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Muller-Colard: Als mir das Licht unerträglich wurde

Die obere Hälfte zeigt ein Mosaik aus verschiedenfarbigen Quadraten. Auf der unteren Hälfte dunkelblauer Untergrund, darauf der Titel "Als mir das Licht unerträglich wurde".

Die lebensbedrohliche Krankheit ihres kleinen Sohnes stürzt die Pfarrerin und ehemalige Krankenhausseelsorgerin Marion Muller-Colard in eine Depression. Zwar wird das Kind entgegen den Prognosen wieder gesund, doch ein Gefühl der Ohnmacht überkommt sie und sie ist unfähig, den Alltag zu bewältigen. Am liebsten verbringt sie Zeit allein und im Dunkeln.

Nur in den biblischen Texten von Hiob findet sie Hilfe und Stütze, versteht seine Hilflosigkeit angesichts seines Schicksals und fühlt sich selbst verstanden durch sein Hadern mit Gott. Durch die Auseinandersetzung mit Hiob und ihre gemeinsame Suche nach Gerechtigkeit entdeckt sie eine andere Art zu glauben: »Es gibt weder einen Glaubenssatz noch einen Zauberspruch, der uns unsere Verletzlichkeit ersparen kann.« Gott kann uns nicht vor allem Bösen bewahren, aber uns Kraft und Stärke geben, um die schweren Zeiten im Leben zu überstehen.

Ihre eigene Leidensgeschichte, ihre Gefühle und Situationen der Hilflosigkeit verwebt Muller-Colard immer wieder mit der Betrachtung von Hiobs Geschichte. So zeichnet sie ihren Weg zurück ins Leben nach und den Schritt hin zu einem anderen Glauben an Gott.

Marion Muller-Collard: Als mir das Licht unerträglich wurde. Auf dem Weg zu einem anderen Gott. Theologischer Verlag Zürich 2019. Ca. 17,90 Euro