ich nicht.

Ich möchte mich auch verabreden. Zuhause hocken ist mir nix. Alles, was ich so liebe, geht nicht: Bücherei, Cafe, Museum.

Aber eigentlich haben die Cafes ja noch auf. Und ich denke, wenn man draußen sitzt, mit einem großen Tisch dazwischen und Abstand zu den anderen Tischen, und wenn man nicht erkältet ist, dann sollte es doch gehen?

Manchmal befürchte ich, dass am Ende von Corona auch noch einige Selbstmord Tote dazu kommen könnten. Hoffentlich nicht.

Ich kannn morgens immer erst sehr spät essen, Tabea. Kein Grund zur Sorge. Seit ich am Morgen meinen Hormonspeicher mit Tabletten füllen muss, braucht es immer einige Zeit, bis die Lebengeister erwachen.

Daran habe ich mich schon gewöhnt.

 

Liebe Zwergenmutti, ich finde, das hört sich bei dir alles sehr munter und positiv an. Das freut mich :)

 

Liebe Nachtigall, dass ihr gerade jetzt Kindergeburtstag hattet ist echt hart, finde ich. Der geht bestimmt in die Familiengeschichte ein. Später könnt ihr dann den Enkeln davon erzählen.

 

Liebe Renata, meine Haare werden nun wohl auch endlich mal über den schwierigen Übergang hinaus- und zu einer etwas längeren Pracht hin wachsen. Ob das gut ist, kann ich dann später berichten.

Hast du die Hamstermütterchen gepflanzt? Sieht bestimmt schön aus.

 

Hast du alles erledigt, Katrin Christine?

 

Liebe Nelle, magst du nicht auch bei mir Fenster putzen kommen? Das tue ich so ungern. Dafür feudel ich auch die Treppe, bringe allen Müll weg und räume die Küche auf. Deal?

 

Rahel, Leah und alle, die nicht hier sind: Ich vermisse euch auch.

 

Und nun gucke ich einfach mal einen Film auf netflix. Weil es so ist, wie es ist. Und dieses Getüm hier immer noch sitzt.

 

tschüs

Abi

Nelle schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Schick das Getüm doch wech! Tritt ihm in den Allerwertesten!

Aber wenn ich mal was vorschlagen dürfte: Putz doch deine Fenster selber. Denn Bewegung zum Beispiel mit schmissiger Musik angetrieben (bei mir lief eine alte Schallplatte mit Musik des Musicals Sarafina - da musste die Hüfte immerzu wippen und schaukeln und die Beine konnten nicht still stehen) ist Gift für Getüme. Glaube mir.

 

Treppen gibts bei mir derzeit noch nicht - ich wohne (noch) in einem Flachdachbungalow aus den 70ern. Und da ich momentan so viel Zeit habe, bringe ich auch selbst den Müll raus und bin darauf bedacht, dass gerade die Küche nicht aussieht wie Hulle. Mein armer Mann hat sich vorhin erstmal einen Anraunzer eingefangen, als er alles stehen und liegen ließ in der Küche, nachdem er sich zum Feierabend meine Gemüsesuppe von gestern warm machte. Ich entwickel mich hier noch zum Hausmütterchen - grauslige Vorstellung!

 

Aber morgen, endlich, hat der Wetterfrosch aus dem Fernsehen gutes Wetter angesagt. Exklusiv für den äußersten Norden: bis zu 7 Stunden Sonnenschein. Jo! Und dann kann ich mich auch endlich mal wieder aufs Radl schwingen und durch die Lande brausen, ohne hinterher in den Wäschetrockner zu müssen.

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ihr lieben, ich komme mal kurz reingehopst. Danke, Zwergenmutti, für deinen Bericht!

Heute war wieder so ein Bombenwetter. Über Mittag konnten die Kinder im T-Shirt draußen rumtoben. Zum Glück gibt es die Nachbarskinder aus dem Haus. Da ist zwar noch wirklich Abstand einzuhalten, aber letztendlich sitzen wir hier in unserem Mehrfamilienhaus mit Garten sowieso alle im selben Boot. Die Kinder sind ja auch sonst zusammen in der Schule.

 

Irgendwie fange ich gerade an, die Situation ein bisschen zu genießen. Ausgeschlafene Kinder, langsamer Tagesbeginn, locker strukturierter Schulvormittag, gemeinsam Mittagessen (machen), Freizeit... Unsere Kleine unterhielt sich mit dem Jungen über uns von Fenster zu Fenster, mit anderen Kindern in den Nachbarhäusern wurde über den Zaun gerufen. Da hier fast kein Auto fährt, ist das gut möglich. In der Zeitung las ich heute die Auswertung einer früheren Umfrage zur Familienfreundlichkeit. Der größte Teil der Eltern wünsche sich demnach mehr Zeit mit den Kindern. Bitteschön!!! Und so ganz ohne Zwang zum Event!

 

In der Zauberkanne ist Graue-Monster- Vertreibungs- Tee. Hilft bestimmt bis morgen früh!

 

Habt es noch gemütlich!

Nachtigall

 

 

Noa schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

das zaubert mir ein breites Grinsen ins Gesicht :-) Hab ich auch gehamstert und wird mich bei dem schönen Namen noch mehr drüber freuen!

 

Zwergenmutti, wie schön, dass du da bist, ich habe schon im AF nach dir gefragt. Das hört sich doch alles ganz gut an, bei dir - und der Ehegarten auch, das ist prima!

 

Das graue Ungetüm ist los. Puh! Meines ruckelt bislang nur sachte, ich bin aber auch gerade nicht so erschöpft wie du, Tabea, und ich kann auch gut zuhause sein, das ist mir nicht so schlimm wie dir, Abi. Zum Glück ist das so, denn durch meinen Mann sind wir ja doch ( ein wenig ) eingeschränkt was Unterwegssein anbelangt.

Ich konnte heute ein anderes Ungetüm beobachten, ein Angstungetüm, brr, ganz schrecklich! Ich hatte heute nochmal Präsenzzeit in der Schule und eine Kollegin wird gebeutelt von diesem Ungetüm. Zu schön zu beobachten, wie eine deutlich jüngere Kollegin sie zu beruhigen versucht. Das hat mir gut gefallen, wie ruhig sie das gemacht hat, ich glaube dennoch nicht, dass sie Erfolg hatte. Aber ab morgen muss keiner mehr in die Schule, zu groß das Risiko für und durch die Kollegen, die die Öffis benutzen.

 

Liebe Abi, das mit den aufgeschnittenen Tomaten klappt bestimmt. Bei mir sind letztes Jahr auch Pflanzen gewachsen aus herabgefallenen Tomaten vom Vorjahr. Dieses Jahr ist das Beet aber ordentlicher abgeräumt - ich versuche es mit dem Aussäen, wer weiß, was es im Mai zu kaufen gibt. Und ich möchte endlich mal mehr Sonnenblumen habe, als die ollen Schnecken auffressen können, jawoll!

 

Vielleicht sollten wir eine Fensterputz-Challenge starten? Ich mach das auch nicht so gerne, finde aber, dass geputzte Fenster auch gut sind gegen sich rührende graue Moster - bei mir zumindest. Und ein geputzter Balkon erst... Nun denn, ab morgen stehen bei mir keinerlei Termine mehr im Kalender für die nächsten Wochen, sehr eigenartig.

 

Also, dann trinke ich doch auch eine Tasse des Mostervertreibungstees und wünsche euch eine geruhsame Nacht

Noa

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hallo, ihr Liebenswürdigkeiten, viel Gescheites gebe ich heute nicht mehr von mir. Das Bett ruft, und ich kann dieser Verlockung nicht mehr lange widerstehen. Aber ich habe draussen vor dem Zimmer eine Oase für graue Ungetüme angelegt. Sie ist noch in der Erprobung...wer eine Idee hat,wie Ungetüme besänftigt werden können, wird herzlichen eingeladen, Erfahrungen kund zu tun. Bis morgen dann!

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Klingt schön bei dir, Nachtigall. Ich nehme den Tee :) Dankeschön.

 

Liebe Nelle, ich nehme den Vorschlag an. Fetzige Musik und Hüftschwung-feudeln. Das wird bestimmt erheiternd sein. Aber erst am Freitag. Morgen soll das Wetter so richtig schön werden, da will ich dann wirklich mal eine kleine Wanderung machen - im Wald, abseits der Menschheit. Hat heute irgendwie nicht geklappt.

 

Mich ruft mein Abendschinken. 1500 Seiten, und ich im Schneckentempo dadurch. Film gucken war auch nicht so das Richtige für mich.

 

Schlaft euch rund und gesund. Und nicht eckig!

Abi

 

 

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hej, Noa und Katrin Christine, wo seid ihr denn so fix hergekommen?

Es freut mich, dass wir uns noch treffen:)

Freude ist bei mir gut Anti- Graumonster wirksam.

Ich bin doch ein bisschen fasziniert von den Tomatenpflanzereien. Vielleicht sollte ich das auch tun.

 

Liebe Katrin Christine, ich wünsche dir einen erholsamen Schlaf und ganz gute Träume.

 

Gute Nacht

Abi

Noa schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hallo Nelle, dich hatte ich gar nicht gesehen, wir hatten die gleiche Monsterbekämpfungsidee! Aber wohl nicht morgen, da soll das Wetter zu schön zum Fenster putzen sein :)

 

Und Tomatenpflänzchen beim Wachsen zuzusehen hilft auch, ganz bestimmt!

Zwergenmutti schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Guten morgen,

danke für die herzliche Aufnahme. Ich stell mal eine Kanne Kaffee hin und auch frischen Tee.

Irgendwie ist meine biologische Uhr noch aktiv. Meine Jungs schlafen noch. Aber dann mach ich hier Dinge für mich. Übernacht überkam mich auch die aktuelle Lage auf der Welt. Ich bin zwar froh, über freie Zeit mit meinen Jungs. Wir lernen uns gerade neu kennen, Achtsamkeit. Das man sich mit 100 qm und Balkon auch mal aus dem Weg geht. Aber dann weinte ich auch. Meine Freundin bekam im Dezember ein Junge und wir wollten sie in den Osterferien in Braunschweig besuchen. Zug,JHB alles gebucht. Danach wäre es weiter gegangen zu meinem Neffe in den Osten zur Jugendweihe. Meine Familie seh ich ja nur 1-2x im Jahr. Da können wir auch nicht hin. Und Mein Kleiner hat sich schon so arg auf seine Kommunion gefreut. Die wurde nun auch auf unbestimmte Zeit verschoben. Am Freitag bastelten wir in der Gemeinde noch die Kerze. Sie ist so hübsch geworden. Mein Kleiner liebt bunte Farben und sehr Minimalistisch. Leider war eine Mutti( ohne Sympome) positiv getestet. Die Kinder der Familie wurden Samstag getestet. Wir warten noch auf Ergebnisse. Denn das Mädchen geht mit unserem Jüngsten in die Klasse. Im Moment geht es uns hier allen gut! Und unsere Große wollte in die USA als Aupair arbeiten. Wir stehen mit der Familie in New York in regen Kontakt und nun darf sie nicht einreisen. Das ist schon seit ihrem 9.Geburtstag ihr großer Wunsch. Mein Mann hält hier die Stellung und darf noch zur Arbeit kommen. Somit ist noch 1 Lohn sicher. Im Moment bin ich im März, April mit Lohn. Da der Landkreis RV unbürokratisch gehandelt hat. Aber wenn es hier so lange alles still steht ( was ich durchaus versteh !) weiß ich im Moment auch noch nicht, wie es vorran geht. Mein Mann hat Überstunden gesammelt und 3 Monate bekommmen wir hin, meint er. Er denkt bei ihm kommt die Kurzarbeit. Immerhin besser als nix. Wir kennen ja Durststrecken, aber blöd ist es doch. Oje, eigentlich möchte ich nicht jammern und verzagen, seh es eigentlich als Chance runter zu schrauben, neue Chancen zu nutzen, sortieren, Konsum minimieren. Sich an der Natur erlaben. Ich weiß aus Zeiten, wo ich mich erst etablieren musste als Tagesmutter, das wir auch mit wenig Geld irgendwie zurecht kommen. Es gibt durchaus schlimmere Fälle. Vor was hab ich Bammel? Den größten Bammel hab ich, das mein Mann sich den Virus einfängt. Ich möchte im Moment nicht ins KH müssen. Für heute stehen bei mir noch 3 Fenster an und das Bad möchte ich mal gründlich ausmisten und putzen. Ich brauch jeden Tag etwas zu tun, sonst werd ich lahm. Ich hoffe ihr kommt gut durch den Tag, macht es euch daheim schön. Wir spielen gerade jeden Tag ein anderes Brettspiel. Und mein Großer hat so eine tolle Buchpräsentation!

seid lieb gegrüßt, bis bald !

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hier sitze ich und schaue auf einen trüben Himmel und friere. Wo ist das schöne Wetter?????

Ich gehe trotzdem in den Wald!

Und buddel anschließend meine Biotomaten in Blumentöpfe.

Findus hat mal Fleischklößchen gepflanzt. Das war lustig. Meine Tomaten werden bestimmt besser wachsen als seine Klößchen.

Ich danke dir für die Tomatenidee Noa.

Liebe Zwergenmutti, mir geht es gerade auch nicht so gut mit all dem Corona-Kram. Mal bin ich trotzig, mal traurig und dann wieder will ich es gar nicht wahr haben. Auf Lesbos tobt jetzt das Böse so richtig los.

Was tun wir nur? All die Angst um uns selbst lässt uns die Nächsten verdrängen. Ich habe auch keine Lösung.

Auf jeden Fall ein interessanter Aspekt der Schuldfrage, finde ich.

Naja. Das lasse ich mal.

Ich habe Räuberkinder, die immer noch nicht aufhören, zu helfen wo es geht. Und die auch für sich selbst kämpfen müssen. Eure finanziellen Sorgen kann ich gut nachvollziehen, Zwergenmutti. Wir haben es im Augenblick noch vergleichsweise gut. Es zeichnet sich ab, dass wir den Kids werden helfen müssen. Und auch in der weiteren Verwandtschaft wird ein Hilfsfond nötig. Viele unserer jüngeren Angehörigen verlieren jetzt ihre Existenzgrundlage, vor allem die, die international tätig sind.

Ich glaube, das volle Ausmaß dessen, was jetzt geschieht, werden wir erst später erkennen.

Aber vielleicht begreift man ja endlich, dass es keinen Sinn macht, im medizinischen Bereich so drastisch einzusparen, wie es geschehen ist. Und dass medizinische Versorgung kein privates Geschäft sondern eine staatliche Aufgabe ist.

Ach!

Wo bleiben die Aufmunterlies?

Ich habe leckeren Kaffee aus der schönen neuen Kanne

Und draußen zwitschert es munter.

Was macht der Frosch? Ich glaube, ich will ihn küssen. Vielleicht fehlt uns einfach mal ein lustiger Prinz.

 

Tschüs

Abi

Renata schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ihr Lieben hier, mit einem Prinzen kann ich leider nicht dienen...aber einen Gruß aus dem morgendlichen Wald mit Reh und Spechtgehämmer bringe ich mit.

Und meine "Hamstermütterchen" blühen um die Wette in veschiedensten Töpfen auf der Terrasse, auf denen nun doch wieder die ollen Stühle stehen, die schon längst hätten ersetzt werden sollen. Aber: man sitzt gut auf ihnen, und kann gut Eis essen (auch ohne Tisch...), das haben wir gestern gleich mal getestet.

Ich räume meinen Schreibtisch auf. Und muss gleich die Mensa öffnen, so ganz habe ich diese Pausenzeiten noch nicht verinnerlicht ;-)

Ah, Stühlerücken unten.

Melde mich später nochmal!

Herzlich, Renata

Tabea schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ach Abi,

da ist mein graues Monster heute morgen gar nicht aufgekreuzt (welch seltsam Wort!) und erstaunt mich, aber jetzt ist es ja klar: es fühlt sich offensichtlich bei dir zuhause. Das gildet nicht, haben wir als Kinder immer gesagt. Es soll weggehen. Da gibt es aber viel und schmerzliches zu bedenken. Das versteh ich. Was machen wir? Meine Freundin schreibt, ihr tue Singen gut. Heute ist mir nach trotzig-vertrauendem Liedgut. So ein knackiger Paul Gerhardt vielleicht? "Nun weiß und glaub ich feste, ich rühmt auch ohne Scheu, dass Gott, der Höchst und Beste, mein Freund und Vater sei..." Der hat so viel mitgemacht. Aber vielleicht ist das Vogelzwitschern auch Musik genug. Ja, endlich endlich werde ich auch unruhig und frage mich sorgenvoll, was tun angesichts der Flüchtlingslage. Und ob wir Gott bestürmen sollen, alle miteinander, und versuchen Organisationen zu finden, uns zu vernetzen. Wenn doch bloß die Politik eine andere wäre!!!

Darfst du inzwischen was essen?

 

Hi, Renata, die Mensa, das ist immer so schön wenn du erzählst! Und danke fürs Mitnehmen auf den Spaziergang. Hast du ein Lied, das dich gerade begleitet?

 

Ich habe gerade angefangen, die letzten Bestände meines herumliegenden Gedöns in das Bücherregal einzuräumen. Seltsamerweise tauchen dabei Sachen auf, die ich schon ewig gesucht habe. Und stelle fest: ich habe nicht weniger als drei kleine Büchlein zum Vogelbestimmen! Heute morgen bildete ich mir ein, einen ziemlich großen und schlanken gelben Vogel zu sehen, aber bis ich mit dem Fernglas kam, war er weg. Kann doch nicht ein Pirol...

 

Gleich werden wir geduldig (!) Meter um Meter die Regalbretter mit Umleimer versorgen, die uns ein Freund am Nachmittag anbringen wird. Ein Wunder, dass ich nicht schon wieder grummel. Ich glaube, das war der sanfte Tagesanfang.

 

Auf dem Balkon blüht nix, weil geht gerade noch nicht, aber vor mir steht ein dicker Strauß violetter Tulpen, und auf dem Klavier blühen die Ranunkeln vor sich hin, die ich so liebe. Auch was zum Staunen.

 

Ich nehme einen großen Kaffee mit Milch aus der Zauberkanne und begebe mich zum Bügeleisen.

 

Allen Mamas einen Rucksack voll Ideen und Geduld, Spaß am ungewohnten Miteinander auch, allen zuhausbleibenden Gelassenheit bei allem Tun, und uns allen den Adler, der uns auf seinen Fittichen trägt.

 

Bleibt behütet in allem!

Tabea

 

Und liebe Grüße von Elisa-Marie, die zu viel um die Ohren hat.

 

 

 

 

 

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ja, ich darf essen. Und hab's auch getan. Hier kam ein Prinz mit Dinkelbrötchen, Butter, Honig, Streichcreme und leckerem Salat. Ein schon etwas älterer Prinz, aber da bin ich nicht wählerisch. Charles ist ja auch nicht mehr der Jüngste.

Bedient euch gern an den Köstlichkeiten, es ist noch genug da.

Siehste, Renata, das Alte ist doch manchmal noch ganz gut zu gebrauchen. Das mit den Pausenzeiten spielt sich recht fix ein, da bin ich mir sicher. In der Schule hat das mit der inneren Uhr auch immer gut geklappt.

Liebe Tabea, du singst so schön. Da höre ich gern zu. Ich habe das graue Ungetüm vorhin einfach mitgenommen. Wir sind am Fluss längs getrabt. Slow-Jogging, genau meine Sportart. Das klappt nicht immer, aber heute ging es gut.

Komisch war's so allein auf weiter Flur. Reiher habe ich gesehen, Gänse, Enten, Schwäne. Krickhühner und flauschige Weidenkätzchen. Dazu blühte es blau, gelb und weiß in immer grüner werdendem Gras.

Ich kann nicht mehr so laufen wie früher. Viele Pausen gehören jetzt dazu. Da stehe ich dann still und lausche und schaue. Das ist auch schön. Und dabei habe ich heute eine Ente im Kampfmodus erlebt. Wusstet ihr, dass Erpel im Frühjahr Enten vergewaltigen? Sie fallen in Gruppen zu fünft, sechst, siebt über einzelne Enten her und toben sich an ihnen aus. Dabei werden die Enten oft so lange unter Wasser gedrückt, bis sie sterben. Aber diese tapfere Lady nicht! Sie hat sich gewehrt, fauchend, flügelschlagend und laut schreiend. Und hat die Herren tatsächlich in die Flucht geschlagen! Zwei hat sie noch über den Fluss hin bis zum Ufer verfolgt, dann zog sie unbehelligt davon.

Frauenpower!

Das hat mir gefallen.

Das graue Ungetüm fand es auch gut und wurde gleich ein bisschen kleiner und bunter.

Jawollo!

Falls ihr Fleischesser*innen also unbedingt ein Flügeltier auf eure österlichen Teller legen müsst: nehmt die Erpel, verschont die Enten.

Zeigt ein wenig Solidarität in diesen schweren Zeiten :)

 

Liebe Tabea, wie schön, dass du nicht grummelst! Ich mache es jetzt auch nicht mehr. Lila Tulpen und Ranunkeln sind wunderschön!

Leime behutsam und liebevoll!

 

Ich wende mich jetzt dem Prinzen zu.

Nicht dass er sich wieder in einen Frosch rückverwandelt.

Abi

Noa schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Gehen da Rosinenschnecken durch? Frisch aus dem Ofen, mit etwas zitronigem Guss. Zum Ausgleich habe ich die Hälfte Dinkel Vollkornmehl benutzt. Ich stelle sie hin für euch.

 

Heute morgen habe ich mich von dem Traum, bald eine neue Küche zu bekommen, verabschiedet. Mindestens zwei der Kinder werden wirtschaftliche Unterstützung brauchen, da an Veranstaltungen so schnell nicht zu denken ist. Und auch das dritte Kind samt eigenen Kindern kommt gerade so über die Runden. Also werde ich meine alte Küche noch mal richtig in Ordnung bringen, das habe ich die letzte Zeit vernachlässigt, weil … naja. Da hab ich auch gleich mit angefangen, Zeit habe ich ja jetzt.

 

Das mit den Enten ist ja ein Ding, das wusste ich nicht. Aber Pirole gibt's bei uns. Bei uns zuhause wurden immer Vögel aufgepäppelt. Mein Vater hat ganz früher Vögel gezüchtet und wenn jemand einen verletzten Vogel fand, hat er ihn zu uns gebracht. Und so hat meine Mutter einen jungen Pirol mit der Pinzette groß gezogen. Nur von ihr hat er Futter genommen. Das war manchmal ein Geschrei, wenn er Hunger hatte und meine Mutter nicht gleich zur Stelle war.

 

Jetzt werde ich mal in mein Gärtlein gehen, Unkraut zupfen -Ja das gibt es wohl! und schauen, was so alles austreiben will

 

Habt es gut, mit dem was ihr so tut - letztes Gedöns einräumen hört sich doch auch schon ganz schon weit an. Die ollen Umleimer stehen mir auch noch bevor, wenn ich die alte Küche behalte.

 

Noa

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

...war ja hier noch einiges los, schön, dass ihr alle noch da gewesen seid.

Das Backwerk duftet köstlich. Unmecktaugu.....;-)

Ich habe vorhin Tomaten gesät, auch Kürbis und Zucchini. Aber die Töpfchen müssen noch ein wenig im Warmen warten, fürs Wochenende sagen die Wetterfrösche Frost voraus. Ob das Wetter anders wird, wenn man sie küsst, die Frösche?

Bis später

Zwergenmutti schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Heute morgen haben wir alle Radios, Tv aus gelassen. Ich frühstückte mit den Jungs und dann ging es in den Wald. Es war so klare,frische Luft, die Bienen summten, der Specht hämmerte, eine Feldmaus beobachteten wir , das Vogelkonzert war magisch. Und mein Großer sagte:,, Mama kein Flugzeug da oben, aber wir haben es hier in der Sonne schön,, Wir reisen so gerne(eher Zug/Auto) aber das wird wieder ! Daheim machten wir weiter Schulaufgaben. Aber heute auf dem Balkon. Ich sorge jeden Tag für Abwechslung. Dann gab es das positive Testergebniss der Schulkammeradin. Aber sie hat keine Symtome. Somit bekommt unser Jüngster eventuell einen Test, wenn Symtome auftreten 1 bis 2 Wochen weiter Quarantäne ! Aber wir meiden eh alles. Und wir halten uns fit. Das schiebe ich beiseite. Ich bete dafür. Ich hoffe morgen ist das Wetter wieder schön, dann gehen wir wieder in den Wald. Das beruhigt mich und gibt mir Zuversicht. Ich geh da so gestärkt in den weiteren Tag. Das ist glaub Gottes Geschenk an mich.

Und ich bin so überrascht, wie meine Jungs daran wachsen und mit machen. Ich hoffe es bleibt so!

Nun werde ich mich noch mit meinem Fantasy Buch hingeben. Allerdings vermisse ich so sehr meine Kleinen. Es ist echt z.T so ruhig hier.

 

Nelle schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Du machst das so toll, Zwergenmutti! Wenn alle so handelten, dann gäbe es keinerlei Anlass zu Beschwerden. Vorhin in der Heute-Sendung habe ich aus Bayern gehört, dass Söder eine allgemeine Ausgangssperre erwägt, weil die Menschen sich eben NICHT so vernünftig verhalten. Und auch aus SH, meinem Bundesland höre ich von Spielplätzen, auf denen das Leben tobt. Ebenso bin ich heute zum Einkaufen geradelt und es kamen mir mehrere Grüppchen Kinder oder Jugendliche auf Inlinern, Fahrrädern, Skateboards oder sonstwas antgegen. Wenn die es nicht besser wissen, so doch bitte schön deren Eltern! Ich verstehe sowas nicht. So überhaupt gar nicht.

 

Aber ich habe beschlossen, mich über derlei nicht mehr aufzuregen - das macht nichts anders. Heute bekam ich den Newsletter von Susanne Niemeyer. Die schrieb u.a. "Es ist, wie es ist. Ich mache das Beste draus." und (was ich noch besser finde) "Angst vor der Zukunft verändert die Zukunft nicht. Aber sie verändert mich. Singen, jonglieren, Grießkuchen backen, Kopfstand üben, lachen, Briefe schreiben, in den Himmel schauen hilft." - das mache ich jetzt zu meiner Devise, habe ich beschlossen. So!

 

Oder halt wie die Zwergenmutti - du bist echt ein Vorbild für so manche Mutti. Und natürlich vermisst du deine Tageskinder. Kannst du vielleicht mit deren Familien skypen? Oder wenigstens telefonieren? Wieso ist das überhaupt in deinem Bundesland so anders als in meinem: bei uns dürfen bis zu 5 Tageskinder zur Tagesmutter.

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Oh ja, tolle Düfte, leckerschmecker, toughe Mütter, Naturfreund_innen, Vogelbeobachter_innen, Aufmunterlies aller Arten!

Das ist schön:)

Jede Menge Frösche. Wir küssen sie alle durch, so können wir die Testphase in Bezug auf das Wetter starten.

Prinzen brauch ich keine mehr.

Positive Testergebnisse und Quarantänebefürchtungen sind natürlich weniger schön.

Aber - wie Nelle sagt - immer das Beste aus jeder Situation rausholen. So gut das eben geht. Wenns mal nicht klappt, finde ich es auch okay.

Bei mir klappt es irgendwie nicht so gut heute.

Der Tag fing gut an, aber jetzt bin ich krank. Schlapp, mit krampfendem Magen und Kopfschmerzen.

Was ist das nun wieder?

Ich werde es beobachten. Erstmal trinke ich Tee.

 

Habt einen schönen Abend ihr alle!

Abi

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Nelle, das ist eben so was, was ich gerade nicht verstehe. In deinem Bundesland dürfen Tagesmütter 5 Kinder betreuen, im Bundesland von Zwergenmutti gar nicht. Warum haben Friseure geöffnet, aber mein lieber Buchladen nicht? - was völlig anderes- stimmt deine analoge Adresse noch? Liebe Zwergenmutti, danke für dein erzählen. Liebe Abi, schau mal. Hier ist ein kuscheliges Lager gerichtet. Was ist deine Lieblingsfarbe? Du findest eine Decke, perfekt für dich...nicht zu warm, nicht zu schwer...Und morgen koche ich für alle.

Nelle schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Und was kochst du morgen, Katrin Christine? Ich muss momenten noch vegetarisch essen, aber vegan muss es nicht mehr sein (bin ja noch im Aufbau nach dem Fasten) - heute gab es Fetakäse in der Hirsepfanne. Da könnte ich mich reinlegen!!!

 

Ja, meine analoge Adresse stimmt noch, das dauert noch ein wenig mit dem Umzug. Ich habe ja gerade erfahren, dass die Küchenmöbelfabrik morgen auch schließt, da dauert es halt entsprechend noch länger, bis die Küche geliefert werden kann. Aber wir haben da noch nicht gekündigt, wo wir jetzt wohnen. Also bleiben wir noch ein paar Wochen länger hier, macht auch nix. Wenn die neue Adresse dran ist, dann schreibe ich sie dir, okay?

 

So, jetzt kommen meine Abendrituale und dann ab in die Koje mit mir!

 

 

Was ist eigentlich mit elisabeth? Liest du hier leise mit? Dann grüße ich mal ganz herzlich gen Osten! Hoffe, es geht dir gut. Und vermisse deine Pausenbrotboxen für alle. Aber da momentan die meisten ja eh zu Hause bleiben, braucht es diese vielleicht ja auch gar nicht. Aber die Geste halt...

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hoffentlich habt ihr gut geschlafen und seid fröhlich aufgewacht. Elisa- Marie hatte letztens die Idee, ein paar Gymnatik- Übungen am offenen Fenster zu machen. Wäre das was? Hört mal, draußen begrüßt eine Meise den neuen Tag...

Von elisabeth weiß ich leider auch nichts, Nelle. Dankeschön für die Info wegen deiner Adresse.

Heute Mittag gibt es Kürbissuppe, mit Kokosmilch und Ingwer. Bis später, ihr Lieben.

Sophia schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ihr lieben Herzensmenschen,

einige von euch erinnern sich vielleicht noch an mich, war jetzt längere Zeit nicht schreibend dabei, ab und zu mal lesend, aber die Zeit, die sich jetzt langsam ausrollt mit allen Krisenmeldungen, mit allen kreativen Ideen, die heranwachsen und auch mit meiner eignene Situation, die ich gedanklich hin und her wälze, sehne ich mich nach Austausch und Gesellschaft.

Meine Tochter in Berlin hat nächste Woche ihren Geburtstermin und ich wollte eigentlich dieses Wochenede losfahren, jetzt hat sie Bedenken, dass es zu eng und nervig zu dritt in der kleinen Wohnung wird - zur Geburt darf ich sowieso nicht dazu kommen, Besuchszeiten sind auch nur für eine Person eine Stunde erlaubt - aber ob ich nächste oder übernähchste Woche noch fahren kann (Ausgangssperre?) weiß ich auch nicht. Schwere Zeiten, um ein Kind zu kriegen...

Gleich werde ich erstmal für meine 90jährigen Eltern und mich einkaufen, der Parkplatz ist schon übervoll mit einer langen Schlange, es dürfen ja immer nur soviele rein, wie rausgekommen sind, ein sehr ungewohntes Szenario.

Euch allen viel Energie und Zuversicht, um durch die vor uns liegende Ungewissheit zu schippern!

Ich grüße herzlich alle Bekannten und Unbekannten aus dem Herzenszimmer eure Sophia

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Guten Morgen,

hier liege ich noch immer unter der Kuscheldecke und trinke Angurate - ein Tee, der aus den Anden zu mir kam, um meinen kranken Bauch zu heilen. Meistens hilft es gut.

Heute bin ich schlapp und merke, dass es nicht Corona braucht um mich aus der Bahn zu werfen. Dann werde ich das Putzen wohl auf morgen verschieben.

Hallo Sofia :) schön, dass du da bist.

Es ist wirklich schade, dass du nicht zu deiner Tochter fahren kannst. Zum Glück gibt es heute WhattsApp und Co.

So kannst du vielleicht ein kleines bisschen trotzdem teilhaben?

elisabeth fehlt mir auch. Ob sie vielleicht doch noch mal herein kommt?

Das wäre schön.

Ich sag tschüs.

Abi

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

...verteile ich mal hier. Grün wie die Hoffnung. Blau wie der Himmel. Gelb - orange wie die Sonne. Regenbogenbunte. Gegen das grau in grau draußen...

Schön, Sophia, dass du da bist. Oh ja, das glaube ich dir, dass es schwer ist, nicht zu deiner Tochter zu können, wenn sich das Enkelkind auf den Weg in diese Welt macht. Zum Glück könnt ihr telefonieren und in Kontakt bleiben, auch wenn es nur ein kleiner Trost ist. Viele Kraft, auch damit du für deine Eltern da sein kannst.

Gute Besserung für dich, liebe Abi.

An alle, die hier lesen: schön, dass ihr da seid.

Bis später

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Stehen bereit. Stärkt euch.

Bis später

Noa schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

unter so eine Kuscheldecke verkrieche ich mich heute, dort auf dem Matratzenlager in der Ecke. Heute ist bei mir nix mit Kopf hoch und Optimismus. Ich war einkaufen heute, ganz früh, das ist so eigenartig mit all dem Abstand, jeder huscht schnell durch den Laden, vorbei an doch merklich gelichteten Regalen. Einige mit Masken auf, viele mit Handschuhen. Die hatte ich auch an, ich finde es so viel einfacher, mir nicht ins Gesicht zu fassen. Mir schlägt das heute auf Magen und Gemüt.

 

Liebe Sophia, schön, dass du hierher gekommen bist. Das mit der Tochter ist wirklich schade!

 

Liebe Abi, gute Besserung für dich!

 

Liebe Katrin-Christine, so eine orange Suppe ist jetzt gerade das Richtige, Dankeschön!

 

Ihr lieben Mütter, ich wünsche euch starke Nerven, viel Geduld und gute Ideen und immer auch mal ein Stück Ruhe und Zeit für euch selbst!

 

Liebe Tabea, sind alle Kanten gebügelt? Alles eingeräumt und schön? Passt gut auf euch auf!

 

Vielleicht singt jemand mit mir "meine Hoffnung und meine Freude, meine Stärke mein Licht, Christus meine Zuversicht, auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht...…"

Noa, gerade nicht furchtlos

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

liebe Katrin Christine :)

 

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Noa, ich kann leider nicht singen, wegen der Stimmbänder. Aber ich höre dir gern zu.

Und trinke derweil den guten Tee.

Es wird schon werden, lass uns zuversichtlich bleiben. Die Angst hilft gerade nicht wirklich weiter. Gut, dass du Handschuhe hast, die dir ein bisschen Sicherheit geben.

Musik hilft wirklich. Tatsächlich hat mir schon manchmal geholfen, meditative Musik über Youtube zu hören. Da gibt es ganz viel davon. Vielleicht auch was für dich?

Ganz herzlich

Abi

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Das mag ich gerne mit dir singen, liebe Noa. Ich mag dieses Lied sehr. Und ich finde es völlig in Ordnung, auch einzugestehen, dass man besorgt ist.

Ich hoffe, der Tee tut seine Wirkung, liebe Abi.

Und ihr anderen? Wie geht's euch heute?

Ich wünsche uns, dass wir gelassen bleiben können, uns selbst und den Menschen neben uns nicht aus dem Blick verlieren.

Bis später!

Renata schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ihr Lieben,

jetzt bin ich doch wieder im Netz bei Zeitungen gelandet, habe Neuigkeiten gelesen...Puh.

Vorhin war ich in der offenen Kirche, das hat so gut getan. Erstmals seit dem ganzen Wahnsinn einfach mal sitzen, nachdenken, beten.

Und vorher spazieren, natürlich, mit dem "Kleinen".

Es tut so gut, die Kinder zu haben, ganz normal zu lachen, zu reden, zu spielen. Überhaupt tut es mir gut, einfach Alltagsdinge vor mich hin zu erledigen. Eins nach dem andern.

Und möglichst nicht überlegen, was gerade "eigentlich" wäre. Liegt das Leben "auf Eis", oder lebt es sich gerade nur anders? Ich glaube: letzteres.

Und die Sorge, die habe ich manchmal auch. Was wird noch auf uns zukommen? Aber ich kann sie noch ganz gut vertreiben, immer wieder.

Danke für die Suppe, Katrin Christine! Erinnert mich daran, dass ich real noch Kürbissuppe im Kühlschrank habe...

Es ist schon wieder Abendessenszeit, deswegen bin ich schon wieder weg - mit einem herzlichen Gruß!

Renata

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ich sag mal gute Nacht für heute. Allmählich geht es mir besser und ich hoffe auf mehr Schlaf als letzte Nacht.

 

Ach, das war heute gar kein leichter Tag, finde ich. Wie schön, dass bei euch die Kirche noch geöffnet ist, Renata.

 

Ich habe heute auf Drei SAT eine Sendung von Scobel zum Thema Corona gesehen. "Was die Seuche über unsere Gesellschaft verrät" Dabei hab ich auch ein wenig in den Spiegel schauen müssen. Was nicht immer leicht ist, aber doch oft gut. Auf jeden Fall fand ich das sehr klar und irgendwie beruhigend. Gerade, weil es eben nicht beschwichtigend war - eher vernünftig.

 

Ab morgen schließen hier nun endgültig alle Restaurants und Cafés, das finde ich gut. Denn solange sie geöffnet hatten, habe auch ich gedacht, es sei okay, dort hinzugehen. Trotzdem merke ich jetzt, wie eng es sich anfühlt. Die Kinder aus Meck Pomm können nicht herkommen, wir sitzen hier fest. Und es beginnt, mir zu fehlen, das Leben draußen in den kleinen Läden, der Bücherei, dem Museum, den Cafés. Mir fehlen mein Yogakurs, die Meditationsgruppe, der Maltreff.

Und wie gut, dass es dieses Zimmer gibt!!

Und dass es nicht schließt!!!

Morgen will ich dann euren klugen Ratschlägen folgend meine Bude hier bei schwungvoller Musik polieren, bis sie blitzt. Und Yoga machen. Und meinen Schreibtisch aufräumen.

Woll.

Und darum wünsche ich mir eine ruhige Nacht ohne Magenkrämpfe und mit guten Träumen.

Und euch wünsche ich das auch.

Abi

 

 

Abi

troldepus schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Guten Morgen Ihr Lieben,

 

bevor ich lese, was Ihr hier in den letzten Tagen berichtet habt, will ich Euch einen Morgengruß hier lassen.

 

Auf dem Tisch steht die frisch gefüllte Zauberkanne, frische Brötchen, Butter, Marmelade, Käse, etwas Vollkornbrot, O-Saft und ein Strauße weißer Tulpen in einer schwarzen Vase.

Hier scheint die Sonne, die Vögel zwitschern, auch der Fasan auf der benachbarten Wiese hat sich schon vernehmen lassen. Das Gurren der Taube erinnert mich immer an die vielen Urlaube in einem kleinen dänischen Paradies. Wenn ich die Augen schließe, sehe und fühle ich mich dort sitzen mit dem Blick auf Teich, Teichhühner und Enten, einen Becher Milchkaffe in der Hand. Traumhafte Zeiten.

 

Heute war ich schon sehr früh wach, dabei ist mein Büro zu Hause heute doch geschlossen, tststs. Gott sei Dank hat die Telekom die Umstellung von DSL auf ??? problemlos über die Bühne gebracht und ich bin nicht vom Internet inklusive Festnetztelefon abgehängt und kann also auch weiter von zu Hause aus arbeiten.

 

Liebe Abi, ich hoffe es geht Dir besser und Du hattest eine gute Nacht.

Euch allen wünsche ich einen guten Start in den heutigen Tag.

 

Liebe Grüße troldepus

Renata schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Einen guten Morgen auch von mir!

Eigentlich sollte ja alles entschleunigt sein gerade - aber irgendwie komme ich trotzdem "zu nichts". D.h. das stimmt natürlich nicht. Aber es gibt eben im Home-Office viel zu tun, auch heute etwas.

Deswegen lasse ich nur einen lieben Gruß hier und bin schon wieder weg!

Herzlich, Renata

Tabea schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ich melde mich aus einem durchsonnten Wohnzimmer. Nein, mit Umleimen noch lange nicht fertig, die Komplikationen entstehen beim Werkeln, aber ich bin fröhlich dabei, und konnte gerade ein Eichhörnchen den Baum entlang flitzen sehen. Immer wieder dankbar für diese Ausblicke. Und werde den ganzen Nachmittag zu tun haben, bis alle Bretter im Regal liegen und gefüllt werden können. Gestern im Baumarkt war ich sehr beruhigt über die umsichtigen Schutzmaßnahmen. Richtig richtig gut.

 

Singt ihr abends "der Mond ist aufgegangen"? Um 19 Uhr? Ich hab mich noch nicht getraut, will auch niemandem auf den Wecker gehen. Vielleicht versuch ich es heute mal, recht leise?

 

Ich hätte gerne eine offene Kirche, in die ich mich setzen könnte. das ist eine großartige Idee, weil Abstand halten ja einfach wäre. Ich habe mich diese Woche einen Abend hingesetzt, zur gewohnten Zeit, zu der immer die Gemeindegruppe stattfindet, und wusste: einige oder vielleicht sogar alle tun das jetzt auch, und es war eine große tragende Stille da. Merkwürdige, wichtige Erfahrungen, ein Geschenk.

 

Ich bin froh dass es dir besser geht, Abi. Und hoffe, ihr alle seid in immer größerer Ruhe unterwegs, will sagen: nicht so gehetzt wie sonst, auch wenn immer viel zu tun ist oder an ungewohnten Stellen Dichte entsteht.

 

Bleibt geborgen!

Tabea

 

Noa schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

bin ich heute auch wieder. Weniger Nachrichten und Internet, ganz einfach zuhause. Putzen und räumen. Das tut mir deutlich besser. Und schöne Ausblicke habe ich auch zu bieten, Eichhörnchen, die an den Bäumen hoch und runter flitzen, von Ast zu Ast springen. Seit letztem Jahr gibt es wieder Spatzen bei uns, in der Hecke der Nachbarn, eine große, freche Schar.

Ich habe begonnen, meine alte Küche in Ordnung zu bringen, ganz ohne Gegrummel. Vielleicht gibt's ja in den nächsten Jahren eine neue, mal schauen, wie alles so wird. Und wenn nicht, dann eben nicht! Die Kinder wird es freuen, wenn die alte, abgeschrammelte Eckbank stehen bleibt. Nach dem Säubern wird sie ordentlich mit Öl getränkt, bekommt neue Kissen, der Tisch hat schon eine neue Decke.

 

Hier bei uns singt keiner. Mittlerweile gibt es schon so viele Aktionen, ich habe da den Überblick verloren, wann was ist. Ich werde aber heute Abend immer mal wieder das Fenster öffnen oder rausgehen und hören.

 

Liebe Abi, bist du schon fertig mit Putzen? Zu viel an einem Tag muss ja nicht sein!

 

Habt es alle schön heute Mittag mit dem, was ihr gerade tut oder lasst!

Ganz herzlich

Noa

Nelle schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ja, Noa, das finde ich auch: als ich heute morgen las, was Abi heute alles vorhat, war mein erster Gedanke: Sonst noch was? Lass dir doch noch die ein oder andere Aufgabe für die nächste Woche übrig, Abi!

 

Ich habe vorhin mein Vorhaben "Fensterputzen" vollendet. Vorgestern hatte ich ob des Sonnenscheins auch keine Lust, aber gestern Abend kurz vor Sonnenuntergang habe ich noch ein Fenster und die Scheiben in der Haustür sauber gekriegt. Und heute Vormittag ein Nord- und zwei Westfenster. Und am Nachmittag unser einziges Ostfenster. Und jetzt blitzt und blinkt alles - an diesem Anblick kann ich mich ergötzen! Und mehr ist für heute nicht drin. Morgen wil ich mit dem Allerliebsten zum neuen Haus und Fenster ausmessen. Dann kann ich nämlich schon beginnen, Gardinen zu nähen. Ich habe von meiner Schwiegermutter viele Meter selbst gewebten Leinen geerbt. Das stelle ich mir ganz hübsch vor mit weißen oder roten Borten dran...

 

Gestern hatte ich tiefgefrorenes Hühnerhackfleisch im Bioladen erstanden und im Kühlschrank auftauen lassen. Und in der Biokiste war Suppengemüse drin - also gabs heute leckere frische Suppe mit Hühnerhack-Klößchen - oberlecker! Will evtl. jemand noch davon?

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ich fühle mich wirklich krank jetzt. Dabei war's gut heute Früh. Habe Yoga gemacht, Musik gehört und geputzt. Bad, Treppe, Fenster, alles blinkt.

Das Untergeschoss hat der Liebste übernommen. Leider sind die Krämpfe zurück gekommen. Lieg ich also wieder unter der Decke, ich habe eine dunkelblaue genommen.

Liebe Noa, ich hatte mich auf ein neues Bad gefreut. Das wird jetzt auch erstmal nix, die Kids werden Hilfe brauchen. Ich finde das auch schade und mache es so ähnlich wie du: neue Vorhänge, ein bunter Toilettensitz, neue Fußmatten. Es sieht ganz okay aus und solange alles funktioniert, kann die Renovierung noch warten.

 

Ich liege auf dem Sofa

Abi

Zwergenmutti schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ihr lieben Menschen hier,

hier ist es so heimelig. Da wird genäht, Fenster geputz, verschönert...

Das Fenster putzen ist auch hier beendet. Wäsche hängt und gebügelt hab ich auch. Im Moment erklärt mein Mann Mathe, was ich dem Großen in der Woche nicht gut erklären konnte. Tja, wir werden auch Lehrer. :) Ich bin auch so gestrickt, wie unser Großer. Bildende Kunst, Religion, Geografie, Biologie und Deutsch ist klasse ! Aber Mathe ....

Unser Jüngster schrieb heute eine Karte für seinen Schulfreund, da er immer seine ausgelesenen Bücher weiter gibt. Das steckte ich heute in den Briefkasten. Der Bub hat sich voll gefreut. Gott sei Dank haben wir immer tolle Bücher da. Der Godi fehlt mir auch sehr. Aber ich zünde jeden Abend eine Kerze an und bete. Gestern Abend gab es zu Hause Kino mit den Chroniken von Narnia Teil 3. So ein toller Familienfilm. Heute Abend möchten wir etwas spielen. Mal sehen, was aus gekramt wird. Ich werde berichten. Gestern spielten wir von Ravensburger Sagaland und das verrückte Labyrinth. Das machte richtig Spaß. Und dann durchstöberten wir Schränke und Schubladen. Da fand ich Kristalle züchten, Malen nach Zahlen 2x und Seife selber gießen. Somit wird das auch mal gemacht. Denn oft bekommen die Kinder Geschenke und die verschwinden in der Schublade. Jetzt ist Zeit dafür. Die Seife können wir unseren Nachbarn vor jede Haustüre legen. so können wir etwas Freude weiter geben. Außerdem hab ich noch Bastel Beton, vielleicht schaffen wir mal unsere Bienentränke zu basteln. Im Internet gibt es ja Ideen. Also ich hoffe , ich bekomme das hin. :) Nun ist Mathe gleich beendet. Ich wünsche euch einen richtig klasse Abend. Ich wünsche mir, das heute die Nachrichten auch was gutes senden. Lg eure Zwergenmutti

Rahel schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ich hatte eine berührende Dreiviertelstunde heute Abend. Wawa hatte mir geschrieben, dass in ihrer Näheaus einer Kirche ein Online-Gottesdienst übertragen wird, so haben wir beide zu Hause und doch auch mit 75 anderen vor dem Youtube-Kanal irgendwie gemeinsam Gottesdienst gefeiert.

Mit dem Bild einer Bronzeplastik, eine Frau, die einen Schritt von der Platte macht, auf der sie befestigt ist ("Fortschritt"), als Evangelium der Sturm auf dem See, der einzige Jesustext mit einem Wellness-Accessoire, dem Kissen, auf das er seinen Kopf im Schlaf gebettet hat. Gleichzeitig (natürlich nicht ganz so zufällig) war das auch der Bezugspunkt von einer kleinen Andacht, die mir Tabea in Bezug auf das Sieger Köder Bild vom schlafenden Jesus im Sturm die Woche hat zukommen lassen, ich hab aber viel mehr an die bunten Decken hier im Herzenszimmer gedacht, wo man sich die passende Regenbogenfarbe greifen kann... Und einen Wandeln-Bezugspunkt gab es auch. Angesichts der so lebenswichtigen und den Körper stärkenden Berührungen hat die Pfarrerin auf die Körperübung mit der Selbstberührung verwiesen. Ich war euch also ganz verbunden und mag das mit euch teilen.

Um 19 Uhr hab ich dann noch das Fenster geöffnet und mit meiner Tenorflöte "Der Mond ist auf gegangen" auf den Dorfplatz hinaus geblasen...

Wir dürfen unseren Pfarrern, die alleinig in der Kirche Messe feiern, neben unseren Anliegen Fotos von uns schicken, die dann auf die Rückenlehnen der Kirchenbänke geklebt werden, auch nett... Und so oder so: Es macht mir auch einen dicken Kloß in den Hals

Schön, dass du wieder da bist, Zwergenmutti...

Herzlich Rahel

Tabea schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Oh Mist, ich hatte geantwortet, und alles ist weg, Rahel. Keine Ahnung warum. Freu mich so über dein Erzählen! Danke.

Herzlich tabea

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hallo, ihr Lieben, ganz sicher gibt es hier einen Tee aus der Zauberkanne. Für mich bitte heute etwas kräuterliches...troldepus, danke für das köstliche Frühstück, das gab mir Kraft für den Tag . War heute in der Stadt und ausserhalb unterwegs und habe gemeinsam mit anderen einen Text für morgen verteilt, ausserdem für manche eine CD mit Aufnahmen aus unserem Dom. Kalt kalt kalt war es,manchmal hat es sogar geschneit. Noa, ich sehe die Eckbank quasi vor mir, eine vermutlich ähnliche befindet sich in der Küche meiner Eltern. Gewebtes Leinen, Nelle, was für Kostbarkeiten! Abi, geht es dir besser unter der dunkelblauen Decke? Zwergenmutti, ich habe noch eine gute Idee zum basteln mit Seife, stubs mich an bei Bedarf. Rahel, so schön, dass du da bist. Tabea, bin stolz auf euer Tun. Und ihr anderen? Seid allesamt bedacht. Hier leuchtet ein dichtes Bienenwachslicht..

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Besser als gestern ist leider nicht gut.

Aber es geht so.

Und ich mag mir einen Tee holen, dann gehe ich wieder unter die Kuscheldecke. So dankbar, dass du sie mitgebracht hast,liebe Katrin Christine (ich bin immer versucht, "Katrine" zu schreiben :) )

 

Liebe Rahel, es ist so schön, dass du wieder da bist.

 

Liebe Alle, ich bin hier, schlafe aber meistens. Freue mich, wenn ich eure Spuren beim Aufwachen entdecke.

 

Habt es dennoch schön

Abi

Tabea schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

... ich musste ja richtig nach euch suchen!

Einen wunderbaren Tag wünsche ich euch, mit einem Spaziergang vielleicht, das geht ja noch, mit zuversichtlichen oder gelassenen Gedanken, mit Muße, Genesung.

 

Abi, das kommt mir vor wie meine Grippe neulich. Danach bin ich morgens ganz gut aufgestanden und war bis mittags gut unterwegs, und dann sank die Kraft, und ich musste mich immer wieder hinlegen, mit abgeschwächten Symptomen. Zwei Wochen hat sich das hingezogen.

Ob du meinen Morgenbrei magst, aus Buchweizen, mit Hafermilch, ein paar Nüssen und Apfelschnitzen? Oder ohne die Zugaben besser?

 

Rahel, ich habe versucht an eine Abbildung dieser Skulptur zu kommen, aber im Netz nichts gefunden. Ich finde es auch ganz besonders, in diesen Zeiten im Netz verbunden zu sein. Habe gerade eine Meditation über das Weizenkorn gesehen, das n die Erde fällt. Sich wehren möchte gegen den Schmerz, geworfen zu werden, in Kälte und Dunkelheit, und sich am liebsten in seiner harten Schale zusätzlich verhärtet hätte, abgekapselt, mit dem Erfolg des noch größeren Schmerzes. Und dann aufbricht, sich öffnet, dem Licht entgegenwächst.

Das ist schon spannend, wieviele Gemeinden sich aufmachen und versuchen, den Gottesdienst weiterzuführen, die Gemeinschaft aufrechtzuerhalten. Und auch ich habe mich verbunden gefühlt.

 

Im Newsletter der nordkirche (gottesdienstinstitut) gibt es einen Vorschlag, wie man mit Kindern Gottesdienst feiern kann, zuhause. Vielleicht schaut ihr mal rein, die ihr mit Kindern zuhause seid.

 

Ich habe den Tag ganz ruhig begonnen, mit Frühstück, dem Internetgottesdienst, lasse alles ganz langsam und beschaulich gehen. Ab und an räume ich etwas in die Kammer, die nun aufnahmebereit ist. Bügeleisen und Umleimer sind weggeräumt, es gäbe noch viel aufzuräumen, aber heute ist Sonntag, und auch mein Taumel sagt mir: ausruhen ist angesagt.

 

Gestern Abend haben wir noch einen kleinen Spaziergang gemacht, ich konnte also gar nicht auf meinem Balkon sein, und getraut hätte ich mich wohl auch nicht, da hätte ich wohl lieber der fernen Tenorflöte gelauscht. Aufgefallen ist mir nur: es war noch ziemlich hell, und von Mond und Sternen nichts zu sehen.

 

So, ich schmöker ein bisschen, werde es mir gemütlich machen. Vor dem Einschlafen les ich zum zweiten Mal Hausbesuche, mit Vergnügen. Das ist leichteste Lektüre. Aber jetzt werde ich mich mal endlich an ein Weihnachtsgeschenk machen: Van Goghs Briefe. Ein Riesenbuch, das man nur am Tisch lesen kann.

 

Euch einen guten Tag!

Tabea

 

 

 

 

Tabea schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Du warst gerade noch nicht da, Abi.

Schlaf schön weiter, schlaf dich gesund.

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Die kann man heute wirklich gut gebrauchen. Es ist kalt, aber die Luft ist herrlich klar.

Tabea, meinst du das Buch, wo eine Frau mit ihrem Baby und selbst gebackenem Kuchen ihre Nachbarn besucht, um sie kennen zu lernen?

Ich hoffe, dass du dich gesund schläfst, Abi. Und wenn du magst, kannst du mich gern Katrine nennen. ;-) Gefällt mir!

Ihr anderen alle, wie war euer Sonntag? Lätare...freut euch...Das geht nicht auf Kommando...Hattet ihr erfreuliches heute?

Bis später. Liebe Grüße

Renata schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ihr Lieben hier, seid lieb gegrüßt!

Abi, hoffentlich schläfst du dich gesund!

Tabea, dein Frühstück klingt lecker! Bei uns gibts jetzt auch Müsli mit Apfel morgens...

Katrin-Christine, dir kann ich von einem erfreulichen Spaziergang durch die Felder und Wiesen mit meinem Sohn berichten. Zu einem Platz, an dem im Sommer immer ein Zeltlager stattfindet. So viele Erzählungen vom letzten Sommer konnte ich mir da anhören. Ob das dieses Jahr etwas werden kann? Wir werden sehen. Und ein sehr kalter Wind hat uns dann kräftig ins Gesicht gepustet.

Mit einer Freundin habe ich telefoniert, die mit ihren zwei kleinen Kindern eigentlich ganz vergnügt zu Hause ist. Jetzt habe man doch mal Zeit und Ruhe...

Ich traue mich das ja fast gar nicht zu sagen, dass es uns auch wirklich gar nicht so schlecht geht mit dem Ganzen. Die Kinder kommen gut zurecht, inzwischen spielen sie Monopoly.

Heute gab es ja viele Fernsehgottesdienste. Ich habe in großer Ruhe gekocht. Es war seit Monaten mein erster wirklich freier Sonntag, ohne Arbeit und ohne größere private Termine.

Nicht, dass das jetzt so bleiben sollte. Nicht, dass ich nicht vermisse, was eigentlich wäre. Aber: es ist auszuhalten, ganz gut sogar.

Ich hatte ja schonmal so ein Jahr, von Sommer 2016 an, das quasi "verloren" war, mit langen, langen Wochen im Krankenhaus und dann eben häuslicher Quarantäne für auch ein halbes Jahr. Und: das war auch Leben. Nicht immer glücklich natürlich. Aber auch "gesegnet", um altmodisch zu sein. Mit vielen Kontakten, vielen auch virtuell oder per Post. Mit Liebe und Lachen. Mit vielen Büchern.

Was macht "gutes Leben" aus? Darüber werden wir in nächster Zeit noch viel nachdenken können und müssen.

Bevor es jetzt zu philosophisch wird höre ich hier auf und rufe eine Freundin an, das habe ich schon ewig vor.

Habt es gut!

Renata

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

ihr Lieben,

lange schlafen hat sehr gut getan.

Ich behalte die Kuscheldecke noch um die Schultern und schaue mal, ob da noch Kräutertee in der Kanne ist.

 

Liebe Tabea, ich glaube, das Buch bestelle ich mir. Ich brauche mal was Leichtes. Unsere Buchhandlung hier hat einen online Bestell- und Lieferservice.

Ich habe mir vorhin eine Übertragung einer Andacht angesehen. Das fand ich sehr, sehr schön. Mir gefällt Kirche online besser als die "normale" Kirche. Das ist eine Entdeckung für mich. Vielleicht ist das der Zugang, der mir gefehlt hat. Eine sehr interessante Beobachtung an mir selbst.

Ich danke dir für den Morgenbrei, liebe Tabea. Heute ging das noch nicht, morgen vielleicht. Ich freue mich darauf.

 

Liebe Katrine ;) ich habe wirklich sehr lange geschlafen, unter der Kuscheldecke gelegen und Tee getrunken. Wie gut, dass ihr mich hier mit so viel Freundlichkeit versorgt und der heimische Prinz das hier ganz real auch nach Kräften tut. Das schöne Wetter habe ich leider kaum gesehen. Und doch hatte ich ein sehr erfreuliches Erlebnis: Im Baum vor meinem Schlafzimmerfenster hing heute Mittag ein Eichhörnchen kopfüber auf einem Ast. Es rührte sich wirklich gar nicht, der wunderschöne Puschelschweif wurde nur vom Wind hin und her bewegt, die kleinen Ohren auch. Ich dachte, dass es tot wäre und bin ganz traurig eingeschlafen. Als ich nach zwei Stunden nachgesehen habe, saß es auf dem Ast. Immer noch sehr still und teilnahmslos, und doch deutlich lebendig. Und der Liebste hat kurze Zeit später gesehen, dass es am Baum herunterkletterte und weiter lief. Er sagt, es sah ganz munter aus. Das hat mich sehr gefreut.

 

Liebe Renata, ich habe heute von meiner Nichte gehört, dass sie diese Zeit der Pause und der Ruhe richtig genießt. Sie hat Kurzarbeit, lebt aber ganz bescheiden in einer WG und sagt, sie wird wohl einige Wochen mit wenig Geld auskommen. Jetzt freut sie sich über die geschenkte Zeit. Da sie sich nicht verabreden kann, liest sie alles, was sie schon immer lesen wollte, macht Yoga und geht joggen. Sie hat Zeit zu kochen und ernährt sich viel gesünder als sonst. Und sie schläft mehr. Du hast schon recht: Es ist anders und bestimmt nicht immer schön und leicht. Und doch kann die Situation jetzt auch schöne Seiten haben. Das finde ich auch.

 

Kennt ihr eigentlich Anders Amen auf Youtube?

Richtig gut .

 

Habt einen schönen Abend

Abi

Zwergenmutti schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ach Abi, das ist doch Mist . Ich hoffe du kannst gut auskurrieren ohne Druck, irgendwo hin zu müssen.

Tabea, danke für den Tip mit dem Buch. Wir möchten schon lange den Van Goch Film anschauen. Unser Großer liebt diese Bilder. Er macht das erste mal am Schulmalwettbewerb mit. Heute wars ein ganz entspannter Sonntag. Der Papa hat mit den Jungs gebastelt. Vom Balkon aus, sieht und riecht man den Frühling obwohl es echt kalt und arg windig ist. Und das Internet ist klasse! Gestern wäre unsere ganze Familie beim Max Giesinger gewesen. Mit der Familie von meinem Bruder. Aber nun hören wir ihn (fast live) im Internet. Für unsere jüngsten Kids das erste mal Konzert. Tja bis November Vorfreude. Heute lernten wir den Jungs Siedler von Catan. Gott sei Dank haben wir einen guten gefüllten Spieleschrank. Von Flohmärkten, Sonderangeboten, Geschenken und ganz alte Klassiker von Oma und Opa. Z.B ,, Malefitz und Fang den Hut,, Ich hoffe das hier die Stimmung nicht kippt. 1 Woche rum. Unsere Kerze brennt hier für alle Arbeiter, Traurige ...Eine möchte ich gerne hier auf den Tisch stellen. So nun lese ich mal weiter meinen großen Fantasy Roman. Gute, erholsame Nacht!

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

... macht sich bei mir breit. Mein Mann ist jetzt ganztägig open end unterwegs - auch an allen Wochenenden. Systemkritischer Beruf an vorderster Front. Ich muss heute nachmittag zur Arbeit und hoffe , abend nicht zu spät wieder zu Hause zu sein. Hoffe, dass alles gut geht, wenn die Kinder ein paar Stunden allein daheim sind. Auch ich habe einen relevanten Beruf, aber ich möchte die Kinder möglichst nicht in Betreuung geben... um die Schule muss ich mich ja auch kümmern, das läuft leider nicht von allein.

 

Ich werde heute versuchen, noch ein paar Grundnahrungsmittel einzukaufen, damit wir die nächster - entscheidenden - 2 Wochen so wenig wie möglich außer Haus müssen. Es gibt seit letzter Woche bei uns weder Mehl noch Zucker zu kaufen...

 

Ich werde schon inoffiziell angefragt, ob ich während der Krise, wenn es hart auf hart kommt, in meiner bisherigen Klinik mithelfen könne - nachdem ich gerade gekündigt hatte und heilfroh war, da raus zu sein! Eigentlich wollte ich mich ganz aus der Pflege und Medizin verabschieden, so frustriert war ich. Und nun? Alles in mir wehrt sich dagegen, und doch weiß ich, dass ich es im allergrößten Notfall nicht mit mir vereinbaren könnte, mich rauszuhalten.

 

So, jetzt Frühstück machen für die Kinder und dann Schule. Wir haben einen strukturierten Zeitplan, das hilft. Und dann werde ich mit unseren Nachbarn reden und die wichtigen Telefonnummern austauschen bzw abgleichen. Sicher ist sicher.

 

Ihr lieben, ich lasse euch aufgebackenen Bäckerbrötchen, Marmelade und „Milchmädchen“ (der ultimative Seelentröster) da. In der Zauberkanne ist alles, was ihr wollt, ich hatte schwarzen Tee.

 

Habt es schön heute! Melde mich irgendwann nochmal.

 

Nachtigall

troldepus schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Guten Morgen Ihr Lieben, noch mag ich meine Bürotür gar nicht öffnen, obwohl ich schon seit 1,5 Stunden auf bin.

Ich stelle fest, dass ich mich selbst zurück ziehe, Gedanken fließen lasse, die es vielleicht auch lohnen würde aufzuschreiben, nur mir ist nicht danach.

Gestern war ich morgens zwei Stunden spazieren und habe diese andere Atmosphäre sehr genossen: saubere klare Luft, geschärfte Sinne - ich hörte das Knarren in den alten Bäumen am Wegesrand in einer Weise wie bisher noch nicht. Tja und mir begegneten neben den vielen Gänsen, elstern, Möwen auch ein Storch, mehrere Graureiher, die erste kleinere Schaferde aud dem Deich, ein Eichelhäer und einge freundliche Menschen, aber kaum mal ein Auto. Ein einziges Flugzeug habe ich gesichtet. Schöne Fotos von den mit Eis überzogenen Apfelbäumen sind mir gelungen. Eine so ganz andere Athmosphäre. Ich denke, auch diese Krisenzeit kann neben vielen Problemen doch auch Positives hervorbringen.

@ Abi: schön, dass es Dir besser geht

@ Nachtigall: Du hast es wirklich nicht leicht, ich ziehe den Hut vor Dir. Aber bitte überfordere Dich nicht. Du kannst auch anderen nur helfen solange es Dir selbst gut geht!

Ich habe noch nicht weiter rückwärts gelesen, was Ihr anderen erzählt habt.

Passt alle gut auf Euch auf und bleibt behütet

troldepus

Nelle schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

O, o! Liebe Nachtigall, ich erinnere mich, dass du schriebst, man habe dich auf deiner vorigen Stelle gemobbt. Ich denke, es ist keine gute Idee, dort im Notfall einzuspringen. Vielleicht könntest du deine Fähigkeiten woanders einbringen? Irgendwo, wo die Atmosphäre stimmt?

 

Nur ein Gedanke...

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ja, mir geht es besser. Und die Laune wird besser, da kommt heute irgendso eine grundlose Freude.

Gleich habe ich Pläne gemacht. Wir müssen uns hier jetzt strukturieren, finde ich. Also eine Liste, mit allem, was zu tun ist oder sein könnte.

Manchmal mache ich gern Listen. Allein sie zu schreiben gibt mir das Gefühl, etwas geschafft zu haben.

Großartig.

Für heute ist es ein ganz sanfter Plan mit lauter vorsichtigen Aufgaben. Nicht, dass der Nachmittag mich sonst wieder umhaut.

Eine Meditation habe ich schon gemacht. Das war gut.

Und ein bisschen Saugen, Räumen und Wäsche sortieren.

Eine Bewerbung für einen jungen Menschen korrigiert und überarbeitet.

Nun mache ich bei euch Pause. Nachher wil ich kochen, Schonkost noch. Und doch richtiges Essen: Möhrchen mit Reis.

Wenn es geht, mache ich nachmittags einen kleinen Hundegang. Dann will ich meinen Französisch Kurs rausholen und lernen.

Und dann mal sehen, was noch geht.

Liebe Zwergenmutti, ich bin mal wieder voller Bewunderung für deine positive Art und Aktivität.

Bei mir brennt auch eine Kerze auf dem Schreibtisch, ich sehe sie an und fühle mich verbunden :)

Liebe Nachtigall, ich kann die Katastrophenstimmung gut nachvollziehen. Es ist ja auch wirklich alles sehr dicht bei dir. Die Entscheidung bezüglich der Klinik würde ich eher nicht in so einer Stimmung treffen wollen. Vielleicht kannst du dir damit noch Zeit lassen um aus mehr innerer Ruhe heraus zu entscheiden? Der Gedanke von Nelle gefällt mir gut. Wahrscheinlich werden in vielen Krankenhäusern jetzt Hilfen gesucht, die einspringen können.

Liebe troldepus, dein Erzählen vom Morgenspaziergang tut mir gut. Ich war noch nicht draußen, bin heute wohl doch noch etwas langsam.

Und nun möchte ich unbedingt in den Wald. Das kommt heute noch.

 

Ihr Lieben (innen),

habt heute einen schönen Tag, so gut es geht.

Und vielleicht schaut ihr, wenn ihr Zeit habt, mal auf Youtube: "Anders Amen". Sehr erfrischend, finde ich.

 

Liebste Grüße

Abi

 

 

Noa schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Eigenartige Tage sind das! Eingeigelt in der Wohnung, die ja großzügig ist für uns zwei. Immer mal wieder Anflüge von Angst und Sorge, Mitleid mit den vielen einsam Gestorbenen und ihren Familien, mit dem überlasteten Krankenhauspersonal und dann wieder so ganz banale Normalität. Ich putze meine Küche . Gründlich, sehr gründlich! Heute unter anderem die Sockelleisten hinten unter der Eckbank. Das habe ich offensichtlich länger nicht mehr gemacht, die Küche ist mir ein wenig entglitten, seit mein Mann die Woche über kocht und eigentlich auch die ganze Zeit geputzt hat. Das hat so etwas von die Küche wieder in Besitz nehmen. Das tut mir gut, kommt halt etwas früher als geplant. Überhaupt, etwas in Ruhe und gründlich machen zu können, in meinem Tempo, ohne Zeitdruck, das hat schon was. Und dennoch merke ich, der Magen drückt, mein typischer Stressanzeiger.

 

Puh, Nachtigall, das ist wirklich ein großes Paket, das du derzeit zu stemmen hast. Ich bin auch eher skeptisch, ob du dir das an der alten Arbeitsstelle antun sollst. Ich finde Nelles Rat sehr gut! Pass in all dem gut auf dich auf!

 

Du liebe Zwergenmutti, das ist so schön, wie du von eurer Familie berichtest. Länger Vorfreude haben :-) Und Malefiz und Fang den Hut hab ich auch noch da...

 

Liebe Abi, Listen schreiben ist auch meins! Gerade in so fremden, ungewissen Zeiten auch irgendwie tröstlich. Zumindest habe ich dann einiges durchdacht, auch wenn es oft anders kommt. Und ein sanfter Plan für gerade Wiedergenesende ist sehr gut!

 

Liebe troldepus, wie ergeht es dir im Homeoffice? Gedanken, die fließen und vielleicht aufgeschrieben sein wollen, dann aber den Weg aufs Papier nicht finden, kommen mir auch bekannt vor.

 

Ich bin ganz herausgefallen aus der Fastenzeit, so wie ich sie mir vorgestellt hatte. Mal schauen, ob ich da wieder den Zugang finde. Andererseits merke ich, dass mir in der derzeitigen Situation ganz viel über mich klar wird. Manches kann ich einfach so stehen lassen, anderes wiederum gefällt mir gar nicht so, will bearbeitet werden, vielleicht auch angenommen werden. Wie geht es euch mit euren Vorhaben?

 

Jetzt muss ich noch ein wenig Schreibtischen, in diesen Zeiten melden sich die Schüler erst nachmittags ;)

 

Habt es gut

Noa

 

Tabea schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Mein Magen drückt auch. Vielleicht vertrag ich den derzeitigen Heiltee nicht, der meinem Schwindel Beine machen soll.

 

Fasten, was ist das? Ich faste seit Jahren nicht, ich trau es mir einfach nicht zu und geh dem Misserfolg aus dem Weg. An manchen Stellen übe ich, mein Verhalten zu ändern. Das ist aber eh dran und mir wichtig. Und wie in jedem Jahr, nähere ich mich diesem Geschehen vor Ostern mit Bangen. Meine Freundin ist dem Annehmen von Schmerz auf der Spur, ein Bachchoral ist ihr Begleiter geworden. Oh, da bin ich lange noch nicht... Das macht mir nicht direkt Not, aber ich weiß ja innendrin ganz genau: da geht es lang.

 

Gerade war eine Hummel auf dem Balkon, die sich gefreut hätte, wenn wir den Balkon schon bepflanzt hätten. Gemach, gemach. Wird werden, irgendwann. Heute etliche Sachen in die Kammer geräumt, Wäsche gewaschen, gekocht, alles langsam voran, und mitten am Nachmittag Azul gespielt. Große Sehnsucht nach langen Tagen ohne Pflichten außer für Staubfreiheit und Essen zu sorgen: zeichnen, mit Farben spielen, Osterkerzen schmücken (noch gar keine Kerzen besorgt bzw. bestellt), lesen, und vor mich hindenken, nicht zu vergessen. Einfach so. Wann kommen die, diese Tage? Wenn es keine Kisten mehr gibt? Leben ist jetzt, sagt unser kluger Sohn. Wenn er merkt, dass wir uns zu viel Druck machen.

 

Stelle fest, dass die LehrerInnen im Umfeld ziemlich ackern, im Netz und auch so. Und die Pfarrteams auch. Hätte ich mir nicht so gedacht. Richtig viel Arbeit. Die kaum jemand ahnt.

 

Ich denke nahezu ständig an das Weizenkorn, das in die Erde fällt und doch nicht sterben will. Sich gegen den Schmerz wappnet und hart macht, und dann merkt: so geht es nicht. Vielleicht wenn ich weich werde... und bringt viel Frucht.

 

Nachdenklich

Tabea

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Fleißig seid ihr! Putzt und räumt...Arbeitet von zu Hause aus...Sorgt für die Kinder, organisiert die Familie...Es ist schön, euch zu lesen. Auch von dem, was euer Herz gestern erfreut hat, die Eichhörnchen und all die anderen Begebenheiten und Begegnungen.

Vorhin habe ich mal in "Anders Amen" hinein geschaut, ich kannte das vorher nicht. Danke für den Tipp, Abi. Ich habe die Episode geschaut, in der die beiden erzählen, wen es in diesen Zeiten noch mal besonders hart trifft. Das hat mich sehr berührt, weil es so ohne jammern geschieht, weil sie einfach darauf aufmerksam machen und dadurch diese Menschen nicht vergessen werden.

Nachtigall, ich möchte dir auch gern sagen - es gibt ganz bestimmt auch andere Orte, an denen du helfen kannst und gebraucht wirst, du musst nicht dorthin zurück, wo es dir so schlecht ging.

Meine Fastenvorhaben sind irgendwo verschwunden. Es ist anderes wichtig geworden. Ich sortiere manchmal und werfe auch weg. Aber es ist nicht vordergründig.

Über dieses Zimmer bin ich sehr froh und auch darüber, dass es offen bleibt. Ich glaube, das ist für viele wichtig, vielleicht wichtiger als die Foren vorher.

Ich heize mal den Kamin an, es ist ziemlich kalt. Auf dem Teich hat sich eine dünne Eisschicht gebildet. Seht ihr die Amsel, die vorsichtig trinkt?

 

 

Rahel schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ich mag kurz auftauchen und einen Seufzer hierlassen.

Es ist sooo viel Arbeit, außer für ein kurzes Mittagessen (von den Nachbarn gekocht) hab ich eigentlich durchgearbeitet - wie auch schon am Wochenende viel zu viel und zu lange:

ich muss mich in eine kommunikative Lernplattform einarbeiten, damit wir die Schüler versorgen können. Alles klappt noch nicht, d.h. das Fünftel, das seinen Online-Zugang nicht hinbekommen hat, muss im Auge behalten und auch versorgt werden. Die Eltern haben ganz viele Wünsche (kein Papier mehr daheim oder keine Druckerpatronen, die Aufgaben bitte dahingehend aussuchen - zu viele oder zu wenige) - kurz - ganz viele neue Erfahrungen, Mails, Chats mit Schülern und Eltern allenthalben. Dazwischen heute eine 80 minütige Online-Schulung für uns Kollegen, damit wir mit dem Programm zurecht kommen. Die Kids arbeiten - natürlich - ganz unterschiedlich und bei geschriebenen Texten weiß ich nicht recht, wie ich diese ohne persönlich Rückmeldungen würdigen soll ( Das Dokument hat mal schlappe 10 Seiten für die gut 3/5, die bis heute abgegeben haben...) Und durch die digitale Erreichbarkeit bin ich gefühlt irgendwie ständig im Dienst. Versuche tagsüber am Ball zu bleiben, nebenher die Aufgaben meienr Mädels im Blick zu behalten - aber konzentriert planen geht eigentlich nur frühmorgens oder am Abend. DAS tut nicht gut. Ich hoffe, dass ein bisschen mehr Ruhe einkehrt, wenn die digitalen Probleme weniger werden (zumindest an der Schule der Großen läuft ab heute alles rund) und die nächsten Wochenaufgaben draußen sind...

Und dass ich mir bald nicht mehr wie ein Hamster im Rad vorkomme. Und das für meine 21 Teilzeit-Wochenstunden, letzte Woche waren es so gesehen eigentlich zwei Arbeitswochen...

Ich guck mal, was die Zauberkanne mir bietet, was Warmes, die Seele umhüllendes, ein Chai-Tee mit Milch, lecker!

Danke fürs Seufzen-dürfen...

Herzlich

Rahel

Renata schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Rahel, ich seufze mit dir! Puh, das ist ganz schön gemein, dass die Bedingungen da so unterschiedlich sind.

Bei uns ist es so: die Lehrer schicken, über die Klassenlehrerin, Aufgaben an die Kinder. Macht mal im Mathebuch Seite 40-50 alle Aufgaben, so in der Richtung (gerade in Mathe ist das wirklich so und echt viel!). Wenn was ist: hier meine Mailadresse, ansonsten: dieser YouTuber erklärt das ganz gut. Echt jetzt.

In zwei Fächern soll die 7-Klässlerin etwas abgeben, in Englisch und Deutsch. Der Rest wird dann besprochen, wenn wieder Schule ist - ha, ha!

Meine beiden (4. und 7. Klasse) organisieren sich super selbst, aber für die Große sind es wirklich mehrere Stunden Arbeit am Tag. Mag okay sein, aber ich finde, frische Luft und Aufatmen sollte auch dazu gehören.

Insofern: Hut ab dafür, dass ihr das interaktiv macht! Und auch: ich finde, das geht so natürlich dann auch nicht für die LehrerInnen, gerade in Teilzeit. SEUFZ!

 

Heute war ich mit meinem Home-Office sehr unzufrieden - und bin jetzt mit dem Ergebnis dann doch irgendwie zufrieden. Eine wichtige Sache gebe ich gleich in die Post - ansonsten Telefonate und E-Mails, zwischendurch Kochen, Spazieren mit den Kindern...neuer Alltag. Wobei ich ja immer irgendwie Home Office mache, aber anderes eben auch.

 

Mit meinen Eltern habe ich telefoniert und bin froh, dass sie gut zurecht kommen und zufrieden sind. Ach, wann werde ich sie wieder besuchen können???

 

Seid lieb gegrüßt, ihr alle hier!

Renata

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Gerade bin ich doch sehr froh darum, ein so ruhiges Leben zu haben.

Kinder, Unterricht, Home Office, Klinik, Pflege, Umzug, Stress: Ich sitze hier und trinke Tee.

Eigentlich kann ich nichts anderes tun, als euch eine Kerze anzünden und die Zauberkanne herstellen. Ich weiß genau, das sie auch Extrapowerkraftsaft enthält zum Beispiel. Und natürlich Tee, Kakao, Punsch, Kaffee, Sprudel, Ingwerwasser, Kokoswasser, Seelenstreichler aller Arten. Ich stelle noch Kekse, Himbeermuffins, einen Obstkorb und Mandeltrüffel dazu.

Und lasse hinten am Kamin "Gedankenkämmen" laufen, so schöne Musik, die streichelt die Seele auch.

Und das Feuer knistert.

Ich wünsche euch, dass ihr zur Ruhe kommt.

Meiner Meinung nach fasten wir alle gerade genug. Egal, ob wir uns noch an unsere Vorhaben erinnern oder nicht.

Ich erinnere mich, ich wollte aufräumen. Und tatsächlich fühlt es sich wie ein großes Aufräumen an. Alles wird auf den Kopf gestellt, ich finde Altes, entdecke Verborgenes und begegne auch so manchem, was ich lieber nicht aufgestöbert hätte.

 

Schlaft nachher schön, träumt schön, ruht euch aus.

Und habt bis dahin einen schönen Abend

Abi

 

Elisa-Marie schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Guten Abend alle zusammen!

 

So schön, wieder bei euch zu sein. Da brauch ich noch ein bisschen, bis ich all das bunte Leben von euch der letzten Tage nachgelesen habe. Auf jeden Fall wunderbar, dass sich Rahel wieder meldet und Y..... mit anderem Namen zu uns gefunden hat. Weiß jemand was von elisabeth oder habe ich sie raschen Querlesen übersehen?

Bin total platt aufgrund der letzten Tage. Unsere Tochter musst in einer dreitägigen Hauruck-Aktion umziehen. Wir wollten es mit so wenig Leuten wie möglich schaffen, da die Stadt innerhalb derer sie umziehen musste nahe an einem Risikogebiet liegt. Einen Tag halfen mein Mann und unser Sohn, den Rest bewerkstelligten wir zwei Frauen alleine. Am Sonntagnachmittag war alles wohnlich und behaglich. Ein neues Nest war gewachsen. Das "Kind" konnte lachen und endlich wieder schlafen......Puh. Heute spüre ich, dass ich keine dreißig mehr bin - sondern fast doppelt so alt.

Bezüglich der Schule kann ich dich so gut verstehen, liebe Rahel. Meine Schüler*innen sind zwar schon erwachsen und in der Berufsausbildung und doch läuft vieles verquer. UND: alle Defizite hinsichtlich Digitalisierung machen sich bemerkbar. (Nicht, dass ich soooooo ein Freund davon wäre.....) Mein Kurs absolviert in diesem Jahr die Prüfung und alles steht diesbezüglich noch in den Sternen. Können die praktischen Prüfungen überhaupt abgenommen werden? Wohin sollen sie ggf. verschoben werden? Was, wenn dann die anzuleitenden Bewohner gewechselt haben und die schriftlichen Ausarbeitungen somit hinfällig sind? Wie soll die Prüfungsvorbereitung ablaufen, da die SuS nun keinen Blockunterricht mehr haben werden? Wie laufen die schriftlichen Prüfungen? Was wird mit den Arbeitsstellen, die die SuS unter Umständen ungeprüft ja gar nicht antreten können usw. usf......

Und sonst? Bin ich einfach nur dankbar für so viele Dinge! Gleichzeitig vermisse ich soziale Kontakte, Chorproben, Gesangsstunden, Umarmungen unter Kollegen und Freunden..... den Gottesdienst!

 

Wie gut, dass ihr das seid!

Elisa-Marie

Nelle schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

bin ich, nachdem ich euch jetzt alle nachgelesen habe - so viel Mehrarbeit! Das kann doch nicht der Sinn der Sache sein!! Ist das überall bei euch so, oder bin ich nur blind für das Gewusel, das hier auch, bloß außerhalb meines Blickfelds läuft? Ich genieße gerade so sehr die Langsamkeit und Stille hier! Und weigere mich, bloß über Internet zu kommunizieren. Denn der ältere Teil der Bevökerung hat dazu weder technisch noch mental Zugang. Ich schreibe Zettel und hänge sie in den Schaukasten. Oder schreibe Briefe und schicke sie in die Altenheime. Oder telefoniere viel oder schreibe auch WA oder Mails an diejenigen, die das können.

 

Und: ich habe gestern Abend auch die Ode an die Freude gespielt. Und mit dem Handy aufgenommen. Also dann doch ein ganz klein bisschen Elektronik. Aber das meiste lieber analog.

 

Und soeben habe ich ein paar Äpfel aus dem Gartenhäuschen mit meinem Entsafter zu einem ganz süßen und leckeren Apfelsaft gemacht. Nein, mein Haupt-Fastenvorhaben (der Verzicht auf Zucker) ist am Wochenende gestorben - ich plane für morgen einen Käsekuchen ;o))

troldepus schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Diese Frage stellst du in den Raum, liebe Renata.

 

Sehr gute Frage. Wie wir sie nach Corona wohl anders beantworten werden als vor Corona?

 

Heute bekam ich von einer Freundin ein kleines Video geschickt, das wohl in Italien produziert wurde. Ich-Erzähler ist das Coronavirus, das erzählt warum es gekommen ist, nämlich weil.... und dann zählt es eine Reihe von Verhaltensweisen von uns Menschen auf, die ihm nicht gefallen und das worauf wir uns besinnen sollen. Am Ende heißt es etwa, das es selbst irgendwann wieder gegangen sein wird, wir aber hoffentlich gelernt haben, was wirklich wichtig ist im Leben: unsere Familie, unsere Freunde.....

Bei meinem Spaziergang am Sonntag morgens als ich so bewusst die klare Luft und den blauen Himmel (wie in Kinderzeiten oder damals im April als während des Vulkanausbruchs die Flugzeuge am Boden blieben) wahrnahm, dachte ich bei mir, die Natur wehrt sich und zeigt uns Menschen mal kurzerhand was eine Harke ist und wer die Stärkere ist. Das Problem ist nur, dass unter der jetzigen Situation am meisten die leiden, die bereits abgehängt und leidend waren und die wohl selbst am wenigsten dazu beigetragen haben, dass die Welt so ist wie sie ist, die Abgehängten hier bei uns aber vor allem in der Welt. Erster Coronafall wurde aus einer Favela in Rio de Janeiro gemeldet....wie schnell wird es sich dort ausbreiten...

Im Homeoffice geht es mir soweit gut, ab und an bricht die Verbindung zum Rechner im Büro weg, aber wirklich viel Arbeit habe ich ja nicht, da nun fast alles steht. Mein Handy muss ich ständig mit mir herumtragen, ich kann es nicht auf Kollegen umstellen. Aber viele Anrufe gehen auch nicht ein. Angespannt bin ich halt. Nächste Woche habe ich Urlaub. Mir geht es wirklich gut.

Schön, dass Abi wieder auf dem Damm ist.

@ Nachtigall: eine gute Bekannte hat sich nach Jahren wieder in der Klinik anwerben lassen, in der sie zuvor gemobbt worden war. Es hat sich dort nichts wesentlich geändert - nur sie kann damit jetzt andeers umgehen. Sosehr es schmeicheln mag, wieder gefragt zu sein, noch immer gilt für mich: Verhalten hat Konsequenzen. Bestimmt kannst Du Dich woanders helfend einbringen wie Nelle vorschlägt. Aber eigentlich bist Du doch auch so schon mehr als ausgelastet.

So, nun gehe ich auch in meinen Bubukarton, habe auf dem Sofa schon vorgeschlafen, aber gut ist das ja nicht wirklich.

Liebe Grüße troldepus

Zwergenmutti schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Guten Morgen,

noch ist hier Ruhe. Ach Mensch, für alle keine leichte Zeit. Gestern rief unsere Große an, die ja eigentlich nach New York wollte. Aber NY ist im Moment ja der Hotspot von Corona und der Präsident unberechenbar. Sie weinte am Telefon und wir können sie nicht in den Arm nehmen. Das tut mir auch so leid. In Ihrem Kindergarten erledigt sie nun ein paar Stunden Büroarbeit und sortiert, wäscht Spielzeug. Ein bischen Ablenkung. Jeden Tag sind sie zu 2. Aktuell bin ich noch gut zu Hause beschäftigt. Also wir haben Schulmaterial zu hauf. Wir machen echt 5 Stunden pro Tag Unterricht. Aber ob wir das alles erarbeiten können...Auch beim Großen ist das nun das 2.mal ein neues Thema in Mathe. Ich hoffe wir können es richtig erklären und machen das auch richtig. Drum ist bei uns bis jetzt keine Langeweile aufgekommen. Meine Jungs sind auch so unterschiedlich, der Große findet schon immer Home Schooling klasse, er

arbeitet gerne alles allein. Das sagte auch schon seine Lehrerin. aber klar, hier hat er keine Ängste (Mutismus) , muss sich zu nix überwinden. Deshalb macht er hier alles entspannt und ruhig. Beim Kleinen merke ich unkonzentriert. Will am liebsten nur sein Sport machen. Sitzt kaum still. Deshalb dauert es auch viel länger als sonst. Ihm fehlen seine Freunde, draußen rum stromern. Aber ich bleibe hoffentlich weiter kreativ und der Papa hat nun kürzere Arbeitszeiten, da kein Material mehr kommt (Italien, Frankreich). Ich hoffe einfach, das mein Mann auch mal Bespaßungsprogramm übernimmt, obwohl er sich große Gedanken macht, wie es weiter geht...

Nun ja die Krise schweist uns enger zusammen. So denk ich noch! Ich glaube, der Glaube hilft uns auch. Drum zünde ich gleich wieder die Kerze an. Nun starte ich mal in den Tag. Als Lehrerin muss ich erstmal schauen, was heute gemacht werden muss. Bis später und kommt gut durch den Tag!

Sternenstaub schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Elisa-Marie,

Du sprichst mir direkt aus der Seele : Auch ich vermisse Umarmungen unter Freunden und Kollegen!!!

Da ich allein lebe, spüre ich, wie oft doch durch den nahen Kontakt mit Freunden und Kollegen mal eben kurze Umarmungen oder einfach ein "Hand auf die Schulter legen" ganz selbstverständlich sind. Und nun fehlen! Vielleicht ein besonders wichtiger Impuls für die "Zeit nach Corona" : Körperkontakt sollte mehr gepflegt werden! Ist gesund und lebenswichtig für Seele und Körper!

Ich werde das noch mehr beherzigen als sonst!

Bleibt gesund und behütet!

Eure Sternenstaub

Elisa-Marie schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Guten Morgen!

 

Kommt gut durch den Tag - mit Kindern, die Zuhause beschult werden müssen, mit Unterrichtsvorbereitungen und verschicken übers Netz, mit Aushalten der Kontaktreduzierungen, mit den Unsicherheiten und der einen oder andern Angst sich anzustecken, mit der Sorge um die Liebsten, mit geplatzen Urlaubsträumen (ich wollte auch mit meiner Tochter am 30. April nach New York fliegen.....zum ersten Mal in meinem Leben......), mit Solidarität und Ideenreichtum.

In mir singt es immer wieder "Meine Hoffnung und meine Freude, meine Stärke, mein Licht, Christus meine Zuversicht, auf dich vertrau ich UND FÜRCHT MICH NICHT, auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht!"

***

***

Gerade huscht das Eichhörnchen kopfabwärts über den Stamm der großen Linde. Die Blau- und Kohlmeisen fliegen unablässig zwischen Vogelhäuschen und Haselnussbaum hin- und her. Ein Buntspecht war schon zu Gast und vier Dompfaffen-Pärchen machen sich immer wieder den Fressplatz auf dem Balkongeländer strittig. Ein Kleiber holt sich ein Stück des Fettfutters, steckt es in die Ritze eines dicken Astes und pickt - auch kopfabwärts - das nährende Fett. Ich staune und staune und staune. So viel Leben. So viel Geschäftigkeit. Sie sind einfach. Kennen keine Krise. Sie sind.

 

Habt es gut heute!

Elisa-Marie

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hallo, ihr Lieben, danke für euer erzählen, und schön, dass du hergefunden hast, Sternenstaub. Und gut, dass du wieder wohlbehalten zurück bist, Elisa - Marie. Abi, als du erzählt hast, dass deine Buchhandlung Bestellungen annimmt, habe ich vorhin mal bei meiner geschaut. Das ist auch für mich möglich, ich freue mich sehr darüber und will dann unbedingt etwas bestellen.

Ich stelle mal einen Strauß roter Tulpen her, damit wir uns alle daran erfreuen können.

Ach ja, Essen ist fertig, heute gibt es Gemüsesuppe mit verschiedenfarbigen Möhren. Lasst es euch schmecken.

Bis bald.

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Mein neuer Job steht auf der Kippe. Ob wegen Corona oder nicht - eine Chefin ist derzeit krank und keiner weiß im Moment, wie es weitergeht. Wegen der Einschränkungen arbeiten wir sowieso gerade im "Notprogramm" im med. Bereich. Dabei bin ich doch so froh über die Stelle!

 

Die Schulaufgaben der Kleinen habe ich gerade zeitaufwändig kontrolliert. Sie muss vieles noch mal machen, akzeptiert aber nicht meine "Lehrkompetenz". Die Frustrationstoleranz ist eh schon ziemlich niedrig. Also werden wir uns wohl wieder anbrüllen bei dem Versuch, das Fehlerhafte richtigzustellen und einigermaßen nachhaltig zu verankern...Menno, ich hab doch keine 5Jahre Lehramt studiert!!! Wenn ich Vollzeit arbeiten müsste, könnte ich das gar nicht leisten. Was würde dann werden? Beim Gymnasiasten muss ich mich damit zufriedengeben, dass er mir versichert, seine Aufgaben ordnungsgemäß zu machen. Kontrollieren kann ich da nichts mehr und Nachfragen oder Vorschläge tut er ein wenig überheblich ab. Ich kann nur hoffen, dass das gut geht...

Süßes fasten habe ich jetzt für mich gebrochen. In diesen Zeiten müssen wir sehen, dass wir alle die Nerven behalten - wenn es sein muss, auch mit Schokolade!

 

Und jetzt gibts erstmal Kaffee!

 

Nachtigall

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ich stelle dir noch ein Stück Schokoladentorte dazu, liebe Nachtigall. Lass es dir ut gehen. Das hast du dir verdient!!

Abi

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ich stelle dir noch ein Stück Schokoladentorte dazu, liebe Nachtigall. Lass es dir ut gehen. Das hast du dir verdient!!

Abi

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Danke, Abi für die Torte!

Ja, ich denke, wir alle sollten aufpassen, dass es uns jetzt so gut wie möglich geht. Dass wir irgendwie bei Laune bleiben. Dann lässt sich vieles leichter stemmen.

 

Liebe Grüße

Nachtigall

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Nun habe ich dir im Eifer des Zuspruchs gleich zwei Stück Torte gebracht, Nachtigall. Ich glaube, hier ist das sowieso egal, hier kannst du gern so richtig zugreifen ;)

Im Grunde sollst du jetzt ja nicht die Ersatzlehrerin sein, sondern nur die unterstützende Mutter. Nach der Schulpause muss sich die Schule ja sowieso neu zusammenruckeln. Und - ganz ehrlich - die allermeisten Lehrer_innen sind weder dumm noch hartherzig oder böse. Es mag gewiss einige geben, das gebe ich zu, und doch sind die meisten freundlich, zugewandt und engagiert. Sie wissen auch, dass

das Lernen Zuhause nicht mit Schulunterricht vergleichbar ist. Und es wird einen Neustart geben, der den Kindern zumindest in den meisten Fällen gerecht wird. Diese Situation ist auch für die Schulen und Lehrkräfte eine Herausforderung. Sie haben das nicht geübt, das war nicht möglich. Deshalb gibt es gewiss Unterschiede jetzt. Doch es besteht kein Grund, jetzt den Familienfrieden aufs Spiel zu setzen, nur weil man mit bestimmten Schulmaterialien und Anforderungen nicht klar kommt. Geduldig bleiben, versuchen, mit den Lehrer_innen zu chatten oder telefonieren, durchatmen, alles nicht so eng sehen. Das kann helfen.

Katrine :), ich freue mich über Tulpen und Suppe. Die kann ich wieder essen! Jetzt hatte ich ein Telefonat mit der Ärztin wegen der letzten Bltuntersuchung. Es scheint, dass ich gar nicht gut auf Histamin reagiere und mich da vorsichtig ernähren sollte. Also noch einmal neu denken, was ich essen kann und was nicht. Angesichts der eingeschränkten Einkaufsmöglichkeiten jetzt ist das eine Herausforderung. Aber egal, das meiste Gemüse geht noch!

Liebe Elisa-Marie, aus meinem Fenster heraus sieht es ganz ähnlich aus wie aus deinem. Und ich liebe den Anblick auch so sehr. Einfach sein, tun, leben.

Liebe Sternenstaub und Elisa-Marie, ich habe beim Spaziergang eine Freundin getroffen. Wir blieben mit Abstand stehen, sie lächelte und umarmte sich selbst. Das tat ich dann auch und es war fast, als hätten wir uns gegenseitig umarmt. Richtig schön.

Liebe Zwergenmutti, bei mir brennt auch wieder eine Kerze. Auch du darfst jetzt einfach eine Mutti bleiben, musst keine Lehrerin werden. Ich wünsche dir weiter ganz viel Power!

Liebe troldepus, die Abgehängten in der Welt machen mir gerade auch am allermeisten Sorgen und Kummerfalten. Wo bleiben sie nur, wenn die reichen Länder in den nächsten Jahren damit beschäftigt sein werden, ihre eingestürzten babylonischen Türme wieder neu zu errichten? Und wer hilft ihnen jetzt?

Liebe Nelle, deine Idee mit den Zetteln finde ich großartig! Genau, es kann nicht Sinn der Sache sein, dass jetzt alle mental und psychisch gegen die Wand knallen. Das wäre wirklich nicht hilfreich. Da sollte dringend Entspannung und Entschleunigung passieren. Die ersten Mediziner warnen schon vor einem Zuwachs an Burnout, Depression und Selbstmord.

 

Was macht gutes Leben aus?

Gemeinschaft, finde ich. Verbundenheit, auch in der räumlichen Trennung. Aber auch Sinn in dem, was ich tue. Etwas bewirken können, auch im Kleinen. Eine Freude machen, einen lieben Brief versenden, ein Lächeln über die Distanz von eineinhalb Metern. Aber auch andere Dinge: Für Ordnung sorgen, gerade jetzt den Müll an der Straße aufsammeln, die Mülltonne der alten Dame mit ins Haus holen.

Oder teilhaben an dem, was ist: einen Leserbrief schreiben, eine Anfrage an örtliche Poliziker wegen der jetzigen Zustände in den Flüchtlingsunterkünften stellen. Oder im persönlichen Bereich: für die kleineren Kinder sorgen, die großen unterstützen. Eine Suppe kochen, ein Gespräch führen, Tipps geben....

Gutes Leben bedeutet für mich tatsächlich dieses Miteinander und auch, für andere da sein zu können.

 

Und ihr?

Neugierig

Abi

Renata schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Abi,

deiner Beschreibung habe ich nichts hinzuzufügen.

Meine beste Freundin hat mich an einen Satz aus einer Liedstrophe erinnert: Verricht das Deine nur getreu.

(aus: Wer nur den lieben Gott lässt walten: Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur getreu. Und trau des Himmels reichem Segen, so wird er bei dir werden neu. Denn welcher seine Zuversicht auf Gott setzt, den verlässt er nicht.)

Das ist jetzt noch mehr als sonst mein Motto. Und das ist sozusagen Kleines wie Großes. Für die Kinder da sein. Gesundes Essen kochen. Rausgehen an die frische Luft. Im Beruf das Nötige tun.

Aber ich habe auch richtig gute Bedingungen, das weiß ich auch. Die Kinder kommen gut miteinander zurecht, gut mit der Schule zu Hause. Ich habe keine wirtschaftlichen Sorgen.

Und ich habe das Ganze quasi schonmal geübt, vor fast vier Jahren. Da war ich durch eine schwer Erkrankung schonmal fast ein Jahr isoliert. Aber über lange Zeit ohne die Kinder im Krankenhaus. Das habe ich einerseits auch ganz gut verkraftet. Andererseits war es ohne die Kinder, die ich nicht sehen durfte, viel, viel schlimmer. Jetzt sind wir alle zusammen, zumindest die Kernfamilie: auch wenn meine Eltern und Freunde und, und, und schmerzlich fehlen lässt sich das für mich doch ganz gut aushalten.

Ich freue mich über die Verbundenheit hier. Dass wir immerhin unsere Gedanken teilen können, und erzählen, wie es uns geht.

Und uns virtuell mit Schokoladentorte versorgen können!

Herzlich, Renata

Zwergenmutti schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ach das Forum ist und tut gerade so gut.

Heute lief der Schulkram ganz gut. Mein Mann ist ab morgen erstmal zu Hause und baut Überstunden ab. Auf Rufbereitschaft, wenn nix mehr läuft. Da darf er das nächste Mathe Zeug erklären. Heute habe ich mich doch sehr gefreut. Denn es kamen die Lösungen von der Lehrerin für Mathe der vergangenen 1.Woche. Ich habe 2 Stunden korrigiert und es waren nur 2 kleine Schusselfehler drin. Also hab ich gar nicht so blöd erklärt. Das mit dem selbst umarmen beim Spaziergang finde ich mega klasse !!! Heute las ich auch ein paar Seiten im Buch. Was auch positiv läuft, ist das die Buben wieder höflicher sind, hilfsbereiter z.B Tischdecken und fragen, beim Essen kochen, ob sie helfen dürfen. Ich vermisse natürlich unsere sozialen Kontakte real, aber das kommt bestimmt wieder. Jetzt gibt es gleich gemeinsames Abendessen. Das ist doch auch schön und dann hab ich in unserer Kleinstadtgruppe per FB (darf man das hier sagen?) aufgerufen, Postkarten, Bilder, Gedichte, Briefe ins Altenheim zu senden, denn die Leutchen bekommen kein Besuch mehr...Da dachte ich mir, die sind darüber bestimmt erfreut. Ich hoffe einige machen mit. Morgen werde ich beginnen Postkarten zu schreiben und die Jungs malen fleißig. Das ist auch Zusammenhalt! Vielleicht Komm ich später nochmal rein. Lg

Paulina schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Herzensfrauen,

 

wieder mal oute ich mich als stille Mitleserin eures liebevollen Pfades...

Besonders freue ich mich über deine "Auferstehung", liebe Zwergenmutti, früher I., gell? Unvergesslich ist mir deine prägnante Wortschöpfung "Gemütlichkeitshose" aus früheren Foren :o)

 

Seid alle herzlich gegrüßt

von eurer Paulina, die immer wieder auf eurer Ofenbank sitzt und zuhört

troldepus schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Danke, Paulina, wenn Du recht hast, dämmert nun auch mir, wer die Zwergenmutti ist. Wie schön. Ich dachte schon, sie wäre gar nicht mehr unter uns.

 

Liebe Abi, liebe Renata, ich kann Euren Ausführungen nur zustimmen.

Und Dir, liebe Abi, danke, dass Du immer alles so gut moderierst, auf alle Beiträge eingehst, ich schaffe das nicht.

 

Liebe Nachtigall, gern möchte ich auch ausdrücklich unterstreichen, was Abi Dir zum Familienfrieden und den Aufgaben der Schulkinder schrieb. Ich hatte gestern ein ähnliches Gespräch mit meinem Sohn, bei dem ich am Telefon einen sehr unschönen Streit mit meiner Enkeltochter miterlebte. Er ist völlig überfordert, weil ihm sein Perfektionismus im Wege steht und er das auf die Kinder überträgt. Dabei war er selbst als Kind überhaupt nicht anders. Auch nachdem er die 6. Klasse übersprungen hat, war er nur bereit den Stoff in Mathe mit mir zusammen durchzugehen. Nach drei Monaten hatten wir den Stoff eines ganzen Jahres durch und das sehr erfolgreich. Aber für alle anderen Fächer hat er nix gemacht. Jetzt mag er nicht gelassen darauf vertrauen, dass seine sehr intelligente Tochter schon wieder auf Kurs kommen wird, wenn Normalität wieder eintritt. Sie braucht kein Unterrichtsmaterial um ihren Tag sinnvoll zu gestalten, das kann sie nämlich hervorragend. Und dann noch Vorpubertät... Die kids haben es doch auch nicht leicht. Also Familienfrieden, Humor, fohe Stunden miteinander sind ein viel wichtigeres Polster fürs Leben... Ich war zwar nie hier im Lehrerinnenzimmer, aber ein Staatsexamen fürs Gymnasium habe ich auch mal abgelegt. Der Einstellungsstopp für Lehrer in NRW hat mich dann auf einen anderen Lebensweg geführt.

 

Zwergenmutti, Du machst das wirklich ganz toll und aus all Deinen Erzählungen spürt man Deine große Herzenswärme.

 

Nelle, Deine Idee finde ich auch prima und viel Arbeit hast Du damit bestimmt. In meiner Gemeinde haben die Pfarrerinnen eine Wäschleine gezogen ud daran Texte befestigt. Das weiß ich aber nur aus der Zeitung. Mal sehen morgen früh werde ich mal schauen gehen. Ich habe heute auch eine Postkarte auf den Weg gebracht, mein Sohn war so nett, sie zum Briefkasten zu bringen. Ein Bekannter bat darum, seinen behinderten Sohn in dessen Einrichtung mit Post zu "versorgen", da ihm die Isolation zu schaffen macht, er derzeit nicht an seinen Arbeitsplatz darf. Ich habe noch so viele Postkarten, ich werde wohl auch an andere Menschen in den nächsten Tagen mal was auf den Weg bringen, vor allem für die, die ich elektronisch nicht erreichen kann.

So, nun nehme ich noch etwas Ingwertee aus der Kanne und schwupps bin ich auch wieder wech.

 

Habt es gut

troldepus

 

troldepus schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Danke, Paulina, wenn Du recht hast, dämmert nun auch mir, wer die Zwergenmutti ist. Wie schön. Ich dachte schon, sie wäre gar nicht mehr unter uns.

 

Liebe Abi, liebe Renata, ich kann Euren Ausführungen nur zustimmen.

Und Dir, liebe Abi, danke, dass Du immer alles so gut moderierst, auf alle Beiträge eingehst, ich schaffe das nicht.

 

Liebe Nachtigall, gern möchte ich auch ausdrücklich unterstreichen, was Abi Dir zum Familienfrieden und den Aufgaben der Schulkinder schrieb. Ich hatte gestern ein ähnliches Gespräch mit meinem Sohn, bei dem ich am Telefon einen sehr unschönen Streit mit meiner Enkeltochter miterlebte. Er ist völlig überfordert, weil ihm sein Perfektionismus im Wege steht und er das auf die Kinder überträgt. Dabei war er selbst als Kind überhaupt nicht anders. Auch nachdem er die 6. Klasse übersprungen hat, war er nur bereit den Stoff in Mathe mit mir zusammen durchzugehen. Nach drei Monaten hatten wir den Stoff eines ganzen Jahres durch und das sehr erfolgreich. Aber für alle anderen Fächer hat er nix gemacht. Jetzt mag er nicht gelassen darauf vertrauen, dass seine sehr intelligente Tochter schon wieder auf Kurs kommen wird, wenn Normalität wieder eintritt. Sie braucht kein Unterrichtsmaterial um ihren Tag sinnvoll zu gestalten, das kann sie nämlich hervorragend. Und dann noch Vorpubertät... Die kids haben es doch auch nicht leicht. Also Familienfrieden, Humor, fohe Stunden miteinander sind ein viel wichtigeres Polster fürs Leben... Ich war zwar nie hier im Lehrerinnenzimmer, aber ein Staatsexamen fürs Gymnasium habe ich auch mal abgelegt. Der Einstellungsstopp für Lehrer in NRW hat mich dann auf einen anderen Lebensweg geführt.

 

Zwergenmutti, Du machst das wirklich ganz toll und aus all Deinen Erzählungen spürt man Deine große Herzenswärme.

 

Nelle, Deine Idee finde ich auch prima und viel Arbeit hast Du damit bestimmt. In meiner Gemeinde haben die Pfarrerinnen eine Wäschleine gezogen ud daran Texte befestigt. Das weiß ich aber nur aus der Zeitung. Mal sehen morgen früh werde ich mal schauen gehen. Ich habe heute auch eine Postkarte auf den Weg gebracht, mein Sohn war so nett, sie zum Briefkasten zu bringen. Ein Bekannter bat darum, seinen behinderten Sohn in dessen Einrichtung mit Post zu "versorgen", da ihm die Isolation zu schaffen macht, er derzeit nicht an seinen Arbeitsplatz darf. Ich habe noch so viele Postkarten, ich werde wohl auch an andere Menschen in den nächsten Tagen mal was auf den Weg bringen, vor allem für die, die ich elektronisch nicht erreichen kann.

So, nun nehme ich noch etwas Ingwertee aus der Kanne und schwupps bin ich auch wieder wech.

 

Habt es gut

troldepus

 

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Abi, danke für deine weisen Worte. Ja, du hast recht - Zwang und Druck sind jetzt fehl am Platz, und es geht ja jetzt allen Schülern so. Inzwischen gibt es auch eine Umfrage der Elternsprecher unserer Klasse zu auftretenden Problemen mit den Aufgaben, die dann gesammelt an die Lehrer weitergegeben wird zur Nachsteuerung.

 

troldepus, deine Schilderung des Streites zwischen deinem Sohn und der Enkeltochter kommt mir auch bekannt vor. Dieser Mix aus Vorpubertät, hoher Intelligenz und einer ordentlichen Dosis Selbstbewusstsein (von der ich mir ein paar dicke Scheiben abschneiden könnte), der eigentlich ganz toll ist, aber oft zu Konflikten führt, wenn es um elterliche Kontrollbedürfnisse und Lenkungsversuche geht...

 

Renata, du hast ganz recht, es geht uns in der Situation immer noch gut. Wir haben eine sehr schöne, große Wohnung mit ausreichend Rückzugsmöglichkeiten, Balkon, Wintergarten und einem schönen Gartengrundstück ums Haus herum. Der Wald ist 150 Meter entfernt. Die Hausbewohner freundlich und hilfsbereit, alle halten sich an die derzeitigen Gebote.

 

Dagegen ist in unserer Stadt eine deutliche Häufung von häuslicher Gewalt und ein enormer Anstieg der Suizidrate zu verzeichnen. Ich denke an die vielen Kinder, die nun nicht mehr tagsüber aus ihren prekären Verhältnissen fliehen und ein Stück Schutz und Gemeinschaft ohne Angst und Sorge erleben können. An Suchtkranke, die mit sich und der Sucht allein sind, an Alte, die ohnehin schon an Vereinsamung litten...

 

Es gibt jetzt so viele Aktionen im Netz, die gerade Familien die Situation erleichtern sollen - die tägliche Sportstunde von ALBA Berlin, die nachmittägliche Autorenlesung für Kinder im NDR-Livestream, viele Wissenssendungen für verschiedenen Altersgruppen, die den Unterricht unterstützen sollen - ich habe mittlerweile eine lange Liste von Links bekommen. Aber nicht alle haben Zugang zu solchen Möglichkeiten, sei es aus finanziellen oder technischen Gründen.

 

Mir geht so vieles im Kopf herum...

 

Ich werde jetzt mal ein paar Sonnengrüße auf die Matte legen und dann die Kinder zum Frühstück wecken. In der Zauberkanne ist Tee.

 

Habt es schön heute!

 

Liebe Grüße

Nachtigall

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ihr lieben Alle, ich sitze ziemlich spät mit meinem Kaffee hier und freue mich, dass ich ihn wieder trinken kann. Eine Tasse geht, sagt die Ärztin, wenn er mild ist und am besten aus der Espresso Kanne kommt. Sie meinte wahrscheinlich die Zauberkanne, denke ich mir ;)

Liebe Renata, du schreibst, dass du schonmal geübt hast. Die lange Zeit der Isolation im Krankenhaus wird sicher viel schwerer und bedrohlicher für dich gewesen sein. Du durftest nicht nur die Kinder nicht sehen, du musstest auch die Ungewissheit ertragen, wusstest nicht, wie es sich entwickeln und weitergehen würde. Ich denke mir, dass du die Zeit jetzt, zurückgezogen mit der Familie, gar nicht so schlimm findest. Mir tut auch die Verbundenheit gut. Schokotorte für alle!

Liebe Zwergenmutti, dein Postkartenprojekt ist klasse! Ich bekomme von dir immer eine große Portion Positivität. Danke dafür. Du schaffst das, ohne die Probleme zuzudecken. Das tut mir gut, ich nehme mir daran ein Beispiel. Und lächle jetzt der Kerze hier zu. Brennt deine auch?

Hallo Paulina auf der Ofenbank ;)

Liebe troldepus, ich wäre auch beinahe an einem Einstellungsstopp gescheitert, allerdings an dem in Niedersachen. Nur weil ich ein Konzept für ein neues Schulfach erstellt habe, bin ich damals auf Umwegen in den Schuldienst gerutscht. Das waren noch Zeiten! Im Nachhinein denke ich oft, dass es vielleicht auch gut gewesen wäre, wenn ich andere Wege gegangen wäre. Hätte, wäre - das führt wirklich nicht weiter. Ich schreibe heute auch mal Briefe und Karten. Ich habe heute irgendwie Probleme mit der Munterkeit meines Liebsten, der fröhlich im Garten herumwuselt. Mir ist schwerer und dunkler zumute. Und ich bin froh, dass ich mich in mein eigenes Kämmerchen zurück ziehen kann.

Liebe Nachtigall, ich wäre gern so weise wie meine Worte es manchmal sind.

Was habe ich alles schon für unklugen Unfug gemacht in den vergangenen 61 Jahren! Ja, es stimmt, es gibt so viele Menschen jetzt und hier, die viel weniger Möglichkeiten haben, mit der Situation zurecht zu kommen als wir. Die beengt wohnen, in prekären Verhältnissen, einsam oder sogar bedroht sind. Und die, die gar kein Zuhause haben. Ich freue mich, dass du wieder zuversichtlicher klingst. Grüß die Sonne von mir!

 

Ihr Lieben, meine Kaffeetasse leert sich und eine zweite darf ich nicht. Ich sitze im Kämmerchen obwohl die Sonne scheint und mag mich in unser Türmchen hier zurückziehen. Was ist los mit mir? Keine Ahnung!

Ich versuche es mal mit Zulassen, Zuhören, still Sein. Und vielleicht kann ich ja ein wenig im Wald spazieren gehen. Mir fehlt die Begleitng der alten Dame, die immer lahmer und ruhiger wird. Sie möchte viel gestreichelt werden und noch viel mehr fressen. Das ist eigentlich ein gutes Zeichen. Leider wird sie trotzdem immer dünner. Wir probieren es mit Grünlippmuscheln, Vitaminen und Kügelchen. Von Zeit zu Zeit scheint es zu helfen. Gestern mussten wir allerdings den Spaziergang schon nach zehn Minuten abbrechen, weil sie sich einfach hingelegt hat und zu keinem weiteren Schritt zu bewegen war.

Wir werden sehen, was die nächsten Wochen bringen. Ich gehe jetzt auf mein Meditationsbänkchen und dann suche ich Postkarten und Briefpapier her.

Habt es schön

Abi

 

Elisa-Marie schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ihr Lieben alle,

 

in Gedanken male ich eine Postkarte für euch:

Ich verteile kleine Herzen über das ganze Blatt und jedes Herz ist durch eine bunten Faden mit einem andern verbunden. Auf die bunten Verbindungsfäden schreibe ich Worte wie: Du bist mir wertvoll; Komm und ruh dich bei mir aus; Ich schenk dir von meiner Kraft; Die Sonne scheint für dich; Du hast so schöne Augen; Wollen wir zusammen singen?, Sollen wir ein bisschen gemeinsam schweigen? Du bist eine tolle Mutter/ Frau/ Freundin/ Wegbegleiterin.....; Gott hält dich in seinen Händen; Ich trage dich ein Stück des Weges; Gib mir von deinem Rucksack; Bemalen wir zusammen den Regenbogen? Du bist einzigartig; Nein, wir müssen nicht immer stark sein; Ich sammle deine Tränen und gieße damit die Hoffnung;.......

 

Ihr seid einfach wunderbar!

Heute um 12 Uhr? Kurzes Innehalten? Ein verbindendes Gebet?

 

Elisa-Marie

Tabea schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ja, innehalten.

Verbunden mit allem was lebt.

Ergriffen von der Schönheit der Schöpfung.

Erschüttert vom Leid, namenlos.

Sei bei den Einsamen, Gott,

bei den Trauernden,

den Sterbenden.

Sei bei den Fröhlichen,

den Starken,

denen die wachsam sind.

Sei uns nahe, sei Mutter und Vater,

in der Mitte des Tages.

....

 

Tabea schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ich stell euch knusprig gebacken Reibekuchen hin, aus fein geriebenen Kartoffeln, und eine Schüssel Apfelmus, ein bisschen stückig,aus drei Sorten Äpfeln. Lasst es euch schmecken!

Noa schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Kartoffelpuffer und Apfelmus, da greife ich doch gerne zu. Bestimmt mache ich das morgen auch!

 

Um 12 Uhr habe ich auch mitgebetet, das ist so schön, sich verbunden zu wissen. Leider weht der Wind heute aus der falschen Richtung, Glocken waren keine zu hören.

 

Ich tauche im Moment auch am liebsten ab in mein Zimmer, bekomme aber gar nicht so viel getan, obwohl ja eigentlich Zeit genug ist. Aber an der Putzaktion bin ich noch dran. Das strengt mich ordentlich an, die Schrubberei und Kletterei auf der Leiter. Aber es wird!

 

Heute Mittag kommt der Sohn, da freue ich mich drauf! Wir werden im Garten einen Apfel-und einen Aprikosenbaum pflanzen. Das geht ja mit dem nötigen Abstand. Ach ja, Abi, gestern hatte ich eine Tomate, da fingen die Kerne schon an zu keimen. Kleine grüne Triebe in der Tomate.

 

Habt es gut heute Mittag

Noa

Zwergenmutti schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hallo,

ab heute ist der Mann, also der Papa daheim, erstmal auf Abruf. Also, ich total erfreut, denn er kann ja Unterricht übernehmen und ich etwas sortieren der Schränke. Tja, das müssen wir noch etwas üben. Die Jungs fragen doch immer ,, Mama,, . Dann läuft hier plötzlich vormittag Nachrichten, Berichte... Da bekommt man ein Vogel. Ich sagte ihm nun, das ängstigt uns und mir geht so schon viel im Kopf rum. Nun ist erstmal Musik und Karten spielen angesagt. Ich kann ja nicht den ganzen Tag negative Dinge hören. Das raubt mir Kraft. Ich glaube ich räume mir das Schlafzimmer tagsüber etwas gemütlich her, damit ich dort auch mal lese oder male, sowie telefoniere. Wir können sonst gut miteinander umgehen, sind ein gutes Team, nur im Moment habe ich Sorgen um den Beruf , wie es ab Mai weiter geht, denn ich denke nicht, das das etwas wird...2 Familien haben mir gekündigt, da sie nun auch keine Arbeit in vollen Umfang mehr machen können. Das müssen wir erstmal verarbeiten, vor den Kindern möchte ich das auch nicht so reden. Spazieren wäre gut, aber die Kinder sollen nun nicht zur Oma und sie allein lassen mit ihren Gedanken, Energie ist auch schwer. Meine Postkarten Aktion fürs Altenheim wurde gleich gestoppt, zu groß die Ansteckungsgefahr! Tja wir sammeln nun alles und warten mal ab. Mein Mann sagte gerade, wir hängen am Trapetz und können uns noch halten , unten hält Gott ein Netz. Ich kann auch wieder zur Bäckerei zurück. Dann werden unsere Familienstruckturen neu gemischt und ich hätte wieder ein Chef, und müsste lange daran arbeiten, eine eigene Abteilung, Bereich zu bekommen. Das ist nun nicht das, wofür mein Herz schlägt. Es würde arg das Familien drunter leiden , denn immer Nachts, danach schlafen, kein geregeltes Wochenende. Aber im Moment haben diese Sorgen einige Menschen in Deutschland. Meine Kerze brennt nun immer.

Ja auch meine Gemütlichkeitshose ist nun viel in Gebrauch. :) Und irgendwie wird es weiter gehen. Unser Landesverband der Tagesmütter ist im regen Austausch mit dem Kultusministerium. darauf hoffe ich nun ganz stark. Und wer weiß, vielleicht arbeite ich doch irgendwann im Kiga , nicht nur zur Not Betreuung in Ferienzeiten. Die Karten werden neu gemischt!

Wie geht ihr mit Ungewissheit um ? Betet ihr mehr?

Lg, bis später

Tabea schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Tagesmutti,

das ist wirklich schwer auszuhalten, ich bin voller Bewunderung, wie ihr das immer wieder hinbekommt, du alleine, ihr als Team. Das Schlafzimmer tagsüber ein bisschen zu deinem Raum machen ist eine gute Idee. Vielleicht kann sich umgekehrt auch dein Mann zwischendurch zurückziehen und seine Radiobeiträge hören. Das ist doch oft auch einfach informativ. Aber ich brauch auch mehr Ruhe.

 

Deine Frage trifft des Pudels Kern. Wie mit Sorgen umgehen? Ich glaub eigentlich nicht, dass mehr Beten mehr hilft. Also das Bestürmen. Vielleicht ist das auch eine Typsache. Wenn es gut tut, dann tun. Ich kenne, dass das einfache Stillsein vor Gott mir hilft. Die Dinge zurechtrückt. Aber manchmal werden Sorgen auch so drängend, dass sie die Stille überrollen. Dann hilft mir, mit anderen mich auszutauschen, über Mail, am Telefon, oder ich bitte um ein seelsorgerliches Gespräch. Das hilft mir sehr. Mir hilft auch, wenn ein anderer Mensch mir zusagt, mich in sein Gebet mitzunehmen. Das hat eine große Kraft.

 

Tagesmütter gehören ja auch zu den Menschen,l die eine wirtschaftliche Unterstützung bekommen müssten. Kannst du dich erkundigen, wann und wo man das beantragt? In der ARD ist manchmal abends ein Rechtsexperte, der solche Dinge erklärt.

 

Ach, ihr alle, die ihr eure Familiern so tapfer durch diese schwierige Zeit lotst, ich hoffe sehr, dass die nahenden Ferien die Dinge etwas einfacher machen, die Aufgabenflut niemanden mehr erschlägt und die Tage wirklich entschleunigter werden. Und denen, die besonders viel arbeiten müssen, in der Pflege, an neuen Arbeitsplätzen, wünsche ich Geduld, Nischen zum Ausruhen, Krafttankstellen. Wie können die aussehen? Können wir anderen was tun für euch?

 

Ich schreibe mangels Sonnenschutz unter dem Regenschirm, damit ich den Bildschirm gut sehen kann.

Putz mich, sagt das Fenster, aber ich zeig ihm eine lange Nase.

 

Tabea

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

...fragst du, liebe Tabea, was können wir füreinander tun? Ich kann für mich sagen, dass mir dieses Zimmer hier sehr wichtig ist in dieser Fastenzeit, die so ganz anders verläuft als gedacht. Ich fühle mich hier gehört und gesehen und Ernst genommen. Ich glaube, es tut uns allen gut, dass wir aufeinander achten, denn plötzlich sind reale Kontakte genauso weit weg, wie dieser virtuelle Kontakt nah ist. (Huch, bin ich heute philosophisch...:-))

Lass dich nicht abwimmeln, liebe Zwergenmutti, wenn ihr die Karten und Zeichnungen in den Briefkasten steckt, kann doch nix passieren. Ich finde die Idee toll! Gestern stand vor den Türen unserer Einrichtung ein Mann aus der Nachbarschaft, der hatte einen großen Karton Schokolade gekauft. Was glaubt ihr, wie sich unsere Bewohner darüber gefreut haben! Sonst gehen wir ja mit ihnen einkaufen, sie leisten sich dann mal einen Joghurt oder Saft oder auch eine Autozeitschrift von ihrem Geld, das ist ja im Moment nicht möglich. Wir sind schon froh, dass wir mit ihnen raus an die Luft können.

Renata, mir geht die Strophe aus dem Choral nach.."verricht das deine nur getreu." Ich finde, das trifft es. Jeder an seinem Platz, nach seinen Möglichkeiten.

Und diese Zeit ist emotional extrem, deswegen haben auch widersprüchliche und traurige Gefühle ihren Platz, und auch die Sehnsucht nach Ruhe und Rückzug.

 

Bis später, ihr Lieben.

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hallo, ihr Lieben, habt ihr gut geschlafen? - Sind die Bäume gepflanzt, liebe Noa, und das Schlafzimmer zum Rückzugsort geworden, liebe Zwergenmutti? Und hat sich denn das Baby auf den Weg gemacht, liebe Sophia?

Ich war schon einige Male bei den Schwestern der Christusbruderschaft Selbitz zu Gast. Dort beginnt die Morgenrunde immer mit der Frage: "....(Name), wie bist du heute da? Ich bin heute wach und ausgeruht da. Und ihr? Bis später!

Renata schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Katrin Christine, guten Morgen und Danke für deine Frage!

Ich bin heute sehr unausgeschlafen da - am frühen Morgen ging die Feuersirene und hat die ganze Familie aus dem Schlaf gerissen, der Kleine hat sich dann zu uns gekuschelt...

Insofern geht mir die Arbeit auch nicht leicht von der Hand und es fällt mir nicht ganz leicht, heute die allgemeine Moral aufrecht zu erhalten.

Aber so wird das in diesen Tagen immer sein, denke ich: mal kommt man mehr, mal schlechter mit dem Ganzen klar.

Ich versuche nach einigen Telefonaten immerhin einen Plan, was denn jetzt so abzuarbeiten wäre.

Herzliche Grüße in die Runde!

Renata

Noa schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

...so bin ich heute da, liebe Katrin Christine.

 

Eine guten Morgen euch allen! Ja, die Bäume sind gepflanzt. Da freue ich mich schon lange drauf und gestern sind sie in den Boden gekommen. Der Sohn war da und wir haben eine Weile zusammen im Garten gewerkelt, ich seit Tagen endlich wieder, immer in gebührendem Abstand zueinander. Und so ist bei der Freude und Dankbarkeit über die Bäume und am Werkeln und Wiederanfangen und dem Zusammensein, eine gehörige Portion Wehmut dabei. Dem Sohn standen zwischendurch mehrmals die Tränen in den Augen, ach menno! Da ist die Firma zu retten, in der Veranstaltungsbranche. Nach Monaten mit extrem viel Arbeit auf einmal nicht absehbar, wann weiter gearbeitet werden kann. Da ist er sehr konzentriert dabei, aber eigentlich guten Mutes.

Also derzeit eigentlich an keiner Stelle Anlass zu echter Sorge. Alle gesund, bislang finanziell einigermaßen abgefedert, die Sonne scheint, wir können in den Garten … - und dennoch! Die düsteren Wolken sind ja nicht zu übersehen und die Nähe fehlt! Und kein Ende abzusehen.

Verricht das deine nur getreu... das Lied ist mir auch eines der ganz wichtigen! Nur: das Deine? was alles ist denn im Moment das Meine, das ich treu zu verrichten hab? Ist das was ich tue, denn wirklich genug? Und da gibt es Aufgaben, die kommen könnten, vor denen ich Angst habe, und mich deshalb schäme. Und so werkele ich weiter zuhause herum...

Tabea mit dem Regenschirm am Computer, ich sehe es förmlich vor mir. Neue Wohnung, es geht voran, wenn auch unter Mühen und dann ausgebremst! Ja, es gibt Lösungen, Notlösungen, man richtet sich ein, ruckelt sich zurecht in der Situation. Immer wieder kommt - zumindest bei mir-auch eine kleine Freude auf, mit der Situation umgehen zu können, vieles gar nicht zu brauchen oder warten zu können oder clevere Notlösungen zu finden - aber ehrlich: innen drin bin ich angespannt und all das macht mich müde. Wie geht es euch damit?

 

Jetzt will ich weiter das meine tun, singen und beten, ich hoffe sehr auf Gottes Wegen...

Ich denke an euch und bin sehr froh, dass ihr da seid!

Noa

Nelle schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ja, auch ich versuche, das Meine getreu zu verrichten.

 

Aaaaber: ich bin zunehmend genervt von Anfragen, was ICH denn so tue. Wo ICH denn anderen helfe, welche Form der Kommunikation ICH denn versuche, um anderen Menschen "unkörperlich" nah zu kommen.

 

Da ist so ein schrecklicher Aktionismus zu spüren, der mich ganz kribbelig macht!

 

Als wolle irgendwer von außen mir sagen wollen, dass es eben NICHT genug ist, was ich tue. Dass eben meine (christliche) Pflicht sei, MEHR zu tun, damit andere sich nicht einsam fühlten.

 

Alles in mir schreit verzweifelt und immer heiserer werdend: NEIN!!! Lasst mich in Ruhe und lasst mich das tun, was ich tue. In meinem Tempo und mit meinen Methoden.

 

Nein, ich mag mich nicht von außen zu diesem (in meinen Augen) blinden Aktionismus drängen lassen.

 

 

 

Jetzt habe ich Schlappohren...

Rahel schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ihr Liebinnen hier,

mir fällt es immer noch schwer, in Ruhe hier nachzulesen, ein echtes Mitschwingen in mir aufsteigen zu lassen, noch ist es ein SchnellSchnell, was aneinander gereiht werden will...

Aber die virtuelle Konferenz mit meinen Schülern heute früh hat ganz gut geklappt und es war schön, sie im Chat beim Schreiben und über Mikro beim Mitdenken, Reden, Sich-Aufeinander-Beziehen zu erleben... Auch wenn jetzt noch viel liegt, was bedacht werden will und eine meiner Klassen im Nebenfach noch nicht "versorgt" ist, die aufgelaufenen bearbeiteten Aufgaben gewürdigt werden wollen, ist ein bisschen der ganz große Druck raus, was sehr gut tut... Zumal auch von 25 tatsächlich 24 den Weg auf die Lernplattform gefunden haben.

Heute darf meine Kleine noch zum Zahnarzt, da lassen Milchzähne den neuen, ungeduldig anklopfenden, keinen Raum, so dass sie gezogen werden müssen. Der blaue Himmel von heut früh ist mittlerweile bedeckt und ich gucke, dass ich meine Mitte wiederfinde.

Herzliche Grüße in die Runde hier

Rahel

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hallo ihr lieben Alle,

ich bin heute auch ein bisschen schlapp, aber nicht mehr ganz so eingeigelt wie gestern. Ein langes Telefonat mit einer alten Freundin und viele Chats mit den Kindern haben mir geholfen, wieder etwas schwungvoller zu werden. Und dann war da ja auch noch der Wald und diese wirklich fantastische Pracht von Frühling, von Blüte, von Kraft und Leben.

Liebe Rahel, wie gut, dass sich dein Alltag etwas entspannt. Da kann das mit der inneren Mitte bestimmt gelingen und du wirst sie finden.

Liebe Nelle, so Schlappohren sind manchmal ganz schön zum Reinkuscheln ;) Schrei doch nicht und werde nicht heiser. Mach einfach alles in deinem Tempo und mit deinen Methoden. Anders wird es sowieso nichts, sagt meine Erfahrung.

Liebe Noa, was wohl im Moment das Meine/Deine ist? Ich denke, es ist das, was vor mir steht. Der nächste Besenstrich, der mir anvertraute Mensch, die sichtbare Aufgabe, der nächste Schritt. Ich betrachte es gern von innen nach außen: Was zunächst ist, nehme ich zuerst in Angriff. Also nicht so, dass ich mich nur um meinen eigenen Kram kümmern will. Eher so, dass das zuerst kommt, was am wenigstens Aufschub ertragen kann, was ich tatsächlich erreichen und tun kann. Hm. Ob dir das hilft? Ich kann es gerade nicht so richtig in Worte fassen.

Liebe Renata, wie läuft es mit deinem Plan? Ich habe eine lange Liste von Dingen, die ich erledigen könnte und staune jeden Tag, wie wenig ich schaffe. Gestern hat mich das sehr frustriert. Heute habe ich beschlossen, es andersrum zu machen: An der Tür hängt ein leeres Blatt Papier und ich schreibe darauf, was ich geschafft habe. Kleines und Großes nebeneinander. Heute Abend kann ich mindestens zwei Dinge aufschreiben. Das finde ich schön.

Liebe Katrin-Christine, du warst am Morgen wach und ausgeruht. Hält es noch? Das wünsche ich dir. Und ja – die Sehnsucht nach Ruhe und Rückzug, die darf sein und soll auch ihren Platz und Raum bekommen.

Liebe Tabea, mein schönstes Bild ist, wie du unter dem Regenschirm sitzt und dem Fenster eine lange Nase drehst. :) Recht haste!

Liebe Zwergenmutti, das mit den Postkarten kann ich gar nicht verstehen. Selbst bei realer Ansteckungsgefahr wäre es doch sicher möglich gewesen, die Karten für zwei Tage liegen zu lassen und sie erst nach einer solchen Quarantäne zu verteilen. Es müssen doch sicher auch Alltagsdinge für die alten Menschen eingekauft werden. Wie geht man denn damit um? So wie Katrin Christine es erzählt: Da kommt auch mal ein Karton Schokolade von draußen herein.

Wie schade, dass ihr da so abgewiesen wurdet. Du hast so viele Sorgen und bleibst am Ende doch zuversichtlich. Irgendwie wird es weiter gehen, auf jeden Fall!

Mit den Ungewissheiten gehe ich ganz ähnlich um wie Tabea.

Stillsein vor Gott, ich nenne das Meditation, ist mein wichtigster Anker. Ein eigener Ort ist wichtig, so wie du das mit der Rückzugsmöglichkeit im Schlafzimmer beschreibst. Und ich brauche dann auch immer den Austausch, das Gespräch mit anderen. Dein Mann sagt: „Unten hält Gott ein Netz!“ Das ist ein sehr schönes Bild, finde ich.

Liebe Elisa Marie, du warst da und hast diese wundervollen Herzen der Verbundenheit verteilt. Dafür danke ich dir sehr. Das ist wirklich besonders. Verbundenheit ist für mich spürbarer Geist. Und es tut gut, die Herzchen mit den Fäden auch heute noch hier zu sehen :)

Wir müssen nicht immer stark sein, schreibst du. Und ich lasse es in mir nachklingen. Das ist ein Satz, den ich selbst gern sage. Und gleichzeitig merke, wie schwer es mir fällt, schwach zu sein, Schwäche nicht nur zuzulassen sondern auch einzugestehen.

Nun kann ich auf meine “Getan“- Liste schreiben: Im Herzenszimmer gewesen, nette Menschen getroffen :)

Jetzt gehe ich in die Sonne und fange ein paar Strahlen, die bringe ich später mit herein.

Bis dann!

Abi

 

Renata schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ihr Lieben hier!

Wie schön, dass sich diese seltsame Art von Schule für dich langsam einspielt, Rahel!

Und euer gemeinsames Werkeln, mit allen seinen Grenzen dann doch in der Nähe: ich kann es mir gut vorstellen, Noa!

Und dir, Nelle, helfe ich, den Aktionismus zu vertreiben! Pah! Mir geht es auch so, dass ich "erstaunlich" wenig schaffe. Dass ich es überhaupt nicht schaffe, für mich selbst Einkehr zu halten. Oder anders gesagt: dass ich überhaupt kein Bedürfnis nach zusätzlichem Aktionismus habe.

Es wird ja überall suggeriert, dass einem jetzt zu Hause unglaublich langweilig sein müsse und man daher ja Sport machen könne, Bildungsfernsehen gucken, stündlich auf dem Balkon singen oder musizieren oder klatschen... Aber: mir ist überhaupt nicht langweilig. Kein bisschen. Ich muss alle Hausarbeit selbst machen, was ich sonst nicht tue. Und für die Kinder da sein. Und trotzdem arbeiten, wenn auch anders als sonst.

Und so lese ich das bei dir auch. Dass du einiges zusätzlich zu tun hast. Und gar nicht danach suchst, was du irgendwie jetzt noch machen solltest.

Also: Lasst uns den Aktionismus wegjagen! Und sehen, dass wir alle wohlbehalten durch diese Zeiten kommen.

Ein herzlicher Gruß in die Runde!

Renata

Sternenstaub schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Menschen hier,

Ihr geht oft so liebevoll und interessiert auf alle und alles hier ein! Sorry, das schaffe ich nicht.

Lese immer einmal quer und sehe dann, was alles Herzliches und Interessantes und Persönliches von Euch geschrieben wird! Danke!

Erstmal einfach ein kleiner Gruß von einer Sonnen - Bank aus!

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hier sind sie, golden, funkelnd, wärmend: die versprochenen Sonnenstrahlen :) Ich hänge sie unter die Decke, dass sie den Raum durchfluten.

Bis später

Abi

 

Paulina schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Oder anders gesagt: dass ich überhaupt kein Bedürfnis nach zusätzlichem Aktionismus habe.

Es wird ja überall suggeriert, dass einem jetzt zu Hause unglaublich langweilig sein müsse und man daher ja Sport machen könne, Bildungsfernsehen gucken, stündlich auf dem Balkon singen oder musizieren oder klatschen... Aber: mir ist überhaupt nicht langweilig. Kein bisschen. Ich muss alle Hausarbeit selbst machen, was ich sonst nicht tue.

 

Liebe Renate,

Beifall von der Ofenbank - du sprichst mir sowas von aus der Seele :o))

Lasse herzliche Grüße da...

...und wieder weg

Paulina, immer noch grinsend (stündlich singen, hihi)

troldepus schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ihr Lieben,

 

nein, Aktionismus ist wirklich nicht angesagt, heute nicht und sonst auch nicht.

Ich genieße sie sehr, die neue Langsamkeit (ich bin privilegiert, denn ich lebe allein, muss nicht raus und habe im Homeoffice nicht wirklich viel zu tun). Ich nehme die Welt ganz anders wahr, die Sinnee sind geschärft.

Heute hörte ich ganz deutlich ein einzelnes Flugzeug, dass ich zu anderen Zeiten wohl nur gesehen, aber nicht wirklich gehört hätte.

 

Und Ihr, die Ihr jetzt doppelt und dreifach belastet seid, macht wirklich den nächsten Schritt, Beppo ist da das gute Vorbild.

Ja, und auch ich freue mich über Euer aller Dasein und hier sein.

 

Habt einen schönen Abend und seid lieb gegrüßt von

 

troldepus

Zwergenmutti schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Guten Abend,

auf alle kann ich leider nicht eingehen. Ja das Forum hilft mir auch total. Ich bin schon genervt von den 100 Kettenbriefen und hab und nehm mir keine Zeit für das. Heute war unser Tag schon ruhiger. Der Unterricht mit Papa klappte erstaunlich gut. Sie kommen gut vorran. Ich habe das Bad auf Hochglanz gebracht und gebügelt mit guter Musik und Kopfhörern. Der Große und ich malten dieses Malen nach Zahlen und morgen möchten wir weiter machen. Echt hübsch diese Bilder. Unser Jüngste baute mit Papa Flugzeuge Bastelsets. Alles Fundsachen aus Schubladen. Da haben wir noch genug Vorräte. Mein Mann und ich waren heute früh, sehr früh wach, als die Kinder noch schliefen und wir räumten gemeinsam Keller auf und konnten gut miteinander reden und beschlossen alles Schritt für Schritt anzugehen. Finanzamt, Anträge stellen ect.Wenn alles klappt bekommen wir Tagespflegeeltern 75 % vom letzten Lohn. Das ist richtig gut. Damit kommen wir gut zurecht. Und Abends auch mal ein Gläschen Wein zu genießen. Da sind noch Flaschen im Schrank, die wir auch mal geschenkt bekommen haben und eigentlich nie trinken, weil wir zu Arbeitsalltag Zeiten früh aufstehen, früher zu Bett gehen. Es ist alles bischen surreal. Aber heute bewunderten wir die Natur. Gerade sagte der Bub,, die Sterne leuchten heller als sonst. Ja mag sein. So bewusst schauen wir selten den Himmel an. Eine Liste hängt nun hier, die wir gemeinsam schrieben. Da steht nun drauf: Räder startklar machen, Fliese im Bad entlich mal reparieren, Werkzeugkisten sortieren und aufräumen und in der Nachttischlampe die Glühbirne wechseln. Es gibt ja so Kleinigkeiten, die man immer aufschiebt und darüber man sich danach doch freut. Wenn wir die Kids mit einbinden ist es doch auch gut. Der Papa ist ja handwerklich begabt und kann gut erklären. Ich glaube die Welt wird gerade neu aufgestellt. Der Glaube ist hier gerade sehr starkes Thema, da ja unser Jüngster Kommunion gehabt hätte, aber ich versuche auf alles einzugehen. Und trotz allem positiven Gedanken ertappe ich mich mit Trönen in den Augen, wenn ich an meine Freunde, Familie weit weg denke...

So nun wünsch ich euch allen eine gute Nacht!

Lg

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

In aller Herrgottsfrühe den Keller aufräumen - das würde mir nicht im Traum einfallen! Ich bin kein Morgenmensch, ich mache um diese Zeit nur absolut lebensnotwendige Dinge...

Respekt! Schön, dass ihr so Zeit zum Reden hattet. Das fehlt mir gerade ein bisschen. Mein Mann ist kaum noch zu Hause, und wenn er heimkommt, ist er total fertig und gestresst von dem ganzen Corona-Wahnsinn (er arbeitet im med. Bereich mit hoher Verantwortung) und kann nicht abschalten. Für private Themen ist er kaum empfänglich, er hat den Kopf nie frei. Im Moment lässt sich das nicht ändern. Dafür haben wir (noch) keine finanziellen Probleme.

Ihr Lieben, ich sage jetzt mal Gute Nacht! Schlaft gut!

Nachtigall

Sternenstaub schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Guten Morgen in die Runde,

ja, dieses "Was mache ich, um in diesen Zeiten zu helfen und zu unterstützen?" kenne ich auch ein bisschen, aber mehr, weil ich es mich manchmal selbst frage.

Im Moment ist es irgendwie verrückt : In manchen medizinischen und pflegerischen Bereichen wird so hart und viel gearbeitet jetzt, und in anderen nicht. Ich arbeite ja in einem Ambulanten OP-Zentrum, und wir haben nun extrem wenig zu tun. Werden ins "angeordnete Frei" geschickt, machen viele, viele Minusstunden. Und fragen uns, warum wir nicht z. B. in der großen Klinik auf unserem Gelände geschult werden, um z. B. bei Bedarf Beatmungsgeräte bedienen zu können oder... Nicht, dass ich mich wirklich darum reiße, ich hab auch großen Respekt davor, aber.... Meine Leitung meinte, wir müssten zumindest den Gedanken an Kurzarbeit schon mal im Hinterkopf bewegen.. Das meine ich, versteht Ihr? Und eine Freundin von mir schrieb mir : "Dann kann der Pflegebedarf in.... ja nicht soooo groß sein, wenn sie Euch nicht " haben wollen"....

Mmh.. alles seltsam. Nun etwas Erfreuliches : Gestern haben eine Freundin und ich den dritten Mittag in Folge in der Sonne auf der Bank vor "unserer" Kirche gesessen, natürlich die eine am einen und die andere am ganz anderen Ende der Bank. Dann lasen wir den jeweiligen Impuls aus dem Büchlein "Wandeln" und kamen darüber ins Gespräch und in den Austausch! Das ist z. B. etwas, was wir ohne Corona nicht gemacht hätten... Es passieren also auch kleine schöne neue andere Dinge... Und trotzdem :Wie wird es weitergehen... Wie lange noch keine nahen Kontakte in der eigenen Wohnung oder in der Wohnung von Freunden..... Bei / mit meinen Eltern....

Einen behüteten und gesegneten Tag Euch!

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Guten Morgen!

Sternenstaub, du bist ja schon hier!

Ja, ich arbeite auch in der ambulanten medizinischen Versorgung und wir haben gerade alles weitestgehend zurückgefahren. Fast ausschließlich Telefonbetrieb, nur dringende und unaufschiebbare Fälle dürfen kommen. Dadurch arbeite ich nur noch sehr begrenzt, was meiner Einarbeitung gerade nicht sehr entgegenkommt - ich lerne zurzeit Termine abzusagen;-).

Wann und wie es weitergeht, weiß noch keiner. Über die viele Freizeit bin ich nicht so wirklich böse, da ich ja auch die Kinder zu Hause habe und die Schulaufgaben begleiten muss. Aber komisch ist es schon.

In vielen Kliniken werden die Mitarbeiter jetzt geschult, auch wenn viele sozusagen in der 2. und 3.Reihe ( also nicht an den Beatmungsplätzen) eingesetzt werden. Ja, davor habe ich auch einen höllischen Respekt! Man kann nur hoffen, dass das Konzept aufgeht und die wirklich schweren Fälle langsam kommen. Umso besser kann man darauf reagieren und das erhöht die Überlebenschancen.

 

Also, ihr lieben Angehörigen einer Risikogruppe - passt gut auf euch auf und sorgt gut für euch - das kann nur von Vorteil sein!

 

Und wir tun das auch, Sternenstaub, damit wir dann im Notfall fit genug für einen Einsatz sind!

 

Habt es schön!

Nachtigall

Sternenstaub schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Danke, liebe Nachtigall, für das Ermutigen, das Mitgehen, das Verstehen! Das ist sicher nicht einfach für Dich : Du hast eine neue Stelle, solltst eingearbeitet werden, und dann schaltet alles in den "Jetzt ist sowieso alles anders!" - Modus! Gute Kräfte Dir dafür!

Ein sonniges Guten Morgen an alle hier!

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

...das zaubert mir ein breites Grinsen ins Gesicht, ich verstehe genau, was ihr meint.

Manche Ideen finde ich allerdings sehr schön und verbindend, als ich gestern vom Spätdienst nach Hause gefahren bin, leuchteten in einigen Fenstern Kerzen und auch Schwibbögen. Das gefällt mir als Zeichen der Verbundenheit.

Bis später, Ihr Lieben.

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

 

Dabei habe ich eigentlich außer Kaffee kochen noch nichts wirklich Produktives vollbracht. Von Aktionismus bin ich heute weit entfernt. Fühle mich schon wieder schlappohrig und bin nun selbst geneigt, mich in die langen Wuscheln einzurollen. Was ist nur los mit mir?

Liebe Renata ich kann mir vorstellen, dass du jetzt durchaus ausgelastet bist. Die Aufgaben sind nicht weniger geworden, nur anders.

Das Geklatsche auf den Balkonen finde ich mittlerweile auch schon grenzwertig, weil das Klinikpersonal natürlich wirkliche Anerkennung braucht. In Form von guter Bezahlung und guten Arbeitsbedingungen. Dafür haben wir schon vor Jahren demonstriert. Nur geholfen hat es nichts.

Das abendliche Singen kann da, wo es funktioniert, sicher sehr schön sein. Eine alleinstehende Freundin, die in Quarantäne ist, hat mir erzählt, dass es ihr täglich Kraft gibt, dass sie sich dadurch mit den Menschen in ihrer Straße verbunden fühlt.

Liebe Paulina ich winke dir zurück! Nimm gern einen Schluck aus der Kanne, sie zaubert alles, was du magst :)

Liebe troldepus, mit geschärften Sinnen da sitzen und lauschen. An manchen Tagen gelingt mir das auch. Dinge und Alltäglichkeiten nicht nur sehen, sondern wahrnehmen. Bei mir war das gestern ganz banal so ein Schränkchen zum Bücher weiter Geben. Das hatte ich bestimmt schon oft gesehen, es steht direkt am Weg zur Altstadt. Gestern habe ich es wirklich erkannt, war ganz erstaunt und habe mich darüber gefreut.

Liebe Zwergenmutti: Ja, lasst es euch auch gut gehen. Ein kleines Gläschen Wein, Gespräche und die Sterne bewundern. Das tut bestimmt gut. Ich bin auch immer mal wieder traurig, weil der Kontakt zu vielen lieben Menschen nicht möglich ist. Jedenfalls nicht so, wie geplant. Heute wollte unsere Tochter mit ihrer Partnerin und deren Kindern zu Besuch kommen. Sie leben in Meck Pomm und wir in Niedersachsen. Das wird nun lange nichts werden. Und das gemeinsame Osterfest mit allen findet nicht statt. Kein fröhliches Frühstück, kein Familiengewusel, keine Räuber in der Höhle. Das macht mich sehr traurig. Das darf sein. Ich lasse es so und gehe mit der Traurigkeit spazieren.

Liebe Nachtigall und liebe Sternenstaub, gerade war ein Beitrag im Radio dazu, dass es Kliniken gibt, die mitten im Corona-Stress Kurzarbeit ankündigen. Es ist wirklich unglaublich.

Wie schön, Sternenstaub, dass da trotzdem noch anderes passiert, dass du Gemeinsamkeit erlebst und Momente, die ohne die Zwangspause nicht möglich gewesen wären.

Liebe Katrine, hier bei mir leuchtet abends auch eine Kerze im Fenster. Die leuchtet ganz besonders für dich, wenn du so spät nach Hause kommst und so viel geschafft hast.

Ihr lieben Alle, hier sitze ich mit dem verzauberten Kaffee. Tatsächlich hilft er mir, wieder ein bisschen leichter zu werden. Es ist schön, von euch zu lesen und mir vorzustellen, wir säßen beisammen und würden uns unterhalten. Und manche sitzen dabei und hören einfach zu. Das ist auch schön.

Ich wünsche euch einen guten Tag.

Abi

 

Renata schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Abi,

vielen Dank für den verzauberten Kaffee!

Vielleicht zaubert er wirklich - Mut und Zuversicht... Bei mir ist es gerade ein Auf und Ab, Ab und Auf. Gerade freue ich mich, weil der Kleine eine schöne Lern-App entdeckt hat und sich sehr zufrieden und sinnvoll damit beschäftigt. Und ich gleich leckeres kochen darf, Fisch und Gemüse.

Aufräumen und Abheften habe ich heute schon wieder nicht geschafft. Das schiebe ich schon ewig vor mir her.

Jetzt läuten die Glocken zum mittäglichen Gebet - und ich denke an euch alle!

Herzlich, Renata

Tabea schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Angelusläuten

 

Heute läuten sie wohl überall in Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg Vorpommern, die Glocken, also jetzt.

 

Auf doppelfisch.de wird seit ein paar Tagen täglich ein Text zur Besinnung eingestellt, mir tun sie sehr gut.

Gestern hat Kirstin Faupel Drews dort ein Mittagsgebet eingestellt. Ich vermute, es ist in Ordnung, wenn ich es hier hineinkopiere:

 

GEBET 1

Hoffnungsläuten

Den Klang hören und durchatmen. Mit Gott sprechen. Vielleicht so:

Gott, sei bei mir.

Höre meine Sorgen.

[Stille]

Höre meine Bitten:

Für die Kranken.

Für ihre Angehörige.

Für die Pflegenden.

Für die, denen das Geld ausgeht.

Für die Erschöpften.

Für die Sterbenden und die Trauernden. Tröste, trage, liebe alle, die dich brauchen. [Stille]

[Vaterunser]

Gott sagt:

Fürchte dich nicht. Ich bin bei dir. Lass mich darauf vertrauen. Danke für alles, was stärkt. Amen.

 

Tabea

Tabea schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Sorry, der Name lautet, richtig geschrieben: Faupel-Drevs

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

...für euer Erzählen, für die Kerze im Fenster, für das Gebet, für die Erinnerung und Vergewisserung, dass wir alle miteinander verbunden sind. Mir gefällt deine Idee, Elisa - Marie, wie unsichtbare Fäden zwischen uns gespannt sind, wie wir verwoben und vernetzt sind, und wie dieses Netz gerade trägt.

Ich mache mich jetzt auf den Weg zur Arbeit, habt einen schönen Nachmittag, ihr ALLE hier.

Leah schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ihr Lieben,

lang war ich nicht hier. Mir war sehr nach Rückzug, zuviel PC tut mir nicht gut und das Forum hat so viel Suchtpotenzial, dass ich es nach dem Prinzip "ganz oder gar nicht" vorläufig komplett meiden musste.

Jetzt bedaure ich das, denn die vielen Seiten nachzulesen schaffe ich nicht mal eben, und dabei interessiert mich doch, wie es Euch so geht...

Na ja, aber wenigstens mal eben reinschauen und kundtun, dass es mich noch gibt, erlaube ich mir nun. Meine Quarantäne ist freiwillig/vorsorglich, die Nachbarschaft nett und hilfsbereit und eigentlich habe ich keinen Grund zur Klage.

Soweit mal für jetzt. Vielleicht geht ja in den nächsten Tagen auch wieder etwas mehr, ohne gleich wieder Stunden vor dem Kasten zu sitzen - wir werden sehen.

Einstweilen alles Gute und Liebe für Euch alle!

Herzlich, Leah

Tabea schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Leah, da bin ich aber froh, dass nicht Krankheit dich ferngehalten hat. Ja, das ist manchmal so, dass man Abstand braucht. Mir ist das zu Beginn des Forums so gegangen, nichts ging, ich brauchte einfach Ruhe.

 

Ich bin sooo müde! Abi, das geht nicht nur dir so. Gestern habe ich mich mehrfach zwischendurch hingelegt, heute war es nur der Mittagsschlaf, aber ich wäre jetzt bereits reif für die Insel, sprich Schlaf. Na ja, es war auch ein anstrengender Tag, mit viel Frust zu Beginn und Unzufriedenheit, weil alles so langsam weitergeht. Der Nachmittag hat uns dann auf einmal schwungvoll gesehen. Ein Schrank, auf den wir seit 8 Wochen warten und der nun eigentlich kommen sollte, wird - vorsichtige Schätzung - erst Mitte Mai geliefert. Muss mal sehen, ob ich da ein gescheiteres System mit den Kisten hinkriege. Na ja. Und dann schäme ich mich, dass solche Dinge mich in schlechte Laune bringen können. Bin ich noch zu retten? Ich hoffe. Ich hoffe sehr. Und nehme mir ein Beispiel an dir, Noa, an euch.

 

Und Corona? Mich drückt das einsame Sterben und das einsame Trauern. Wie schrecklich das sein muss.

 

Ich glaube, jetzt fangen überall die Ferien an? Entspanntere Zeiten für Schulkinder, Lehrerinnen und Lehrer, für Eltern. Dass gute Vernetzung ein Segen sein kann, dürfte sich nun gezeigt haben. Wäre ganz schön, nach Corona würde das bessere Ausstattung zur Folge haben.

 

Ach, da blubbre ich so vor mich hin.

Ich habe ein paar extra weiche Bürsten in den Korb beim Sofa gelegt, für sanftes Bürsten aller Schlappohren.

 

Gehabt euch wohl, wünscht

Tabea

 

 

Renata schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Tabea, die Schlappohren-Bürste ist eine gute Idee!!

Die Ferien beginnen in vielen Bundesländern erst mit dem nächsten Wochenende. Ich fürchte, meine Große ist bis dahin längst nicht mit dem Stoff durch. Aber mindestens eine Woche um Ostern rum bleiben die Bücher liegen, das wäre ja noch schöner.

Ich fürchte, Ostern wird sowieso sehr seltsam dieses Jahr. Das "was eigentlich wäre" wird sich dann sicher sehr bemerkbar machen. Mistekiste. Ich telefoniere oft mit meinen Eltern, es geht ihnen ganz gut bei dem allen - aber es ersetzt natürlich nicht den geplanten Besuch nach Ostern.

Ansonsten haben wir heute viel Sonne getankt. Geschafft habe ich wenig. Müde bin ich auch. Und ich frage mich schon auch, was noch auf uns zukommt.

Habt einen schönen Abend und eine gute Nacht, alle hier!

Herzlich, Renata

Rahel schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Tabea,

hier ist noch eine Woche mit Aufgaben und Online-Unterricht... Aber jetzt ist ersteinmal Wochenende, was auch spürbar werden soll. Nebenher läuft für die Mädels der erste Corona-frei Disney Film. Ich sitze zwar am Rechner, aber auch die ganze Online-Kommunikation schaltet deutlich auf Wochenende und deutlich auf allen Kanälen ist viiiiel weniger los...

 

Ja, die Glocken, die erinnern und himmeln und erden. Der Text ist schön, danke dafür!

 

Heute hab ich auf der Homepage "meiner" Wachszieherei gesehen, dass Versand möglich ist, so dass es vermutlich dieses Jahr doch eine Osterkerze gibt. Und auch in der Gemeinde laufen die Planungen, welche unterschiedlichen Möglichkeiten es unter den Corona-Bedingungen geben kann, die Kar- und Ostertage zu gestalten.

 

Jetzt bin ich aber "richtig" bei den Mädels dabei und lasse herzliche Grüße an alle hier

Rahel

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Unsere Osterferien beginnen erst am Karfreitag. Die Kinder werden bis dahin noch beschäftigt sein, aber so schlimm ist es nicht. Unsere Tochter war mit dem Stoff nach drei Tagen durch, dann hat sie einen Tag lang freiwillig(!) ihr Zimmer aufgeräumt und sich eine gemütliche Kuschelecke eingerichtet und heute wurden noch eine Berichtigung und ein paar Vokabeln erledigt. Alles in allem relativ entspannt. Der Sohn ärgert sich über diverse Dysfunktionen seiner Lernplattform - er hätte das gaaaaaanz anders programmiert - aber irgendwie läuft es doch und für Spielereien und den Klassenchat bleibt immer noch genug Zeit. Trotzdem redet er dauernd von "Zwangsferien", die er nicht leiden kann.

 

Ich dümpele ein bisschen herum, das Nötige am Laufen haltend und das, was ich eigentlich endlich mal machen müsste, weiter vor mir her schiebend. So furchtbar finde ich den derzeitigen Zustand gar nicht. Am allerwenigsten fehlt mir das Einkaufen, das habe ich schon immer gehasst. Und im Internet bestellen wir möglichst nur absolut wichtige Dinge, um die Auslieferungsfahrer der Paketdienste nicht noch mehr zu überlasten. Sie halten eh gerade ganz viel am Laufen und setzen ihre Gesundheit aufs Spiel.

Schön, Leah, dass du dich gemeldet hast!

Liebe Abendgrüße an alle!

Nachtigall

 

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Nun komme ich zur Ruhe...und ihr auch hoffentlich... Lesebrillen nehme ich behutsam ab, lösche Nachttischlampen, rücke Decken zurecht, wünsche uns allen eine gute Nacht...psssttt...

Noa schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

liebe Katrine, fürs Brille weglegen und Decke richten! Wohl behütet hab ich geschlafen und du hoffentlich auch!

 

Das Angelusläuten, vor allem das um 12, das liebe ich sehr. Das himmelt und erdet mich, auch wenn ich an Schultagen nur ein Stoßgebet schaffe.

Der Engel des Herrn wurde oder wird dazu gebetet, da konnte ich lange nix mit anfangen. Aber manchmal wächst man ja in Dinge hinein. Mir steht dabei das große JA Mariens zu ihrem Auftrag, zu dieser Zumutung , vor Augen. Das tut mir gut. Und mich in diesem Moment ganz bewusst verbinden mit Gott.

 

Urbi et Orbi, die Andacht habe ich gestern gemeinsam mit meiner Mutter geschaut, mitgebetet. Sehr berührt hat mich das. Und ja, da gibt es Stellen, die mir schwer fallen. Für die Stadt und den Erdkreis, diese Verbundenheit in aller Verschiedenheit rund um die Erde, das ist schön!

 

Heute früh habe ich Brötchen gekauft. Das Anstehen auf der Straße in großer Entfernung, weiter als man sonst draußen steht, zu weit für ein Schwätzchen, jeder für sich alleine, das Handy in der Hand. Klappt wunderbar und muss auch sein - finde ich aber richtig blöd!!!

Ich hab extra viel gekauft und stelle sie hier auf den Tisch, frischer Hefezopf ist auch dabei. Zum Glück sind wir hier zusammen!

 

Habt es gut heute

Noa

Nelle schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ja, liebe Katrine, ich danke dir auch für dein liebevolles Brille weglegen und Decke richten!

 

Das Angelusläuten liebe ich von jeher schon. In meiner Kindheitsgemeinde läuteten an jedem Abend um 18 Uhr die Glocken und sagten uns Kindern, dass es nun Zeit ist, nach Hause zu gehen. Und wo ich jetzt lebe, gehen die Glocken sowieso schon um 7, um 12 und um 18 Uhr. Aber jeweils nur 2 Minuten. Das ist jetzt, zumindest um 12, anders - jetzt läuten sie 5 Minuten. Nachdem die Nordkirchen-BischöfInnen das in der ganzen Nordkirche "verordnet" haben. Also gehe ich gleich an die frische Luft und genieße diese Klänge. Rahel schreibt: "Das himmelt und erdet mich" - jaaa, das trifft des Pudels Kern. Auch für mich.

 

Noa, Urbi et Orbi, das habe ich gestern Abend in der Tagesschau gesehen - mich rührte der einsame Papst auf dem leeren Stephansplatz an. Ja, der Stadt und dem Erdkreis - wir können und nicht oft genug bewusst machen, dass wir tatsächlich mit allen und allem verbunden sind.

 

Nun aber raus mit mir!

Habt es schön!

 

 

Zwergenmutti schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hallo ihr Lieben,

ich kann es oft nicht genug sagen, DANKE! für diesen Raum hier.Gestern erfuhr ich, das eine Freundin in BS nach langer Krankheit verstarb und die Beisetzung nur mit Sohn und Tochter stattfand. Am 1.9. wäre sie 60 geworden und da gibt es auch eine Trauerfeier/Andenken an sie in BS. Da möchte ich unbedingt hin. Ich hoffe, das es klappt. Sie hatte damals einen Second Hand Laden und wir probierten lustige Hüte, Taschen, Sonnenbrillen und saßen damals mit einfachen Stühlen vor dem Laden. Mit Kaffee oder auch mal ein Sektle. Dann winkten uns die vorbeifahrenden Autos zu.Das war eine verrückte, lustige Zeit ...

Sonst geht es uns gut. Gestern begannen wir Kristalle zu züchten. Heute findet kein Unterricht statt!!! Aber kontrolliert habe ich gerade wieder fast 2 Stunden. Der Kleine baut gerade Siedler von Catan auf. Ich schließ mich da gleich an. Aber heute husch ich später wieder hier her.

Lg und einen guten Samstag für Euch.

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ein schönes Bild, das du da malst: mit verrückten Hüten und Klamotten vor dem Second-Hand-Laden sitzen und Sekt trinken - und lachen und winken...

 

Das gibt mir Auftrieb!

Gestern habe ich mit der Kleinen gegen Abend einen Spaziergang in ein entfernteres Wohngebiet gemacht und vor der Tür einer Klassenkameradin eine Geschenkbox abgestellt. Vor unser Haus habe ich heute vormittag eine Kiste mit aussortierten Kinderbüchern zum Mitnehmen gestellt. Sie ist schon fast leer!

 

So, jetzt wird der Sohn, der heute Küchendienst hat, eine Tütensuppe kochen und später setzen wir den Hefeteig für eine Pizza an.

 

Nachtigall

Rahel schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hallo Nachtigall,

hast du noch Hefe bekommen? Hier ist sie meist ausverkauft... Unsere ehemalige Tagesmutter (hallo Zwergenmutti, ihr Großartigen schreibt euch in Kinderherzen, auch noch einige Jahre (fast fünf und acht...) später ;-)) hatte im WhatsApp Status schon ein Rezept zum Selbermachen...

Nachdem wir beim Toilettenpapier schon auf drei Rollen abgesackt waren, hat mein Mann gestern tatsächlich einmal Nachschub ergattert.

Heute möchte ich noch gern raus, ein bisschen radeln... und ich sortiere Arbeitsmaterialien, endlich - ich hatte mich so danach gesehnt ;-)

Viele Grüße in die Runde

Rahel

Noa schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Euer verhinderter Wohnzimmerschrank geht mir nicht aus dem Kopf, liebe Tabea. So lange habt ihr auf eine neue Wohnung gewartet und so anstrengend war der Umzug, da finde ich es nicht verwunderlich, enttäuscht über die Verzögerung zu sein. Irgendwann ist einfach genug mit den Provisorien, mit der Unordnung, will man ganz einfach normales Leben. Das ist so und darf so sein! Gerade in diesen Corona Zeiten mit all den Unsicherheiten... Du wirst ja nicht bei der Enttäuschung und der Scham über die Enttäuschung stehen bleiben, sondern Wege finden, mit den Kisten und der Wartezeit umzugehen, da bin ich mir ganz sicher! Ich wünsche dir von Herzen ganz viel Geduld, ein großes Ja, zu dem was ist und kreative Kistenideen!

 

Wie macht man denn Hefe selbst, liebe Rahel? Für Toilettenpapier aus Altpapier habe ich auch schon Anleitungen gesehen und eigentlich hab ich alles da stehen, um Papier selbst zu machen. Noch habe ich aber welches...

 

Garten ist heute angesagt, ein wenig arbeiten und dann Sonne genießen, den ersten Kaffee draußen :-)

 

Habt es gut

Noa

Rahel schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Noa,

es war was mit Bier (was ja eigentlich ganz logisch ist, da da ja die Hefebakterien dirn sind) und Zucker- beim schnellen Recherchieren wird aber bei immungeschwächten Personen davor gewarnt, diese "wilden" Hefen zu verwenden. Insofern nur so eine halb gute Idee...

 

Ich war heut Abend wieder mit Wawa über den Online-Gottesdienst in ihrer Gemeinde verbunden. Eine Cellistin hat den Gottesdienst mit untermalt, was sehr schön war. Und während der besinnlichen Eröffnungsmusik hat die Pfarrerin da gesessen und gestrickt. Eine Tätigkeit, wo es ihr nicht unbedingt um ihre tw. nicht immer gelungenen Ergebnisse geht, sondern um das Erlernen von Geduld. Das hat sie schön verbunden, mit dem Entwirren des Lebensfadens (da bin ich mit meiner Ringen um meine Mitte...), dem Reißen des Geduldsfadens (z.B. bei prokrastinierenden äh ausufernd chillenden Unterstufenschülerinnen)... Geduld als kleine Schwester der Hoffnung, noch mit einem Ziel verbunden und eben nicht mit Resignation. Und jetzt fordern die Mädels das gemeinsame Spielen ein: gestern Qwixx und Kind domino, heute soll es Memoarrrrh sein. So wechsel ich mal wieder schnellschnell in meinen analogen Alltag.

 

Herzlich

Rahel, die noch von einer kurzen Radtour durch den Wald zu einem kleinen Ried mit Stockenten, Wildgänsen und Blesshühnern und einem kleinen Frosch zehrt...

Tabea schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Was für ei ne hinreißende Gottesdienstidee!

Ich verlier jetzt kein Wort über dünne Geduldsfäden. Danke fürs Teilen!

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

.. habe ich heute gepflanzt mit meinem Bruder, Birne und Pflaume. Und mir gefällt das Bild des Strickens . Das mache ich sowieso gerne. Gerade habe ich die Maschen für eine Decke für's jüngste Patenmädchen auf der Nadel. Ansonsten war ich heute wieder unterwegs und habe die Andacht unseres Pfarrers für morgen in Briefkasten verteilt. Schlaf dann gut und träum was schönes. Gute Nacht!

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Einen gesegneten Sonntag wünsche ich euch, so, wie ihr ihn gerade braucht. Vielleicht mit einem Spaziergang, einem Buch, einer Kuscheldecke, einem Brief, einer feuchten Hundenase auf dem Knie, einem Film, Spielen, einem Anruf. Und natürlich ist auch die Zauberkanne gefüllt und der Frühstückstisch gedeckt. Bis später...

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Katrine, danke für das Frühstück und die Vorstellung vom Bäumepflanzen. Ich wünsche dir auch einen schönen Tag mit all dem, was du brauchst und dir gut tut.

Liebe Rahel, das scheint ein ganz besonders schöner Gottesdienst gewesen zu sein. Das Bild der Fäden, die die Welt umweben, das gibt es glaube ich auch in den germanischen Mythen. Das gucke ich mal nach. Der Wald mit See und Frosch, der ruft mich heute auch. Es regnet, aber egal. Ich gehe gleich noch raus.

In der Nachkriegszeit haben die Leute früher auch einfach Essig als Backtriebmittel benutzt. Meine Mutter hat das mal gemacht, um es mir zu zeigen. Es wurde ein lockerer, leckerer Butterkuchen daraus.

Liebe Noa, du hast bestimmt einen wunderschönen Garten. So viel pflanzt und pflegst du. Ich stelle mir eine richtige Oase im Alltag vor. Wir hatten gestern auch Kaffee und Kuchen auf der Terrasse. Dieses merkwürdige Abstand Halten beim Bäcker und anderswo finde ich auch befremdlich. An der Kasse beim Supermarkt sagte der Kassierer, dass die Leute ihn gar nicht mehr ansehen, keiner wünscht einen guten Tag oder hat einen netten Spruch. Alle erledigen ihre Einkäufe stumm und ohne Kontakt zueinander. Das finde ich gruselig. Lächeln und nette Sprüche machen geht ja auch auf Distanz.

Liebe Nachtigall, bei dir hat auch der Sohn mal Küchendienst. Das gefällt mir.

Liebe Zwergenmutti, deine Freundin ist gestorben und du konntest nicht zur Beerdigung. Das ist bestimmt schwer auszuhalten. Ja, ich hoffe, dass es bis zum September vorbei ist mit diesen Einschränkungen und du zu der Gedenkfeier fahren kannst.

Liebe Nelle und liebe Tabea, ich danke euch für das Angelusläuten. Das kannte ich gar nicht. Nun habe ich nachgelesen, was es bedeutet. Zu hören war hier nichts davon. Der Segen Urbi et Orbi und der einsame Papst auf dem großen Platz, das habe ich auch nachgelesen. Es ist ein Ablass, damit vergibt die Kirche den Gläubigen alle Sünden. Mir gefällt, dass der Papst sich bemüht und den Menschen das Beste geben möchte, was er aus seiner Glaubenssicht kennt.

Liebe Renata, dieses Auf und Ab kenne ich auch. Hier zu sein ist für mich ein bisschen wie aufwärts schwingen. Ich sammle mich, konzentriere mich auf eure Nachrichten und versuche, den Faden zu spinnen, der es für mich zusammen bringt. So gesehen ist es tatsächlich Zauberkaffee, den ich trinke, wenn ich hier bin. Denn wenn ich weiter gehe, bin ich ruhiger und zentrierter. Mir tut das gut.

Fisch und Gemüse kochen, so einfache Tätigkeiten, die mag ich auch sehr.

Und ich hoffe, ich habe alle eure Fäden gefunden und aufgenommen, keinen übersehen. Falls doch, findet bestimmt eine andere den Anknüpfungspunkt, so dass es in unserem Netz hier keine Lücken und Löcher gibt.

Heute sitze ich einfach nur hier am Fenster und empfinde einen großen Frieden. Ich habe gestern viele Berichte aus der Welt gesehen, von armen Menschen, die vollkommen beengt leben, ohne fließendes Wasser oder sanitäre Einrichtungen. Die jetzt von Corona bedroht sind wie wir und die gar nicht in der Lage sind, Quarantäne einzuhalten. Die durch die Ausgangsbeschränkungen nicht nur ihre Arbeit sondern tatsächlich ihre wirtschaftliche Existenz verlieren. Und damit vielleicht auch ihr Leben. Gestern hat mich das alles sehr aufgewühlt. Doch jetzt gerade fühle ich nur Ruhe und Frieden. Die Meisen sind im Futterhäuschen, der Hund schläft unter dem Tisch, der Kaffee duftet.

Habt es schön

Abi

 

Nelle schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Abi, wie schön, dass du auf jede einzelne von uns so eingehst - das gefällt mir. Ich selber vergesse meist nach kurzer Zeit, was ich gerade gelesen habe und kann dann eben nicht mehr nachlesen, was wer schrieb. Ihr möget es mir verzeihen.

 

Wir haben ja hier immer ein Predigtkörbchen - ich will das mal aufgreifen: Heute morgen habe ich lange geschlafen, also wenn frau die Zeitumstellung als Maßstab sieht. So bin ich im Schlafanzug kurz nach Beginn des Fernsehgottesdienstes aufgestanden und habe mir den Godi im TV angeschaut. Davon mal abgesehen, dass mich der Anblick von leeren Kirchen, in denen einzelne Hanseln stehen und predigen, nicht wirklich froh macht, fand ich den Fernsehgottesdienst sehr gelungen. Besondern angerührt hat mich die Predigtidee des Pastors. Er bezog sich auf Römer 12, 12: Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet.

 

Besonders seine Gedanken zum ersten Teil haben meine Gedanken angestoßen und so habe ich in mir daran weiter gedacht: wenn ich trotz aller schlechten Nachrichten fröhlich in Hoffnung bleibe und nicht die Hoffnung verliere vor lauter Sorgen, dann kann ich den Augenblick im Hier und Jetzt ja viel besser leben. Denn mit Sorgen um das, was vielleicht mal eintreten könnte, mache ich es mir ja nur selbst unnötig schwer. Und wenn ich das eben NICHT tue, dann ist mir einfach leichter zumute und ich fühle mich geborgen und begleitet. Dieser Gedanke gefällt mir sehr viel besser als alle Hiobsbotschaften, die ich in den Nachrichten so den lieben langen Tag sehe und höre.

Und in Anlehnung an den Prediger heute möchte auch ich nicht aufhören, beharrlich im Gebet zu sein, also beharrlich im Gespräch mit Gott zu bleiben und nicht davon abzulassen.

 

Denn ja, Abi: Es gibt sie ja auch noch zu Hauf, die Menschen an ganz anderen Orten der Erde, die eben NICHT Zugang zu sauberem Trinkwasser haben und eben NICHT genügend Abstand halten können, weil sie in einfachsten Behausungen unter Wellblechdächern oder anderen Provisorien mit vielen Familienmitgliedern leben müssen. Und in all den Flüchtlingslagern rund um den Erdball sind ja immer noch viel zu viele Menschen auf einem Fleck. Das hört ja nicht auf, nur weil wir nicht mehr an sie denken. Für all diese möchte ich heute besonders beten.

 

Insofern kann ich mich dem Spendenaufruf der Pastorin heute Morgen nur anschließen: Die katholische Kirche (in Deutschland) hätte heute am 5. Fastensonntag für die Hilfsorganisation Misereor gesammelt und kann das ja nun in Ermangelung von Gottesdiensten nicht tun. Also können wir ALLE, evangelisch oder katholisch, aber auch alle anderen Menschen mit anderem oder gar keinem Glauben, genau dahin spenden. Und genau das werde ich gleich tun. Online.

 

Habt es also trotz allem immer noch sonntäglich gut - wie sagte Mutter Kempowski doch auch immer: uns gehts ja noch gold!

 

Winke, winke ins Land: Nelle

Sternenstaub schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Nelle,

das ist mein Konfirmations- Spruch :

"Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in Trübsal, haltet an am Gebet."!

Danke! Wie schön, dass er mir durch Deinen Eintrag mal wieder in Erinnerung gerufen wird!

Elisa-Marie schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Klopf*klopf*klopf*,

 

darf ich reinkommen? Warum müssen immer nur so viele Tage vergehen, bis ich mich zu euch setzen kann? Irgendwas stimmt wohl mit meinem Zeitmanagement nicht.....

Ich staune über all die Familien hier, die den Alltag mit kleineren und größeren Kindern stemmen! So viel Liebe, Ideenreichtum, Geduld und Fantasie ist daraus zu hören! Und ich bin anderezeiten so dankbar, dass es diesen Platz für uns alle gibt.

Seit 1 1/2 Wochen ist mein Mann im Homeoffice. (Nächste Woche arbeitet sein Kollege Zuhause und er ist wieder vor Ort im Dienst. Seelsorge in einer Einrichtung für MmB.) Wir schlafen eine halbe Stunde länger als üblich, denn diese Zeit hätten wir beide fürs Pendeln gebraucht. Ich koche aufwendiger, denn normalerweise isst mein Mann in der Kantine. Die Spaziergänge mit unserem Hund sind etwas ausgiebiger. Das Gros der Zeit fließt in die Vorbereitung für die Schüler*innen; Einkauf so reduziert und konzentriert wie möglich; tägliche Telefonate mit meiner 87-jährigen Mutter, die ich gerade nicht sehen kann; Chats mit den erwachsenen Kindern; Gartenarbeit und eben das übliche "bisschen" Haushalt.... (Meine Praxis habe ich geschlossen. Ich kann bei der Arbeit den 2m-Abstand nicht einhalten.)

*****

Es schneit! Die Vögel sitzen aufgpluster im Nussbaum und scheinen sich zu wundern. Schnee, über den ich mich im Dezember so gefreut hätte.

Als ich gestern nach den Pflanzen/ Blumen in der Kirche schaute, fragte ich mich, ob Gott gerade auch einsam ist? Vermisst er uns Kirchgänger? Vermisst er unsere Lieder? Vermisst er uns als Gemeinde? Vermisst er den Klang unserer Stimmen und die ihm zugewandten Herzen? Plötzlich sang es aus mir heraus. Ich konnte es nicht zurückhalten. Irgendwann schien meine einsame Stimme den ganzen Kirchenraum zu füllen. Fast trotzig stand ich da und sang und sang.....( Heute kratzt der Hals:-/)

Ich träume vom Tag, an dem wir uns wieder umarmen dürfen! Von dem Tag, an dem sich die Straßencafés füllen. Von dem Tag an dem die Intensivbetten verwaist zurückbleiben. Von dem Tag an dem die Kirche wieder mit zigfachem Gesang erfüllt ist. Von dem Tag, an dem sich der Blick wieder auf die vielen anderen Wunden unserer Erde richten kann.

Heute habe ich online Misereor gespendet.....

 

Seid behütet von allen Seiten!

Elisa-Marie

 

PS. Sind die online-Gottesdienste nur live zu verfolgen oder kann ich sie später auch noch aufrufen? Wenn ja, wie lauten die Adressen?

Nelle schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Liebe Elisa-Marie,

schau mal in der Mediathek des ZDF - da müsstest du ihn finden.

 

Ja, ich träume auch von all dem und finde deshalb auch die Filme aus den verwaisten Kirchen so trostlos.

 

Aber hier im Forum finde ich so manches "Sahnestückchen" - wenn ich jetzt wüsste, wo ich was fand...

In der WG hat Yaa heute morgen einen Link zu einem zauberhaften Kindergottesdienst eingestellt.

Und irgendwoanders jemand einen zu Youtube mit dem Ausschnitt von dem Film Vaya con Dias (oder so) - wie die drei Brüder im Jesuiten-Gottesdienst singen: Sing, bet und geh auf Gottes Wegen. (Wer nur den lieben Gott lässt walten)

Ich habe dann gleich mein EG hervor geholt und das ganze Lied gesungen. Und seitdem singe ich die letzte Strophe immer wieder vor mich hin - das ist vielleicht ein schöner Ohrwurm!

Katrin Christine schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

...musste ich gerade, liebe Elisa - Marie, als ich gelesen habe, dass du in der Kirche gesungen hast. Das ist seit ca 1,5 Wochen mein tägliches Ritual. Ich gehe in unsere Winterkirche, die für Andacht und Gebet geöffnet ist, zünde eine Kerze an und singe. Trotzig. Und sicher nicht besonders schön. Aber ich bin da. Und singe. Und ich freue mich jetzt, dass du das auch tust.

Bin gerade auf Arbeit und habe nur schnell mal reingelinst, weil ich Sehnsucht nach euch hatte.

Bis später...

Abi schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Hallo, ihr Alle,

hier sitze ich und bin ganz müde und platt. Und ich weiß nicht, warum. Außer ein paar Näharbeiten und ein bisschen Sport habe ich eigentlich nichts geschafft. Ich war nicht mal mehr im Wald. Ach je, da brauche ich deine weichen Schlappohrbürsten, Tabea. Damit ich die Wuscheln schön flauschig um die Hüften schwingen kann.

 

Liebe Nelle, immer schaffe ich es auch nicht, auf jede einzugehen. Aber ich gebe mir Mühe. Es ist auch nicht so schwer, eigentlich. Ich schreibe in word und zwitsche so zwischen online und offline hin und her.

Fröhlich, beharrlich, geduldig? Das ist was Gutes, bestimmt. Nur gerade bin ich einfach nur müde und kann der Weisung nicht so folgen. Morgen bestimmt. Dass du besonders für die ganz Armen betest, das mag ich. Da mache ich mit. Eins rauf mit Mappe ;)

 

Hallo, liebe Sternenstaub, ich winke dir zu!

 

Liebe Elisa-Marie, du brauchst doch nicht zu fragen. Natürlich darfst du reinkommen. Ich freue mich total, dass du da bist. Und das denken die anderen bestimmt auch.

Dass du in der Kirche singst, stell ich mir ganz wunderschön vor.

Ich glaube auch, dass du den Fernsehgottesdienst in der ZDF Mediathek sehen kannst. Unsere Gemeinde hier stellt auch eine kleine wöchentliche Andacht ins Netz, die kann man die ganze Woche bei Youtube sehen. Das machen , glaube ich, jetzt viele Gemeinden so.

 

Liebe Katrin Christine, du singst trotzig und bist da. Mir ist, als könnte ich es hören. Und ich finde das besonders schön.

Ich zünde hier eine Kerze an und denke an dich bei der Arbeit.

 

Und natürlich denke ich auch an euch alle, bei dem, was gerade ansteht.

Mein Trübsinn wird mir wohl noch ein wenig folgen. Doch hier so in gebürstete Schlappohren eingekuschelt lässt es sich mit ihm aushalten. Habt einen schönen Abend alle zusammen!

 

Abi

 

 

 

Zwergenmutti schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ach was für ein Sonntag,

das Bild seh ich vor mir, wie man in der Kirche singt...Das hat mich voll berührt . Danke fürs teilhaben lassen.

Da gestern und heute keine Schule war, konnten wir mit dem Papa viiiel spielen. Siedler von Catan, Scrabble . Der große Bub möchte plötzlich kochen und backen und hat uns sehr überrascht mit Blätterteig Stückle. Die waren gefüllt mit Nutella und die gabs zum nachmittag. Dann machen wir hier ganz viel ,,Malen nach Zahlen,, und der Papa hat heute was richtig tolles gemacht. Die bauten mit einem Mini Stromkreis einen heißen Draht. Das ist so ein Drahtgestell , das man mit dem anderen Draht nicht berühren darf. Da leuchtet ein Glühbirnchen. Die Jungs waren richtig motiviert. Dazu muss ich sagen, der Papa ist Elektriker. Unsere Kristalle wachsen noch. Heute gibt es noch ein Filmchen. Es ist immernoch surreal, wenn wir hier alle zu Hause sind, denn wenn wir sonst alle zu Hause sind, wandern wir, gehen schwimmen, mal schön essen e.c.t. Das ist echt komisch.

Nun ja, ich bin froh, das ich hier im Forum erzählen darf.

Schönen Abend euch noch. Zünde gleich noch unsere Lichtle hier an.

 

troldepus schrieb am 26.02. 20:10:
Antwort auf Herzenszimmer mit weit geöffneten Türen

Ihr Lieben,

 

heute war nicht nicht danach zu schreinben, ich habe sehr viel telefoniert.

 

Die Fernsehgottesdienste sind immer ein Jahr lang online meine ich. Auch ich bin aufgeweckt worden durch die Bitte an eine Spende zu denken und werde das auch tun. Ja und der Gottesdienst hat auch mir sehr gefallen.

 

Hier der von heute:

www.zdf.fernsehgottesdienst.de

 

Habt eine geruhsame Nacht

 

troldepus

Mäandera schrieb am 26.02. 20:14:
Mein liebster Satz -

Ein schönes Zitat...

Mäandera schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

Sie kennt etwas, das wie Himmel schmeckt.

(Wandeln, Aschermittwoch)

Gabriela schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

[q uote]Ein schönes Zitat...

Am Ende wird alles gut! Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht zu Ende.

 

Oscar Wilde

Frieda schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

Wenn dein Mut sich dir verweigert, geh über deinen Mut hinaus.

 

(Emil Dickinson)

Juliane schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

Freundlichkeit ist eine Sprache, die der Blinde lesen und der Taube hören kann.

Mark Twain

Achness schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

Gott sucht Dich und wärst Du ein Holzsplitter im Ozean.

aus Irland

Dorit schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

 

"Gott, was ist Glück!

Eine Grießsuppe,

eine Schlafstelle

und keine körperlichen Schmerzen

- das ist schon viel."

 

Theodor Fontane

lilalotti schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

Nimm das Leben so wie es ist,

aber lass es nicht so :)

Tojak schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir.

 

Paulus: Gal 2,20

 

Dieser Satz ist vorgestern abend bei mir hochgepoppt und läuft seitdem wie ein Mantra immer wieder durch. Den genauen Wortlaut und die Bibelstelle musste ich nachsehen.

Frieda schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

Optimist:

Jemand, der einen Schritt zurück nach einem Schritt nach vorn nicht als Katastrophe ansieht, sondern als Tanzschritt.

 

Graffiti

Okka schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

.... sein heißt nicht grenzenlos zu sein. Es ist mein JA dazu, meinen Platz in dieser Welt zu finden und zu gestalten.

 

Andrea Schwarz

troldepus schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

"Der liebe Gott hat einen großen Tiergarten"

 

Meine Mutter in hohem Alter, wenn sie jemanden oder dessen Verhalten seltsam fand.

 

Der Rheinländer würde vielleicht sagen: "Jeder Jeck ist anders."

 

troldepus

Ludmilla schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

"Traue keiner Stimme in deinem Innern, die nicht liebevoll zu dir spricht."

(aus einem "Lebensfreude"-Kalender vor einigen Jahren)

 

 

 

 

 

Eule48 schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

"Was vor uns liegt und was hinter uns liegt,

sind Kleinigkeiten zu dem, was in uns liegt.

Und wenn wir das, was in UNS liegt,

nach außen in die Welt tragen,

geschehen WUNDER." Henry David Thoreau

Andreas schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

Mehr als ein Satz, aber klasse!

de.wikipedia.org/wiki/Das_Rheinische_Grundgesetz

Wollknäuel schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

Träume dir dein Leben schön und mach aus diesen Träumen eine Realität.

Marie Curie - Physikerin und Nobelpreisträgerin

Rita S-W schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

As men ken nit wi men will,

mus men weln wi men ken. Jiddisch

 

Kann man nicht wie man will,

muss man wollen wie man kann.

 

Achness schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

Mit der Würde einer Königin, der Leichtigkeit einer Feder und der Freude eines Kindes.

Jolina schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

Die Wunde ist der Ort, an dem das Licht in dich eintritt.

 

Rumi

Achness schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

Gott gab dir ein Gesicht, lächeln musst du selbst.

Rita S-W schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

hinfallen

aufstehen

Krone richten

weitergehen

Yaa schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

am Wochenende während eines Vortrags zitiert,

Rosa Parks:

I have learned over the years that when one's mind is made up, this diminishes fear; knowing what must be done does away with fear.

oder sinngemäß: wenn du dich einmal für etwas entschieden hast, ist die Angst kein Thema mehr!

Schön, oder?

Yaa schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

am Wochenende während eines Vortrags zitiert,

Rosa Parks:

I have learned over the years that when one's mind is made up, this diminishes fear; knowing what must be done does away with fear.

oder sinngemäß: wenn du dich einmal für etwas entschieden hast, ist die Angst kein Thema mehr!

Schön, oder?

Phoebe schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

... richtig schön!

Juliane schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

 

Gott gibt jedem Vogel seine Nahrung, wirft sie ihm aber nicht ins Nest.

 

J.G. Holland

Achness schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

Lass dich nicht unterkriegen. Sei frech und und wild und wunderbar.

Astrid Lindgren

Achness schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

Wenn Gott eine Brieftasche hätte, hätte er ein Foto von Dir drin.

lilalotti schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

zum Glück

 

gibts

 

DICH

Zaunkönigin schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

Worte,

von Glücklichen gesagt,

dürftige Melodien;

doch Worte

von Schweigenden gefühlt,

sind schön.

Mäandera schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

Unsere Wünsche sind Vorgefühle der Fähigkeiten, die in uns liegen.

Achness schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

Mein perfektes Morgenritual:

nach jeder Nacht bisher aufgewacht.

 

Susanne Niemeyer

Dorit schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

Mein perfektes Morgenritual:

nach jeder Nacht bisher aufgewacht.

 

Susanne Niemeyer

 

Guten Morgen !

 

 

Unsere Träume können wir erst dann verwirklichen, wenn wir uns entschließen,

einmal daraus zu erwachen.

 

(Josephine Baker)

 

Auf, nach dem Morgenritual in den Tag und Träumen den Weg ins Leben ebnen !

 

Mäandera schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

Müssen zusammenrücken, indem wir Abstand halten.

 

(Politikerin aus Bayern)

Achness schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

Wenn die Welt zusammenbricht, halte ich Ausschau nach einem, der mitten im Terror noch zärtlich ist, der mit seiner Hoffnung dem Chaos trotzt, dessen Stimme ich auch zwischen Lärm und Geschrei erkenne, der mich suchen, finden und nach Hause bringen wird.

Frühlingswolke schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

… aus Michael Endes "Momo", in welchem der Straßenkehrer Beppo ungefähr folgendes sagt:

Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, nur an den nächsten Schritt, den nächsten Atemzug, den nächsten Besenstrich...

Tojak schrieb am 26.02. 20:14:
Antwort auf Mein liebster Satz -

En biden Spaoß mott suin, süss gett kuineen met naon Luike!

 

Von meinem Vater auf Platt gehört..

 

Hochdeutsch: Ein bisschen Spaß muss sein, sonst geht keiner mit zur Beerdigung.

 

Gerade in der jetztigen Situation etwas makaber, aber vielleicht gerade deshalb auch wichtig.

Rauhreif schrieb am 26.02. 20:18:
Vom "Weglosen Land" zu ...

Alles beginnt mit dem ersten Schritt, hier mit dem ersten Beitrag dieses NEUEN Pfades. Noch ist alles offen, noch wegloses Land. Schritt für Schritt, Beitrag für Beitrag wird sich vielleicht ein gangbarer Pfad abbilden und entwickeln. Ein Pfad, der uns weiterbringt ...

Ein Pfad der Achtsamkeit und des Bewusstseins, dass diese Dinge in uns wachsen, welchen wir "Macht und Energie" schenken.

 

Fühlst du dich angesprochen 40 Tage einen Weg mit zu gestalten, einen Pfad auf dem das Wort ABER mit GLEICHZEITIG /GLEICHWOHL getauscht wird, im Bewusstsein, dass alles immer mindestens zwei Seiten hat.

Ja?

Dann freue ich mich über deinen ersten SCHRITT, deinen ersten Beitrag und unsere gemeinsame Reise ins noch " Weglose Land"

Mäandera schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Ich bin gerade in der Reha und beabsichtige, dem Begriff Heilkraft volle Aufmerksamkeit zu schenken.

Johannes schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Liebe Rauhreif,

 

ich finde es schön, dass Du einen Pfad eröffnet hast, ganz ohne vorgegebenes Thema. Das Wort "Achtsamkeit" hat mich angesprochen.

In dem heutigen Text in WANDELN der Satz: "Gott hat ein weites Herz". Das weckte in mir den Satz "Es gibt so viele Wege zu Gott, wie es Menschen gibt". Da ist Achtsamkeit und Toleranz gefragt - jeden respektieren auf seinem Weg.

 

Bis jetzt gehe ich ganz ohne Vorhaben oder Vorsatz in diese Fastenzeit.

Vielleicht doch das:

Mein Leben bewusst weiterleben - Anregungen bekommen - vielleicht komme ich doch noch zu einem Vorhaben oder Vorsatz.

 

Liebe Grüße

Johannes

 

 

Rauhreif schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Liebe Mäandera,

willkommen :-)

Heilkraft ein wunderschönes Wort, so kraftvoll auch ich schenke diesem Wort gerne ganz viel Aufmerksamkeit. Mit voller Kraft in/durch die Heilung ... was bringt dich in deine Kraft?

 

Liebe Grüße Rauhreif

Anya schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Hallo Ihr Lieben,

schön Rauhreif, dass du diesen Pfad eröffnet hat, "das weglose Land" hat mich neugierig gemacht. Deine Einleitung erinnert mich an folgende Geschichte:

 

Weisheit eines Indianers: Die 2 Wölfe

Ein alter Indianer sitzt mit seinem Sohn am Lagerfeuer und spricht:

 

“Mein Sohn, in jedem von uns tobt ein Kampf zwischen 2 Wölfen.

 

Der eine Wolf ist böse. Er kämpft mit Neid, Eifersucht, Gier, Arroganz, Selbstmitleid, Lügen, Überheblichkeit, Egoismus und Missgunst.

 

Der andere Wolf ist gut. Er kämpft mit Liebe, Freude, Frieden, Hoffnung, Gelassenheit, Güte, Mitgefühl, Großzügigkeit, Dankbarkeit, Vertrauen und Wahrheit.”

 

Der Sohn fragt:„Und welcher der beiden Wölfe gewinnt?“

 

Der alte Indianer schweigt eine Weile.

Dann sagt er:„Der, den du fütterst.“

 

Ich freue mich auf den Austausch mit euch.

 

Anya

Eisvogel schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Hallo ihr Lieben,

ich möchte mich euch gerne anschließen auf diesem Pfad. Der fühlt sich irgendwie passend an. Tag 1 ohne Facebook, Fernsehen und ohne Süßigkeiten ist nun fast vorüber und ich bin gespannt, wohin mich das führt. Erwartungsvoll offener weiter Raum.

Ich freue mich auf die Gemeinschaft mit euch!

simchat schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

 

Wegloses Land sollte es nicht geben.

Also schaffen wir Wege und beschreiten sie, JedeR im eigenen Tempo.

Und wenn jemand sich schwer tut, dann sind wir hoffentlich in der Lage, den Weg zu erleichtern.

Reisen wir also gemeinsam, begeistern wir uns miteinander.

 

Herzlichst simchat

Rauhreif schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Guten Morgen ihr Lieben Wegbegleiter/Wegbereiter.

 

Es freut mich, dass sich einige entschlossen haben hier einen Schritt zu machen, willkommen.

 

Johannes ohne Fasten Vorhaben, noch auf der Suche nach Inspiration?

 

Anya mit dem tollen Text vom inneren Wolf, danke dir dafür, auch ich trage ihn immer sinnbildlich mit mir. Und du bringst Neugierde mit :-) ich glaube die macht es leichter, einen neuen Weg zu beschreiten.

 

Eisvogel, es freut mich, wenn es sich für dich gut anfühlt und du dich uns anschließt. Du hast ganz schön viele Fasten Vorhaben, bin gespannt wie du sie meistert und welche Herausforderungen dir dabei begegnen.

 

Spannend finde ich deine Aussage simchat "Wegloses Land sollte es nicht geben" - ist wegloses Land nicht gleichzeitig auch wundervoll und gut, so wie Eisvogel schreibt ein Land voller Weite und Möglichkeiten?

 

Was verbindet ihr mit den Worten?

 

Für mich bedeuten sie, alles ist möglich ... in diesem Sinne wünsche ich uns einen achtsamen Tag, voller Freude und Möglichkeiten und dem freien Willen zu wählen :-)

 

Liebe Grüße Rauhreif

 

 

Anya schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

...klingt für mich nach Abenteuer...nach entdecken...nach Möglichkeit...

 

Habt einen schönen Tag voller achtsamer Momente, in denen wir vielleicht auch einmal neue Pfade geht...

 

 

Anya

anton schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

moin zusammen,

Indianer im wegelosen Land. das passt.Neue Wege ,Irrwege eingeschlossen. Ja ?

Viel Erfolg "und" viel Freude beim entdecken. ........anton.......

Anya schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

...beinhaltet "wegloses Land" auch Unsicherheit und Angst.

 

Falsche Wege, Irrwege als Herausforderung zum Wachsen betrachten. Danke Anton;-)

 

Anya

 

 

Greta schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

...da habe ich auch sofort an Unsicherheit und verlaufen und Ängste gedacht.

 

Klappt wohl bei mir nicht mit dem Pessimismus fasten.

 

Ich habe mir das Motto

 

"Heute nehme ich mir Zeit für..."

gesetzt.

Dabei auch für Kleinigkeiten, zu denen ich sonst so oft nicht komme, ein Telefonat oder eine Postkarte schreiben, die lange überfällig war.

 

Oder Zeit, um neue Wege zu bauen? Mit dem ersten Schritt fängt es,an.

 

 

Jolina schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

...wegloses Land: ich sehe Wiesen, Bauminseln, kleine Regenseen auf den Feldern, weiten Himmel...die Hunde haben endlos Platz zum Rennen und Toben...und irgendwo ganz da hinten ist das Meer...Ich habe einen Zauberrucksack dabei, ein Gedanke reicht, und er füllt sich mit einer Thermoskanne voll Kaffee oder Tee, ich kann Futter für die Hunde, Essen herbeiwünschen und frisches Wasser für alle, die in hier im weglosen Land umherstreifen...

 

..."Wege entstehen, indem wir sie gehen"...nicht von mir, ich weiß grad die Quelle nicht...

 

Danke, liebe Rauhreif, für diesen Pfad, ich fühle mich sehr wohl im weglosen Land und freue mich sehr darauf, Euch allen zu begegnen,

 

Jolina mit Pepito und Mascha

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

weiche ich gern ab vom Weg und stapfe durch hohes Gras, klettere über Steine und Baumwurzeln, sinke in Löcher, verliere die Richtung und muss sie wieder neu suchen... Das macht Spaß, ist spannend und abenteuerlich, manchmal kriege ich ein bisschen Angst, wenn die Orientierung total verloren geht. Solange ich weiß, dass irgendwo fußläufig ein Orientierungspunkt zu finden sein wird und die „Zivilisation“ vielleicht nicht zu weit weg ist, ist alles gut und ich kann das genießen. Was aber, wenn ich zu wenig Proviant habe, eine Verletzung, keine Möglichkeit, Hilfe zu holen und bis zum Horizont nichts ist als dieses weglose Land? Ich bin auf mich selbst geworfen. Werde ich mich durchkämpfen? Werde ich weitergehen, bis ich wo ankomme? Oder werde ich hoffnungs- und kraftlos liegenbleiben und mich aufgeben?

 

Nachtigall

Traumfängerin schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

… wie schön Euch hier alle zu lesen und wiederzutreffen!! Freue mich!

 

Danke Rauhreif für diesen Pfad! Auch ich stolpere über das "weglose" - ein guter Denkanstoß. Wege geben Sicherheit und Orientierung … wegloses Land erinnert mich an endlose Wiesen und Strände, Dünenlandschaft. Herrlich. Aber da kann man sich durchaus verlaufen. Andererseits singt der Psalmist: Du stellst meine Füße auf weiten Raum …

 

Mein Fastenvorhaben hat eher etwas mit dem weiten Raum zu tun: Selbstfürsorge auf der ganzen Linie. Hatte seit dem Adventsforum viel Stress wegen eines Wasserschadens. und just in diesem Moment hat der Maler sich verabschiedet und das heißt FERTIG!! endlich.

Nun könnte ich weiterrödeln - die gesamte Wohnung muss geputzt und aufgeräumt werden … mein Vorhaben: vormittags Wohnung - nachmittags Zeit für mich: musik machen, raus gehen, schreiben, lesen, Kontakte genießen und pflegen. Bin gespannt wie gut ich das schaffe … es geht ja nicht darum, einen Plan einzuhalten, sondern darum achtsam und liebevoll mit mir umzugehen.

Ich male mir aus, an Ostern in einer schönen Wohnung zu sitzen und gleichzeitig aus meinen Kraftquellen zu schöpfen …

 

Ich wünsche Euch einen guten Tag

womit wollt Ihr ihn Euch heute verschönern?

Traumfängerin

 

Anya schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

...erinnert mich an Wüste oder Urwald...und die Neugier und das Abenteuer überwiegen!

 

Was macht es mit mir, wenn ich versuche täglich 10 Dinge auszusortieren,

 

Was macht es mit mir, wenn ich jeden Tag aufs Neue versuche auf Industriezucker und Weißmegl zu verzichten?

 

Immer nur für diesen Tag!

 

Anya

Jolina schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

...aufgeben ist keine Option...ausruhen, neue Kräfte sammeln, vielleicht beten...du wirst auch im weiten, weglosen Land nicht allein sein...Menschen werden dir begegnen und dir helfen, dich zu orientieren...oder dir einen Kaffee, einen Tee, frisches Wasser und ein leckereres Butterbrot anbieten ( vielleicht begegnest du mir mit meinem Zauberrucksack, und meine Hunde beschützen alle lieben Wesen, also auch dich...)

 

 

Nelle schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Mir geht es wie Nachtigall mit der Vorstellung, "weglos" durch die Gegend zu streifen. In einem gewissen Rahmen könnte auch ich das Abenteuer genießen. Aber außerhalb dessen? Da steigen Ängste auf.

 

Aber mein diesjähriges Fastenvorhaben heißt Leichtigkeit. Davon möchte ich mehr in meinem Leben haben. Also im Falle eine Falles wirklich einmal Augen zu und durch? Mich auf ein Abenteuer einlassen, dessen Umrisse ich nicht einmal erahnen kann? Puh!

 

Ich bewege das noch ein wenig in meinem Herzen...

Phoebe schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Fühlst du dich angesprochen 40 Tage einen Weg mit zu gestalten, einen Pfad auf dem das Wort ABER mit GLEICHZEITIG /GLEICHWOHL getauscht wird, im Bewusstsein, dass alles immer mindestens zwei Seiten hat.

Ja?

Dann freue ich mich über deinen ersten SCHRITT, deinen ersten Beitrag und unsere gemeinsame Reise ins noch " Weglose Land"

 

… hat mich direkt angesprochen. Mein Fastenmotto in diesem Jahr "Sowohl - als auch"... beide Seiten der Medaille betrachten... im Schweren Sinnhaftes entdecken... das "sowohl" annehmen und das "als auch" ebenso.

 

Vielen Dank für diesen schönen Pfad!

Anya schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

...entstehen beim Gehen. Deshalb ist mein Motto dieses Jahr:

 

NUR FÜR HEUTE!

 

Ich bin ganz glücklich, das es mich gefunden hat. Ich fühle mich frei, beschwingt und beseelt. Und das habe ich auch dir liebe Rauhreif zu verdanken, die du diesen schönen Pfad eröffnet hast! Danke!

 

Anya

Anya schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Ja, die Ängste kenne ich auch gut! Wo kommen sie her? Abenteuer vs. Sicherheit?

 

Ich habe mich in einem Seminar bei Anselm Grün damit auseinandergesetzt wann ich mich als Kind richtig glücklich fühlte. Und es überwog die Abenteuerlust und die Freiheit. Da möchte ich wieder hin, davon möchte ich mehr.

 

Das Leben ist ein großer Abenteuerspielplatz, wenn ich es denn zulassen kann!

 

Anya

 

Nele schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

vielleicht bin ich eher Positivistin....

wenn ich an wegloses Land denke, dann entsteht in mir ein Bild von einer weiten Schneelandschaft ohne jegliche Spuren. Die habe ich erlebt vor einigen im Urlaub am Rennsteig. Das Gefühl, das in mir entstand ist schwer zu beschreiben, so eine grenzenlose Freiheit, alles ist möglich, nichts ist vorgegeben!!! Keine Spur von Furcht oder Unsicherheit finde ich in mir. So stelle ich mir dieses weglose Land vor und ich bin gespannt, was für mich möglich ist.

Mein Jahresmotto ist Dankbarkeit und ich schreibe jeden Tag auf, worüber ich dankbar gewesen bin. Aber die Fastenidee vom 10 überflüssige Dinge am Tag zu entsorgen spricht mich auch sehr an. Mal sehen, wie es für mich weitergen.

Ich bin gespannt.

Traumfängerin schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Liebe Anya, liebe Nele, liebe Alle

Eure Gedanken zu Abenteuer und grenzenloser Freiheit bringen bei mir einiges in Bewegung … da ist schon viel Sehnsucht … klingt fromm, meine ich aber so: Abenteuer mit Gott und innere Freiheit. Wie sich das anfühlt ,ahne ich … Der Weg dahin?? …nicht aus-weg-los … mein erster Schritt: ich habe erstmal mein Fastenvorhaben umgenannt in "Ora & Labora" - klingt besser als "Wohnungsputz und Selbstfürsorge" :-) trifft vor allem besser, was ich meine: die notwendige Arbeit tun und sie mit dem Innehalten und der Lebensfreude verbinden. Mal sehen, wo das hinführt …

Traumfängerin

Die suchende Wölfin schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Ich habe eben interessiert gelesen, völlig unsicher, ob ich dieses Jahr ins Forum gehöre...

 

Wegloses Land - wüst und unbequem zu gehen

Der unberührte Schnee - frei und verlockend

 

Beide Bilder berühren mein Inneres, das aufgewühlt und wund ist. Mein Vater ist am Montag gestorben, ich war bei ihm...

Vor mir liegt der Weg der Trauer

Auch der Weg ohne Eltern (das klingt etwas dramatisch mit 46, aber es fühlt sich anders an, als beim Tod meiner Mutter)

 

Noch stehe ich da, traue mich noch nicht loszugehen...

Höre Euch zu...

 

Liebe Grüße

Die suchende Wölfin

Jolina schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

fühl dich umarmt, in Gedanken schick ich dir einen besonders liebevollen Engel, der deinen Weg der Trauer mit dir geht,

 

liebe Grüße, Jolina

Touristin schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Ein "neuer Pfad", der sich "wegloses Land" nennt...

Hört sich zunächst an wie ein Widerspruch und erweckt mein Interesse.

 

Schleiche immer mal wieder in dieses wilde, unerschlossene Gebiet und genieße ein Gefühl von Freiheit und ungeahnten Möglichkeiten.

Angst fühle ich nicht, ich bin zuversichtlich Wasser zu finden, einen Unterschlupf oder einen Baumwipfel für die Nacht und an Menschen habe ich im ersten Moment gar nicht gedacht, nur an kleine Tiere, die sich aber nicht blicken ließen.

Weiß noch nicht, ob ich hier bleiben werde, wandere oder ein Kanu nehme und auf dem Fluss entlang schippere, ob ich Leuten begegne und wie der Austausch sein wird - ich geh einfach mal drauflos und lasse mich überraschen...

Greta schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

biete ich dir an, um dich zu stützen, wenn der Weg holprig ist.

 

Meine Hand ist da, auch, wenn du sie jetzt gerade nicht ergreifen willst.

Dann gehe ich ein Stück neben dir her und wenn du sie willst, ist sie da,

meine Hand.

 

Und wenn du mich nicht sehen willst, weil allein sein gerade besser ist, dann gehe ich im Tarnumhang ein paar Schritte hinter dir.

 

Aber verlass dich drauf, meine Hand ist da, wenn du sie brauchst.

 

Nele schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

über Deine Worte habe ich sehr lange nachgedacht, Gefühle kamen zurück, wie es war, als meine Eltern gestorben waren. Das ist schon mehr als zehn Jahre her, aber dennoch intensiv spürbar. In mir war so ein Gefühl des Alleinseins, das ich nicht begründen konnte und eine Suchbewegung, weil mir dieser Anlaufpunkt (meine Eltern) in meinem Leben fehlte. Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich neu organisiert und einige Rituale in mein Leben "eingebaut" habe, die ich von meinen Eltern kannte. Das hat mir geholfen.

Ich wünsche Dir viel Kraft für ein Land ohne Wege, in der Du Deine eigenen Pfade suchen und befestigen kannst. Alles Gute.

 

Rauhreif schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Ihr lieben Wegbegleiter/Wegbereiter,

 

ich bin gerade überwältigt von der Fülle an Beiträgen. Ich mache mich nun mal auf den Weg und versuche ALLEN einen kleinen Raum zu geben und euch zu antworten.

 

Ich habe mich gefreut einige mir sehr bekannte Namen zu lesen, lieber Anton, wie schön, dass du da bist. Irrwege, gehören zum Leben dazu, oder? Also dürfen sie auch hier im Pfad ihren Platz finden. Wobei man oft erst im Nachhinein erkennt, dass der gegangene Weg "irre" war, oder irr gemacht hat ;-)

 

Liebe Greta, ein schönes Tagesmotto - alle sprechen davon, keine Zeit zu haben, gleichwohl uns allen soviel Zeit wie noch nie zur freien Verfügung steht, wir müssen/dürfen uns nur die Zeit nehmen für die "(w)richtigen Dinge", oder? Ich wünsche dir viel Freude dabei. Bzw. ich hoffe du hattest viel Freude dabei. Dein Text der gereichten Hand ist sehr tröstlich und schön, von wem ist er?

 

..."Wege entstehen, indem wir sie gehen" - das bleibt bei deinem Beitrag Jolina bei mir hängen, dieses Zitat ist von Kafka, ich finde es sehr mutmachend.

 

Nachtigall, ich finde deine "Abenteuerlust" richtig spannend, dein Satz " Ich bin auf mich selbst geworfen."klingt bei mir nach. Für mich kommt er und dein Beitrag sehr meinen Gedanken beim Erstellen des Pfades nahe. Danke.

 

Traumfängerin, Anya, Nelle, Nele schreiben von Ihren Fastenvorhaben, von Leichtigkeit, Selbstfürsorge, "Entrümpelungen in 10 er Schritten" und dem freudig gefundenen Leitspruch.

"Nur für heute" - kleine Schritte in eine Richtung.

 

Ich merke, es sind wirklich viele Beiträge heute zusammen gekommen, sie zeigen viele Schritte auf, Schritte in viele Richtungen. Ich stoße an meine Grenzen nach einem langen Arbeitstag tatsächlich ALLEN gerecht zu werden.

 

Liebe Phoebe, "Sowohl - als auch"... beide Seiten der Medaille betrachten... im Schweren Sinnhaftes entdecken... das "sowohl" annehmen und das "als auch" ebenso.

Ich bin gespannt, welche Entdeckungen du dazu machst und freue mich, wenn du Sie mit uns teilst.

 

Der Beitrag von dir liebe suchende Wölfin, er berührt mich sehr, auch dass du dich hier öffnest mit deinen Gedanken und Sorgen. Dir gilt mein aufrichtiges Mitgefühl. Schön dazu Nele´s Beitrag zu Lesen, wie es ihr erging.

 

Phantasievoll sind Jolina und Touristin unterwegs - Schritte in ein Wegloses Land, die für mich persönlich recht abstrakt sind.

 

Wenn man so einen Pfad öffnet, ist das wie beim Planen einer Reise, man hat ein Ziel, wie die Reise "angeht" und sich entwickelt zeigt die Zeit, zeigen die Reisegefährten .... alles weitere verschiebe ich auf Morgen, habt eine gute Nacht.

 

 

Rauhreif

 

 

 

 

 

 

Greta schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

ist von mir.

Ich habe ihn vorhin spontan hier aufgeschrieben.

Kam so aus mir heraus.

 

Heute habe ich mir Zeit für Gedichte genommen und es war ein bisschen wie früher, als ich noch regelmäßig Texte geschrieben und viele Gedichte gelesen habe.

 

Ich habe mir eine Schneise geschlagen, wo der Weg schon fast zugewachsen war.

Ein gutes Gefühl an einem sonst sehr grauen Tag.

Rauhreif schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Ich habe mir eine Schneise geschlagen, wo der Weg schon fast zugewachsen war.

Ein gutes Gefühl an einem sonst sehr grauen Tag.

 

Wie schön, danke für´s Teilen. Bin gespannt, ob da noch mehr herauskommen will ;-)

Rauhreif schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Guten Morgen,

 

ein neuer Tag und wieder habe ich all eure Beiträge gelesen und meine gestrigen Gedanken dazu, die mich persönlich nicht befriedigen.

 

Vor mir noch wegloses Land, um mich ganz viele Gedanken, wie gehe ich als Pfaderstellerin damit um? Lasse ich alles laufen und schaue, wo ich später stehe oder moderiere ich den Pfad, dann bin ich aber eben auch nur Moderator und halte mich mit eigenen Ansichten raus? Das möchte ich aber nicht, ich wünsche mir einen tieferen AUSTAUSCH.

 

Welche Erwartungen und Wünsche habt ihr an den Pfad?

 

Liebe Grüße Rauhreif

Johannes schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Hallo zusammen,

 

bisher bin ich sehr schwierig in die Fastenzeit/Fastenforum gestartet.

Da fehlt ein Stück Inspiration?? Ist die vielleicht gerade nicht dran?

Habe mir mein Leben so eingeteilt, dass ich den Eindruck von mir habe,

das leben ist so eingeteilt, dass es sinnvoll für mich ist.

 

Was Nelle am 27.02. 20, 10.43 Uhr schrieb:

Leichtigkeit - vielleicht ist es das. Wie vorgehen?

Es bleiben da bei mir z.Z. nur ?????

 

Liebe Grüße

Johannes

 

Rauhreif schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Lieber Johannes,

 

ich lese aus deinem Beitrag, dass du dich gut eingerichtet hast in deinem Leben. Traust du der Zufriedenheit nicht? Was macht es mit dir, dass du nur ??? im Kopf hast?

Liebe Grüße Rauhreif

Nachtigall schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

wenn du dich gerade gut in deinem Leben eingerichtet hast und du so zufrieden bist, dann ist das doch gut! Das kann mal doch auch mal feiern! Hundert pro, es kommen auch wieder Zeiten, da eine Veränderung dran ist oder sogar aufgezwungen wird. Das muss ja nicht gerade in der Fastenzeit sein. Vielleicht kannst du diese Fastenzeit dazu nutzen, dich und dein momentanes Leben einfach liebevoll zu betrachten und dich daran zu freuen? Wann macht man das schon mal...

 

Liebe Grüße

Nachtigall

Phoebe schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

… darüber habe ich immer und immer wieder nachdenken müssen.

 

Was ist mir dazu zuerst eingefallen...? Ungewissheit... Angst vor Unbekanntem...?

 

Aber wegloses Land gibt uns auch die Möglichkeit, Spuren zu hinterlassen.

 

Greta schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Für mich ist gerade alles schwer.

Die ausgetretenen Pfade genauso wie die neuen, die ich mir erst ertrampeln oder freischlagen muss.

 

Und wenn ein weites Feld ohne Weg vor mir liegt, gehe ich dann eher nach links oder rechts oder doch mittig?

Oder am Rand lang, traue ich mich überhaupt auf die Fläche?

 

Verkriechen möchte ich mich, aber das ist ja auch keine Lösung.

Ich glaube, ich stelle mir mal einen Klappstuhl hier auf und warte ein bisschen. Vielleicht kriege ich ja ein Zeichen, das mir hilft, aus meiner eigenen eher negativen Sichtweise mal in die andere Richtung zu gucken und siehe da... bis dahin mache ich Klappstuhlpause!

Jolina schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

...und das reizt natürlich zu einem neuerlichen Ausflug unter dem endlos blauen Himmel...die Hunde rennen und toben, können ihr Glück kaum fassen, übereinander purzeln sie, bellen und raufen...

 

...meinen Zauberrucksack habe ich heute daheim gelassen, wir sind satt und kommen auch mal einige Stunden ohne Wasser aus...

 

...ob ich mal versuche, zum Meer zu gelangen? Mmm, eigentlich weiß ich ja gar nicht, ob es hinter dem Horizont eines gibt, es ist eine bloße Wunschvorstellung...

 

laufen, gehen, ohne zu wissen, gibt es ein gutes Ziel...und schaffe ich den Rückweg? Ach, ich laufe jetzt erstmal solange ich mein abgestelltes Fahrrad sehen kann...

 

dieses weglose Land möchte ich einfach entdecken, möchte herausfinden, wo es mich hinführt...und hält es Begegnungen bereit?

 

Treffe ich auf Menschen der Gegenwart,der Vergangenheit oder Zukunft? Möchte ich mich zwischendurch in eine zauberhafte Welt träumen?

 

Hilft mir das, mit der Realität leichter und spielerischer umzugehen oder hindert es mich eher, echte Herausforderungen anzunehmen? Oder ist beides miteinander / nebeneinander möglich?

 

Ja, liebe Rauhreif, ich träume mich manchmal gern in eine zauberhafte Welt...ich finde es übrigens sehr schön, wie du zu unseren Beiträgen schreibst...

 

liebe Grüße an dich und alle, die hier lesen und schreiben,

Jolina mit Mascha und Pepito

 

 

 

Rauhreif schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Liebe Phoebe, das Wort hat mich auch sehr angesprochen, für mich verkörpert es Hoffnung.

Ich habe es in einem tollen Text von Giannina Wedde gefunden. Der Text hat mir während des Adventsforums sehr geholfen und Mut gemacht.

 

Hier ein Auszug:

 

Du weißt, dass manche Kapitel enden. Es ist ihre Bestimmung, Raum zu lassen für das, was kommt. Für das, was noch geschrieben werden will von einer Weisheit, die dich trägt. Vielleicht hängt dein Herz noch an diesen Kapiteln, die sich neigen, vielleicht wünscht du, sie würden nie enden. Aber so, wie sich jede Frage nach einer Antwort sehnt und jede Not nach einer Linderung, so sehnt sich jede Wirklichkeit nach mehr Weite und Erkenntnis nach tiefer Erfahrung. Was enden muss, braucht deinen Segen. Braucht deinen Abschied und deinen Mut, auswegloses Land zu betreten.

 

Der Text geht noch weiter und bietet viel Trost und Erkenntnis.

 

Hier kannst Du und wer noch will weiter lesen.

 

books.google.com/books/about/In_deiner_Weite_lass_mich_Atem_holen.html

 

 

Rauhreif schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Liebe Phoebe, das Wort hat mich auch sehr angesprochen, für mich verkörpert es Hoffnung.

Ich habe es in einem tollen Text von Giannina Wedde gefunden. Der Text hat mir während des Adventsforums sehr geholfen und Mut gemacht.

 

Hier ein Auszug:

 

Du weißt, dass manche Kapitel enden. Es ist ihre Bestimmung, Raum zu lassen für das, was kommt. Für das, was noch geschrieben werden will von einer Weisheit, die dich trägt. Vielleicht hängt dein Herz noch an diesen Kapiteln, die sich neigen, vielleicht wünscht du, sie würden nie enden. Aber so, wie sich jede Frage nach einer Antwort sehnt und jede Not nach einer Linderung, so sehnt sich jede Wirklichkeit nach mehr Weite und Erkenntnis nach tiefer Erfahrung. Was enden muss, braucht deinen Segen. Braucht deinen Abschied und deinen Mut, auswegloses Land zu betreten.

 

Der Text geht noch weiter und bietet viel Trost und Erkenntnis.

 

Hier kannst Du und wer noch will weiter lesen.

 

books.google.com/books/about/In_deiner_Weite_lass_mich_Atem_holen.html

 

 

Erst jetzt lese ich dich Greta und Jolina, fühlt euch bitte auch angesprochen.

Zitronenfalter schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Ich bin das erste Mal seit vielen Jahren wieder in einem Forum und etwas unsicher unterwegs.... das Bild "wegloses Land" hat mir für die Fastenzeit gefallen. Die bisherigen Beiträge angesprochen und inspiriert.

 

Ich faste Fernsehen. Ist für manche vielleicht banal, aber für mich eine große Überwindung. Da hat sich in den letzten Jahren eine ungute Abendroutine eingeschlichen. Powern bis ungefähr 20 h, dann völlig übermüdet vor den Fernseher und berieseln lassen. Immer der Gedanke: "Ich bin zu müde für....."

 

Und jetzt bin ich im unbekannten Land unterwegs und habe auf einmal abends viel viel.... Zeit. Die ersten beiden Abende beängstigend (habe aus Mangel an Ideen nur ein bisschen gelesen und bin drüber eingeschlafen) heute habe ich das erste Mal Ideen und freue mich auf den Abend.

 

Eine Idee aus dem Forum, die ich mir schon mitgenommen habe: Ich werde heute beim Spaziergang mit dem Hund mal von den bekannten Wegen abweichen und hoffentlich Neues entdecken.

 

Danke für dieses inspirierende Forum

 

Zitronenfalter

Rauhreif schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Hilft mir das, mit der Realität leichter und spielerischer umzugehen oder hindert es mich eher, echte Herausforderungen anzunehmen? Oder ist beides miteinander / nebeneinander möglich?

 

 

Liebe Jolina,

ich lese viele dieser phantasievollen Texte im Zauberglücksmoosigem Garten und staune über die Ausdruckskraft und Innigkeit wie dort geschrieben wird, gleichzeitig bin ich eher hier in der Realität unterwegs und kann dem Zauber für mich nichts abgewinnen. Spannend finde ich deine eigenen Fragen zu dem Thema, mich würden wirklich deine Antworten dazu interessieren.

Liebe Grüße Rauhreif

Traumfängerin schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

… darf ich mich zu Dir setzen?

Hinsetzen … Pause machen… den Blick schweifen lassen ins weite Land.

Warten was kommt … Aufstehen, wenn es an der Zeit ist.

Nicht schon wieder losgehen … was tun müssen … was Neues in Angriff nehmen. Das Gegenwärtige ist mehr als genug.

Das Alte loslassen … die Weite genießen … erstmal nur sein … Kräfte sammeln …

Traumfängerin

Jolina schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Der Buchauszug von Giannina Wedde berührt mich sehr, meine Fragen hängen eng damit zusammen. Bislang habe ich mich nur manchmal in eine Zauberwelt geträumt, und wenn, dann meistens mit Kindern. Ich glaube, es würde mir tatsächlich helfen, mir mehr (unrealistische)Geschichten auszudenken, mich und andere mal groß, mal klein, mal stark und mutig usw. werden zu lassen...

Rauhreif schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Ich grüble über deiner Antwort, warum denkst du, dass dir das gut tun würde?

 

Ich überlege mir in der Realität, was tut mir gut, was macht mich stark. Ich setze mich damit auseinander, was mir vielleicht Angst macht, ergründe das warum. Oft hilft mir dabei ein Gespräch mit meinem Mann, oder meiner Freundin zur Reflexion. Das was ich BIN, das kann ich beeinflussen. Alles andere darf ich versuchen anzunehmen, die zwei Seiten der Medaillen-Methode hilft mir dabei ungemein.

 

Rauhreif schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

@Zitonenfalter willkommen hier im Forum hier auf diesem noch recht jungen Pfad. Es freut mich, dass du dich dazu gesellst mit deinem großen Fasten Vorhaben, das sind für dich anfühlt, noch anfühlt wie wegloses Land. Ich freue mich auf einen regen Austausch, wie es dir damit geht. Was es mit dir macht.

 

@Greta möchtest du erzählen, warum gerade alles so schwer für dich ist und du dich so schwer tust die "Positive" Seite der Medaille zu sehen. Was blockiert dich? Oder vermisst du, hängt dein Herz noch an dem alten Pfad, den Menschen von dort?

 

Liebe Grüße Rauhreif

Jolina schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Natürlich denke ich auch so wie du und schaue in der Realität, wie ich mir helfen und mich stärken kann, habe auch gute und hilfreiche Gespräche.

 

Doch kann ich mir eben zwischendurch auch gut vorstellen, zumindest beim Ausdenken/Schreiben oder auch beim Malen in andere Rollen zu schlüpfen, mit anderen Perspektiven kreativ zu spielen oder auszuprobieren, wie ich mich fühlen könnte, wenn ich mich ganz anders als sonst verhalte bzw. mich in der Phantasie in andere Landschaften versetze...

 

...übrigens sind das für mich ebenso zwei Seiten einer Medaille, auf der einen die Realität, auf der anderen die Phantasie...

Johannes schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Hallo zusammen,

 

dieses Gespräch bringt mir was:

Es ist schon in Ordnung, wenn das Leben so stimmt, wie ich es eingerichtet habe. Trotzdem ist da eine Unzufriedenheit, die ich

mit ???? ausdrückte. Ich finde bei mir Unbeweglichkeit, neues auszuprobieren. Hier kam der Begriff "Leichtigkeit" - das wärs bei mir!!

Vielleicht schwingt da irgendwie auch noch der Satz mit "fragen tut man nicht/ist unanständig" - aus meinem Elgternhaus - mehr als 50 Jahre

zurück. Mehr fällt mir gerade nicht ein als Antwort.

 

Liebe Grüße

Johannes

 

 

Greta schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

da mag ich nicht im Detail erzählen. Das ist mir hier zu öffentlich und die Gedanken zu persönlich.

 

Ich rede nicht so gern über Dinge, die ich zurzeit nicht ändern kann. Nur mit meiner besten Freundin.

 

Es reicht zu erzählen, dass ich gerade manchmal nicht weiß, welcher Weg der richtige ist. Und ob ich neue Wege wagen kann oder überhaupt will.

 

Manchmal ist es schwer zu entscheiden, ob der alte Weg nicht doch der richtige ist, nur gerade zwischendurch etwas mühsamer, oder ob ein ganz neuer Weg vielleicht doch die bessere Entscheidung ist.

Aber sichere Pfade verlassen?

 

Oh weh. Das fällt mir ganz ganz schwer!

Jolina schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

...Klappstuhlpause find ich gut...auch als Wort...sehr schöne Wortschöpfung...

 

Ich kann gut verstehen, dass du es sehr schwer findest, vertraute, gewohnte Pfade zu verlassen...dadurch, dass wir sie schon so lange gehen, geben die Sicherheit, wenn auch eine, die trügerisch sein kann...aber immerhin weiß ich, wie sich dieser Pfad anfühlt, habe Strategien entwickelt, mit diesem evtl auch unwegsamen Pfad umzugehen...

 

...vom Rand des großen Feldes können wir eine Menge sehen, vielleicht probieren wir aus, wie es sich anfühlt, mal ein Stück mittendurch zu gehen...

Greta schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

So ganz ohne Deckung?

 

Wow. Das erfordert Mut, den ich erst ansammeln muss...

Rauhreif schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Hallo zusammen,

 

dieses Gespräch bringt mir was:

Es ist schon in Ordnung, wenn das Leben so stimmt, wie ich es eingerichtet habe. Trotzdem ist da eine Unzufriedenheit, die ich

mit ???? ausdrückte. Ich finde bei mir Unbeweglichkeit, neues auszuprobieren. Hier kam der Begriff "Leichtigkeit" - das wärs bei mir!!

Vielleicht schwingt da irgendwie auch noch der Satz mit "fragen tut man nicht/ist unanständig" - aus meinem Elgternhaus - mehr als 50 Jahre

zurück. Mehr fällt mir gerade nicht ein als Antwort.

 

Liebe Grüße

Johannes

Lieber Johannes,

Danke für deine Erklärung, jetzt kann ich deine ??? verstehen.

 

Unbeweglichkeit - ein Wort, das auch bei mir gleich Beklemmung hervorruft, ich denke an Hexenschuss und auch an frühere berufliche Situationen, wo Veränderung nicht gewünscht war, beides haben Vorankommen blockiert. Und ich habe mich auch in so eine Klappstuhlpause (Stimme Jolina zu eine gute Wortschöpfung) versetzt gefühlt. Zum Glück wurde ich mit dem Glaubenssatz zum Fragen, nicht konfrontiert. Er verschließt ja förmlich jede Hilfe und Lösung. Ich finde es richtig mutig von Dir Johannes, dass du dich hier so öffnest und hoffe sehr, dass unser Austausch hier auf dem Pfad dir etwas Leichtigkeit bringt und Fragen zu dir gehören dürfen. Mein Glaubenssatz dazu ist, nur wer fragt, dem kann geholfen werden.

 

Ganz herzliche Grüße zu Dir

Liebe Grüße Rauhreif

 

Rauhreif schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Ihr Lieben ALLE,

 

Danke für eure Ausführungen und eure Offenheit Johannes, Greta und Jolina - Beklemmung, Klappstuhlpause, weites Feld - MUT - Wir brauchen ihn am Anfang all unseres "neuen" Tuns. Raus aus der Komfortzone rein ins kalte Wasser. Wie gut kann ich, wenn ich das so betrachte, dich Jolina verstehen, dass du dir das gerne in deiner Phantasie vorstellst und ausmalst, um hinein zu spüren wo der richtige Weg für dich ist, bzw. auch was du in der Realität brauchst für den ersten Schritt.

Es gibt unglaublich viele Möglichkeiten, die Qual der Wahl, wo finden wir die Antworten, ich bin der Überzeugung nur bei uns selbst, nur wir können uns selbst bewusst werden, was es braucht. Aber wir dürfen Andere fragen, wir dürfen hineinspüren, was es ist, das uns Mut schenkt, damit wir mit einer gewissen Leichtigkeit und vor allem Zuversicht den 1. SCHRITT tun können.

 

In diesem Sinne wünsche ich uns nun einen "sinnbringenden" Tag.

 

Liebe Grüße Rauhreif

 

Johannes schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Hallo zusammen,

 

damit ist für mich erst einmal nicht der Tod, der Abschied vom irdischen Leben gemeint - eher ein Aufbruch, etwas zu verändern:

 

Schreiben denken schaukeln

Ab und zu tun wir ein Wunder - für uns!!!!

Wir schlafen viel

und führen keine Statistik

 

Wunder für uns - nach unseren Möglichkeiten!??!

Wir wissen nicht , wie es gehen könnte

Und wir tuns trotzdem........Mut!!!

 

Das kam mir gerade so an Gedanken.

 

Liebe Grüße

Johannes

 

Liebe

Touristin schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Natürlich denke ich auch so wie du und schaue in der Realität, wie ich mir helfen und mich stärken kann, habe auch gute und hilfreiche Gespräche.

 

Doch kann ich mir eben zwischendurch auch gut vorstellen, zumindest beim Ausdenken/Schreiben oder auch beim Malen in andere Rollen zu schlüpfen, mit anderen Perspektiven kreativ zu spielen oder auszuprobieren, wie ich mich fühlen könnte, wenn ich mich ganz anders als sonst verhalte bzw. mich in der Phantasie in andere Landschaften versetze...

 

...übrigens sind das für mich ebenso zwei Seiten einer Medaille, auf der einen die Realität, auf der anderen die Phantasie...

 

Liebe Rauhreif,

Ich bin - ähnlich wie Jolina - auch gerne in diesem phantasievollen Teil, den das weglose Land bietet, unterwegs.

Das wegelose Land fand ich so anziehend , weil alles noch unberührt, undefiniert ist.

Ich kann hier einfach ich selber sein, bei Punkt 0 anfangend

Niemand kennt mich, niemand hat schon ein (Vor-)Urteil gefällt oder glaubt mich (durchauswohlwollend gemeint) genau zu kennen und weiß immer schon, was ich denke.

Kein Weg zwingt mich, in eine bestimmte Richtung zu gehen, zu denken, zu handeln...

Natürlich gibt es in der Realität auch Möglichkeiten MEINEN Weg zu gehen, aber oft macht es micht traurig, dass ich mit meiner individuell anderen Art zu sein, anecke oder nicht verstanden werde.

 

Hier tauchte bei dem "Titel" des Pfades in meinem Kopf eine weite, offene Landschaft auf

und ich folgte dem Impuls, stellte mich mitten auf den freien Platz und breitete meine Arme weit aus.

Dazu passte auch der heutige Tagesimpuls,

ich stehe auf, gehe einfach weg und folge meinem inneren Kompass auf dem Weg in und durch ein wegeloses Land.

Liebe Grüße

die Touristin

 

 

Traumfängerin schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

las ich bei John Strelecky in "Folge dem Rat Deines Herzens …"

"Nur wenn wir uns auf das Unbekannte einlassen, haben wir die Möglichkeit, uns damit vertraut zu machen"

Ich finde, ein guter Denkanstoß, um den Klappstuhl für ein paar kleine Schritte zu verlassen …

Traumfängerin

Rauhreif schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Ihr Lieben Alle,

 

lieber Johannes, ich musste lächeln, als ich deinen Beitrag las, ich habe mich auch gerade mit dem Wegweiser und dem heutigen Text auseinander gesetzt, dachte auch irgendwie passt er zu unserem Pfad hier. Ich hab mich schwer mit ihm (dem Text getan) den 1. Teil fand ich einfach, beim 2. Teil habe ich lange gegrübelt.

Ich habe die Worte geschrieben von Hand um hinter den Sinn zu kommen, hatte das Gefühl "wegloses Land" zu betreten.

Soll es uns Mut machen, all das was uns nicht gut tut hinter uns zu lassen, und unserer Sehnsucht - vielleicht dem Ruf Jesus oder unserer Seele , oder beiden folgen?

 

Dann lese ich deine Gedanken liebe Touristin, vielen Dank für die Rückmeldung.

Ich versuche mal mit meinen Worten zu formulieren, was bei mir angekommen ist. Du spürst eine große Sehnsucht in dir, einfach DU sein zu dürfen, voller Leichtigkeit wie beim Schaukeln, dir eine "neue" Welt erschaffen zu können, ohne die "schwermachenden"Altlasten. Wie gut kann ich dich da verstehen, gleichzeitig aber sind es evtl. gerade diese Altlasten, die uns zu dem wundervollen Menschen geformt haben, der wir sind. Ein Mensch in deinem Fall, dem es möglich ist evtl. einer Meditation gleich, sich in Phantasiewelten zu träumen und zu entspannen. Du willst vorurteilsfrei betrachtet werden, das kann ich gut nachvollziehen, wer will das nicht. Mir war bang, als ich mich hier im Forum wieder als Rauhreif geoutet habe. Wie werde ich angenommen werden, als "Fürsprecherin" von Schaf, den ich übrigens sehr vermisse.

 

Ich kann den Wunsch verstehen, jemand anderes zu sein, einfach weg zu gehen und mich neu erfinden, evtl. mir einen neuen Namen geben, aber tief im Inneren werde ich immer wieder von mir eingeholt.

 

Wie hieß es im Wandeln am Anfang: Es ist nie zu spät so zu sein, wie man gerne gewesen wäre. - Ist es dann nicht ganz elementar, all unsere Stärken und Schwächen anzuschauen und mitzunehmen um überhaupt eine Vorstellung zu bekommen, wie man sein könnte?

 

 

Dann lese ich von dir liebe Traumfängerin diesen Satz:

"Nur wenn wir uns auf das Unbekannte einlassen, haben wir die Möglichkeit, uns damit vertraut zu machen"

 

Das kann ich absolut unterschreiben, dieser Pfad hier, er ist für mich Unbekannt, er fordert mich. Ich bin noch nicht vertraut mit der Weite, den Menschen die hier mit mir gemeinsam neue Wege gehen. Mir fehlt das Vertraute einerseits, andererseits bin ich auch neugierig.

 

Ich bin kein Freund von langen Texten, und doch muss/möchte ich mich hier überwinden, um ALLEN/ALLEM gerecht zu werden. Das ist gerade mein Anspruch an mich.

 

Hoffe ihr kommt damit klar :-)

 

Liebe Grüße

Rauhreif

 

Mäandera schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Ich möchte auch neues Land betreten. Die alten Pfade sind zwar immer noch möglich, aber unbefriedigend. Also her mit dem weglosen Land.

 

Den ersten Schritt habe ich gemacht und die Umgebung und die Gesellschaft gefällt mir gut. In welche Richtung will ich gehen?

Jolina schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

... und einen schönen Sonntag wünsche ich Euch auch...

 

So, wegloses Land ... Heute ist es ein wenig unwirtlich hier draußen, sehr windig und dabei ziemlich kalt...dennoch denke ich über Veränderungen nach...wie weit möchte ich mich wegwagen?

 

...Ein Weg, auf dem ich gehen kann...Weg sein, nicht mehr in Sichtweite...ein Wort, zwei verschiedene und doch irgendwie zusammenhängende Worte...

Jolina schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

...sind zwar noch möglich, aber unbefriedigend...", schreibst du, liebe Mäandera.

 

Meine alten Pfade sind einerseits auch nicht mehr befriedigend, aber sie sind so vertraut, ich weiß, wem ich wann begegnen kann, ich weiß, wie ich jemandem aus dem Weg gehen kann, ich weiß vor allem, wie und wo ich mich ganz sicher zurückziehen kann.

 

...aber ich habe tatsächlich wenig Spaß...

 

Na gut, auf jeden Fall weiß ich jetzt schon einmal, dass ich auf jeden Fall einen guten Platz für mich allein brauche, einen Ort/ ein Zimmer, in dem ich mich wohl und sicher fühle...

Rauhreif schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Guten Morgen Mäandera und Jolina, guten Morgen allen Mitlesenden und Mitschreibenden.

 

Ich habe eure Beiträge gelesen und mich verbunden gefühlt. Mit euren Fragen und Wünschen, bzw. dem Wissen, was es braucht für ein Hinauswagen auf einen neuen Weg, bei dir Jolina. Wie gut, dass du schon eine Antwort gefunden hast.

 

Ich könnte mir vorstellen, dass auch dich Greta ähnliche Fragen umtreiben.

 

Alte Pfade sind einerseits unbefriedigend, andererseits weiß man woran man ist, spürt das vertraute und lieb gewonnene, das gibt Halt. Aber geht man dann nicht auch auf der Stelle. So ging es mir im letzten Forum, in mir der Ruf nach Veränderung. Einfach so weg gehen, oder den Wegbegleitern die eigenen Bedürfnissen darlegen? Auch auf die Gefahr hin, nicht verstanden zu werden. Mit der großen Hoffnung, dass das "vertraute" trägt. Es war nicht so und kam dann nochmals ganz anders. Und nun stehe ich hier vor dem weglosen Land, mit der Sehnsucht und der Erinnerung im Herzen und neuen Wegbegleiter an der Seite, darf ich mich trauen mich zu öffnen? Ich glaube ja.

 

Deine Worte Jolina

 

"...Ein Weg, auf dem ich gehen kann...Weg sein, nicht mehr in Sichtweite...ein Wort, zwei verschiedene und doch irgendwie zusammenhängende Worte..."

 

die geben mir Denkstoff und evtl. Hilfestellung, bei den Antworten zu den Fragen, was will ich und wohin, wie kann mir ein Neuanfang gelingen, wenn noch viel Trauer/Sehnsucht im Herzen....

 

"Weg sein und weg sein" - mir mein eigener Weg sein .... Vielleicht?

 

Rauhreif

 

 

 

 

Rauhreif schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

... der Text heute im Wandeln.

 

Die Weisheit

 

Lange bevor du geboren warst, war ich da. Ich bin weiter als das Meer, höher als die Berge und tiefer als die Quellen. Ich bin Gottes Gefährtin von Anbeginn an. Aus mir kannst du schöpfen: ich lehre dich zu hören, das Wort zwischen den Zeilen, das Unsagbare und das Unerhörte. Ich lehre dich zu sehen, über dich und deinen Horizont hinaus. Ich bin deine andere Seite, deine Lust und dein Spiel. Misstraue allem, dass mich begrenzt. Leichtfüßig befreie ich dich aus den Ketten des Besserwissens und Kleinglaubens. Deine Füße stelle ich auf weiten Raum. Ich zeige dir, wie du glückst.

 

:-)... ich wünsche uns einen wunderschönen Sonntag mit der Weisheit an der Seite.

 

Liebe Grüße Rauhreif

Nelle schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Noch einmal möchte ich auf das Bild vom weglosen Land zurückkommen. Vor meinem geistigen Auge befindet sich das genau hier oben im hohen Norden, wo kein Berg und kein Hügel den Blick verstellt, sondern eher im Gegenteil: entweder liegt grünes Marschland vor meinen Augen oder sogar das Meer - weit und scheinbar ohne Begrenzungen. Ich liebe es, zum Beispiel auf der Hamburger Hallig, in der Dämmerung zu sein und zu entdecken, wie eins nach dem anderen die Leuchtfeuer am Horizont zu sehen sind. Leuchtfeuer - Sehnsuchtszeichen für mich: sie bieten Schutz und Orientierung dem, der sich auf dem Seeweg nähert. Und öffnen den Horizont und das Fernweh mir, die sich vom Land aus daran orientiert.

 

Man sagt, dass bei besonderer Witterung der Lichtschein des Helgoländer Leuchtfeuers von der Schleswig-Holsteinischen Westküste aus zu sehen sei. Trotz der Erdkrümmung. Nicht der Turm, nicht das Licht selber, sondern nur der Lichtschein.

Was für ein Bild: Ein ferner Lichtschein, weit weg am Horizont, gibt mir Orientierung und einen Anhaltspunkt für meine Träume, meine Sehnsucht. Einen Anhaltspunkt auf meinem Weg durch ein wegloses Land...

Johannes schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Hallo zusammen,

 

heute komme ich erst jetzt dazu hier etwas zu schreiben.

Der heutige Text wirkt auf mich allumfassend; für mich heißt das:

"Ich bin Gottes Gefährtin von Anbeginn an" - das Leben??!!!

 

Ob ich da meine Gottesvorstellung - Er ist das Leben - überdenken/ändern muss, wenn so ganz neue Bilder und Gedanken dazu kommen? Spannend für mich - auch mit Unsicherheiten...

 

Auch kam mir ein Bild in den Sinn - aus einem Traum oder mehreren Träumen:

Ein weites Land mit einer aufgehenden Sonne und einem galoppierenden Pferd........ passt für mich zum weglosen land.

 

Ja, Nelle - die Weite und das Meer haben mich auch sehr beeindruckt -

und trotzdem: Die Berge in ihrer Größe und Erhabenheit, die Wälder -

da bin ich groß geworden - haben in ihrer Einsamkeit auch so eine Wirkung auf mich. Das ist wohl Heimt, im weglosen Land!!!!

 

Heute Moregn war ich Stellvertreter bei Familienaufstellungen:

Da ging es auch viel um eigenes Leben, etwas verändern - auch viel unter Wut und Verzweiflung zu schauen und die Liebe zu verschiedenen Personen zu sehen.

 

Sind heut so meine Gedanken.

 

Liebe Grüße

Johannes

 

Greta schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Vieles, was hier geschrieben wird, trifft mich gerade oder bringt mich irgendwohin. Deshalb muss ich gar nicht so viel schreiben, lesen ist schon viel.

Jemand von einem anderen Pfad hat mir geraten, einfach mitten durch das Feld zu laufen. (Nein, nicht hier im Forum, das war auf anderem Weg)

Das kann ich aber nicht, denn das würde in der Realität mit dem Verlust von etwas, das mir wichtig ist, enden.

Ich bin nicht mutig genug.

Vielleicht noch nicht...

Wer weiß?

In einer Woche habe ich wegloses Land vor mir.

Nordsee. Strand. Wellen. Sand. Einsamkeit, wenn ich will, aber auch Trubel, wenn ich will.

Einfach mal raus sein. Aus allem.

 

Rauhreif schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Liebe Greta,

 

danke für dieses eine kleine Ja, es tut mir gut.

 

Es galoppiert wie ein Pferd im Sonnenaufgang durch mein Herz, ist ein Lichtschein, dass dieser Pfad Sinn macht. Ich wünsche Dir eine gute und erholsame Zeit am Meer, Zeit für Dich, Zeit mit Dir, Zeit für SEIN.

Alles kann, nichts muss.

 

Heute habe ich einen schönen Spruch von Hans A. Pestalozzi gefunden:

 

Zweifeln ist Suchen,

nicht Ratlosigkeit.

 

Alles Liebe Rauhreif

 

Rauhreif schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Ja, Nelle - die Weite und das Meer haben mich auch sehr beeindruckt -

und trotzdem: Die Berge in ihrer Größe und Erhabenheit, die Wälder -

da bin ich groß geworden - haben in ihrer Einsamkeit auch so eine Wirkung auf mich. Das ist wohl Heimt, im weglosen Land!!!!

 

Heute Moregn war ich Stellvertreter bei Familienaufstellungen:

Da ging es auch viel um eigenes Leben, etwas verändern - auch viel unter Wut und Verzweiflung zu schauen und die Liebe zu verschiedenen Personen zu sehen.

 

Sind heut so meine Gedanken.

 

Liebe Grüße

Johannes

 

Lieber Johannes,

wie schön du schreibst von der Heimat im weglosen Land, ich glaube wir haben die selbe im Süden Deutschlands.

Ich bin sehr beeindruckt über deine Wege zu dir, es ist schön, dass du berichtest. Dass eben unter Wut und Verzweiflung gleichzeitig auch ganz viel Liebe sichtbar werden kann, wenn man sich einlässt, auf´s genauere Hinschauen. Wieviel einfacher ist es oft, nur eine Sicht der Dinge zu betrachten. Danke für das Teilen deiner Gedanken.

 

Herzliche Grüße

Rauhreif

Greta schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

wirklich ein schöner Spruch.

 

Den schreibe ich heute in mein Fastentagebuch-Heft.

 

Danke dafür!

Rauhreif schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Liebe Nelle,

 

es fällt mir schwer, die zwei Seiten von Dir zusammen zu bringen. Du hast eben einen wunderschönen Text verfasst, was für dich "Weites Land" bedeutet. So warm und poetisch - diese Seite habe ich von dir noch nicht kennengelernt.

Ich kenne nur die Seite von Lütte aus dem Adventsforum.

Es kostet mich Überwindung, dies hier so direkt anzuschreiben, aber Lütte hat mich mit Ihren harten Worten und der Stellung, die sie bezog sehr erschüttert und sprachlos zurückgelassen.

 

Der Lichtschein deiner Beschreibung, er zeigt mir fern am Horizont einen Menschen, der mich neugierig macht.

 

Rauhreif

Rauhreif schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

wirklich ein schöner Spruch.

 

Den schreibe ich heute in mein Fastentagebuch-Heft.

 

Danke dafür!

 

Ich habe ihn auch schon darin aufgenommen,

ich habe ihn sozusagen "reingelettert" - mein Fastenvorhaben,

täglich einen schönen, oder bewegenden Spruch in Schönschrift, bzw. Letteringschrift in mein Fastenbuch zu "malen".

 

Liebe Grüße

Rauhreif

Greta schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Das glaube ich jetzt nicht, das mache ich auch, habe aber erstmal mit Zahlen begonnen. (Rückwärtscountdown der Fastentage)

Letztes Jahr habe ich einen Anfänger-Kurs besucht, bin aber wenig zum Üben gekommen...

Also an den Brushpen fertig los!

Nelle schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Liebe Rauhreif,

ich bin jetzt etwas ratlos, was ich darauf schreiben soll.

 

Natürlich hat jeder Mensch nicht nur zwei, sondern mehrere Seiten. Und da werde ich bestimmt auch keine Ausnahme machen. Aber dass du mich im AF als hart erlebt hast, verwundert mich schon sehr. Ich kann es jetzt nicht mehr nachvollziehen, was ich wann schrieb. Doch ist das jetzt noch wichtig? Ich glaube, dass wir alle gute, fast gute und auch mal ziemlich miese Zeiten erleben - vielleicht hatte ich gerade Letztere zu fassen.

 

Ich verstehe auch nicht jede und jeden hier im Forum. Wie schon so oft von so vielen Menschen geschrieben: es fehlt ja ein visuelles Gegenüber und auch der Ton, wenn man sich schriftlich verständigt. Ich kann nur sagen, dass ich zu keiner Zeit irgend jemanden hier beleidigen oder gar vertreiben wollte. Und außerdem (kennst du die Bücher von Schulz von Thun über Kommunikation?) weiß ich ja nicht, auf welchen "Boden" meine Äußerungen bei anderen fallen.

 

Mehr fällt mir dazu leider jetzt nicht mehr ein.

Vielleicht nur: ich bin ja gar nicht so... ;o))

 

Mit aufrichtig herzlichen Grüßen aus dem hohen Norden

Nelle

Rauhreif schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Also an den Brushpen fertig los!

 

... tun gut ;-)

 

Ging mir genauso, so langsam komme ich wieder rein. Ich schule mich über einen Online Kurs. Das gute ist, dass man im eigenen Tempo Lettern kann.

 

Greta schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

ich erinnere mich und nicht nur, weil ich einen Screenshot davon gemacht habe, dass wir beide gemeinsam als scheinheilige Gotteskriegerinnen von der Kanzel und vor der Tafel bezeichnet wurden.

Total hart eben.

Aber das sind nur irgendwelche fehlgeleiteten Interpretationen von Worten und persönlichen Empfindlichkeiten, darüber habe ich schon damals sehr gelacht.

Niemand, der uns wirklich kennt, würde auf so eine völlig absurde Idee kommen.

Ich kenne dich.

Nicht gut, aber das bisschen, das ausreicht, um von Fehlinterpretation sprechen zu können.

Meine Freunde, die echten, haben ebenfalls sehr gelacht.

Aber hier sind wir eben hauptsächlich Worte. Damit muss man leben.

Kein Ton, kein Gegenüber, nur Worte, und die tun manchmal gut und manchmal auch nicht.

Den Weg konnte ich jedenfalls leichten Herzens hinter mir zuwachsen lassen. Den gehe ich nicht mehr zurück.

Rauhreif schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Liebe Rauhreif,

ich bin jetzt etwas ratlos, was ich darauf schreiben soll.

........

Vielleicht nur: ich bin ja gar nicht so... ;o))

 

Mit aufrichtig herzlichen Grüßen aus dem hohen Norden

Nelle

 

Danke, dass du es trotzdem versucht hast ;-) .... ich bin übrigens auch ein Fan von mehr Leichtigkeit im Leben

Touristin schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Ihr Lieben Alle,

(...)Ich versuche mal mit meinen Worten zu formulieren, was bei mir angekommen ist. Du spürst eine große Sehnsucht in dir, einfach DU sein zu dürfen, voller Leichtigkeit wie beim Schaukeln, dir eine "neue" Welt erschaffen zu können, ohne die "schwermachenden"Altlasten. Wie gut kann ich dich da verstehen, gleichzeitig aber sind es evtl. gerade diese Altlasten, die uns zu dem wundervollen Menschen geformt haben, der wir sind. Ein Mensch in deinem Fall, dem es möglich ist evtl. einer Meditation gleich, sich in Phantasiewelten zu träumen und zu entspannen. Du willst vorurteilsfrei betrachtet werden, das kann ich gut nachvollziehen, wer will das nicht. Mir war bang, als ich mich hier im Forum wieder als Rauhreif geoutet habe. Wie werde ich angenommen werden, als "Fürsprecherin" von Schaf, den ich übrigens sehr vermisse.

 

Ich kann den Wunsch verstehen, jemand anderes zu sein, einfach weg zu gehen und mich neu erfinden, evtl. mir einen neuen Namen geben, aber tief im Inneren werde ich immer wieder von mir eingeholt.

 

Wie hieß es im Wandeln am Anfang: Es ist nie zu spät so zu sein, wie man gerne gewesen wäre. - Ist es dann nicht ganz elementar, all unsere Stärken und Schwächen anzuschauen und mitzunehmen um überhaupt eine Vorstellung zu bekommen, wie man sein könnte?

Liebe Grüße

Rauhreif

Danke, dass Du Dir so viel Mühe gibst, unsere Beiträge zu würdigen und auch zu verstehen.

Ich möchte nur an einer Stelle etwas ergänzen:

Ich habe NICHT den Wunsch, jemand anderer zu sein und mich neu zu erfinden, sondern ich würde gern als die wahrgenommen, die ich bin (dein Bild von den Altlasten, die uns zu dem Menschen machen, der wir sind, hat mir übrigens sehr gut gefalllen, DANKE)

und WENN mich jemand nicht versteht,

dass er/sie mal nachfragt "wie hast du das gemeint?", statt meinen Gesichtsausdruck (oder was auch immer an mir) zu interpretieren.

 

Mir gefällt der Spruch:

Der einzig vernünftige Mensch, den ich kenne, ist mein Schneider:

Er nimmt jedes Mal neu Maß, wenn ich zu ihm zu komme.

(Verfasser weiß ich nicht mehr)

Ich bemühe mich jedenfalls, Menschen immer wieder neu zu begegnen und alte Kamellen entweder zu klären oder aufzulutschen, bis sie weg sind! (Insofern sind da bei mir keine Ressentiments; der Schaf-Drops ist gelutscht).

So, nun suche ich mir einen Schlafplatz für die Nacht, hoch oben in

einer gemütlichen Astgabel.

Gute Nacht Ihr Lieben,

Touristin

 

Rauhreif schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Ein guter Morgen am Anfang eines neuen Tages, einer neuen Woche, der Himmel erstrahlt hier in einem Mix aus rosa und türkis, wunderschön anzusehen.

 

Liebe Touristin,

Vielen Dank für deinen Beitrag kurz vor dem Schlafengehen. Der Drops ist gelutscht - darüber musste ich Schmunzeln, das konnte ich mir auf der Zunge zergehen lassen, eine einfache Feststellung das Gewesene ruhen lassen und weitermachen.

Und auch dein Wunsch, dass du gern als die wahrgenommen werden willst, die ich bist, das kann ich gut verstehen. Du schreibst sehr reflektiert, es macht mir Freude, deine Beiträge zu lesen. Gleichzeitig habe ich auch Nelles "Fritz von Thun" im Ohr, es fällt nicht bei jedem auf den selben Boden.

Was für mich wieder den Bogen schließt, dass ich ganz alleine darüber bestimme, wie ich mich fühle und welchen "Wolf" aus Anyas Geschichte ich füttern möchte.

Weshalb ich zu deinem Beitrag Greta kein Wort verlieren werde.

 

In diesem Sinne wünsche ich euch einen guten Start in die neue Woche.

Die Arbeit ruft, ich werde mich erst Abends wieder melden können.

 

Herzliche Grüße Rauhreif

Rauhreif schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Danke für deine Sicht der Dinge, und Das Vier-Seiten-Modell (auch Nachrichtenquadrat, Kommunikationsquadrat oder Vier-Ohren-Modell) von Friedemann Schulz von Thun ist hierfür wirklich gut zu gebrauchen, es hilft einen Schritt zurück zu gehen und genau und achtsam zu schauen.

 

Ich musste erst mal eine Nacht drüber schlafen, heute kann ich gut damit arbeiten. Liebe Grüße

Greta schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

tun manchmal gut und manchmal nicht.

 

Zum Glück bin ich weder Wolf, noch muss ich gefüttert werden.

 

Hier scheint gerade die Sonne! Das macht sie in den letzten Tagen immer mal für ein paar Momente.

Wie man sich plötzlich daran freuen kann. Klappstuhl im Regen ist jedenfalls sehr ungemütlich.

 

anton schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

hallo zusammen,

 

herzlichen Dank für eure Offenheit, Anteilnahme und Vertrauen und Dank an dich liebe Rauhreif für den Pfad und deine Zuwendung.

Ein mini Beitrag im Rahmen von "neue Wege" : der letzte Beitrag im DLF "Tag für Tag" , "Kirchliche Binnensprache" als link.

Neue Wege, neue Kirchen Sprache zu finden ist sicher nicht leicht.

Wenn du magst, hör mal rein. ( ca. 25 min ) Nun ?

 

srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html

 

................liebe Grüße.......................anton.............

 

 

 

Johannes schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Liebe Rauhreif,

 

eben habe ich mir nochmals einige Texte aus diesem Pfad in Ruhe durchgelesen:

Im Weihnachtsforum war ich einer, der auf dm Pfad "Kontaktabbruch" mit Schaf heftig zusammengestoßen ist!!! Auch diese Auseinander-setzung hat mich wachsen lassen. Es ist Vergangenheit - ich bin kein nachtragender Mensch. Dass Du Schaf vermisst und Dich für ihn geoutet hast, dass ist ja o.k. und mutig.

Ich finde es erstaunlich, wie Du auch eigene Wege gehst und diesen Pfad betreust.

 

Ja, wir kommen wohl beide aus dem Süden der Republik - ich wohne am Fuße des Schwarzwaldes.

 

Liebe Grüße

Johannes

Johannes schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Hallo zusammen,

 

diese Woche wurde nun mit dem Begriff "Selbstversuchen" eröffnet.

Der Text dazu und der Hund haben mich sehr beeindruckt:

 

Ein Hund, der in fremden Land seine Wege geht, es erforscht - aber auch immer wieder nach Hause kommt. Dann steht wohl auf dem Grabstein:

Mein Leben hat allen gefallen - auch mir!!!!

 

Ohne Heimat geht es wohl nicht - ohne neue Wege, wie Marlene Derendorf einen gegangen ist, geht es aber auch nicht.

Schön, dass Marlene zum Schluss sagen kann: ich habe um Längen mehr bekommen, als ich gegeben habe.

 

Ich suche noch nach Situationen im Leben, wo ich das auch sagen kann oder konnte. Die gibt es auch, bei Allem, dass ich unbeweglich und festgefahen bin/war. Dieses WANDELN und dieser Pfad regen da schon zum Nachdenken an - und: Bekannte Wege und Pfade können evtl. auch eine gute Startbasis sein.

Für mich ist glaube ich noch wichtig:

Neue Wege nicht zu schnell erkunden - in meinem Tempo.

 

Liebe Grüße

Johannes

 

Liebe Grüße

Johannes

 

 

 

Rauhreif schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

hallo zusammen,

 

herzlichen Dank für eure Offenheit, Anteilnahme und Vertrauen und Dank an dich liebe Rauhreif für den Pfad und deine Zuwendung.

Ein mini Beitrag im Rahmen von "neue Wege" : der letzte Beitrag im DLF "Tag für Tag" , "Kirchliche Binnensprache" als link.

Neue Wege, neue Kirchen Sprache zu finden ist sicher nicht leicht.

Wenn du magst, hör mal rein. ( ca. 25 min ) Nun ?

 

srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html

 

................liebe Grüße.......................anton.............

Lieber Anton, danke für den Link und deine Rückmeldung. Ich habe mir das Interview schon 2x angehört und habe echt Schwierigkeiten alles zu "begreifen und zu verarbeiten"

Was aber wirklich bei mir hängen blieb, dass der Befragte es putzig fand, dass auch im Management die Phrase "Alle werden mitgenommen" genutzt wird. Wo es im Management doch nur um Zahlen und harte Fakten ginge. Das wiederum finde ich putzig.

Ich bin der festen Überzeugung, gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen MUSS das genau so passieren, denn wichtiger als alle Zahlen sind die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Wenn wir es im Management nicht schaffen alle mitzunehmen, sprich Ihnen die Wertschätzung und Anerkennung, zu geben, die sie verdienen und achtsam mit der Ressource Mensch umgehen, wird es nicht möglich sein ein Unternehmen erfolgreich auf Kurs zu halten.

Auch hier werden ganz sicher neue Wege gefunden werden müssen.

 

Die Sprache der Kirche ist nochmal ein ganz anderes Kapitel, ich denke nur alleine mit einer sprachlichen Veränderung, ohne an den kranken Strukturen zu arbeiten, werden langfristig nicht mehr Menschen in die Kirchen zurück kehren.

 

Danke für den Gedankenimpuls Anton

 

Liebe Grüße Rauhreif

Rauhreif schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Lieber Johannes,

 

jetzt forderst du mich aber, gleich zwei schöne und nachdenkenswerte Beiträge.

 

Habe ganz lieben Dank für deine mutmachende Rückmeldung.

 

Eigene Wege gehen, manchmal ist das nötig, wenn die alten wegbrechen, oder gebrochen sind. Ich gebe es zu, es ist nicht ganz einfach :-) mir und meinen eigenen Prinzipien treu bleiben, das hilft. Nicht nachtragend sein, ist die halbe Miete. Nur so ist glaube ich offener und ehrlicher Austausch möglich.

 

Nun schlage ich den Bogen zu Deinem 2. Beitrag "Selbstversuchen" wobei ich ja schon mitten drin bin ^^. Ob es ohne neue Wege nicht geht, das kann ich nicht beurteilen, sondern nur für mich sprechen, ich brauche sie für meine Entwicklung.

 

Neue Wege im eigenen Tempo gehen, das ist glaube ich wenn möglich ganz wichtig. Manchmal wird man aber auch ins kalte Wasser geschubst. Da hilft nur ganz schnell schwimmen lernen. Grins.

Und wenn man dann am Schluß sagen kann, " Ich habe um Längen mehr bekommen, als ich gegeben habe." ist das fein. Die Scheu, oder Angst vor dem Unbekannten überwinden, das ist ein gutes Fasten Motto. Trau dich, nur für heute ;-) wie Anya jetzt sagen würde.

 

Nun sende ich dir auch ganz herzliche Grüße von meinem Ende des Schwarzwaldfußes.

 

Rauhreif

Johannes schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Guten Morgen zusammen,

 

die Wiederholung hat etwas. Sie ist ein bekannter Ablauf. Bewusst er-

lebe ich sie doch immer wieder neu?!!

 

Da ist dann die Zeit sich neue Schritte zu überlegen; auszuprobieren. Die Routine solle nicht mit Mutlosigkeit und Angst besetzt sein. Auch das kenne ich. Das hindert mich an dem: Neues ausprobieren.

 

Und wenn ich mein Leben so eingerichtet habe, dass ich zufrieden bin -

das Neue wartet nicht - ich will offen sein dafür. Aber es gilt auch:

"Das Ziel ist: ich möchte immer wieder am Anfang ankommen - der Heimat!!!

 

Liebe Grüße

Johannes

Rauhreif schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Guten morgen ihr lieben Alle, guten Morgen Johannes.

 

Routine - für mich ein unglaublich wohltuendes Wort.

 

Routine ist für mich Heimat, sie ist vertraut und geht leicht von der Hand. Der Geist hat nebenher vielleicht sogar Zeit zu träumen, auf jeden Fall kann er sich entspannen.

 

Zwei Menschen ein Wort, evtl. mindestens zwei Betrachtungen. Es kommt mal wieder auf den Standpunkt an dem man steht an.

 

Nach dem Auszug des letzt bei uns wohnenden Kindes, muss ich auch bei mir, bei uns neue Routine einstellen. Zudem erforderte die Arbeitsstelle eine Erhöhung der Arbeitsstunden. Ich stehe am Anfang und zugleich am Ende eines Lebensabschnittes.

 

Du Johannes stehst vielleicht mittendrin und verspürst eine Sehnsucht nach Veränderung.

 

ich finde es schön dass, du achtsam mit dir umgehst und kleine Schritte in Richtung dieser Sehnsucht einschlägst. Nur Mut, Schritt für Schritt wird es dir gelingen.

 

Heute habe ich in mein Fasten Buch dieses Zitat geschrieben, ich finde das passt herrlich.

 

Die Meister beobachten die Welt, vertrauen aber ihrer inneren Sehkraft. Sie lassen die Dinge kommen und gehen. Ihr Herz ist offen wie der Himmel. Laotse

 

In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen schönen Tag mit viel Offenheit im Herzen und einem guten Gespür, für das was uns gut tut.

 

Rauhreif

Die aus dem Sommernachtstraum schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Was für ein schöner Pfad - und ein interessantes Thema!

Mich berührt das Wort Land sehr. In euren Beiträgen fiel auch der Begriff Heimat - geht da auch kein Weg hin?

Ich bin schon seit langen Jahren auf der Suche nach beidem - Land und Heimat. Herkunft ist sicher auch Heimat, aber da fühle ich mich doch entwurzelt - das Haus meiner frühen Jahre ist verkauft, Land ist dort keines mehr für mich. Menschen, die mir dort Heimat sein könnten, gibt es nicht (mehr).

Mittlerweile bin ich eigentlich zu alt, um nochmal Land und Haus und damit Heimat zu kaufen und zu erschaffen, sich so etwas aufzuhalsen, wäre direkt unvernünftig, so sagen zumindest alle.

 

Meine Frage ist - finde ich Heimat auch ohne Weg, ohne die tradierte Vorstellung von Haus und Land (oder wenigstens Garten...)?

 

Die Sehnsucht ist groß.

 

Alles Liebe

Die aus dem Sommernachtstraum

anton schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Guten Morgen Rauhreif,

ja, es war nur ein Gedankenanstoß und--ich stimme dir zu, in beiden "Antworten". ..............tschüss...................anton...........

Rauhreif schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Was für ein schöner Pfad - und ein interessantes Thema!

 

Meine Frage ist - finde ich Heimat auch ohne Weg, ohne die tradierte Vorstellung von Haus und Land (oder wenigstens Garten...)?

 

Die Sehnsucht ist groß.

 

Alles Liebe

Die aus dem Sommernachtstraum

 

Liebe Sommernachtsträumerin,

 

ganz herzlichen Dank für deine Rückmeldung und deinen Beitrag, fühle Dich hier willkommen geheißen.

Das Wort Heimat - es liegt gleichermaßen leicht und schwer auf der Zunge.

Für mich ein Gefühl von "Ganz sein" von ankommen so wie ich bin, von richtig fühlen, voller Liebe, das ist Heimat für mich.

Ich glaube Heimat zu finden braucht einen Weg, doch der wiederum gestaltet sich bei jedem anders, da sicherlich jeder Heimat anders definiert. Deshalb glaube ich, um einen Weg, oder Pfad zur Heimat zu finden, darf sich jeder fragen, was bedeutet Heimat für mich. Und über die Fragen dann letztlich seinen persönlichen Weg zu seinem Heimat Gefühl zu finden.

 

@Anton, wie definierst Du Heimat? Ich habe immer noch Deine Erzählungen von deiner Großmutter und dem Vaterunser im Kopf, das in dieser Situation für Dich, auf einem weiten freien, ungeschützten Land ein Stück Heimat war.

 

Braucht es wirklich "Land" also Boden und Erde um ein Gefühl von Heimat zu bekommen? Oder tragen wir sie eher immer bei uns, und dürfen sie in unserem eigenen Inneren Garten genießen und Aufblühen lassen?

 

Für mich ein wirklich wundervolles Thema, danke.

 

Liebe Grüße Rauhreif

anton schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

hallo ihr beiden , Heimat.

Du erinnerst dich Rauhreif ?

Seid nicht böse, ich war innerlich gerade bei einem Thema, das mich sehr beschäftigt. Bin woanders.

Inzwischen schaut euch bitte an : " Ziehende Landschaft" von Hilde Domin. Du findest es liebe Rauhreif. Vielleicht hier kopieren. Danke.................tschhüss..............anton.............

Rauhreif schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

Hallo Anton,

ja ich erinnere mich, das hat mich damals tief berührt. Danke für deinen Tipp mit Hilde Domain, es passt gut, das Gedicht zum Thema Heimat und ich finde es passt auch gut zu dir. Ich stelle mir vor, du bist ein "Apfelbaum" inzwischen in die Jahre gekommen, aber immer noch im Jahreswechsel blühend und saftige Früchte tragend ;-)

 

Ziehende Landschaft

Hilde Domin

 

Man muss weggehen können

und doch sein wie ein Baum:

als bliebe die Wurzel im Boden,

als zöge die Landschaft und wir ständen fest.

Man muss den Atem anhalten,

bis der Wind nachlässt

und die fremde Luft um uns zu kreisen beginnt,

bis das Spiel von Licht und Schatten,

von Grün und Blau,

die alten Muster zeigt

und wir zuhause sind,

wo es auch sei,

und niedersitzen können und uns anlehnen,

als sei es an das Grab

unserer Mütter.

 

Dir alles Liebe bei deinem anderen Thema.

 

Rauhreif

anton schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

hallo Rauhreif, hallo Sommernachtstraum,

Heimat ? Was ist das ? Wie du, Rauhreif so schön beschrieben hast, für jeden von uns sicher etwas anderes.

Meine Großeltern wurden 1919, vertrieben. Meine Großeltern, meine Mutter, meine Tante, ich, wurden 1945 vertrieben.Meine Mutter und ich flohen aus der damaligen DDR in den "Goldenen Westen" (?). Drei Generationen in der Familie vertrieben, geflohen. Wo und wie soll sich da Heimatverbundenheit entwickeln ? Jedesmal in ein neues wegeloses Land. Immer und nur auf neuen Wegen. Es gab nur eine Richtung : nach vorne, neue Wege ins wegelose Land. Ein zurück gab es nicht. Überleben.Das dann später selbst gewählte 11 Jahre Ausland dazu kamen, macht den Sack zu. So ihr Lieben, ich kann nicht mit Heimat dienen, wohl aber mit neuen Wegen. Es geht, klar geht es, ein gutes schönes neues Zuhause zu finden. Nicht mit tradierten Vorstellungen von Haus und Land.Nur Mut ! Eine neue--alte--Heimat wieder zu finden ? War für uns,für mich kein Thema.Die war,die ist weg. Wenn du kannst, suche im Internet "Ziehende Landschaften" von Hilde Domin. Sie hat eine, für mich, gute Antwort auf deine Frage.

 

"Man muss weggehen können

und doch sein wie ein Baum :

als bliebe die Wurzel im Boden,als zöge die Landschaft und wir ständen fest.....................

................................................" Teil Zitat.

 

Alles Gute. .....................tschüss......................anton..............

 

..

 

 

anton schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

liebe Rauhreif,

wir haben wohl gleichzeitig geschrieben. Danke für deine lieben Zeilen.Ja, Wurzel schlagen...auch in späten Jahren...wie auch immer.

Wenn du magst,lese ein bißchen über Hilde Domin.

 

www.deutschelyrik.de/domin.html

 

liebe Grüße .......................anton...................

Phoebe schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

… die letzten Tage sehr umtriebig... Habe versucht, Negatives durch Arbeit zu ertränken... hat nicht funktioniert. Wurde ausgeschaltet... irgendwer hat die Reißleine gezogen... Jetzt heißt es, in erster Linie mal an mich zu denken... fällt mir schwer.

 

Wo bin ich jetzt mit "sowohl" und "als auch".... Ungewollte Auszeit genießen.... und kein schlechtes Gewissen haben wegen der Arbeit, die liegenbleibt... ? Ich muss an mir arbeiten....

Rauhreif schrieb am 26.02. 20:18:
Antwort auf Vom "Weglosen Land" zu ...

.... gütig mit dir sein Phoebe.

 

Guten Morgen ihr Lieben, guten Morgen Phoebe,

 

Güte mit sich selbst haben, kommt vielen Menschen überhaupt nicht in den Sinn.

 

Bei Anderen die wir sehr mögen, fällt es uns evtl. viel leichter sie mit einem liebevollen, gütigen und nachsichtig Blick zu betrachten, da haben wir die nötige Distanz.

 

Phoebe du suchst nach den zwei Seiten, siehst für dich nur die negative, die unvollkommen, die anklagende - du schreibst "Ich muss an mir arbeiten" - würdest du diesen Tipp auch einer Freundin in der selben Situation geben?

Was würdest du ihr empfehlen und rückmelden? Wahrscheinlich hast du dann schon deine Antwort auf die Frage "wo bin ich jetzt sowohl als auch?"

Wenn es dir nicht gelingt, helfe ich dir gerne und führe meine Gedanken weiter. Und wenn in deinem Überlegungen das Wort ABER ganz stark ruft, dann ersetzte es mit "GLEICHZEITIG" :-)... ich wünsche dir ganz viel Klarheit bei dieser Reise zu dir und deinen Bed