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Welche Arbeiten wurden jüngst ausgezeichnet?

»Lehren aus der Krise« lautete das Thema des Journalistenpreises 2020

Wie konnte es zu 47 Corona-Toten binnen weniger Tage in einem Pflegeheim kommen? Dieser Frage gingen Arnd Henze und Sonja Kättner-Neumann in ihrer WDR/NDR-Dokumentation »Ich weiß nicht mal, wie er starb« nach, die im Oktober 2020 in der ARD lief. Für ihren Film erhalten sie den ersten Andere Zeiten-Journalistenpreis 2021.

Mehr als 80 Beiträge wurden zum diesjährigen Thema »Bewahren und verändern – Lehren aus der Krise« eingesendet. »Wir freuen uns über die vielen Geschichten, die zeigen: In der Krise steckt oft auch eine verändernde Kraft«, sagt Frank Hofmann, Chefredakteur des ökumenischen Vereins Andere Zeiten. Der Preis ist mit insgesamt 6000 Euro dotiert.

Der Beitrag von Sonja Kättner-Neumann und Arnd Henze war nach Ansicht der Jury besonders herausragend. Über viele Wochen drehte das Team im vergangenen Sommer vor Ort in Wolfsburg und hörte dabei in erster Linie Pflegekräften und Bewohner:innen des Pflegeheims, Angehörigen und Verantwortlichen des Krisenstabs zu. Jurymitglied Mechthild Baus: »Der Film zeigt eindrucksvoll das Ringen um Menschlichkeit in einer ausweglos erscheinenden Situation, um Hoffnung und Zuversicht – dort, wo sie abhandengekommen zu sein scheint.«

Den zweiten Preis erhält die Reportage von Susanne Böhm »Unser Haus! Kölner Obdachlose helfen sich selbst«, die im Dezember letzten Jahres auf ARTE lief. Die Autorin begleitet eine Gruppe von Obdachlosen bei der Entwicklung ihrer Vision: gemeinsam selbstverwaltet wohnen und arbeiten. Mit Meldeadresse und Arbeitsvertrag hoffen sie auf einen Weg zurück ins Sozialsystem und finden für ihr Projekt viel Unterstützung.

Die Autorin des dritten Preises, Christina Felschen, erzählt in ihrer authentischen Ich-Reportage »Unsere Freiheit, sein Risiko« von ihrer eigenen Familie, die auf dem Weg nach Kanada pandemiebedingt in Westfalen hängen bleibt. Der Text ist auf ZEIT ONLINE erschienen.

Lobend erwähnten die Juror:innen außerdem die stern-Reportage »Familiensache« von Tobias Scharnagl, die das Schicksal der 81 000 Kinder thematisiert, die in Deutschland bei Pflegeeltern aufwachsen. Die Preisträger erhalten die Auszeichnung am 16. September 2021 in Hamburg. Das Thema des kommenden Preises ist »Alles eine Frage des Vertrauens?«. Wie Sie teilnehmen können, lesen Sie hier.

Das Thema des Journalistenpreises 2020 lautete: »Hoffnung – Geschichten, die in einer aufgeheizten Welt aufklären und Mut machen«.

Impressionen vom Journalistenpreis 2021