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Christophorus

Mit seinem riesigen Kopf auf einem riesigem Körper soll er alle erschreckt haben, die ihm begegneten – der heilige Christophorus. Aber der Hüne Reprobus – wie er ursprünglich geheißen haben soll – hatte ein gutes Herz und wollte seine Größe und Kraft in den Dienst eines noch Größeren, Mächtigeren stellen. Ein Einsiedler führte ihm vor Augen, dass dies nur Gott sein könne. Fortan stellte sich Reprobus in einen menschenfreundlichen Dienst: An einer tiefen Furt trug der bärtige Riese Reisende durch den reißenden Fluss.

Als er eines Tages einen Knaben auf die Schulter nahm, so wird erzählt, trug sich das Kind anfangs sehr leicht. Doch je weiter sie kamen, desto schwerer schien es zu werden. In der Mitte des Stromes stöhnte Reprobus schließlich: »Kind, du bist so schwer, als hätte ich die Last der ganzen Welt zu tragen!« Der Knabe antwortete: »Wie du sagst, so ist es, denn ich bin Jesus, der Heiland. Und wie du weißt, trägt der Heiland die Last der ganzen Welt.« Am anderen Ufer angelangt, sagte das Kind zu ihm: »Du hast den Christ getragen, von jetzt an darfst du Christophorus heißen.«

So wurde Christophorus zum Patron aller der Berufe, die große Kraft erfordern, aber auch zum Begleiter der Pilger und Reisenden. Er gilt auch als einer der 14 Nothelfer. Nach ihm benannt hat sich die 1961 gegründete ordensähnliche evangelische Christusträger-Bruderschaft, die ihren Sitz im Kloster Triefenstein am Main hat und sich zum Beispiel seit 1969 um Leprakranke in Afghanistan kümmert. Es gibt auch eine Christusträger-Schwesternschaft. »Von Christus getragen – Christus tragen«, heißt ihr Wahlspruch. Ein gutes Motto auch für die Reisezeit und alle, die unterwegs sind: Wenn es not tut, aus christlichem Geist helfen – und sich helfen lassen.