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Welche Arbeiten wurden jüngst ausgezeichnet

So viel Hoffnung in der Welt!

Journalistenpreis geht an drei Mut machende Beiträge

Es klingt fast wie ein Märchen: Da wächst einer im rechtsextremen Umfeld auf. Als Erwachsener propagiert er die menschenverachtende Gesinnung selbst. Doch dann erlebt er, was Vertrauen und Beziehungen mit einem Menschen machen können. Er trifft auf Menschen, die an ihn glauben. Und er ändert seine Ansichten komplett. Heute spricht Derek Black bei Events gegen den Hass und unterstützt Projekte, die sich Rechtsradikalen entgegenstellen. Alexandra Rojkov hat seine Geschichte mit dem Titel »Der Erbe« in DER SPIEGEL erzählt und erhält dafür den ersten Preis des Andere Zeiten-Journalistenpreises 2020. Jurymitglied Claudia Aue: »Berührt hat die Jury, dass in dieser Geschichte beschrieben wird, dass die Ansichten eines Menschen verurteilt werden, aber nicht der Mensch selbst.«

»Hoffnung – Geschichten, die in einer aufgeheizten Welt aufklären und Mut machen« war das Thema des Journalistenpreises in diesem Jahr. Und mit über 50 Beiträgen gab es so viele Einsendungen wie selten. Den zweiten Preis gewinnt Moritz Herrmann mit einem sehr persönlichen Beitrag. Als Hochrisikopatient beschreibt er sein Leben in Coronazeiten. »Lunge, komm bald wieder«  erschien in ZEIT ONLINE. Der Autor spricht von der hinten in seinem Kopf versteckten Angst. Aber auch von der Hoffnung auf die Zeit nach Corona: »Wir Lungenkranken werden dann noch immer lungenkrank sein, aber vielleicht wird das nicht mehr so schwer wiegen wie vorher. Man kann auch aufatmen, wenn man husten muss.«

Der dritte Preis geht an den Radiobeitrag das »Lied vom Ende des Kapitalismus« von Julia Fritzsche , gesendet auf  Bayern 2 in der Reihe Zündfunk Generator. Der Beitrag über ein Kartoffelkombinat in Bayern sei gesellschaftlich relevant und zukunftsorientiert, so die Jury: »Fritzsche beobachtet genau und schafft von Anfang an eine selbstverständliche Atmosphäre, die mich als Hörerin von der regionalen Landwirtschaft ganz selbstverständlich zu den großen Fragen der Politik und der Frage nach dem Gegeneinander von Egoismus und Kapitalismus führt.«

Die Preise wurden am 10. September 2020 in Hamburg verliehen. Der nächste Andere Zeiten-Journalistenpreis widmet sich dem Thema: »Bewahren und verändern – Lehren aus der Krise«. Details lesen Sie ab Mitte September auf unserer Homepage.

Impressionen vom Journalistenpreis 2020