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Erntedank

»Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land …«: Für viele Menschen, besonders in den Städten, klingt das wie ein Bild aus alten Zeiten. Wo Äpfel und Tomaten das ganze Jahr über im Supermarkt erhältlich sind, fällt es schwer, Erntedank zu feiern.

Das war früher anders: Wenn die Ernte eingebracht war, luden die Bauern Ihre Bediensteten zu ausgelassenen Festen ein. Es gab Musik, Tanz und ein üppiges Essen. Aus Ähren wurde eine Erntekrone geflochten, ein Symbol für die Hoheit des Schöpfers, dem die Menschen alles Wachsen und Gedeihen verdankten.

Heute wird Erntedank in katholischen Gemeinden am ersten Sonntag im Oktober, in evangelischen Gemeinden am Sonntag nach Michaelis (29. September) gefeiert. Dabei geht es vor allem auch um unsere Verantwortung für die Schöpfung. Denn selbst wenn gentechnisch veränderte Lebensmittel und aufwändig bewässerte Gewächshäuser anderes glauben machen sollen: Hochwasserkatastrophen und Dürreperioden zeigen, dass der Mensch nach wie vor von ihr abhängig ist.

So wichtig die Bewahrung der Schöpfung ist, so selbstverständlich bleibt der Dank. Denn was kann man beim ersten reifen Apfel oder einem duftenden Hefekuchen anderes tun, als begeistert einzustimmen: »Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn, drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn.«