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Magnis: Gott braucht dich nicht

Goldene Schrift in Großbuchstaben auf weißem Grund: das Cover des Buches "Gott braucht dich nicht".

Die Religionswissenschaftlerin und Historikerin Esther Maria Magnis ist 15, als ihr Vater an Krebs erkrankt. Sie betet hingebungsvoll und fast pausenlos für seine Genesung und kann nicht glauben, dass Gott seinen Tod zulassen würde. Trotzdem stirbt er zwei Jahre später an der Krankheit. Sein Tod passt nicht zu ihrer Vorstellung von Gott und seiner Liebe. Für Magnis beginnt daher eine Zeit ohne Gott – zwar glaubt sie an seine Existenz, aber sie ist so wütend, dass sie versucht ihn aus ihrem Leben zu verbannen. Eines Tages lauscht sie einem Kinderlied und ihr wird bewusst, dass es trotz allen Leides einen liebenden Gott für sie gibt, der größer ist als sie erahnen kann.

Nur wenige Jahre später stirbt auch ihr Bruder mit Anfang 20 an Krebs. Diesmal erschüttert der Tod ihren Glauben nicht. Ihr wird klar: »Mir bleibt nichts anderes übrig, als Gott zu folgen und hinterherzustolpern und mir im Zweifel meine Wirklichkeit aufs Neue zerhauen zu lassen.« Ein sprachlich gewaltiges Buch, in dem Esther Maria Magnis die Leser mit in ihren persönlichen Abgrund reißt und sie durch die Teilhabe an ihrem Erkenntnisgewinn auch wieder hinausführt.

Esther Maria Magnis: Gott braucht dich nicht. Eine Bekehrung. Rowohlt Taschenbuch Verlag 2014, 9,99 Euro.