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Michaelistag

Oft sind sie blond und tragen ein wallendes, weißes Kleid. Engel haben in der zweiten Jahreshälfte Hochkonjunktur. Dabei erzählt die Bibel eigentlich gar nichts über ihr Aussehen. Viel wichtiger ist die Botschaft der Engel (griechisch: angelos = Bote). Sie schützen und führen, sie reden und begleiten, manchmal stellen sie sich auch in den Weg und kämpfen. Als eigenständige Wesen spielen sie jedoch keine Rolle. Nie sind sie selbst Mittelpunkt, sondern weisen immer über sich hinaus auf ihren göttlichen Auftraggeber. Das zeigt sich auch in ihren Namen: Von Lucifer, dem gefallenen Engel, abgesehen, enden alle auf die Silbe -el. Sie bedeutet auf Hebräisch »Gott« und sagt, dass kein Engel ohne Gott denkbar ist.

Michael ist einer von ihnen. Im alttestamentlichen Buch Daniel wird er als »Erster unter den Engelfürsten« und als »Schutzengel Israels« bezeichnet (Daniel 10). An ihn und an alle anderen Engel erinnert der Michaelistag am 29. September. In manchen Kirchengemeinden gibt es besondere Gottesdienste oder Engelfeste. Wenn die Nächte wieder länger werden und das Licht abnimmt, wird davon erzählt, dass Gott auch in dunklen Zeiten da ist: »Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, und sie werden dich auf Händen tragen, auf dass du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.« (Psalm 91)