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Tag der Beschneidung und Namensgebung des Herrn

Gemäß der jüdischen Tradition werden Jungen im Judentum am achten Tag nach ihrer Geburt beschnitten und somit in den Bund Gottes aufgenommen (1. Mose 17, 10-12). Zugleich erhalten sie ihren Namen. So war es auch bei Jesus (Lukas 2,21). Durch den Neujahrstag in den Hintergrund gedrängt, wird der »Tag der Beschneidung und Namensgebung des Herrn« (oder auch »Namen-Jesu-Tag«) im evangelischen Kirchenjahr am 1. Januar begangen, im katholischen zwei Tage später. Zuweilen wird – nicht wirklich korrekt – vom »Fest der Taufe Jesu« gesprochen.

Ähnlich wie das Geburtsfest oder das Fest der Erscheinung des Herrn hat dieser besondere Tag einen offenbarenden Charakter: Jesus erzeigt sich als der geliebte Sohn Gottes. Die Beschneidungsszene hat sich in der Kulturgeschichte in zahlreichen Werken der bildenden Kunst – etwa von Albrecht Dürer – niedergeschlagen. Jesu Name beinhaltet eine programmatische Aussage. Er leitet sich vom Vornamen Jehoschua ab und bedeutet so viel wie »Gott rettet« oder »der Herr hilft«. In Deutschlang galt es lange als tabu, »Jesus« als Vornamen zu verwenden, in spanischsprachigen Ländern ist dies jedoch schon seit Jahrhunderten Brauch.