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Herzlich willkommen . . .

. . . in unserem Fastenforum. Üblicherweise bleibt es bis Ostersonntag geöffnet und bietet Raum für Ihre  Gedanken zur Fastenzeit. Doch in diesem Jahr ist wegen der Corona-Pandemie vieles anders: In Zeiten, wo der persönliche Kontakt sehr eingeschränkt ist, möchten wir den Austausch hier so lange ermöglichen, bis das öffentliche Leben wieder aufgenommen werden kann. Wir vom Andere Zeiten-Team freuen uns auf Ihre Beiträge und einen anregenden Austausch!

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Thema »@geasl«

@geasl

22.03.2020 20:28
Tautropfen

 

Meine Gedanken schweifen oft in die Tiroler Berge.
Ich hoffe, daß Du und Deine Lieben gesund seid.
Es sind so traurige Nachrichten, die uns vorallem aus dem Norden Italiens erreichen. Wenn bei Euch auch um 91.00 Uhr die Glocken läuten, dann schwingen die Töne von Nord nach Süd, von Süd nach Nord, von Ost nach West und West nach Ost. Auf das es gute Schwingungen sind, die uns verbinden.
Jetzt erstmal von hier einen lieben Gruß, Tautropfen

 

23.03.2020 05:59
Gwendolyn

 

Liebe geasl,

ich werde weiterhin die Gedichte aus den Fastenbriefen für Dich abschreiben.

Bleib in der Gnade.

 

...die Tage....

23.03.2020 12:15
anton

 



liebe geasl...

.. bleib behütet ..

..anton...

 

Antwort

23.03.2020 15:54
geasl

 

Oh jetzt bin ich aber baff.... & gerührt.....ein Pfad für mich, mit Sorgen & lieben Gedanken.
Danke liebe(r) Tautropfen!!
In guten Schwingungen miteinander verbunden sein.... sich vom Ton tragen lassen, im Klang aufgefangen, ineinander greifen der Melodien, auch des Molls & nicht verstummen......

Ich hab seit ein paar Tagen nicht mehr im Forum gelesen. Bin ganz bei meiner Familie & den engsten Freunden. Es gelingt mir meinen Hofalltag halbwegs normal weiter zu führen.... ich brauche die Natur mehr denn je & bin froh daß ich die Møglichkeit habe jeden Tag kurz in den Wald zu flüchten um aufzutanken. Das morgendliche Laufen fehlt mir & die kleinen Begegnungen die sich so oft ergeben haben, im Kindergarten oder beim Bauernbund, beim Einkauf etc. Aber um uns wütet das Virus. Meine Familie ist noch nicht betroffen. Wir sind gesund & zäh. Ich mache mir um die Gesundheit der Großeltern Sorgen. Gestern rief mich meine Freundin an , weinend. Ihr Vater, an dem sie & auch ihr Sohn, sein Enkel sehr hängt, wurde mit der Rettung ins Krankenhaus gebracht. Zu Hause ging es nicht mehr. Isoliert. Sie darf weder ihn noch ihre Mame besuchen. Beide alten Menschen pløtzlich voneinander getrennt & allein, isoliert von den Liebsten. Mir bricht das Herz.

Erst diese undefinierbare düstere Stimmung, das Gefühl der Bedrohung & Näherrücken des Grauens. Jetzt ist jede Gemeinde ist betroffen. Wenn Corona ein Gesicht bekommt & Namen die vertraut sind, wird man selbst richtig betroffen & ohnmächtig. Es fühlt sich so bizarr an. An Schutzvorrichtungen, scharfe Kontrollen & die Leere hab ich mich gewøhnt. Das anzunehmen hat mich wieder ins Gleichgewicht gebracht.... wieder ausbalanciert. Ich bin intensiv bei meinen Liebsten, für sie brauche ich Zeit & Kraft. Deshalb kaum noch Forum.
Danke liebe Gwendolyn, daß Du mir die Gedichte heraus schreibst, aus den Briefen. Das ist so lieb. Ich werde den Fastenbrief-Pfad auf jeden Fall noch nachlesen.
Ja die Lyrik ist neben der Natur meine grøßte Trøsterin & Kraftquelle. Alle Tage lese ich Gedichte.... meine Seele braucht das zum Atmen. Immer øfter reiche ich den Seelentrost weiter gerade in diesen schweren Zeiten. Auch an "bekennende Nichtliteraten" :-) ..... die richtigen Worte finden immer ein Schlupfloch.... "There is a crack in everything, that's how the light get's in" (Leonard Cohen) - Das Gedicht, das Gebet, das Wort.... ist Licht & scheint durch den kleinsten Ritz in uns hinein.
Lieber Anton, Danke für Deine Nachricht! Bleib auch Du behütet & paß gut auf Dich auf.
Danke für euer liebenswürdiges Nachhaken.... danke, wirklich. Ich schaue immernoch ungläubig aber lächelnd auf das @geasl.... es tut gut in Gedanken verbunden zu sein.
Bleibt stark.... & gesund.... & wenn erkrankt, dann mit positiven Genesungsgedanken....
Und schaut viel in den Himmel .... & versucht so oft es geht zu Lächeln..... das hilft!
Liebe Grüße von geasl

 

..ein Lächeln..

23.03.2020 16:42
anton

 


liebe geasl,
danke für deine Worte und Gedanken.Du und Deine Familie werden diese Zeit gut überstehen.Sicher.Bestimmt.
liebe Grüße über den Himmel zu euch...............anton...........

 

Große Freude, geasl geht es gut !

24.03.2020 00:16
Elle

 

Wie habe ich mich gefreut, liebe geasl, daß Du Dich gemeldet hast und die Situation in Norditalien so anschaulich und bildreich beschrieben hast. Ich hatte Dich auf dem Lyrik-Pfad schon vermißt und mir Sorgen gemacht, da ich ja wußte, daß Du in dem großen Krisengebiet lebst.
Nun bin ich beruhigt.
Auch bei uns im Norden in einer kleinen hübschen Stadt sind alle Geschäfte geschlossen. Supermärkte haben geöffnet. Unser Sohn ist wohlbehalten aus England bei uns eingetroffen, wo alle Universitäten geschlossen sind. Es läuft alles über Viodeo-Konferenzen.

Wir haben den Wald vor der Haustür und dürfen - immer nur 2 Personen - spazieren gehen. Wunderbar bei strahlendem Sonnenschein.

Ich hoffe nur, daß diese Warnung einer höheren Macht, später einmal zum Umdenken aller Menschen führt und ein positiver neuer Anfang gemacht wird. Damit unsere Erde überleben kann.

Für Dich und Deine Familie alles erdenklich Gute und liebe Grüße
Elle

@ Tautropfen
Danke, liebe Tautropfen, für die Eröffnung diesen Pfades mit der "Fahndung" nach geasl. Auch ich habe sie sehr vermißt und war in Sorge.

 

24.03.2020 05:36
Gwendolyn

 

Hier kommen freundliche Gedanken für Dich und alle Deine Lieben und ein Lächeln von Gwen.

 

We cry out for what we have lost ..........

24.03.2020 09:51
Tautropfen

 

"In guten Schwingungen miteinander verbunden sein.... sich vom Ton tragen lassen, im Klang aufgefangen, ineinander greifen der Melodien, auch des Molls & nicht verstummen...... ".

Liebe geasl, Du schaffst mit Deinen Worten immer Verbundenheit.....
Weil Du Leonard Cohen zitiert hast, hier ein Gedicht von ihm:

Wir bejammern unsere Verluste und erinnern uns wieder. Wir halten Ausschau nach einander, können uns nicht finden und erinnern uns an Dich. Auf dieser sinnlos gewordenen Erde klagen uns unsere Kinder an, erinnern uns an einen Sinn. Ist es möglich? fragen wir uns. Und hier ist der Tod. Ist es wirklich möglich? Und hier ist das Alter. Und wir haben es niemals gewußt; wir haben uns niemals erhoben, das gute Land wurde von uns genommen, die liebe Famile zerstört. Vielleicht, sagten wir, kann es doch sein, und wir räumten die Möglichkeit ein.
Ich selbst werde es tun, sagten wir, als die Scham verlangte, wessen das Herz fähig ist. Die ersten Meldungen berichteten von einem Fehlschlag, die zweiten von Verstümmelung und die dritten von allen möglichen Greueln. Wir erinnern uns, wir rufen zu dir, uns unsere Seele zurückzugeben. Hat es uns wirklich erwischst? Ja, es hat uns erwischt. Haben wir das verdient? Ja, wir haben es verdient. Wir jammern laut um das, was wir verloren haben, und wir erinnern uns an dich. Wir erinnern uns an das allumfassende Wort, die heiligen Kanäle des Gebotes und an die auf ewig am Weg wartende Güte. Und hier und da - unter ziebzig Zungen und hundert Dunkelheiten - ist etwas, schimmert etwas, mutige Männer bemühen sich, die Lichter der Reue zu entzünden.

und aus welchem Gedichtband habe ich es abgeschrieben, Moment:
Wem sonst als dir/ Book of mercy
Leonard Cohen
Deutsche Übersetzung von Regina Lindhoff und Uwe Schmidt
Wilhelm Heyne Verlag 1987, Seite 93

und heute vertraue ich auf "die ewig am Weg wartende Güte"
Liebe Grüße an alle, die hier reinschauen, Tautropfen







 

Danke für diesen Pfad

24.03.2020 10:11
Hummel

 

Greasl, ich freue mich, dass es euch gut geht!
Weiter so!
Liebe Grüße allen Lesern

 

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