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Christ-König-Sonntag

Fackelumzüge und Führerkult waren in der Zeit des Nationalsozialismus allgegenwärtig. Mit dem kirchengeschichtlich jungen Christ-König-Sonntag setzte die katholische Kirche dagegen einen Kontrapunkt. In Gottesdiensten und Prozessionen demonstrierten insbesondere die katholischen Jugendverbände, dass sie nur Christus als König ihres Lebens und Hoffnungsträger für ihre Zukunft anerkannten. So wurde der 1925 erstmals gefeierte und mehrfach verlegte Festtag zum Zeichen gegen die alles beanspruchende Macht  des Nationalsozialismus und gegen totalitäre Herrschaftsansprüche überhaupt. Er wird daher auch Bekenntnissonntag genannt. Seit der Liturgiereform von 1970 wird der Christ-König-Sonntag am letzten Sonntag des Kirchenjahrs gefeiert.

Christus ist der einzig wahre König, jetzt und in Ewigkeit: Dieses Bekenntnis steht im Zentrum des Christ-König-Sonntags. Er trägt auch die Erinnerung an die Passion Jesu in sich. Im leidenden Christus sehen Christen den König, der sich aufopfert, der sich selbst erniedrigt und in Liebe dient. Sie sehen Christus aber auch als den, der von Gott auferweckt und in seine Ewigkeit gerufen worden ist.  Am Ende des Kirchenjahrs steht das Christ-König-Fest daher auch für das Reich Gottes, auf dessen Kommen die Christen hoffen und auf das hin sie unterwegs sind. Es ist, ähnlich wie der Ewigkeitssonntag der evangelischen Kirche, eine Erinnerung, dass im Ende ein neuer Anfang liegt und unter der Herrschaft Christi Gerechtigkeit und Friede verwirklicht werden.