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Welche Arbeiten wurden jüngst ausgezeichnet?

»Älter werden« lautete das Thema des Andere Zeiten-Journalistenpreises 2018.

»Die Bibel beschreibt die ideale Verfassung zum Sterben: alt und lebenssatt. Doch wie wird ein Mensch lebenssatt? Gibt es einen Zeitpunkt im Leben, an dem alle Fragen und jegliche religiöse Suche befriedigt sind? Unter den Einsendungen waren Geschichten von Menschen, die erlebbar machten: Älterwerden kann eine Zeit voller Lebensfreude und Ausgeglichenheit sein«, sagt Frank Hofmann, Chefredakteur des Vereins Andere Zeiten. Knapp 20 Journalisten reichten Beiträge zum Thema »Älter werden« ein.  Drei davon wurden mit insgesamt 6000 Euro ausgezeichnet.

Herausragend war dabei nach Ansicht der Jury der Artikel von Kathrin Spoerr aus der Welt am Sonntag. Die Journalistin erzählt in »Vier Freunde«, wie vier Rentner zwischen 71 und 91 Jahren seit acht Jahren jeden Morgen in einem Einrichtungshaus zusammen frühstücken. Beeindruckt zeigte sich Jurymitglied und Laudator Patrik Schwarz von der Beobachtungsgabe der Autorin: »Der Text ist wie ein Kinofilm. Seine Melodie beschreibt den großen Sinn des Lebens, der sich in der Lust am Kleinen zeigt.«

»Die Frau in Weiß« heißt Gloria und ist eine Obdachlose, die von der Autorin Michaela Haas in ihrer Garage in Malibu aufgenommen wird. Die Beziehung zwischen den beiden Frauen thematisiert der mit dem zweiten Preis ausgezeichnete Beitrag aus dem Magazin der Süddeutschen Zeitung. »Die Autorin zieht einen förmlich in die Beziehung hinein und damit in ein Elend, das sie kaum bewältigen kann,« so Schwarz.

Besonders pointiert sei auch der Beitrag »Leben lernen« von Gesa Gottschalk aus der Zeitschrift Geo: »Die Autorin stellt sich die Frage, wie sie ihre zweite Lebenshälfte gestalten möchte. Sie ist auf angenehme Weise zurückhaltend, dabei aber gekonnt aufmerksam. Der Text zeigt eine echte Entwicklung und eine dramatische Spannung«, sagt Schwarz.

Impressionen vom Journalistenpreis 2018